Besuch einer Klinikschule als Fehlstunden auf Zeugnis

25. Januar 2023 Thema abonnieren
 Von 
Maggi S.
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Besuch einer Klinikschule als Fehlstunden auf Zeugnis

Guten Tag zusammen,
wir gehen mal von folgendem Fiktiven fall aus:

Schülerin L besucht aufgrund eines längeren Klinik Aufenthaltes zu beginn des Schuljahres die an die Klinik angeschlossene "Klinikschule" für ca. 10 Wochen.

Die Zusammenarbeit mit der eigentlichen Schule von L und der Klinikschule läuft dabei je nach Fach gut bis Schlecht. So stellen z.B. die Fachlehrer "Mathematik" wöchentlich ein Informationspaket über die Lerninhalte der Klinikschule zur Verfügung, Seitens der Fachlehrer "Englisch" erhält die Klinikschule auch nach mehreren anfragen keinerlei Informationen. Auch auf Anfrage der Eltern von L an die Schule erfolgt seitens der entsprechenden Lehrkraft keine Reaktion.

Nach dem Klinikaufenthalt besucht L wieder ihre normale Schule und weist enorme Lerndefizite im Fach Englisch auf, welche seitens der Lehrerkraft mit den Worten "Mir ist das doch egal ob du was lernst oder nicht" abgestempelt werden.

Auf dem folgenden Halbjahreszeugnis wird Sie entsprechend auch im Fach Englisch mit "ungenügend" bewertet, auf mündliche Nachfrage bekommt L die Antwort "Wer so lange Zeit fehlt muss halt schlechter bewertet werden". Außerdem wurden ihr die Zeit des Klinikaufenthaltes als "Fehlzeiten" notiert. Die Mutter von L hat allerdings noch im Ohr, das ihr beim Vorgespräch zum Klinikaufenthalt bzw. zum besuch des Klinikschule mitgeteilt wurden, das die eigentliche Schule keine Fehlzeiten für die Zeiten des Klinikschulen Besuches ausweisen darf.

Inwiefern ist die Mutter von L da was ihr Gedächtnis betrifft noch richtig informiert bezüglich der Fehlstunden?
Inwieweit ist die Aussage der Englischfachkraft korrekt, das aufgrund der Fehlzeiten die Schülerin schlechter Bewertet werden muss? Vor allem vor dem Hintergrund, das diese die Zusammenarbeit mit der Klinikschule verweigert hat?

Wir gehen mal davon aus, das die fiktive Schülerin eine fiktive Schule in NRW sowie auch eine fiktive Klinikschule in NRW besucht. Des weiteren gehen wir davon aus, das die Klinikschule die eigentliche Schule über den Besuch des Unterrichts informiert hat, und auch in der Abschlussinformation auch die fehlende Zusammenarbeit im Fach Englisch gerügt hat.

Vielen Dank bereits im Voraus für eure Einschätzung

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8234 Beiträge, 3690x hilfreich)

Schau mal hier unter "Unterrichtsinhalte und Aufgaben":

Inwiefern hier eine Hol- bzw. Bringschuld zwischen den Schulen besteht, habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

https://www.schulministerium.nrw/klinikschule

Zitat:
Die Klinikschule orientiert sich in ihrem unterrichtlichen Angebot an den Lehrplänen der Stammschule, an der das Kind oder der/die Jugendliche Schüler oder Schülerin ist. Um den Unterricht in der Klinikschule erfolgreich zu gestalten, ist die enge Kooperation mit den Lehrkräften der Stammschule erforderlich. Hierzu werden von der Stammschule Informationen u.U. zu folgenden Punkten eingeholt:

bisherige Unterrichtsinhalte und geplante Vorhaben
bisherige Lernmittel und Arbeitsmittel

Um einen schulischen Alltag zu verwirklichen, werden in der Klinikschule Hausaufgaben erteilt und deren Erledigung in Absprache begleitet.

Kehrt die Schülerin oder der Schüler an die Stammschule zurück oder wechselt die Lernende oder der Lernende an eine andere Schule, so informiert die Klinikschule die Schule in Berichtsform in Absprache mit den Eltern über die unterrichteten Lerninhalte, die Belastbarkeit und die erbrachten Leistungen. Bei der Aufnahme bzw. dem Wechsel der Schule sind die geltenden Bestimmungen gemäß § 46 SchulG NRW zu beachten.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(36028 Beiträge, 13468x hilfreich)

Ich bin etwas irritiert. Wenn man in einer Klinik ist, dann fehlt man doch in der regulären Schule. Ob das anders als mit "abwesend" zu erfassen ist, das sollte sich aus der Schulordnung der regulären Schule ergeben. Außerdem ist das bei einem "ungenügend" doch eher positiv, wenn man sieht, dass eben das Fach nicht bewertbar war und auch den Grund sieht.

Ich weiß jetzt nicht, in welcher Klasse das Kind ist. Bei meinen Kindern war es noch wie bei mir. Man wusste anhand der Lehrbücher ziemlich genau, was in der nächsten Zeit abgehandelt wird. Hat man dem Kind die Bücher nicht mitgegeben und konnte das Kind nicht erklären, wie weit man in der regulären Schule war? 10 Monate zu Beginn des Schuljahres, das ist ja auch nicht so furchtbar lang. Konnte man die Lücke nicht im Nachhinein schließen? Denn ein "ungenügend" gibt es in der Regel zumindest bei uns nur, wenn eben z.B. aufgrund fehlender Anwesenheit eine Leistung gar nicht bewertbar ist. Was hat das Kind denn nach Rückkehr in die Regelschule geleistet?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
thekla_s
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin mit meinem Sohn in einer ähnlichen Lage:

Er hat auch für fast 8 Wochen eine Klinikschule besucht, und dort gab es die Schriftliche Info das nach §21 SchulG keine Fehlzeiten seitens der Normalen Schule, auch keine Entschuldigten ausgewiesen werden dürfen.

Hier hat die Schule auch die Zusammenarbeit mit der Klinikschule trotz mehrfacher Anfrage über den aktuellen Lernstoff komplett verweigert, stellenweise mit der Aussage "Entweder wir unterrichten oder ihr...".

Lernstoff anhand der Arbeitshefte ist da ein gutes Stichwort: An unserer Schule gibt es zwar arbeitshefte, diese werden aber zumindest in Mathematik kreuz und quer genutzt, und nicht sequentiell. Oft wird von einem der drei! sich abwechselnden Mathelehrer auch gerne dieses Heft ignoriert und eigene Arbeitsmateralien aus anderen Büchern Kopiert und genutzt.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 241.674 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
98.808 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen