Geld an Freundin verleihen

27. Januar 2012 Thema abonnieren
 Von 
darky25
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 12x hilfreich)
Geld an Freundin verleihen

Guten Tag,
eine sehr gute Freundin von mir möchte eine Wohnung kaufen. Leider reicht ihr Geld nicht ganz aus. Deshalb möchte ich ihr zinslos eine größere Menge zukommen lassen.
Sie und ich möchten das schriftlich fixieren, damit z. B. falls ihr etwas zustößt, ich auch wieder an mein Geld komme (z. B. an eventuelle Erben herantreten kann).
Muss das notariell geschehen oder reicht ein handschriftlicher Vertrag? Was müsste in diesen Vertrag zwingend hinein? Muss man eine bestimmte Form wahren?

Vielen Dank für Tipps

Darky25

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tiger123
Status:
Praktikant
(998 Beiträge, 573x hilfreich)

Eine bestimmte Form ist da zwar nicht erforderlich, bei einem so hohen Betrag jedoch unbedingt empfehlenswert! Am besten Anwaltlich beraten lassen, auch hinsichtlich einer Absicherung im Grundbuch (Grundschuld/Hypothek).

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1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
PerryRhodan
Status:
Praktikant
(958 Beiträge, 373x hilfreich)

quote:
Muss das notariell geschehen


Nein.

quote:
Muss man eine bestimmte Form wahren?


Nein.

quote:
Was müsste in diesen Vertrag zwingend hinein?


IMO: Klare Bezeichnung als Darlehen, Höhe des Darlehens, Name und Adresse von Darlehensgeber und -nehmer (wer ganz paranoid ist, nimmt die Personalausweisnummer dazu), Unterschrift des Darlehensnehmers.

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
darky25
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 12x hilfreich)

Vielen Dank für beide Antworten - wir werden es handschriftlich mit Angaben wie von PerryRhodan erwähnt, so präzise wie möglich, machen.

Gruß und schönen Sonntag
Darky25

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12311.06.2012 09:58:36
Status:
Praktikant
(571 Beiträge, 281x hilfreich)

Evtl. sollte man gleich die Fälligkeit zur Rückzahlung des Darlehens schriftlich festlegen.

Bzw. die Höhe und Fälligkeit monatlichen Raten. Bei Nichtzahlung käme sie dann automatisch in Verzug (wichtig, wenn sich am Verhältnis etwas ändern sollte!).

UNd ich würde den Vertrag vor Zeugen unterschreiben!

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-- Editiert moochi am 29.01.2012 12:27

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7959 Beiträge, 4487x hilfreich)

Vielen Dank für beide Antworten - wir werden es handschriftlich mit Angaben wie von PerryRhodan erwähnt, so präzise wie möglich, machen.
... und das sind dann diejenigen, die dann hier im Forum nachfragen, was zu tun ist, wenn die Raten ausbleiben. Denn dann hat man die Rennerei und die Kosten! Man hat weder einen Titel, noch ist das Darlehen im Grundbuch gesichert.

Deshalb möchte ich ihr zinslos eine größere Menge zukommen lassen.
Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen und das ganze beim Notar machen.

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5654 Beiträge, 2365x hilfreich)

Hallo Darky25 ,

Und was ist wenn dem "Geldgeber" etwas zustoßen sollte?

Evtl.gibt es ja "Nachkommen".

Eine Hinterlegung bei einem Notar sichert die Sache ab.

lg
edy

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"Ein freundliches "Hallo" setzt
sich auch in Foren immer mehr
durch."

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9554 Beiträge, 2350x hilfreich)

Ich halte einen Notar für völlig überflüssig. Selbst ein normaler Kreditvertrag mit einer Bank wird nicht notariell beurkundet. Einen Notar braucht man wirklich nur dann, wenn die Wohnung durch eine entsprechende Eintragung im Grundbuch belastet werden soll.

Wenn das aber nicht erfolgen soll, dann reicht ein gewöhnlicher Vertrag. Der muss auch nicht handschriftlich sein, sondern kann auch ordentlich am PC erstellt werden. Er muss nur handschriftlich unterschrieben sein. Wer sich hier nicht an eine Formulierung herantraut, der kann für ein paar Euro hier auf der Plattform einen Anwalt bei beauftrag-einen-anwalt engagieren, einen kurzen Vertrag aufzusetzen. Mehr als eine DIN-A Seite dürfte das kaum sein.



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"justice"

-- Editiert justice005 am 01.02.2012 07:37

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
guest-12304.12.2012 09:02:19
Status:
Schüler
(473 Beiträge, 326x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Ich halte einen Notar für völlig überflüssig <hr size=1 noshade>


Ihren Mut möchte ich haben...

quote:<hr size=1 noshade>Einen Notar braucht man wirklich nur dann, wenn die Wohnung durch eine entsprechende Eintragung im Grundbuch belastet werden soll <hr size=1 noshade>


Eben! Wenn etwaige Erben der Freundin die Erbschaft ausschlagen, handelt man sich u. U. eine Nachlassinsolvenz ein - mit der Folge, dass der Darlehensgeber seine Kohle ggf. nur zum Teil wieder sieht. Mit dem Eintrag einer Hypothek bzw. Grundschuld umschifft man diese Gefahr.

quote:<hr size=1 noshade>(wichtig, wenn sich am Verhältnis etwas ändern sollte!) <hr size=1 noshade>


Habe schon so oft erlebt, dass wegen Geld nicht nur Freundschaften sondern sogar ganze Familien zerbrochen sind. Und deswegen, selbst wenn das Verhältnis (im Moment!) noch so gut ist: Absichern, absichern, absichern! Nachdem von dem geliehenen Geld sowieso eine Immobilie finanziert wird, wäre man eigentlich wahnsinnig, das mit einem handschriftlichen Vertrag und ohne Bestellung angemessener Sicherheiten zu regeln...

