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wenn man nichts haben wollte und auch nichts bekommt..

19.10.2007 Thema abonnieren Zum Thema: Anwalt Euro Kommen
 Von 
guest-12313.12.2012 14:18:38
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 9x hilfreich)
wenn man nichts haben wollte und auch nichts bekommt..

hallo zusammen,

ich bräuchte einige meinungen zu meiner geschichte bzw. hoffe sehr, dass mir der ein oder andere einen rat geben kann.

seit einem jahr lebe ich (40) von meinem mann (48) getrennt. die ehe bestand 11 jahre. ich habe mich getrennt und bin im oktober 06 auch ausgezogen.

ich habe 11 jahre die kranke mutter meines mannes (die 4/05 verstarb) sowie den psychisch kranken bruder meines mannes gepflegt. (beide wohnten all die jahre mit im haus) nach diesen jahren war ich nervlich so am ende, dass ich mich trennte um in einer eigenen kleinen wohnung zur ruhe zu kommen.

mein mann bezitzt ein mehrfamilienhaus (was zwar in der schon bestehenden partnerschaft - jedoch 2 jahre vor eheschließung angeschafft wurde) hinzu kommen gewerblich vermietete grundstücke am haus, bargeld/sparbücher im 5 stelligen bereich, oldtimer, sowie geerbte grundstücke der verstorbenen mutter.

ich lebe auf grund einer krebserkrankung von 740 euro erwerbsunfähigkeitsrente. mein mann arbeitet bei der stadt und verdient 1700 netto (plus miteinnahmen)

vor der eheschließung damals, unterschrieb ich einen ehevertrag, in dem ich auf alles verzichtete ALLES - auch unterhalt im härtefall. der notar, der diesen vertrag aufsetzte, wies meinen mann damals schon darauf hin, dass dieser vertrag sehr wahrscheinlich sittenwidrig ist.
ich wollte diesen vertrag zum damaligen zeitpunkt aber unbedingt unterschreiben, da es mir wichtig war, meinem mann zu beweisen, dass ich keinerlei finanzielles interesse an ihm habe. dumm ich weiss..

mein mann und ich führten eine gute ehe, durch die beiden pflegefälle im haus jedoch, waren wir beide so eingespannt, dass ein gemeinsames eheleben praktisch unmöglich war. nach dem tod der mutter hoffte ich nach 10 jahren auf ein gemeinsames leben, was wiederum unmöglich war, da wir noch immer für den psychisch kranken bruder meines mannes sorgen mussten. (mein mann hat das weiterhin einfach erwartet - diskussion zwecklos) so strich ich irgendwann die segel.. versuchte aber die ehe in eine freundschaft zu retten, was mir - dank meiner ausdauer - auch gut gelang.

jetzt nach einem jahr - mein mann hat eine neue partnerin, die er heiraten möchte - drängt er auf scheidung.

unser 12 jähriges wirklich gutes verhältnis endete heute bei einer - von mir angestrebten - aussprache.
er habe einen termin bei einer anwältin für nächste woche. er wisse, dass der ehevertrag sittenwidrig sei, bat mich um eine einvernehmliche scheidung. ich solle nächste woche unterschreiben, dass ich keinerlei ansprüche an ihn hätte.

mein mann gab mir - auf mein drängen - vor einem jahr 1600 euro (makler/kaution/erste mietzahlung) sowie 1200 euro um mir das nötigste für einen neustart (einrichtung) zu kaufen.
er besucht mich regelmäßig und sieht auch, dass ich immer noch in einer halb leeren wohnung wohne (mit 740 euro rente kann man schließlich keine sprünge machen) ich habe ein jahr nichts gesagt, in der hoffnung, er würde irgendwann von allein auf die idee kommen, mir noch eine kleine finanzielle zuwendung zukommen zu lassen.

nun allerdings möchte er die scheidung so schnell wie möglich bzw. meine unterschrift, dass keine weiteren ansprüche bestehen. ich werde dem zustimmen, einfach um endlich ruhe zu haben denn mittlerweile beginnt die sache anstrengend bzw problematisch zu werden, da die neue partnerin drängt und mein mann diesen 'druck' sehr massiv an mich weiter gibt.

nun meine fragen:

ich könnte mir angeblich irgendwelche rentenanteile auszahlen lassen. so viel ich weiss, bekommt man die aber erst wenn der ehemann in rente geht. wie sich das verhält wenn ein ehepartner bereits rente bezieht weiss ich nicht. dazu konnte ich auch nichts finden.
kann mir jemand sagen, ob ich mich auf diese aussage verlassen kann?

wird ein anwalt diese/seine bedingungen akzeptieren?
ist es bei gericht tatsächlich so, dass ein wirtschaftlich viel schlechter gestellter ehepartner nichts bekommt (nicht mal eine kleine summe) nur weil er vorher beim anwalt des ehepartners zugestimmt hat?
auf was ich hinaus möchte ist.. könnte es möglich sein, dass ein gericht seine anträge ablehnt wegen sittenwidrigkeit? oder ist es dann egal weil ich ja vorher zugestimmt habe bzw wir nur mit einem anwalt 'einvernehmlich' dort vorsprechen?

.. und falls fragen/tipps kommen: ich möchte mir keinen anwalt nehmen bzw um irgendwas kämpfen.. auch wenn es mir zusteht.. ich möchte dem ganzen einfach ein schnelles ende setzen, möglichst ohne stress.

viele grüße und vielen dank schon mal..
tisuna

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Anwalt Euro Kommen


124 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
henriette68
Status:
Praktikant
(976 Beiträge, 104x hilfreich)

>>>.. und falls fragen/tipps kommen: ich möchte mir keinen anwalt nehmen bzw um irgendwas kämpfen.. auch wenn es mir zusteht.. ich möchte dem ganzen einfach ein schnelles ende setzen, möglichst ohne stress.<<<

:crazy:

dann sei doch einfach so dumm und unterschreibe das du keine Forderungen mehr an deinen Ex stellst, gib dich mit einer Rente von 750 Euro zufrieden und sieh zu wie du über die Runden kommst, oder auch nicht.

du solltest dir dringend einen Anwalt nehmen.....!!!!! und auf keinen Fall vorher irgenetwas unterschreiben.

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#2
 Von 
Llomond
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

hallo,
wenn du keinen stress willst, dann unterschreibe das, was dein mann will.

aber ehrlich, nach dem, was du alles für seine familie getan hast, würde ich an deiner stelle doch kämpfen und den ehevertrag zumindest mal überprüfen lassen, da der notar ja schon damals von sittenwidrigkeit gesprochen hat. wenn du also eine rechtschutversicherung hast - das hoffe ich wirklich für dich - nimm die kostenlose erstberatung in anspruch. denn alles weitere muss -soweit ich weiss- selbst bezahlt oder über gerichtskostenbeihilfe geregelt werden.

und was interessiert dich die neue frau deines mannes, offenbar ist sie ja sehr wohl hinter seinem geld her, dass sie so schnell wie möglich heiraten will ??? oder ist dein mann totkrank, dass sie angst hat, nichts zu erben?

für deine gesundheit und dein nervekostüm alles gute!

-----------------
"Llomond"

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#3
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2474 Beiträge, 370x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
guest-12319.11.2008 09:24:21
Status:
Lehrling
(1536 Beiträge, 182x hilfreich)

@Haselstrauch - Märtyrerdasein - genau das empfinde ich auch bei tisuna!


@tisuna hallo,


Einen Anfang hast du ja schon gemacht, indem du dich hier kundig machst. Aber du bist auch ein Mensch! Du musst dich selbst aus deiner Rolle befreien. Du hast dich über Jahre für seine Familienangehörigen aufgeopfert. Und das ist anerkennenswert! Ebenso anerkennenswert ist, dass du ihm nicht auf der Tasche liegen willst.

Genau das sollst und musst du ja nicht. Dennoch würde ich diese Vereinbarung mit deinem Mann nicht unterschreiben. Bitte nimm dir einen Anwalt und trage ihm deine Geschichte ebenso vor wie hier, vielleicht kann er, ohne überzogene Forderungen, eine Einigung herbeiführen, die dir wenigstens ein einigermaßen angemessenes Dasein ermöglicht.


Alles Gute!








-----------------
"Wie war das mit dem Pferd vor der Apotheke?
"

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#5
 Von 
guest123-1682
Status:
Student
(2180 Beiträge, 152x hilfreich)

Hallo tisuna,

ich schließe mich meinen Vorrednern an:
Lass die Sache überprüfen.

quote:
ch könnte mir angeblich irgendwelche rentenanteile auszahlen lassen. so viel ich weiss, bekommt man die aber erst wenn der ehemann in rente geht.

Lass dich scheiden, regle den Versorgungsausgleich. Die während eurer Ehe erworbenen Rentenanprüche werden geteilt und auf dem jeweiligen Rentenkonto gutgeschrieben.
M.E. wirkt sich das sofort auf deine Rentenhöhe aus.

Grüßle

-- Editiert von Schwesterchen am 19.10.2007 10:07:25

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#6
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3853 Beiträge, 458x hilfreich)

Hallo Tisuna,

ich schließe mich den anderen an. Lass dich beraten.

Ich kann verstehen, dass du deinen Ex nicht belasten möchtest und einem anstrengenden Streit aus dem Weg gehen möchtest.

Aber bitte überleg auch einmal, was fairer ist: Im Zweifelsfall deinen Ex, mit dem du Jahre eine Partnerschaft geführt und für den du viel getan hast, finanziell in Anspruch zu nehmen oder die Allgemeinheit. Das wäre nämlich letztlich die Konsequenz, wenn du dich nicht selbst unterhalten kannst und auf deine Ansprüche verzichtest...

Grüße

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#7
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@tisuna

ergänzend zu m. vorrednern:
wenn du unter dem bedarf eines sogen. alg2 (hartz4) empfängers lebst, hast du anspruch auf leistungen aus dem sgb XII (sozialhilfe bei erwerbsminderung statt alg2).
würdest du auf zahlungen, zu denen dein bald ex verpflichtet ist, verzichten, hast du KEINE chance auf ergänzende leistung, was immer auch passiert.
darauf soltest du unter keinen umständen verzichten.

sunbee

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#8
 Von 
Annaminna
Status:
Praktikant
(900 Beiträge, 379x hilfreich)

Hallo tisuna, ich habe Deine Geschichte mehrmals gelesen, weil ich einfach nicht verstehen kann, wie sich ein Mensch so ganz selbst aufgeben kann. Meinst Du, Du wirst nur dann geliebt und akzeptiert, wenn Du Dich bis zum Untergang selbst verleugnest? Wo war denn die Hilfe und das Verständnis Deines Nochmannes, als Du bis zur körperlichen und seelischen Erschöpfung seine Familienangehörigen gepflegt hast. Und jetzt , nachdem Du nicht mehr für ihn funktionierst , hat er nichts weiter für Dich übrig, als so schnell wie möglich Deine Unterschrift zu bekommen ? Merkst Du nicht, wie schäbig er sich Dir gegenüber verhält ?
Unterschreibe auf keinen Fall , konsultiere einen Anwalt, und lass das Gericht entscheiden, welche Ansprüche Du an ihn hast. Nicht Du bist ihm was schuldig , sondern er Dir. Was hätte er denn bezahlen müssen, wenn er professionelle Pflege in Anspruch nehmen musste. Das solltest Du Dir mal vor Augen halten und endlich aufwachen.

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#9
 Von 
guest-12313.12.2012 14:18:38
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 9x hilfreich)

hallo noch einmal ;)

vielen vielen dank für eure antworten und meinungen.
all das habe ich seit jahren aus meinem unmittelbaren umfeld auch immer genau so zu hören bekommen.

bisher jedoch (und bisher waren immerhin 12 jahre) hielt ich an meinem vorhaben - zu unterschreiben bzw nix zu wollen - fest.

nach diesem letzten gespräch mit meinem mann am donnerstag abend jedoch, ist mir einiges klar geworden.. denn dieses gespräch verlief nicht annähernd so, wie ich es mir vorgestellt habe. (es sollte das letzte kurze treffen vor der 'unterschrift' sein, wir wollten und noch einmal kurz besprechen)
nach 12 jahren - mehr oder weniger gutem miteinander - beginnt mein mann nun in die unterste schublade zu greifen und ich bin einfach nur noch ausser mir.
da fielen sätze wie "DU bist gegangen, DU hast dich für nichts entschieden, nun leb auch mit nichts"
oder "du weisst was passiert wenn man sich mir widersetzt dann ist mit mir nicht gut kirschen essen"
das waren für mich regelrechte drohungen..
..und dabei habe ich mich all die jahre mehr als fair verhalten.
ich wäre sogar im haus wohnen geblieben, das weiss er, das wollten wir beide. leider sah das seine neue lebensgefährtin ganz und gar nicht so.. irgendwann wollte ich mich nicht mehr ins haus hineinschleichen und heraus bzw keine rücksicht mehr nehmen und zog aus.

erwähnen sollte ich auch noch meine 20 jährige tochter, die bei mir lebt.. eigentlich sein ein und alles war. (ich brachte sie im alter von 7 jahren mit in die ehe und er war ihr immer ein guter vater) meine tochter wurde von seiner neuen frau vor 2 jahren (als sie meinen mann besuchte) aus dem haus komplimentiert und meinem mann der umgang mit ihr und natürlich mir verboten.

das damalige gute verhältnis zwischen meinem mann und meiner tochter war eigentlich der hauptgrund, warum ich all die jahre an der ehe festhielt.

meine tochter nahm die trennung auch sehr schwer und aus diesem grunde versuchte ich die darauf folgenden jahre den kontakt zwischen den beiden zu erhalten, in der hoffnung dass beide irgendwann mit der situation gut umgehen können. dies ist mir gelungen, so dachte ich zumindest.. denn die wahrheit ist.. hätte ich mich um den kontakt nicht bemüht (sie konnte meinen mann ja nicht besuchen) wäre da gar nichts von seiner seite passiert.

dies alles.. und noch einiges mehr.. ist mir in den letzten tagen sehr bewusst geworden.. und aus diesem grunde habe ich gestern meinen anwalt angerufen bzw einen termin für dienstag vereinbart. er wird die scheidung mit mir zusammen durchziehen.
ich habe meinen mann gestern telefonisch mitgeteilt, dass ich diesen - seinen - termin mit ihm zusammen nicht wahr nehmen werde, sondern mich durch einen eigenen anwalt vertreten lasse. die gründe dafür wollte ich ihm erläutern.. er unterbrach mich mit den worten "das ist mir egal warum.. dann nimm dir einen eigenen anwalt.. tschüss"

natürlich kommt jetzt eine sehr unruhige zeit auf mich zu.. da mein mann sehr impulsiv und unberechenbar ist.. und ich auch aus diesem grund einfach nur noch meine ruhe haben wollte.
aber nach diesem - seinem - verhalten.. und weil ich anscheinend niemals genug tun könnte um für alle eine einigermaßen gute freundschaftliche basis schaffen zu können, habe ich mich jetzt wirklich dazu entschieden, ein gericht klären zu lassen, wie das alles ausgehen soll. es geht mir nun nur noch darum, dass ER NICHT entscheidet, sondern menschen, die der sache neutral gegenüber stehen und sich nur anhand der fakten ein bild machen.

eine rechtsschutz habe ich nicht. aber ich denke über die prozesskostenbeihilfe wird sich das alles regeln lassen. mir ist nicht nach "auf in den kampf" zumute.. aber das "nun ist mal gut nun reicht es einfach" gefühl, das habe ich schon in mir..

mein mann ist und wird immer uneinsichtig sein.. und es wird anscheinend wirklich einmal zeit, dass ihn andere in seine schranken weisen.

seine neue partnerin übrigens.. besitzt 3 mal so viel wie er.. ach was sag ich.. 5 mal.. ich weiss nicht einmal ob sie ihre häuser alle noch zählen kann.
obwohl sie mich von anfang an nicht mochte, habe ich auch mit ihr versucht zu reden bzw einen weg für uns alle zu finden denn ich war ja wirklich froh, dass mein mann jemanden gefunden hatte, da er unter unserer trennung sehr litt. sie hat mich jedoch nur angeschrien und ist mit den worten "mit dir möchte ich nichts zu tun haben" weggelaufen.. auch als er mir - vor einer woche noch - sagte, dass er sie gar nicht liebt und sie lieber vor die tür setzen würde, als alles andere.. habe ich ihm - wie immer - gut zugesprochen bzw versucht ihn positiver denken zu lassen.

ich denke wirklich, dass ich an allen fronten wirklich das beste versucht/getan habe.

die 'freundschaft' zwischen meinem mann und mir, ist danach - oder schon jetzt - beendet. das ist mir klar..
aber ich glaube wirklich, dass mir das jetzt.. oder überhaupt.. egal sein kann..

nochmals danke für eure gedanken zu meiner geschichte..
ich denke dies ist jetzt der richtige weg..

tisuna

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#10
 Von 
guest123-1682
Status:
Student
(2180 Beiträge, 152x hilfreich)

Hallo tisuna,

Alles Gute für dich!

Grüßle

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#11
 Von 
Annaminna
Status:
Praktikant
(900 Beiträge, 379x hilfreich)

Hallo tisuna, ich kann jetzt natürlich einiges besser nachvollziehe, aber Dein letzter Beitrag zeigt doch eigendlich, dass wir damit >Recht < hatten , Dir den Rücken zu stärken. Ich wünsche Dir von Herzen viel, viel Kraft, und denke jetzt einfach nur noch an Dich und Deine Tochter. Auch diese bittere Zeit geht einmal vorbei ,und dann auf in ein neues Leben.

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#12
 Von 
guest123-1954
Status:
Student
(2376 Beiträge, 228x hilfreich)

Hallo tisuna,

na, da bin ich aber wirklich froh, dass es mit vereinten Kräften gelungen ist, dich von der Rolle des Opferlamms wegzubekommen!

Sagen wir es doch einmal ganz offen: dein Mann hat mit seinem vermaledeiten Ehevertrag doch vom ersten Tag eurer Ehe an versucht, dich über den Tisch zu ziehen. Und auch während der Ehe scheinst du eher die Rolle der unbezahlten Krankenpflegerin gespielt zu haben. Denn das Eheleben scheint ja eher unterentwickelt gewesen zu sein. Allein deine Tochter scheint etwas an Gegenleistung erfahren zu haben.

Allerdings gehören zu einer derartigen Rollenverteilung auch zwei: einer der ausnutzt ... und eine die sich ausnutzen lässt. Das muss ich schon sagen.

Aber nach mehr als zehn Jahren 'Dienstzeit' hast du eindeutig Ansprüche aus dieser Ehe erworben. Und deinem Ehemann könnten die kessen Sprüche schon bald im Hals stecken bleiben.

Es geht also darum, den nun anstehenden Rechtsstreit durchzustehen und optimal zu führen. Und hier gibt es einiges zu beachten: im Familienrecht ist für einen Anwalt nicht viel zu verdienen zumal wenn die Bezahlung über die Prozesskostenhilfe erfolgt. Deshalb solltest du die Sache nicht einfach bei deinem Rechtsbeistand abgeben, sondern dich selbst schlau machen und aktiv an den Dingen mitzuwirken. Je mehr du dich einbringst, desto mehr wirst du erreichen.

Zunächst einmal geht es um den Zugewinn. Da das Haus schon vor der Ehe angeschaft wurde, hast du hier nur Anspruch auf die Wertsteigerung während der Ehezeit. Das geerbte Vermögen deines Mannes bleibt auch außen vor! Von daher musst du nachweisen, welcher Wertzuwachs während der Ehe erfolgt ist. Da ist vielleicht ein wenig Findigkeit und Hartnäckigkeit von deiner Seite gefragt.

Ansonsten geht es um den Unterhalt. Da keine ehelichen Kinder zu betreuen sind, könnte man von dir schon verlangen, dass du mit 40 Jahren nun wieder erwerbstätig wirst. Du könntest argumentieren, dass du wegen der Betreuung der kranken Familienangehörigen nicht erwerbstätig sein konntest. Ansonsten wäre es wichtig, dass du Gutachten beschaffst, die bescheinigen, dass du aufgrund deiner Krebserkrankung dauerhaft erwerbseingeschränkt, bzw. erwerbsunfähig bist. Das könnte erheblichen Einfluss auf die Dauer der Unterhaltszahlungen haben.

Das dürften die 'Kriegsschauplätze' sein, auf die du dich einstellen solltest.

Ansonsten ist anzumerken, dass Vermögen und Einkommen der neuen Lebensgefährtin natürlich vollkommen irrelevant sind. Von Bedeutung ist nur das Einkommen deines Mannes. Aber das sollte ja ausreichend sein, um dir zumindest ein anständiges Dasein zu ermöglichen.

Eine solche Scheidung ist nicht einfach. Du bist sicher ein sehr sensibler und hilfsbereiter Mensch. Aber du solltest in diesem Fall vielleicht doch besser versuchen, deine fatale Neigung zu begrenzen, Streit aus dem Weg zu gehen und lieber auf eigene Rechte zu verzichten. Jedenfalls wünsche ich dir viel Erfolg bei dem nun anstehenden Verfahren.

Grüße


-----------------
"Meine private Meinung - Rechtsberatung gibt's beim Rechtsanwalt!"

-- Editiert von Groellheimer am 20.10.2007 20:30:18

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#13
 Von 
guest123-1540
Status:
Praktikant
(880 Beiträge, 219x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#14
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@groellheimer

hä?

eine erwerbsminderungsrente wird nur gezahlt, wenn man den kopf bereits unter dem arm trägt (und selbst dann ist es noch ein lnger weg/ kampf bis dahin). du kannst davon ausgehen, dass mit sicherheit einige gutachten über die erwerbsfähigkeit vorliegen, sonst hätte die threadstellerin diese rente gar nicht bewilligt bekommen.

sorry, aber dein einwand, sie könne mit gutachten irgendwas belegen ist impertinent.
sie IST gutachterlich erwerbsgemindert. damit hat sie anrecht auf nachehelichen unterhalt auch ohne kinder. und zwar dauerhaft solange sie lt drv bund erwerbsgemindert ist.
den begriff berufsunfähigkeit (und die dazugehörige rente) gibt es eh nicht mehr.

sunbee

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#15
 Von 
guest123-1682
Status:
Student
(2180 Beiträge, 152x hilfreich)

Huhu Sunbee,

stimme dir weitgehend zu...
Was ist, wenn das eine EM-Rente auf Zeit ist und die ggf. irgendwann nicht mehr verlängert wird?

Dann vermute ich, ist wohl irgendwann Sense mit nachehelichem Unterhalt.

Aber... noch ist das wohl kein Thema.

Schnee-iges Grüßle nach Berlin :)

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#16
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@schwesterchen

*wink* schneelos

wenn die erwerbsminderung gutachterlich nicht mehr durch die drv bund festegellt würde, erlischt auch der unterhaltsanspruch. der härtefall fällt ja weg.
übrigens, jede 'verlängerung' darf gutachterlich in frage gestellt werden.

sunbee

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#17
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

öhm, konnte nicht editieren:

em rente ist zu 90% auf zeit...

sunbee

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#18
 Von 
Hyperion
Status:
Praktikant
(813 Beiträge, 195x hilfreich)

öhm was soll man dazu sagen?

die threadstellerin hast den ehevertrag unterzeichnet. das ist fakt. sie war damit einverstanden und niemand hat sie gezwungen diese unterschrift zu tätigen. denke ihr wird niemand den arm abehackt haben um die u-schrift zu tätigen. sie hat selbst unterschrieben punkt.

der mann war ja nicht blöde. er wird sich dabei was gedacht haben mit dem vertrag und ich würd mich wundern, wenn sie im nachhinein damit durch kommt. dann dürfte es keine verträge geben, wenn man sie im nachhinein immer anfechten könnte. das war eine beidseitige WE und beide haben sie unterzeichnet.

das sie nun für 10 jahre diese pflegeleistungen getätigt hat, dazu dürfte sie auch nicht gezwungen worden sein. sie hat dieses auch freiwillig getätigt und es war ihre sache. nun einen schuldigen zu finden is müßig. beide haben schuld! nur der mann war zu seiner zeit halt schlauer und wenn man das mit sich machen lässt, kann man es nicht ändern und sollte es so hinnehmen. warum auf einmal den armen schröpfen wollen wenn es vertraglich vereinbart war auf alles zu verzichten?!? versteh ich nicht. er geht schließlich für SEIN geld arbeiten und nicht für andere. gott sei dank wurden die häuser vor der ehe angeschafft.

natürlich sollte sie sich einen anwalt nehmen und versuchen auf ihr recht zu pochen, aber da werden unangenehme fragen kommen, nämlich warum sie diesen vertrag unterzeichnet hat und das war nunmal freiwillig.

meine mutter hat auch 16 jahre für meinen vater in der firma gearbeitet ohne lohnsteuerkarte. nun, sie ging leer aus. mein vater musste trotz 2 super gehenden geschäften nicht einen cent zahlen.

paddy

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#19
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@paddy

schuß nicht gehört?
dann guten morgen.
es wurde erst vor kurzem ein urteil gesprochen, dass eheverträge in dieser form sittenwidrig sind.
exakt solche ehepartner, die den anderen 'in die pfanne hauen' wollen mit dem zusatz: wenn du mich liebst, unterschreibst du das, soll das handwerk gelegt werden.
im fall der threadstellerin bin ich sicher, dass jeder richter den vertrag f. sittenwidrig erklärt, insbesondere dem umstand geschuldet, dass sie die innenarbeit sogar noch 'beweisen' kann.

sunbee

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#20
 Von 
guest-12313.12.2012 14:18:38
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 9x hilfreich)

hallo,

danke noch einmal für eure antworten.

zum thema rente: ich beziehe eine erwerbsunfähigkeitsrente auf lebenszeit, keine zeitrente.
ich bin seit 1993 erkrankt (mit damals 25 jahren)
erhielt erst krankengeld - bis zum jahre 1998 eine zeitrente, die dann (nach unzähligen gutachten) 1999 in eine dauernde rente wegen erwerbsunfähigkeit bis zum eintritt in die altersrente gezahlt/gewährt wird.

mein weiterer rentenanspruch steht damit ausser frage.

als ich diesen ehevertrag unterschrieb, bezog ich noch eine zeitrente.
ich unterschrieb diesen damals auch nur, um seiner mutter und natürlich auch ihm zu beweisen, dass ich keinerlei finanzielles interesse an ihm habe.

der vertrag selbst, wurde schon bei unterzeichnung vom notar in frage gestellt.
er sagte meinem mann damals wörtlich "ob sie das einmal so durch bekommen, wage ich zu bezweifeln"

unter anderem stand in diesem vertrag:

frau B. gehört nichts, ausser dem was sie am leibe trägt. ihr gehört keinerlei hausrat bzw alles sich in der wohnung/haus befindliche gehört herrn B.

frau B. verzichtet auch im härtefall auf unterhaltszahlungen.

laut gesetz sind solche verträge - wo einer der unterzeichnende sich in not befindet oder einfach bei unterzeichnung viel schlechter gestellt ist - sittenwidrig.

selbst mein rechtsanwalt sagte mir am telefon schon - ohne diesen vertrag jemals gesehen zu haben - dass mein mann wenig chancen hat.

ich möchte nach wie vor nichts erstreiten, was ich jedoch erwartet habe, ist, dass mein mann mir wenigstens einen neustart ermöglicht. ich habe da noch nicht einmal in zahlen gedacht/gerechnet.. ich habe jedoch erwartet, dass er mit den jahren vielleicht einmal auf die idee kommt, zu fragen, warum ich noch immer an meinem couchtisch esse.. obwohl ich ein leeres zimmer habe, in dem man einen eßtisch mit 4 stühlen stellen könnte.. (die küche ist zu klein, da kann ich mich gerade mal 'umdrehen' drin)
meine - neue - küche kam übrigens 180 euro und gehört eher auf den sperrmüll. zu all dem habe ich gar nichts gesagt bzw. nehm das hin.. ich habe meine ruhe und nur das zählt..

es ging mir um ein minimum an lebensqualität.. nicht um das maximum.. bzw. überzogene forderungen.

meine 20 jährige tochter - die wie gesagt bei mir lebt - hat ebenfalls keinerlei einkommen, da sie zur zeit ihr abitur macht.
.. und dass das einkommen der neuen lebensgefährtin sowie sein geerbtes vermögen nicht mit in sein vermögen einfließt ist mir klar.

es geht mir - wie gesagt - noch immer nicht um zahlen.. selbst wenn das gericht der meinung ist, dass alles so ok ist, wie es ist..
es geht mir einzig und allein JETZT darum, dass nicht mein mann eine entscheidung fällt - und diese wie immer akzeptiert/hingenommen wird - sondern dass es ein gericht tut.
mein mann hat 12 jahre - für mich - entschieden.. jetzt solln es andere tun.. wenigstens einmal!

im übrigen stecken wenigstens 10000 DM meiner rente mit in diesem haus. sein gegenargument war - dafür hast du mietfrei gewohnt - aber bitte.. was sind das denn für aussagen?! 10 jahre baukindergeld und verminderte steuern wegen eigengenutzten wohnanteil (2 erw. + 1 kind) flossen ja auch nich in meine tasche..
mein mann hat noch heute ein halbes kind auf der steuerkarte und arbeitet in lohnsteuer 3.. und das obwohl ich seit einem jahr ausgezogen bin und wir quasi seit 2 jahren getrennt sind. (er zog bereits im mai 2005 aus der gemeinsamen wohnung aus bzw. ins untergeschoss seines hauses)
welche abzüge er in lohnsteuerklasse 1 hätte (in die er seit 2 jahren müsste) wissen wir alle.. das heißt er genießt noch immer die steuerlichen vorzüge einer ehe, war aber nicht einmal bereit, diese zu unrecht erworbene/bezogene differenz abzugeben.. und wenn es in form eines eßtischs gewesen wäre.. dieser hätte noch nicht mal neu sein müssen.. denn - wie gesagt - ich bin genügsam.

was meine - pflegedienste - betrifft, so war dies sicherlich freiwillig und ist daher nur eine moralische sache nun. seine mutter und sein bruder, haben mich 10 jahre lang gehasst und das vom ersten tag an, da man meinte, ich wolle den sohn wegnehmen.
ich habe mich trotz der antipathie, die die beiden all die jahre gegen mich hatten, täglich um alles gekümmert. ich habe seine mutter bis in den tod begleitet und von 2003 bis 2005 verbrachte ich 80% meiner zeit im krankenhaus.. und zwar von morgens bis abends.. weil mein mann zeitlich und nervlich nicht dazu in der lage war. von den unzähligen polizeieinsätzen/zwangseinweisungen die in diesen jahren wegen seines psychisch kranken bruders stattfanden und die ich parallel noch begleitete, möchte ich erst gar nicht sprechen.
ich möchte auch dafür kein geld oder irgend etwas gegenrechnen..
man kann mich dumm nennen.. oder mir mangelnde eigenliebe vorwerfen.. sicher.. aber ich bin nach wie vor froh und stolz, dass ich all diese aufgaben bewältigt habe und keinen der beiden aus seinem umfeld bzw in ein pflegeheim verfrachtet habe - wie es heutzutage ja allzu üblich ist - sicherlich habe ich aus der sache gelernt, nicht mehr bis zur selbstaufgabe zu gehen.. aber von den - anderen - menschen gibts genug.. und ich weiss auf jeden fall, dass ich zu jeder zeit das mir möglichste getan habe..
ich habe nichts erwartet, nicht einmal ein danke.. aber respekt.. ich darf erwarten dass man diese jahre JETZT nicht so sang und klanglos im nichts verschwinden lässt bzw mich zu dingen nötigt, die nicht richtig sein können.

und dafür werde ich kämpfen..



viele grüße
tisuna

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#21
 Von 
guest123-1682
Status:
Student
(2180 Beiträge, 152x hilfreich)

Hallo tisuna,

na, dann hat dich das mit den Gutachten eh erledigt.

Durch den Versorgungsausgleich dürften dir einige Rentenanwartschaften deines Mannes gutgeschrieben werden, die sich auf deine momentane Rentenhöhe auswirken dürften.

Auch durch Pflegeleistungen müsste die Pflegeversicherung Beiträge für dich entrichtet haben.
Ist das denn erfolgt?

Ansonsten, zieh das durch und nimm auf deinen Mann keine Rücksicht, er tut`s auch nicht.

Grüßle

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#22
 Von 
guest-12313.12.2012 14:18:38
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 9x hilfreich)

hallo schwesterchen,

natürlich gab es pflegegeld für die mutter meines mannes. dieses ist aber bei ihr und ihm geblieben.

und - ja dumm ich weiss - ich wollte der alten frau auch nichts wegnehmen bzw. war froh, dass sie zu ihrer spärlichen rente noch ein paar euro mehr hatte.

hinzu kommt WENN ich etwas angenommen hätte, wäre ich (noch mehr) verpflichtet gewesen.. denn dann hätte sie mich sicherlich auch nachts tyrannisiert. so konnte ich wenigstens ausmal ruhigem gewissens - nein - sagen bzw. schickte meinen mann auch einmal vor - wenn es an meine grenzen ging.

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#23
 Von 
guest123-1682
Status:
Student
(2180 Beiträge, 152x hilfreich)

Ach tisuna,

natürlich hast du das Pflegegeld nicht bekommen, DAS hätte mich jetzt doch sehr überrascht. :)
Das meinte ich aber nicht, sondern die Beiträge, die die Rentenversicherung für Pflegende entrichtet.
Ich geh mal davon aus, die wurden auch deinem Mann gutgeschrieben. :(
Naja, jetzt muss er sie auf jeden Fall mit dir teilen.

Mal ehrlich: ich weiß nicht, ob ich meine Schwiegermutter, zumal noch eine Böse, so aufopferungsvoll gepflegt hätte... :)

Grüße und alles Gute für dich

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#24
 Von 
guest-12313.12.2012 14:18:38
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 9x hilfreich)

hallo nochmal,

ok, falsch verstanden :bang:

das mit den beiträgen aus der RV für pflegende wusste ich gar nicht.. so weit habe ich in dem fall gar nicht gedacht.. wozu auch..

was mich aber sehr freut, ist die antwort auf meine frage - die ich eingangs stellte - ob durch diese mir bei einer scheidung übertragegen rentenanteile, einen einfluß auf meine derzeitige rentenhöhe haben.
ich ging nämlich davon aus, dass diese anteile erst beim antritt in die reguläre altersrente zur auszahlung kommen.
gut, es wird sich wohl eh nicht sonderlich auswirken, denke ich.. aber immerhin etwas ;)

-- Editiert von tisuna am 21.10.2007 16:22:13

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#25
 Von 
guest123-1682
Status:
Student
(2180 Beiträge, 152x hilfreich)

Hallo tisuna,

quote:
ich ging nämlich davon aus, dass diese anteile erst beim antritt in die reguläre altersrente zur auszahlung kommen.

Ich bin mir fast, aber nur fast sicher, dass das sofort berücksichtigt wird.

Hier kannst du anrufen oder schreiben und nachfragen:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/de/Navigation/Service/Kontakt,https=1.html__nnn=true

Ich bin mir sicher, dass sich 10 *halbe* Ehejahre und die halbe Pflegetätigkeit auswirken.

Grüßle


-- Editiert von Schwesterchen am 21.10.2007 16:27:36

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#26
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@tisuna


nach m. info zumindest zu 60% dessen was dir an rentenpunkten gutgeschrieben wird.
heißt, würde dir 10 euro mehr zustehen lt. rentenpunkten, dann würdest du 6€ bekommen.
du weißt ja, dass du bei früherer rente, eben auch im em fall, abstriche hinnimmst.
bist du in einem sozialverband? wenn nicht, informiere dich mal.
auch gg die abstriche könntest du dich ggf gegen die drv bund wehren.

ansonsten schließ ich mich @schwesterchen an.raus aus der opferrolle, wer so lange krank ist, soviel geleistet hat, sollte doch nicht bei so einem 'partner' einknicken
:fight:
hol dir den respekt, den du verdienst, auch über das finanzielle.
nochmals der hinweis: solltest du unter dem satz aus dem sgb II liegen, stehen dir als em rentnerin leistungen aus dem sgb XII zu. dazu könnte eine wohnungserstausastattung gehören, mehrbedarf bei erkrankung etc.
fragen hierzu bitte ins soz.recht.

@all
wenn @tisuna eine em auf dauer hat, dann ist jeder hinweis auf späteres erwerbseinkommen makulatur.
fakt ist, dass so eine rente nur äußerst selten genehmigt wird (u. wurde zur damaligen zeit)




sunbee

-- Editiert von sunbee1 am 21.10.2007 16:48:37

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#27
 Von 
guest-12313.12.2012 14:18:38
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 9x hilfreich)

danke euch..

ich habe über diese ganze geschichte niemals mit irgendwen gesprochen oder irgendwo geschrieben..

mir einen bekanntenkreis aufzubauen (den hatte ich ja 10 jahre lang nicht - wie/wann auch) der mir den ein oder anderen rat hätte geben können, ist mir bis heute nicht gelungen.. und wer hört schon auf ratschläge wenn man doch so von seinem tun überzeugt ist..

mein umfeld bestand bestand 10 jahre lang stets nur aus betreuern (wegen des bruders) oder krankenhauspersonal (diese waren natürlich froh über engagierte angehörige)

meine kontakte beschränkten sich in diesen ehejahren ebenfalls auf mein unmittelbares umfeld, welches aus der familie meines mannes bestand. für mich/meine interessen hatte ich gar keine zeit..

seit einem jahr lebe ich mit meiner tochter erst alleine.. und diese zeit habe ich genutzt um zur ruhe zukommen. ich konnte anfangs gar nicht fassen, dass keiner klingelt und irgend etwas von mir möchte.. ich genieße diesen "zustand" immer noch sehr bzw kann es manchmal noch immer nicht glauben, dass mir nun "sowas angenehmes" widerfährt..

und um auch mal etwas positives aus meiner "vergangenheit" bzw gegenwart zu berichten:
meine tochter und ich haben ein wunderbares verhältnis. sie ist das beste kind was man sich wünschen kann und hat mir ein leben lang nur freude gemacht. sie ist ein wunderbarer mensch mit herz und verstand, DA habe ich wirklich NIX falsch gemacht ;)

aber eben zurück..

danke @schwesterchen für den link.. ich werde gleich morgen anrufen bzw mich erkundigen.

danke auch @sunbee für deine ratschläge/ausführungen.. an ämter/behörden habe ich auch mal gedacht... aber nur kurz.. denn als ich einmal anonym bei einem amt nachfragte, sagte man mir, dass mein "wohlhabender" mann für mich aufkommen müsse.. da ich ja verheiratet sei.. und ich zuerst DA meine ansprüche geltend machen soll/muss. und irgendwie.. ich meine was heisst irgendwie.. sie haben damit recht. dass ich es nicht getan habe.. war ja quasi meine schuld.. ich wusste dass er mir aufs dach gestigen wäre wenn ich ihm mit forderungen gekommen wäre.. denn in seinen augen ist alles was über einen vollen kühlschrank hinaus geht "nicht wichtig" bzw "muss nicht sein".

was mir beim lesen der antworten im übrigen auch auffiel, was das (teilweise) unverständnis was meine erwerbsunfähigkeitsrente betrifft.
manch einer wird sich gefragt haben "wieso bekommt sie rente und ist noch in der lage andere zu pflegen, sie müsste mit einer CA erkrankung mit sich alleine genug zu tun haben"

dazu möchte ich kurz erklären: ich bin natürlich nur bedingt körperlich belastbar. die pflege von krebspatienten (die mutter hatte ebenfalls krebs) und patienten mit paranoider schizophrenie (der bruder) bedeutet ja in erster linie nervliche arbeit + zeit.. weniger körperlichen einsatz. als es der mutter schlechter ging (sie war, als sie zu hause wohnte körperlich noch relativ fit bzw konnte sich größtenteils alleine "betun") war sie ja dann im krankenhaus bzw ich half dort mit schwestern gemeinsam den alltag zu bestreiten.

ich denke am dienstag bin ich schlauer.. was die ganze geschichte betrifft..

viele grüße
tisuna

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#28
 Von 
guest-12319.11.2008 09:24:21
Status:
Lehrling
(1536 Beiträge, 182x hilfreich)

Hallo @tisuna,

das hört sich ja gegenüber dem Ausgangspost schon viel sicherer und entschlossener an. Toll! Du schaffst das. Geh raus, lerne endlich für dich leben und geniesse alles!

Und wenn du Fragen hast, hier findest du etliche mit ner gehörigen Portion Wissen und Erfahrung. Vielleicht hilft es dir schon, wenn du deine Gedanken und deinen Frust hier niederschreibst!


Viel Kraft und Erfolg!




-----------------
"Wie war das mit dem Pferd vor der Apotheke?
"

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#29
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@tisuna

die aussage der behörde war falsch. auch in einer ehe ist es nicht bei allen förderungen der ehepartner, der leisten muss.
am besten ist jetzt, wenn du dich begleiten lässt.
du brauchst einen anwalt für die trennung und jemandem, der dir aufzeigt, was dir zusteht als em rentnerin. ich nehme an, du hast auch einen gdb, auch da gibt es mittel und unterstützung. nicht nur finanzieller art.

ich stimme @pothekenpferd zu: lebe DEIN leben.

ach und lass das erklären: du bist uns (und auch sonst niemandem) keine rechenschaft schuldig. wer nicht weiß, dass em rente (insbesondere die auf dauer) nur gewährt wird, wenn man wirklich schon den sprichwörtlichen kopf unterm arm hat, dem kann man das eh nicht begreiflich machen.


sunbee

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#30
 Von 
guest-12313.12.2012 14:18:38
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 9x hilfreich)

hallo sunbee

ich nehme an du meinst mit gdb grad der behinderung, als schwerbeschädigten ausweis?

ja, den habe ich. 70% und ein G.

aber der ausweis hat mir all die jahre noch nie etwas genutzt. was auch..

ausser dass ich ermäßigt bus/bahn fahren kann, wüsste ich da nichts.

würde ich einen lohnsteuerausgleich machen (wie wenn ich nicht arbeite) könnte ich eine haushalthilfe absetzen.. das sagte man mir mal.. aber diese brauche und habe ich nicht.. wozu/wovon..

als ich mit meinem mann noch gemeinsam veranlagt wurde, hatte er davon nutzen.. da es sich steuerlich (frag mich nicht wie.. das hab ich vergessen) positiv auswirkte.

viele grüße
tisuna

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