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Ab/ Wasser Berechnung Eigenheim

14.9.2021 Thema abonnieren
 Von 
Gastkonto2015
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 5x hilfreich)
Ab/ Wasser Berechnung Eigenheim

Hallo Ihr Lieben,


ich frage mich schon seid längeren ob etwas was unsere Gemeinde berechnet rechtsgültig ist.

Und zwar geht es hier um folgendes:

Wir wohnen in einen Eigenheim und unser Abwasser aus Dusche, Badewanne und Waschbecken geht direkt in die Kanalisation unsere Fäkalien gehen in unsere Kleinklärgrube und das übersteigende Fäkalwasser geht dann auch in die Kanalisation nur die Feststoffe und das Mindestwasser der Kleinklärgrube nicht.

Nun berechnet unsere Gemeinde jedoch das Abwasser zu 100% danach was wir an Frischwasser verbrauchen.
Sprich, wenn 100qm³ Frischwasser verbraucht wurden werden auch 100qm³ Abwasser berechnet.

Darf die Gemeinde das einfach so Pauschal ?
Bzw. kann ich da irgendetwas gegen machen ?

Denn es bleibt ja genug Wasser beim Waschen in der Kleidung, man benötigt Wasser zum Kochen oder zum Trinken machen oder zum Gießen der Blumen im Haus oder im Garten.

LG

(Durch einen Brief meines Schwiegervater nach einen Rohrbruch weiß ich zumindest, dass die Gemeinde dort einmalig weniger Abwaser angerechnet hat)

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20098 Beiträge, 4036x hilfreich)

Zitat (von Gastkonto2015):
Darf die Gemeinde das einfach so Pauschal ? Bzw. kann ich da irgendetwas gegen machen ?
Ja. Nein.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33377 Beiträge, 12924x hilfreich)

Man kann sich gegen den Bescheid der Kommune wehren. Da wird dann auch inzident geprüft, ob die Satzung dem Rechtsgefüge entspricht.

wirdwerden

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#3
 Von 
kalledelhaie
Status:
Praktikant
(712 Beiträge, 130x hilfreich)

Zitat (von Gastkonto2015):
man benötigt Wasser zum Kochen oder zum Trinken machen

Und
Zitat (von Gastkonto2015):
das übersteigende Fäkalwasser


Sind meist das gleiche Wasser. Zumindest irgendwie.

Im ernst: Sie werden wenig Chancen haben hier was zu machen.
Die Bindung vom Abwasser an das Frischwasser hat ganz praktische Gründe. So lässt sich Abwasser bspw. Nur schwer eichkonform erfassen. Oft gibt es jedoch auch noch eine Gebühr für das Regenwasser nach Fläche.

Das sind übrigens keine klassischen "Dienstleistungen einer Firma", sondern hier geht es darum, die lokalen Kosten der Wasserentsorgung nach einem möglichst "fairen" Verfahren aufzuteilen.

Signatur:

Die von mir vertretenen Meinungen sind rein private Einschätzungen und ersetzen keine professionelle

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#4
 Von 
Sunrabbit
Status:
Schüler
(491 Beiträge, 84x hilfreich)

Wenn man es ganz genau nimmt, landet auch "Wasser" im Klo, welches nicht als Frischwasser aus der Leitung entnommen hat. Zum Beispiel die Cola oder der Kasten Bier :)

Für den Garten kann man übrigens (wenn es sich lohnt) einen eigenen Zähler installieren und braucht dann dafür kein Abwasser zu bezahlen. Nur wenn man nicht tausende von Quadratmetern bewässern muss, lohnt sich das wegen der Kosten für den zusätzlichen Zähler oft nicht. Kann man aber mal prüfen.

Und wie schon geschrieben wurde: der Verbrauch an Frischwasser dient zur (einigermassen) gerechten Verteilung der Kosten für die Aufbereitung vom Abwasser. Da alle so zahlen, ist es einigermassen fair.

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#5
 Von 
de Bakel
Status:
Praktikant
(517 Beiträge, 81x hilfreich)

Die Berechnung der Abwassermenge anhand des Wasserverbrauchs ist allgemein üblich.
Deneben gibt es Sonderfälle wie Regenwassernutzung oder Unterzähler für die Gartenbewässerung oder auch der Rohrbruch nach dem wasserzähler.

Im übrigen ist es über örtliche Satzungen geregelt. Kannst da gern mal nachlesen.
Gegen die Satzung rechtlich vorgehen kannst natürlich auch - nur bestehen da gegen Null tendierende Erfolgschancen.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91888 Beiträge, 35768x hilfreich)

Zitat (von Gastkonto2015):
Darf die Gemeinde das einfach so Pauschal ?

Da sollte man sich mal als erstes die Rechtsgrundlage durchlesen.
Tendenziell dürften die Rechtsgrundlagen aber auf stabilen Fundamenten stehen.



Zitat (von Gastkonto2015):
Bzw. kann ich da irgendetwas gegen machen ?

Wenn man den Bescheid bekommt, steht in der Regel drauf, was man machen muss, wenn man mit dem Inhalt nicht einverstanden ist. Das könnte man dann machen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(40794 Beiträge, 14632x hilfreich)

Zitat (von Gastkonto2015):
Darf die Gemeinde das einfach so Pauschal ?


Das sollte man in der entsprechenden Satzung der Gemeinde nachlesen.

Zitat (von Gastkonto2015):
Bzw. kann ich da irgendetwas gegen machen ?


Man kann gegen den Bescheid klagen. Wie erfolgversprechend eine Klage ist, kann man ohne nähere Kenntnis der Rechtsgrundlage (Gemeindesatzung) nicht beurteilen.

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#8
 Von 
Gastkonto2015
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 5x hilfreich)

Danke für die ganzen netten Antworten.
Das ich gegen einen Bescheid Einspruch/ Wiederspruch einlegen kann, hatte ich ja schon vermutet (auch wenn ich es hier bisher nicht deutlich Kund gegeben habe). Was aber nicht heißt, das ich das machen wollte, denn in erster Instanz wollte ich gerne erst einmal wissen ob es rechtens ist, vor allem da ich in der Satzung unserer Gemeinde nichts gefunden habe oder es einfach nicht verstanden habe.

Also ins Klo kippen wir schon Mal nix, wegen der Kleinkläranlage und deren teuren Bakterien und wir sind auch so eingestellt, dass in der Regel so gut wie nix im Abfluss egal ob Waschbecken oder Dusche/Wanne landet. Ich nutze ja sogar das Wasser aus dem Trockner. Aber was wir viel machen und das in anständiger Menge ist Frischwasser zum Gießen nehmen Indoor wie Outdoor. Da unser Brunnen kaum regelmäßig Wasser hergibt (dafür bezahlen wir für das Brunnenwasser in unserer Gemeinde nix).

Wir haben dieses Jahr Mal mitgezählt wie viel Frischwasser wir alleine für den Garten nutzen und das ist mehr als ein Drittel fast schon die Hälfte des Jahresverbrauch und das empfinde ich als viel.

Lieben Dank nochmal an Alle, ich schließe den Post jetzt, kommt aber gleich ein neuer bzgl. Versteuerung bei Untervermietung.

LG

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