Betreuer verursacht Schulden, Richter handelt nich

25. Juli 2014 Thema abonnieren
 Von 
Learecht123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Betreuer verursacht Schulden, Richter handelt nich

Hallo,

Ich hätte gerne gewusst wie man in einem folgenden Fall agieren kann.

Dem Betreuten wurde trotz Erteilung einer Vollmacht ein Betreuer zugeteilt. Dieser war nicht in der Lage mit dem Familienangehörigen zu sprechen und erteilte darüber hinaus eine Informationssperre.

Der Familienangehörige kümmerte sich über mehrere Monate hinweg um alles.

Mit wirksam werden der Betreuung wurde der Briefverkehr zum Betreuer umgeleitet. Der Familienangehörige erhielt dennoch die Kenntnis über ausstehende Zahlungen.

Dies wurde dem Gericht mitgeteilt.

Mittlerweile hat der Familienangehörige wissen über Schulden in Höhe von mindestens 600 €.

Der zuständige Richter hat trotz des Wissens über diverse Ausstände die Betreuung weiterhin bei diesem Betreuer aufrecht erhalten und über Gebiete erweitert, die dieser Betreuer vorher schon inne hatte.

Was kann man also tun?

Danke im voraus.

-----------------
""

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118707 Beiträge, 39622x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Was kann man also tun? <hr size=1 noshade>

Dem Betreuer einen Fehler im Rahmen der Betreuung nachweisen.









-----------------
"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Junior-Partner
(5398 Beiträge, 1813x hilfreich)

Das ist der Knackpunkt:

1. Beweisbarkeit. "Kenntnis" sagt nichts über die Qualität der Information (Hörensagen etc.) aus.

2. Begründetheit. Nur weil jemand einen Anspruch gegenüber dem Betreuten behauptet, heißt das nicht, daß der Anspruch auch berechtigt ist.

Beides wird im Zweifel das Gericht interessieren.

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Learecht123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antworten.

Nun, nachweisen ist ja gut und schön. Wie soll man im Normalfall Schulden nachweisen, welche der Betreuer verursacht, wenn Post an diesen geleitet wird. Die Familienangehörigen und der Inhaber der Vollmacht werden völlig außen vor gelassen und haben keinerlei Einblick oder Informationen.

Dieser Richter hat trotz wissen über eine General und Vorsorge Vollmacht einen rechtlichen Betreuer installiert. Jegliche Argumente hat den Richter nicht interessiert. Dieser Richter steht hinter diesem Betreuer.

Mit einsetzen des Betreuers wurde sofort die Post umgeleitet, Informationen und Gespräche verweigert.

Die Mitteilung über herbei geführte Schulden interessierte den Richter nicht. Dies hätte anhand von Kontoauszügen recht schnell eingesehen werden können.

Sehr kurios ist, dass kurze Zeit nach der Mitteilung bzgl. Schulden ein Teilbetrag bei dem größten Gläubiger einging.

Die Familienangehörigen stehen mit dem Gläubiger im Kontakt und haben dadurch nicht nur den Nachweis erhalten sondern wiederholt weiteren schaden in Höhe von ca 200€ zusätzlich abwenden können.





-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38188 Beiträge, 13948x hilfreich)

Der Unterschied zwischen Bevollmächtigtem und Betreuer ist Dir klar?

wirdwerden

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Learecht123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Natürlich ist mir der Unterschied klar. Unklar ist in diesem Fall ob wir uns evtl missverstehen.

Der Betreute hat dem Familienangehörigen eine General und Vorsorgevollmacht ausgestellt. Diese lag beim ehemals zuständigen Gericht vor und wurde vollumfassend anerkannt.

Laut BGB, lass mich jetzt bitte nicht nach dem Paragraphen suchen, steht diese Vollmacht über dem gerichtlichen Betreuer. Ein gerichtlich bestellter Betreuer ist sogar dazu verpflichtet bei auffinden einer solchen Vollmacht diese unverzüglich dem Gericht zu übergeben und seine Arbeit bis zur Klärung liegen zu lassen.

Da eine solche General und Vorsorgevollmacht aus freien Willen des betreffenden heraus erteilt wird steht diese über einen gerichtlichen Betreuer.

Dieser Betreuer ist zu keinem Gespräch bereit. Es werden Kosten verursacht die nicht sein müssen. Es wurde eine Informationssperre eingerichtet damit das leibliche Kind nicht einmal mehr den Gesundheitszustand erfahren darf. Und schließlich wurden Schulden gemacht, die zu vermeiden sind.


-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38188 Beiträge, 13948x hilfreich)

Such bitte mal den §. Denn der würde mich wirklich interessieren.

wirdwerden

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Junior-Partner
(5398 Beiträge, 1813x hilfreich)

quote:
Die Mitteilung über herbei geführte Schulden interessierte den Richter nicht.


Ein Richter ermittelt auch nichts, wenn man dem keine Fakten vorlegt, ignoriert er die Sache als unsubstantiiertes Vorbringen.

quote:
Dies hätte anhand von Kontoauszügen recht schnell eingesehen werden können.


Wurden die dem Richter vorlegt?

Für mich klingt deine Beschreibung nach dem klassischen Laienfehler, daß man meint, man müsse vor einem Richter nur eine Behauptung erheben und der werde dann schon nach den Beweisen fragen.

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118707 Beiträge, 39622x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>und haben dadurch nicht nur den Nachweis erhalten <hr size=1 noshade>

In welcher Form genau?



quote:<hr size=1 noshade>Laut BGB, lass mich jetzt bitte nicht nach dem Paragraphen suchen, steht diese Vollmacht über dem gerichtlichen Betreuer. <hr size=1 noshade>

Wir reden jetzt schon über deutsches Recht?





-----------------
"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 265.215 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.329 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen