Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
558.163
Registrierte
Nutzer

wem steht Unterhaltstitel zu?

 Von 
Schwabe1769
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)
wem steht Unterhaltstitel zu?

Folgender Sachverhalt:
Kind ist 18 Jahre alt geworden. Sorgeberechtigt war alleine die Mutter, obwohl Kind in einer Pflegefamilie lebt. Gegen den leiblichen Vater bestand ein Unterhaltstitel. Dieser befindet sich bei der Mutter. Kind möchte de Titel ausgehändigt bekommen. Wen steht der Titel gegen den Vater zu, dem Kind oder der Mutter?

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Kind Vater Mutter Titel


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Solan196
Status:
Schüler
(496 Beiträge, 38x hilfreich)

Dem Kind

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1233 Beiträge, 351x hilfreich)

Das kommt drauf an, wer laut Titel der Gläubiger ist. Es gibt auch Titel, die der Mutter zustehen, wenn auch sehr selten.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Schwabe1769
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

@smogman:
Gläubiger ist doch eigendlich immer das Kind, dass jedoch bis es volljährig ist, von der Mutter in diesem Fall vertreten wurde. Oder verstehe ich da was falsch?
Also wenn die Mutter den Titel über 18 Jahre lang nicht in Anspruch genommen hat, hat das Kind doch jetzt ein Recht darauf, den Titel herauszufordern und selber seine Ansprüche in Nachhinein zu fordern, oder?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Solan196
Status:
Schüler
(496 Beiträge, 38x hilfreich)

Sehe ich genauso.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31051 Beiträge, 12369x hilfreich)

Mal ein Beispiel: über Kindesunterhalt wird im Rahmen des Scheidungsverfahrens entschieden. Nicht separat, muss die Mutter jetzt die Scheidungsentscheidung herausgeben? Es gibt auch andere Konstellationen, in denen der Titel eben auf das Elternteil ausgestellt ist, nicht auf das Kind.

Die Frage ist doch, ob da eine Titelumschreibung erfolgen kann.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1233 Beiträge, 351x hilfreich)

Zitat (von Schwabe1769):
Gläubiger ist doch eigendlich immer das Kind, dass jedoch bis es volljährig ist, von der Mutter in diesem Fall vertreten wurde. Oder verstehe ich da was falsch?

Ja, das verstehst du falsch. Das Kind ist nur dann der Gläubiger, wenn es von der Mutter vetreten werden darf. Wenn die Mutter aufgrund § 1629 Abs.3 BGB aber den Unterhalt in sogenannter Verfahrensstandschaft geltend gemacht hat, dann ist sie selbst der Gläubiger. Für einen solchen Titel muss bei Eintritt der Volljährigkeit, wie wirdwerden bereits angedeutet hat, das Kind eine Titelumschreibung/Rechtsnachfolgeklausel bei der zuständigen Urkundsperson beantragen.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
Solan196
Status:
Schüler
(496 Beiträge, 38x hilfreich)

... mal den Gedanken aufgreifend ...

wenn der Titel im Scheidungsurteil stehen würde und die Mutter (oder der Vater) Gläubiger ist, wäre dass dann auch über die Volljährigkeit hinaus?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1233 Beiträge, 351x hilfreich)

Der Titel muss auf das Kind umgeschrieben werden, frühestens ab Rechtskraft der Scheidung, spätestens ab der Volljährigkeit, vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 27.03.2000 - 7 WF 132/00 (Amtlicher Leitsatz: Ein minderjähriges Kind, dessen Mutter nach § 1629 Absatz III BGB einen Unterhaltstitel erwirkt hat, kann nach Beendigung der Prozessstandschaft durch Rechtskraft der Scheidung der Ehe der Eltern die Umschreibung des Titels auf seinem Namen verlangen.)

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
Schwabe1769
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 2x hilfreich)

@smogman
wer ist die zuständigen Urkundsperson?
Der Unterhaltstitel wurde in Thüringen erstellt. Jetzt ist das kid volljährig und lebt in aer. muss die Umschreibung nu in Thüringen oderi aer eim Familiegerichteatragt werde? Die Mutter will den Titel üriges ichtfreiwilligraus geben.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 198.055 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
83.062 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.