Imitat einer Markentasche auf Ebay verkauft

6. August 2013 Thema abonnieren
 Von 
Lisaa23
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 5x hilfreich)
Imitat einer Markentasche auf Ebay verkauft

Ich habe eine Tasche einer Luxusmarke geschenkt bekommen. Sie war nie so mein Fall also habe ich sie für relativ wenig Geld in EbayKleinanzeigen gestellt. Sie wurde von einem Kunden gekauft, er hat sich jedoch zuvor bei mir erkundigt, ob sie echt sei. Ich sagte, ich habe sie nur geschenkt bekommen, weiß es nicht genau, da ich weder Verpackung noch sonstiges habe aber gehe schwer davon aus dass sie echt ist. Als sie beim Käufer ankam, hat er mir gedroht mich zu verklagen, da es keine original Tasche der Marke ist, sondern nachgemacht und der Käufer will ebenfalls zu dem Original-Hersteller gehen, der mich dann auch verklagen wird. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich darauf reagieren soll. Wir haben uns daraufhin geeinigt und ich habe ihm dann sofort das Geld zurückerstattet, da ich keinen Stress wollte und habe mich entschuldigt usw. Jedoch hält er an seiner Anzeige fest. Was passiert mir jetzt im schlimmsten Fall? Was kann ich tun? Bin echt verwirrt und habe Angst!

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15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120998 Beiträge, 39975x hilfreich)

quote:
Sie wurde von einem Kunden gekauft,

Du verkaufst also gewerblich?



quote:
Jedoch hält er an seiner Anzeige fest.

Was für eine Anzeige?





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Lisaa23
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 5x hilfreich)

Nein, es handelte sich um einen Privatverkauf.
Der Käufer rohte mir mit einer Anzeige wegen Betrug bei der Polizei

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13792 Beiträge, 4371x hilfreich)

Hallo,

quote:
Der Käufer rohte mir mit einer Anzeige wegen Betrug bei der Polizei
Soll er doch machen, ich kann hier keinen Betrug erkennen (Betrug ist immer vorsätzlich, also wissentlich - und wie will er das beweisen?).

Der Hersteller kann dir bei einem privaten und einmalgen Verkauf auch nichts, noch nicht einmal eine Abmahnung/Unterlassungserklärung wäre imho durchsetzbar.

Hast du denn eigentlich die Tasche zurück bekommen?

Stefan

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Lisaa23
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 5x hilfreich)

Nein, habe die Tasche bisher nicht zurückbekommen.
Habe dem Käufer das Geld per Bank sowie auch per PayPal doppelt zurückgezahlt. Angeblich kam das von der Bank nicht an, was ich nicht glaube, da es von meinem Konto abgebucht wurde.
Habe heute bei Paypal angerufen und der Betrag wurde innerhalb von 5 Min dem Käufer rückerstattet.
Dem Käufer war das jetzt egal und will nun zum Markenhersteller sowie zur Polizei gehen.

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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13792 Beiträge, 4371x hilfreich)

Hallo,

sorry, aber warum zahlst du den Kaufpreis zurück (dazu noch doppelt???), ohne die Tasche wieder zu haben?
Dann hat der Käufer ja beides (Tasche und Geld, hier sogar 2x).

Die normale Vorgehensweise wäre, dass der Käufer die Ware zwecks Prüfung zurücksenden soll. Und erst dann bekommt er sein Geld zurück.

quote:
Angeblich kam das von der Bank nicht an, was ich nicht glaube, da es von meinem Konto abgebucht wurde.
Glaube ich auch nicht.

Mir kommt der Verdacht, dass der Verkäufer ein Betrüger ist (dazu passen auch die Drohungen, um Druck aufzubauen und Angst zu schüren).
Nehmen wir mal an die Tasche war doch echt. Nun hast du aber auf Nachfrage gesagt, dass du dich nicht genau auskennst und - nur - glaubst, sie wäre echt. Das war praktisch eine Einladung an den Käufer, später das Gegenteil zu behaupten; er wusste ja, mit wem er es zu tun hat (taschentechnischer Laie). Außerdem ist das Beweismittel jetzt bei ihm, du kannst also aktuell die Echtheit nicht einmal überprüfen (lassen).
Ich würde ihm jetzt mit Fristsetzung auffordern, dir dein Eigentum zurückzusenden.

Um was für einen Betrag geht es eigentlich?

quote:
Dem Käufer war das jetzt egal und will nun zum Markenhersteller sowie zur Polizei gehen.
Wie gesagt, soll er doch, dir wird imho nichts schlimmes passieren.

Stefan


-- Editiert reckoner am 06.08.2013 23:53

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Lisaa23
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 5x hilfreich)

Es geht um einen Betrag von 48 Euro. Es handelt sich um eine Tasche, die ich mal geschenkt bekommen habe und beim aufräumen wieder gefunden und deshalb so günstig verkauft habe. Ich bin natürlich davon ausgegangen, dass diese original ist
Ich habe einfach Panik vor einer Anzeige, da es sich natürlicht schlecht im Führungszeugnis liest. Zudem möchte ich auch mit dem Hersteller keine Probleme haben.
Wie soll ich nun vorgehen?

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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13792 Beiträge, 4371x hilfreich)

Hallo,

quote:
Wie soll ich nun vorgehen?
Hatte ich doch schon geschrieben: Fordere den Käufer auf, die Tasche zurückzuschicken (er hat schließlich das Geld).
Wenn du sie aber selber nicht mehr willst (weil weiter verkaufen ist jetzt natürlich heikel, du weißt ja jetzt, dass sie gefälscht ist), dann kannst du dir das Porto (musst du ihm sicher auch noch zahlen) auch sparen. Nur weißt du dann nie, ob die Tasche nicht doch echt ist (siehe mein Verdacht im anderen Beitrag).

Gegen eine Anzeige - so sie denn überhaupt kommt (ich glaub' nicht wirklich daran) - kannst du eh' nichts tun, aber wie gesagt wird man dir höchstwahrscheinlich keinen Betrug nachweisen können; das Verfahren wird eingestellt (dazu brauchst du es nur so wie hier schildern, das hört sich alles glaubwürdig* an).

*vorausgesetzt natürlich, du hast hier alles wesentliche erzählt - nicht dass du beispielsweise schon 5 solcher Anzeigen hinter dir hast (aber dann würdest du nicht derart fragen:-), oder dass dein Anzeigenaccount voll von Fälschungen ist

Stefan

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Lisaa23
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 5x hilfreich)

Nein, ich hatte bisher noch nie so ein Problem. Ich habe ja auch versucht dem Käufer entgegenzukommen, aber dieser blockt jetzt ab und besteht unbdingt auf diese Anzeige
Kann hierzu noch eine Klage des Herstellers kommen? Ich hoffe sehr, dass das fallen gelassen wird

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1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16170x hilfreich)

quote:
Kann hierzu noch eine Klage des Herstellers kommen

Nö. Die interessieren sich hauptsächlich für gewerbliche Verkäufer, also jene, die das gleich dutzendfach machen. Im schlimmsten Fall wird er dich abmahnen, dann gibt man eine modifizierte UE ab und verweigert, den Anwalt zu bezahlen. Man macht dann einen Bogen um diesen Hersteller und fertig.

Aber wie gesagt: Ich würde den Spieß nun umdrehen, kurz die Bestätigung der Bank einholen, dass die Überweisung erfolgreich war, das doppelt gezahlte Geld via Paypal zurückholen und ihn auffordern, dein Eigentum sofort zurückzusenden. Andernfalls gehst du nämlich zur Polizei.
Die offensichtliche Lüge, dass ihn die Überweisung nicht erreicht hat, ist nämlich Betrug. Dich trotz besserem Wissen (fehlender Vorsatz) mit einer Strafanzeige so zu erpressen, dass er das Geld am Ende doppelt hat und die Ware nicht zurückschickt, ist Nötigung. Die Tasche nicht zurückzuschicken ist Unterschlagung.

So oder so ähnlich. Der Verkäufer versucht dich einzuschüchtern, will aber Tasche und 2mal Geld behalten. Das geht so nicht.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
guest-12311.06.2018 09:37:31
Status:
Bachelor
(3685 Beiträge, 1414x hilfreich)

mepeisen hat völlig Recht.

Da Sie offenbar mit der Situation überfordert sind, sollten Sie zu einem Anwalt gehen, oder sich sonst Hilfe holen, die ein entsprechendes Einschreiben an den Käufer formuliert.

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"Morgenstund ist ungesund."

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16170x hilfreich)

Davon abgesehen gibts das Thema nochmal unter "Internet". Bitte zukünftig nur einmal posten. :-(

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
JuBiPe
Status:
Lehrling
(1091 Beiträge, 564x hilfreich)

quote:
Die normale Vorgehensweise wäre, dass der Käufer die Ware zwecks Prüfung zurücksenden soll.


Das würde ich als K auch nicht tun, wenn ich den Verdacht habe (oder relativ sicher weiß), daß es eine Fälschung ist. Warum sollte der K das einzige Beweismittel aus der Hand geben?

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1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13792 Beiträge, 4371x hilfreich)

Hallo,

quote:
Das würde ich als K auch nicht tun, wenn ich den Verdacht habe (oder relativ sicher weiß), daß es eine Fälschung ist. Warum sollte der K das einzige Beweismittel aus der Hand geben?
Aber Beweis wofür?

Er hat doch offensichtlich der Rückabwicklung zugestimmt (woher sonst die Bankdaten?), und er hat das Geld bekommen. Ich sehe keinen Grund, wofür er die Tasche noch braucht.

Stefan

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
JuBiPe
Status:
Lehrling
(1091 Beiträge, 564x hilfreich)

Der K hat doch Anzeige erstattet. Was erzählt dem wohl die Polizei, wenn er das einzige Beweisstück an den mutmaßlichen Täter zurückgibt?

-- Editiert JuBiPe am 07.08.2013 14:04

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16667 Beiträge, 9348x hilfreich)


Wenn ich den TE richtig verstehe hat Käufer noch keine Anzeige erstattet, sondern nur damit gedroht. Was den Verkäufer (=TE) aber schon mächtig in Panik versetzt.

Ich glaube aber kaum, dass K Anzeige erstattet. Was hätte er davon? Vielleicht würde dann sogar auffliegen, dass er den Kaufpreis doppelt erstattet bekommen hat.



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