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Herrschaft des Indikativ

11.6.2019 Thema abonnieren
 Von 
go517314-95
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 0x hilfreich)
Herrschaft des Indikativ

Laut einem Buch, das ich gerade lese, gäbe es die Herrschaft des Indikativ in der Justiz. Man würde alle Urteile in der Form von "ist, muss, hat" usw. formulieren und niemals Wörter wie 'könnte, sollte, wäre' verwenden. stimmt das und was hätte das für Folgen?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Bachelor
(3647 Beiträge, 1408x hilfreich)

Weil ein Konjunktiv nun mal keine Pflicht impliziert. Stell dir vor, der A verklagt B auf 1000 EUR und im Urteil steht "Der B sollte 1000 EUR an A zahlen." Das ist dann vielleicht eine Meinung, aber keine Bestimmung. Wie soll so ein Urteil vollstreckt werden, wenn B nicht zahlt?

Oder jemand klagt auf Feststellung der Vaterschaft und im Urteil steht "Der Beklagte könnte der Vater sein.". Merkste selbst, ne? ;)

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#2
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6534 Beiträge, 1222x hilfreich)

Zitat (von go517314-95):
stimmt das und was hätte das für Folgen?
Probiers doch mal selber. Ersetze in Urteilen oder Beschlüssen den Indikativ durch den Konjunktiv.

Ich mach mal mit:
Der Beklagte --hat-- an den Kläger X € zu zahlen ...
Der Beklagte --kann-- an den Kläger X € zahlen ...

:dance:

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#3
 Von 
go517314-95
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 0x hilfreich)

O.K., jetzt verstehe ich es
Ja, das scheint echt so zu sein. Juristen wären bestimmt ehrlicher, wenn sie an und zu auf den indikativ verzichten würden.

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#4
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Bachelor
(3647 Beiträge, 1408x hilfreich)

Zitat (von go517314-95):
Juristen wären bestimmt ehrlicher, wenn sie an und zu auf den indikativ verzichten würden.

A sphincter says what?

Oder anders gesagt: wie meinen?

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