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Klarna - Rechnung seit fünf Monaten pausiert

10.6.2021 Thema abonnieren
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)
Klarna - Rechnung seit fünf Monaten pausiert

Ich habe im Januar bei einem Onlineshop bestellt und hatte "Klarna Rechnungskauf" für die Zahlung gewählt. Bei der ausgelieferten Bestellung gab es mehrere Mängel und ich habe die Rechnung bei Klarna pausiert, um dies mit dem Onlineshop zu klären. Meine erste Anfrage bei diesem Onlineshop wurde mit einem unzureichenden Lösungsvorschlag beantwortet. Auf alle weiteren Emails wurde nicht mehr geantwortet. Von Klarna habe ich immer nur die Antwort erhalten, ich soll dies doch mit dem Händler klären. Der Händler hat mir aber nun insgesamt zwölf Emails nicht beantwortet und telefonisch ist niemand zu erreichen. Ich vermute, dass Klarna mich irgendwann zur Zahlung der Rechnung auffordern wird. Was ich kann dann noch machen? Oder kann/sollte ich jetzt noch irgendwas machen?

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28 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(89089 Beiträge, 35311x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Der Händler hat mir aber nun insgesamt zwölf Emails nicht beantwortet

Die sind wohl nicht angekommen.

Ich würde mal auf Kommunikation mit Zustellnachweis umsteigen.



Zitat (von frtg):
Von Klarna habe ich immer nur die Antwort erhalten, ich soll dies doch mit dem Händler klären.

Korrekt, denn das ist der Vertragspartner für diese Mängel.



Zitat (von frtg):
Ich vermute, dass Klarna mich irgendwann zur Zahlung der Rechnung auffordern wird.

Vollkommen zu Recht - man schuldet denen das Geld, vollkommen egal was mit dem Händler oder dem Kauf nicht in Ordnung ist. Das die überhaupt so lange warten ist schon großzügig.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Artikel26/Resolution217A(III)
Status:
Beginner
(93 Beiträge, 10x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Was ich kann dann noch machen?
Zahlen.

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#3
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Der Händler hat mir aber nun insgesamt zwölf Emails nicht beantwortet


Die sind wohl nicht angekommen.

Ich würde mal auf Kommunikation mit Zustellnachweis umsteigen.


Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich bin mir sehr sicher, dass meine Emails angekommen sind. Denn einmal wurde "versehentlich" geantwortet, als man meine Anfrage verwechselte. Als ich auf den Fehler hinwies, war wieder Funkstille. Zudem wird problemlos auf meine Mails geantwortet, wenn ich nur irgendeine Frage zu einem Produkt stelle. Nur halt nicht, wenn ich wegen dieser mangelhaften Bestellung anfrage. Inzwischen sind auch etliche Beschwerden auf den verschiedenen Portalen zu finden, dass dieser Händler bei Problemen schlicht nicht reagiert. Also meine ernstgemeinte Frage: Was hätte ich von einem Zustellnachweis eines Einschreibens in diesem Fall?

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(89089 Beiträge, 35311x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Was hätte ich von einem Zustellnachweis eines Einschreibens in diesem Fall?

Genau das, einen Zustellnachweis.



Zitat (von frtg):
Denn einmal wurde "versehentlich" geantwortet, als man meine Anfrage verwechselte.

Was war denn der Wortlaut der Mail, die man da gesendet hatte?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Vollkommen zu Recht - man schuldet denen das Geld, vollkommen egal was mit dem Händler oder dem Kauf nicht in Ordnung ist. Das die überhaupt so lange warten ist schon großzügig.


Ich hatte Klarna mehrfach mitgeteilt, dass eine Klärung mit dem Händler nicht möglich ist. Nach den eigenen Regeln müsste Klarna also nicht weiter warten, sondern mit mir abklären, ob der Käuferschutz hier gelten würde.
Meine Frage war, ob ich alles getan habe, was ich als Käufer in dieser Situation hätte machen können und sollen: Gelieferte Ware ist mangelhaft, eine Absprache zum weiteren Vorgehen wird vom Händler verweigert. Die Rechnung ist aber nicht beim Händler, sondern beim Zahlungsdienst offen. Bislang habe ich, wie gesagt, nur sowohl dem Händler als auch dem Zahlungsdienst den Mangel gemeldet.

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#6
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Was war denn der Wortlaut der Mail, die man da gesendet hatte?

Der Wortlaut war, dass ich die Bestellung xy zurücksenden solle und man hat mir ein Rücksende-Etikett für diese Bestellung xy zugesandt. Als ich antwortete, dass es sich nicht um Bestellung xy handelt, sondern um Bestellung abc und ich dafür bitte ein Rücksende-Etikett bräuchte, wurde nicht mehr geantwortet.
Die Bestellung xy hatte ich per Paypal bezahlen können. Zum Zeitpunkt der Bestellung abc hatte der Händler diese Zahlungsweise aber nicht angeboten, daher Klarna. Dies scheint aber der Unterschied im Umgang mit den Reklamationen zu sein - Paypal vs Klarna. Es war wohl mein Fehler, anzunehmen, dass der Klarna-Käuferschutz existieren würde.

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#7
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Genau das, einen Zustellnachweis


Und was mache ich damit? Solche Zustellnachweise sind relevant, wenn man es sich leisten kann, den Händler zu verklagen, aber sonst?

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#8
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Der Wortlaut war

Das war natürlich der Inhalt der Nachricht, nicht der Wortlaut. Braucht es den genauen Wortlaut?

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(89089 Beiträge, 35311x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Solche Zustellnachweise sind relevant, wenn man es sich leisten kann, den Händler zu verklagen, aber sonst?

Richtig. Will man juristisch nicht vorgehen, kann man sich das alles sparen.



Zitat (von frtg):
Braucht es den genauen Wortlaut?

Eigentlich ja und gemeint war die Mail die, man selber gesendet hat.

Wobei, die Arbeit kann man sich ja nun sparen.



Zitat (von frtg):
Es war wohl mein Fehler, anzunehmen, dass der Klarna-Käuferschutz existieren würde.

Einfach man was anzunehmen ist bei solchen Dingen immer ein Fehler.
Ob man bei Klarna Käuferschutz beanspruchen kann, da müsste man mal in den vertraglichen Vereinbarungen nachlesen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#10
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Einfach man was anzunehmen ist bei solchen Dingen immer ein Fehler.
Ob man bei Klarna Käuferschutz beanspruchen kann, da müsste man mal in den vertraglichen Vereinbarungen nachlesen.


Sie nehmen also einfach an, dass ich einfach etwas angenommen habe? Tatsächlich habe ich mir die Bedingungen des Klarna Käuferschutz vor der Nutzung dieses Zahldienstes durchgelesen. Nach diesen wäre der Fall auch recht einfach zu klären. Nur bin ich auch nach fünf Monaten nicht zu diesem Punkt gekommen. Und hier kommen wir wohl auch nicht weiter. Belassen wir es dabei. Wenn jemand sonst noch etwas beitragen kann, würde ich mich freuen. Ansonsten, vielen Dank.

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#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(89089 Beiträge, 35311x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Sie nehmen also einfach an, dass ich einfach etwas angenommen habe?

Nö, ich setzte auf Fakten. Zum Beispiel auf das, was der Fragende schreibt:
Zitat (von frtg):
Es war wohl mein Fehler, anzunehmen, dass der Klarna-Käuferschutz existieren würde.




Zitat (von frtg):
Und hier kommen wir wohl auch nicht weiter.

Wenn man in den Beiträgen immer mal gegensätzliche Fakten liefert, wird das in der Tat etwas mühsam.



Zitat (von frtg):
Nur bin ich auch nach fünf Monaten nicht zu diesem Punkt gekommen.

Warum nicht?
Welche Bedingung ist denn nicht erfüllt?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#12
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Nö, ich setzte auf Fakten. Zum Beispiel auf das, was der Fragende schreibt:

Zitat (von frtg):
Es war wohl mein Fehler, anzunehmen, dass der Klarna-Käuferschutz existieren würde.


Ja, ich habe etwas angenommen. Allerdings m.A.n. mit einigermaßen gutem Grund. Aus Ihrer Sicht aber wohl "einfach" so. Ändert für mich nun aber gerade auch nichts, ob meine Annahme nun leichtfertig oder auf einer Grundlage erfolgte.

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#13
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn man in den Beiträgen immer mal gegensätzliche Fakten liefert, wird das in der Tat etwas mühsam.


Offensichtlich habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Erklären Sie mir bitte, wo ich "gegensätzliche Fakten" geliefert habe.

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#14
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Warum nicht?
Welche Bedingung ist denn nicht erfüllt?


Ich bin noch gar nicht zu dem Punkt gekommen bin, dass Klarna prüfen würde, ob die Bedingungen erfüllt sind. Wie gesagt, Klarna hat mich stattdessen immer wieder erneut aufgefordert, mit dem Händler einen Lösung zu finden.
Bedingungen des Klarna-Käuferschutz bei fehlerhafter Ware in der Theorie: 1. Problem an Klarna melden, Rechnung pausieren 2. Mit dem Händler Lösung finden 3. Wenn keine Lösung gefunden wird, prüft Klarna den Fall.

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#15
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8004 Beiträge, 3924x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Paypal vs Klarna. Es war wohl mein Fehler, anzunehmen, dass der Klarna-Käuferschutz existieren würde.
Wie das bei Klarna läuft kan ich nicht sagen, jedoch kan ich dir sagen, hättest du bei PP den öminösen Käuferschutz beansprucht, hättest du unter Umständen ein paar Hundert Euro zahlen müssen um dir dann von einem Richter erklären zu lassen, wieso dieser nicht rechtens war...

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#16
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von lesen-denken-handeln):
Wie das bei Klarna läuft kan ich nicht sagen, jedoch kan ich dir sagen, hättest du bei PP den öminösen Käuferschutz beansprucht, hättest du unter Umständen ein paar Hundert Euro zahlen müssen um dir dann von einem Richter erklären zu lassen, wieso dieser nicht rechtens war...


Ich vermute, dass Sie es als "ominös" bezeichnen, wo Paypal über die "normalen" Rechte eines Käufers hinausgeht. Mir geht es in diesem Fall (und generell) aber nur um die klassischen Probleme, die auch rechtlich abgedeckt sind. Nach meiner Erfahrung muss man bei einem Onlinekauf, der per Paypal bezahlt wird, nur höflich und korrekt dem Händler die Probleme schildern. Solange ich tatsächlich im Recht war, musste ich bislang dann auch gar keinen Paypal-Fall eröffnen, sondern es wurde korrekt nacherfüllt, ausgetauscht usw.. Vielleicht lag es auch immer daran, dass die Händler ehrliche, gute Menschen waren. In diesem Fall musste ich aber erleben, dass der Händler nur bereit war, die Reklamation zu bearbeiten, als er fälschlich dachte, es sei eine Bestellung, die per Paypal bezahlt wurde. Beim Zahlungsdienst Klarna scheint er davon auszugehen, dass er keine Probleme bekommt, wenn er mich ignoriert.

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#17
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8004 Beiträge, 3924x hilfreich)

Zitat:
Nach meiner Erfahrung muss man bei einem Onlinekauf, der per Paypal bezahlt wird, nur höflich und korrekt dem Händler die Probleme schildern.
Wenn der VK dann trotzdem nichts macht und du den PP Käuferschutz anwendest, dann kann der VK das Geld auf deine Kosten hin ohne Probleme einklagen! Dabei spielt es dann überhaupt keine Rolle ob ein Artikel mangelhaft ist, nicht angekommen ist order was sonst damit passiert war...

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#18
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von lesen-denken-handeln):
Wenn der VK dann trotzdem nichts macht und du den PP Käuferschutz anwendest, dann kann der VK das Geld auf deine Kosten hin ohne Probleme einklagen!


Auf welcher Grundlage? Angenommen der Reklamationsgrund ist nachweislich gegeben, alle Fristen usw. usf. eingehalten - dann kann sich der Verkäufer doch nur dagegen wehren, dass die Abwicklung/Entscheidung über den Zahldienst lief. Was kann er dem Käufer denn vorwerfen?

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#19
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(89089 Beiträge, 35311x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Bedingungen des Klarna-Käuferschutz bei fehlerhafter Ware in der Theorie: 1. Problem an Klarna melden, Rechnung pausieren 2. Mit dem Händler Lösung finden 3. Wenn keine Lösung gefunden wird, prüft Klarna den Fall.

Offensichtlich sind wir ja schon bei dem Punkt, das keine Lösung gefunden wird...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#20
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Bedingungen des Klarna-Käuferschutz bei fehlerhafter Ware in der Theorie: 1. Problem an Klarna melden, Rechnung pausieren 2. Mit dem Händler Lösung finden 3. Wenn keine Lösung gefunden wird, prüft Klarna den Fall.

Offensichtlich sind wir ja schon bei dem Punkt, das keine Lösung gefunden wird...


Tatsächlich. Seh ich auch so. Wie gesagt, ich habe Klarna mehrfach mitgeteilt, dass mir eine Klärung mit dem Händler nicht möglich war. Dennoch hat man mich jeweils wieder aufgefordert, eine Lösung mit dem Händler zu finden. Deshalb habe ich ja hier diese Anfrage gestellt, weil ich nicht weiß, wie ich weiter vorgehen kann. Und weiß es immer noch nicht.

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#21
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8004 Beiträge, 3924x hilfreich)

Zitat:
Auf welcher Grundlage?
Wenn deine Frage ist, auf welcher Rechtsgrundlage du dir das Geld über PP wiederholen würdest, lautet die Antwort KEINE, da gibt es keine Rechtsgrundlage, genau das ist ja dann dein Problem!

Zitat:
Was kann er dem Käufer denn vorwerfen?
Das er sich das Geld wiederrechtlich angeeignet hat!

Zitat:
dann kann sich der Verkäufer doch nur dagegen wehren, dass die Abwicklung/Entscheidung über den Zahldienst lief.
genau das wird der VK ja dann auch machen! Er wird dich verklagen und das zurecht, denn nach deutschen gesetzen darfst du dir das Geld auf diese weise nicht aneignen, dass ist wiederrechtlich! Er bekommt dan mit grösster Wahrscheinlichkei8t auch recht! Dafür müsstest du dann die gerichtskosten, seinen Anwalt und den deinigen bezahlen!
Selbst wenn du einen rechtsanspruch auf das geld hast, musst du den ORDENTLICHEN RECHTLICHEN Weg gehen! Der VL könnte dir nach für ihn erfolgreicher verhandlung das Geld welches dir zusteht dan einfach in die Hand drücken. Du hast aber trotzdem Gerichtskosen und Anwaltskosten zu tragen!

Zitat:
Angenommen der Reklamationsgrund ist nachweislich gegeben, alle Fristen usw. usf. eingehalten
Dan nhat der K den ordentlichen rechtskonformen Weg zu gehen! Bedeutet, Mahnbescheid, Gerichtsverhandlung etc!

Tja, PP sagt dir halt nicht, dass diese sich um deutsche Gesetze nicht kümmern. Das ist dan einfach dein Pech, wenn du mit deutschen Gesetzen in Konflikt kommst, sobald du den K-Schutz nutzt...







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#22
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Schüler
(233 Beiträge, 20x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Deshalb habe ich ja hier diese Anfrage gestellt, weil ich nicht weiß, wie ich weiter vorgehen kann. Und weiß es immer noch nicht.

Doch, weist du. Ist dir nur zu teuer.
Also bleibt nur. Weiter schreiben und hoffen. Bis Klarna überzeugt ist. Irgendwann.

Zitat (von frtg):
Auf welcher Grundlage?

Paypal steht nicht über Gesetz. Und steht nicht über Gerichte. Deshalb ist Käuferschutz wertlos. Und rechtswidrig. Hat BGH entschieden.

Signatur:

Ich weis das ich nicht alles weis. Manchmal ist es schön nicht alles zu wissen.

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#23
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Paypal steht nicht über Gesetz. Und steht nicht über Gerichte. Deshalb ist Käuferschutz wertlos. Und rechtswidrig. Hat BGH entschieden.


Zitat (von lesen-denken-handeln):
genau das wird der VK ja dann auch machen! Er wird dich verklagen und das zurecht, denn nach deutschen gesetzen darfst du dir das Geld auf diese weise nicht aneignen, dass ist wiederrechtlich!


Ich habe zwei BGH-Geschichten ergoogelt, in denen gegen den Käufer geklagt wurde, nachdem Paypal auf Erstattung entschieden hatte. In beiden Fällen entsprach die Paypal-Entscheidung aber nicht der gesetzlichen Grundlage. (VIII ZR 83/16 - Handy, Sendungsverlust: hier war der Käufer kein Verbraucher und deshalb lag das Versandrisiko beim Käufer und er hätte keinen Anspruch auf Erstattung gehabt. VIII ZR 213/16 - Säge, Mängel: dem Verkäufer war keine Möglichkeit der Nacherfüllung gegeben worden und Paypal hat den Käufer wohl auch noch aufgefordert, die Säge zu vernichten. - Ich hoffe, ich habe das richtig wiedergegeben, bitte korrigieren, wenn nicht.)
Nur im Handyfall wurde wohl vom BGH zugunsten des Verkäufers entschieden, im Sägen-Fall scheint das alles etwas komplizierter.
In beiden genannten Fällen wurde aber jeweils mitbetrachtet, inwiefern dem Käufer die Erstattung zugestanden hätte, und es ging nicht ausschließlich um das Konstrukt Zahlungsdienst/Käuferschutz/Erstattung. Gibt es tatsächlich eine Entscheidung, laut der die Annahme einer von Paypal entschiedenen Erstattung als "widerrechtliche Aneignung" gewertet wurde, und wo die Umstände, ob ein Anspruch auf Erstattung bestand, keinerlei Rolle gespielt haben? Hat tatsächlich schon ein Verkäufer erfolgreich gegen einen privaten Käufer geklagt, dem eine Erstattung auch zustand?

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#24
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Doch, weist du. Ist dir nur zu teuer.
Also bleibt nur. Weiter schreiben und hoffen. Bis Klarna überzeugt ist. Irgendwann.


Wie gesagt, ich weiß, dass ich mir juristische Hilfe holen könnte, wenn ich's könnte. Natürlich ist mir das zu teuer, da ich meinen Kontostand kenne. Wäre ich sonst auf einem kostenfreien Forum gelandet? Ich hatte naiverweise gehofft, dass ich hier noch irgendetwas erfahre, dass mir dabei hilft, wenn ich die nächste Runde "weiter schreiben und hoffen" starte. War jetzt nicht so erfolgreich. Aber: Danke für Ihren Beitrag!

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#25
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(89089 Beiträge, 35311x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Ich hatte naiverweise gehofft, dass ich hier noch irgendetwas erfahre, dass mir dabei hilft, wenn ich die nächste Runde "weiter schreiben und hoffen" starte.

Nun, man kann gerichtsfest vorgehen, mit §§ um sich werfen und mit Anwälten und Gericht drohen.
Klarna ist da außerordentlich ignorant was das angeht, die bewegen sich in der Regel erst wenn der Anwalt schreibt.
Der Händler ist auch recht ignorant, wird sich wohl auch nicht beeindrucken lassen.

Nur drohen und dann nichts machen, damit verliert man dann natürlich die Glaubwürdigkeit bei der Gegenseite und landet dann auf dem "Abstellgleis".



Zitat (von frtg):
Natürlich ist mir das zu teuer, da ich meinen Kontostand kenne.

Es gibt für Bedürftige Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe.



Zitat (von frtg):
Wäre ich sonst auf einem kostenfreien Forum gelandet?

Naja, hier fragen viele - wenn nicht sogar die meisten - an ohne das sie Geldknappheit haben.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#26
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Nur drohen und dann nichts machen, damit verliert man dann natürlich die Glaubwürdigkeit bei der Gegenseite und landet dann auf dem "Abstellgleis".


Vielen Dank! Wie sieht das mit Fristsetzungen aus? Man muss ja dem Verkäufer auch Fristen einräumen, nicht nur drohend stellen (z.B. zur Nacherfüllung). Sollte man sowas erst machen, wenn man konkret weiß, wie man direkt beim Auslaufen der Frist weitermachen kann/will, oder auch, wenn man womöglich erst deutlich später darauf verweisen will, dass der Verkäufer diese Frist verstreichen ließ?

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#27
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(89089 Beiträge, 35311x hilfreich)

Zitat (von frtg):
Wie sieht das mit Fristsetzungen aus? Man muss ja dem Verkäufer auch Fristen einräumen, nicht nur drohend stellen (z.B. zur Nacherfüllung).

Korrekt.

Die Frist muss angemessen sein, was in der Regel 14 Tage bedeutet.
Nun geht es hier schon 5 Monate hin und her, da würde ich 3-4 eher als angemessen sehen.



Zitat (von frtg):
Sollte man sowas erst machen, wenn man konkret weiß, wie man direkt beim Auslaufen der Frist weitermachen kann/will,

Es wäre günstig es schon möglichst genau zu wissen, kann man aber auch später noch machen.



Zitat (von frtg):
oder auch, wenn man womöglich erst deutlich später darauf verweisen will, dass der Verkäufer diese Frist verstreichen ließ?

Kommt ganz darauf an, was genau "später" bedeutet. Wartet man Monate oder gar Jahre, kann es sein, das man seine Rechte verwirkt hat oder sie verjährt sind.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#28
 Von 
frtg
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wartet man Monate oder gar Jahre, kann es sein, das man seine Rechte verwirkt hat oder sie verjährt sind.


Danke für die Antworten! Theoretisch hätte ich wohl 2 Jahre Gewährleistungsanspruch (Neuware), Mängelmeldung in den ersten 6 Monaten bedeutet Beweislast beim Verkäufer. Allein schon wegen des Anspruchs auf Mängelprüfung, hat der Verkäufer auch Anspruch darauf, dass ich ihm die Ware dafür zusende. Aber: Bin ich tatsächlich dazu verpflichtet, die Ware zurückzusenden, solange der Verkäufer mir gar nicht verrät, dass er den Mangel prüfen möchte? Ich finde nichts dazu, dass ich das müsste bzw. innerhalb welcher Frist.
Weiter: Könnte man sagen, dass der Verkäufer durch sein Schweigen deutlich macht, dass er keine Mängelprüfung machen möchte und keine Nacherfüllung leisten möchte? Wenn ja, könnte ich ja wohl vom Kaufvertrag zurücktreten. Und dann? Bin ich dann berechtigt oder verpflichtet, innerhalb einer bestimmten Frist die Ware zurückzusenden? Ich will die Ware wirklich nicht behalten, halte es aber nicht für richtig, einen Rückversand zu machen, wenn ich keinerlei Absprache darüber mit dem Händler habe.
Ich weiß, dass sind jetzt viele Fragen zusammen, freu mich aber schon, wenn ich für einzelne Details Hinweise bekommen könnte.

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