Geldwäschegesetz, Recht auf Unwissenheit?

20. Dezember 2012 Thema abonnieren
 Von 
hihonene
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)
Geldwäschegesetz, Recht auf Unwissenheit?

Herr Mustermann hat auf einer Auktionsplattform eine "Paysafecard" im Wert von 100,-€ verkauft. (Diese hat er zuvor falsch gekauft) Für diese Karte hat Herr Mustermann über 200,-€ bekommen.
Ein Freund von Herr Mustermann macht ihm Angst, und sagt dass dahinter sicher eine "Geldwäsche" steckt und die Polizei demnächst sein Haus stürmen wird.

Angenommen Herr Mustermann wurde jetzt tatsächlich von einem "Geldwäsche-Konto" der fällig Betrag von dem Käufer überwiesen. Wie verhält sich das Rechtlich, wenn bei der Verfolgung des Geldes auf Herrn Mustermanns Konto gestoßen wird?

Er kann beweisen (durch den Bon) dass er diese Paysafecard legal erworben hat, und duch den eBay-Namen und AuktionsNr dass die tatsächlich verkauft wurde und daher das Geld stammt.

Muss Herr Mustermann in dem Fall mit einer Strafe rechnen?

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1493x hilfreich)

Das ist etwas verworren. Was heißt denn "von einem Geldwäschekonto"? Was heißt, er hat diese Karte zuvor falsch gekauft?

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hihonene
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,
also ich kenne mich das nicht aus.
Aber bei Geldwäsche wird das Geld ja immer von Konto zu Konto geschoben.

Und was ist wenn Herr Mustermann dann das Geld von so einem zwischen-Konto erhalten hat?

"Die Karte falsch gekauft" = Herr Mustermann wollte eine Ukash karte und nicht Paysafecard kaufen. (Hat er aber erst beim verlassen des Geschäfts festgestellt. - und die deshalb wieder verkauft.)

-- Editiert hihonene am 20.12.2012 22:22

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Etwas, was er fälschlicherweise gekauft hat obwohl er es nicht wollte, kann er jederzeit wieder verkaufen. Da ist nichts Verbotenes dran.

Verboten ist es erst, die Karte zu entwerten (also den Betrag zu nutzen) und dann nochmals weiterzuverkaufen und zu behaupten, sie sei noch gültig.
Verboten ist es auch zu behaupten, sie sei 200€ Wert obwohl sie nur einen Wert von 100€ hat. Sowas ist dann im Allgemeinen Betrug.

Geldwäsche wird es, wenn Herr Mustermann dafür einen Freund zu Hilfe nimmt. Also:
Käufer kauft für 200€ eine Paysafekarte von Herrn Mustermann, weil dieser behauptet, sie sei soviel Wert. Die Karte ist nur 100€ Wert. Herr Mustermann gibt die Kontodaten von Herrn Karlsmann an. Herr karlsrmann weiss von nichts und lässt sich das geld bar auszahlen, 20€ behält er als Provision und 180€ gibt er an Herrn Mustermann weiter.

Dann ist Herr Mustermann der Betrüger und Herr Karlsmann ist der Geldwäscher.

Die Polizei stürmt auch nicht einfach so das Haus. Bestenfalls würde sie mit einem Durchsuchungsbeschluss kommen und beispielsweise den Computer beschlagnahmen und mitnehmen, weil man dort Beweise vermutet (Kontaktdaten zu Geschädigten und und und). Das läuft nicht wie in einem amerikanischen Film ab.

Ändert nichts dran, dass es nicht in Ordnung ist, eine Karte, die nur 100€ Wert ist für 200€ anzupreisen und zu verkaufen.

Wenn der Herr Mustermann allerdings dazu geschrieben hat "100€ paysafe Karte" und trotzdem 200€ bekommen hat, dann sollte er sich freuen, denn dann ist es weder Betrug noch geldwäsche sondern der Käufer ist einfach nur reichlich blöd.

-----------------
"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5578 Beiträge, 2505x hilfreich)

Wenn der andere Thread des TE damit in Zusammenhang steht, erschließen sich die 200 EUR Kaufpreis aber auch ganz schnell: dann ist Herr/Frau Mustermann betrogen worden und steht nun ohne Geld und ohne Paysafecard da :-)

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Ja, dann ist das Dreiecksbetrug. :)

-----------------
"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

-- Editiert mepeisen am 23.12.2012 10:46

1x Hilfreiche Antwort


Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 271.865 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
109.835 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen