Jugendarbeitsschutzgesetz

5. März 2023 Thema abonnieren
 Von 
menschanna
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Jugendarbeitsschutzgesetz

Fällt die Aufführung einer Ballettschule unter das Jugendarbeitsschutzgesetz? (Teilnehmende sind Kinder der kostenpflichtige Ballettschule, zu der Veranstaltung verkauft die Ballettschule Eintrittskarten)

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8404 Beiträge, 3762x hilfreich)

Wie alt sind die "Kinder" denn?

Das JArbSchG dient dem Schutz der arbeitenden Jugend und verbietet die Kinderarbeit. Da die Kinder hier keiner Arbeitstätigkeit nachgehen, dürfte das Gesetz m. E. hier keine Rolle spielen. Ich verstehe den Beitrag so, dass die Ballettschule einfach mal zeigen will, was die Kinder dort gelernt haben!?

Ich bin aber nicht sicher, wenn JArbSchG, dann § 6:

Zitat:
Gesetz zum Schutze der arbeitenden Jugend (Jugendarbeitsschutzgesetz - JArbSchG)
§ 6 Behördliche Ausnahmen für Veranstaltungen
(1) Die Aufsichtsbehörde kann auf Antrag bewilligen, daß

1.
bei Theatervorstellungen Kinder über sechs Jahre bis zu vier Stunden täglich in der Zeit von 10 bis 23 Uhr,
2.
bei Musikaufführungen und anderen Aufführungen, bei Werbeveranstaltungen sowie bei Aufnahmen im Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen), auf Ton- und Bildträger sowie bei Film- und Fotoaufnahmen

a)
Kinder über drei bis sechs Jahre bis zu zwei Stunden täglich in der Zeit von 8 bis 17 Uhr,
b)
Kinder über sechs Jahre bis zu drei Stunden täglich in der Zeit von 8 bis 22 Uhr

gestaltend mitwirken und an den erforderlichen Proben teilnehmen. Eine Ausnahme darf nicht bewilligt werden für die Mitwirkung in Kabaretts, Tanzlokalen und ähnlichen Betrieben sowie auf Vergnügungsparks, Kirmessen, Jahrmärkten und bei ähnlichen Veranstaltungen, Schaustellungen oder Darbietungen.

(2) Die Aufsichtsbehörde darf nach Anhörung des zuständigen Jugendamts die Beschäftigung nur bewilligen, wenn

1.
die Personensorgeberechtigten in die Beschäftigung schriftlich eingewilligt haben,
2.
der Aufsichtsbehörde eine nicht länger als vor drei Monaten ausgestellte ärztliche Bescheinigung vorgelegt wird, nach der gesundheitliche Bedenken gegen die Beschäftigung nicht bestehen,
3.
die erforderlichen Vorkehrungen und Maßnahmen zum Schutz des Kindes gegen Gefahren für Leben und Gesundheit sowie zur Vermeidung einer Beeinträchtigung der körperlichen oder seelisch-geistigen Entwicklung getroffen sind,
4.
Betreuung und Beaufsichtigung des Kindes bei der Beschäftigung sichergestellt sind,
5.
nach Beendigung der Beschäftigung eine ununterbrochene Freizeit von mindestens 14 Stunden eingehalten wird,
6.
das Fortkommen in der Schule nicht beeinträchtigt wird.

(3) Die Aufsichtsbehörde bestimmt,

1.
wie lange, zu welcher Zeit und an welchem Tag das Kind beschäftigt werden darf,
2.
Dauer und Lage der Ruhepausen,
3.
die Höchstdauer des täglichen Aufenthalts an der Beschäftigungsstätte.

(4) Die Entscheidung der Aufsichtsbehörde ist dem Arbeitgeber schriftlich bekanntzugeben. Er darf das Kind erst nach Empfang des Bewilligungsbescheids beschäftigen.


-- Editiert von User am 7. März 2023 09:19

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#2
 Von 
de Bakel
Status:
Lehrling
(1692 Beiträge, 369x hilfreich)

Zitat (von HeHe):
Ich verstehe den Beitrag so, dass die Ballettschule einfach mal zeigen will, was die Kinder dort gelernt haben!?


Nicht nur. Ballett ist eine darstellende Kunst. Der Auftritt vor Publikum ist eine andere Hausnummer, als das stille Kämmerlein. Die Auftritte sind also Teil des Unterrichts.

Das die Kinder nebenbei zeigen, was sie gelernt haben und damit die Eltern, Großeltern usw. Stolz wie sonstwas machen, naja .. ist nur Nebeneffekt.

Einziger Haken könnten die Eintrittsgelder sein. Da kommt es schon darauf an, wo der Auftritt ist (eventuell Saalmiete, Fahrkosten o.ä.) und wie hoch die Eintrittspreise sind. Eine wirtschaftliche Tätigkeit um mit Kinderarbeit Geld zu verdienen liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vor.

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