VG
InsoFlo

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"§ 1 InsO : "Dem REDLICHEN Schuldner...""

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9554 Beiträge, 2350x hilfreich)

@ InsoFlo:

Ich stimme Ihnen ja im Grundsatz völlig zu. Aber wir wissen ja erstens noch nicht mal, um wieviel Geld es wirklich geht. und zweitens wissen wir nicht, ob nicht ohnehin eine Teilfinanzierung bereits über eine bank gelaufen ist, und diese an erster Stelle im Grundbuch stehen.

Wenn die Wohnung von der Freundin bar bezahlt wird und der Fragesteller sozusagen nur den "Rest" dazuschießt, dann ist eine Nachlassinsolvenz ziemlich unwahrscheinlich. Dieses Risiko kann man eingehen. Wenn aber ohnehin eine Bank bereits im Grundbuch steht, hilft eine weitere Eintragung auch eher wenig.

Außerdem ist das ja letztendlich im Geschäftsleben normal. Wenn ich bei einer Bank einen 150.000,- -Porsche finanziere und ihn dann hackedicht gegen die Wand setze, dann hat die Bank ggf. Pech gehabt, wenn die Versicherung nicht zahlt und die Erben das Erbe ausschlagen. Eine 100%ige Absicherung gibt es nicht.

Der Fragesteller sollte sich schlicht überlegen, ob die Freundin sich die Investition vernünftiger Weise leisten kann oder nicht. Da hilft manchmal gesundes Bauchgefühl mehr als ein Notar.

Und für die Beweisbarkeit des Anspruchs im Streitfall reicht ein einfacher Vertrag völlig aus. In den meisten Streitfällen geht es ja nicht gleich um tod und Erbschaft, sondern einfach nur um einen Bruch der Beziehung und den Vorwurf "aber das Geld war doch geschenkt".... Dieses Risiko lässt sich bereits durch einen einfachen Vertrag minimieren.





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"justice"

-- Editiert justice005 am 01.02.2012 18:42

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
darky25
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 12x hilfreich)

Hallo alle zusammen,

vielen Dank für die Überlegungen, die Sie sich zu meiner Angelegenheit machen. Ich lese alles genau und lasse mir alle Tipps durch den Kopf gehen. Ich habe noch ein bißchen Bedenkzeit.
Es handelt sich übrigens um ca. 25.000 Euro, die ich borgen würde. Die Wohnung wird ansonsten ohne Kredit, also bar, bezahlt.
Vielen Dank noch mal.
Ich denke über alles noch nach.

Gruß
Darky25

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1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12304.12.2012 09:02:19
Status:
Schüler
(473 Beiträge, 326x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Wenn die Wohnung von der Freundin bar bezahlt wird und der Fragesteller sozusagen nur den "Rest" dazuschießt, dann ist eine Nachlassinsolvenz ziemlich unwahrscheinlich <hr size=1 noshade>


Das mag ja richtig sein, nur überlegen Sie sich Folgendes: Die Erben verkaufen die unbelastete Wohnung (bringt deutlich mehr ein als eine belastete), teilen sich den Erlös und hauen den auf den Kopf. Und jetzt kommen Sie mit nichts weiter als Ihrem tollen Darlehensvertrag um die Ecke und wollen Kohle von den Erben. Dann dürfen Sie sich erstmal eine Weile rumärgern, bis Sie einen Vollstreckungstitel gegen die Leute in der Hand haben und selbst dann können Sie Ihr Geld womöglich abschreiben, weil die Erben außer dem Erbe eben mittellos sind.

Da ist mir eine einfache Grundschuldbestellung doch lieber. Tut nicht weh und kostet nicht die Welt - jedenfalls weniger als potentiell an Schaden ensteht...

quote:<hr size=1 noshade>Eine 100%ige Absicherung gibt es nicht <hr size=1 noshade>


Natürlich nicht, aber warum sollte ich nicht mein Risiko minimieren wollen, wenn ich eine vergleichsweise günstige Möglichkeit dazu habe...?

VG
InsoFlo

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"§ 1 InsO : "Dem REDLICHEN Schuldner...""

-- Editiert InsoFlo am 02.02.2012 12:13

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
darky25
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 12x hilfreich)

Hallo zusammen,
ich glaube, ich werde mich doch etwas mehr absichern.
Ich habe noch ein Frage: Was bedeutet "Grundschuldbestellung" und wo kann/muss man das machen? Bei einem Notar?
Bin ich dann mit im Grundbuch oder ist das etwas anderes?

Danke

Gruß
Darky25

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1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5654 Beiträge, 2365x hilfreich)

Hallo,

http://www.baufi-info24.de/lexikon/buchstabe-g/grundbuchbestellung/


lg
edy

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