Laser-Lichtanlage ohne Genehmigung

2. Februar 2016 Thema abonnieren
 Von 
MCStreetguy
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Laser-Lichtanlage ohne Genehmigung

Hallo Community

Ich besitze selbst eine kleine Lichtanlage welche ich um einen Showlaser erweitern möchte.
Nun konnte ich in Erfahrung bringen, dass die Inbetriebnahme von Laser-Geräten ab einer bestimmten Laserklasse eine Kontrolle durch einen Laserschutzbeauftragten notwendig macht.
In diesem Kontext interessiert mich nun welchem Vergehen man sich schuldig machen würde, falls man einen Laser ohne vorherige Sichtung eines Beauftragten benutzen würde.
Handelt es sich dabei um eine Art von versuchter Körperverletzung oder liege ich da mit meiner Vermutung falsch?

Ich danke schonmal im Vorraus,
MCStreetguy

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10558 Beiträge, 4179x hilfreich)

Zitat:
Handelt es sich dabei um eine Art von versuchter Körperverletzung oder liege ich da mit meiner Vermutung falsch?


Weit hergeholt, aber durch Unterlassung wäre auch das möglich, wenn sich jemand findet der das anzeigt.
,
Viel interessanter wird es, wenn tatsächlich was passiert (Augenschäden etc.), da sind die Kosten für so einen Beauftragten Peanuts gegen....

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#2
 Von 
TheSilence
Status:
Lehrling
(1650 Beiträge, 1044x hilfreich)

Zitat:
Handelt es sich dabei um eine Art von versuchter Körperverletzung


Nö, das könnte billigende Inkaufnahme einer KV sein (auch bedingter Vorsatz oder lat. dolus eventualis genannt) nach dem Motto "mir doch egal, ob jemandem dabei was passiert". Das kann genau so schwer bestraft werden wie der "echte" Vorsatz.

Da Show-Laser bekanntermaßen in Klassen fallen dürften, in denen man besondere Vorkehrungen treffen muß (damit Dritte nicht in den Strahl blicken können etc.), wäre das wohl auch nicht schwer zu begründen und ein "isch wusste dat nit" würde einem im Zweifel wohl nicht helfen.

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#3
 Von 
MCStreetguy
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Unschuld schützt vor Strafe nicht schon klar
Aber ist es nicht theoretisch die Pflicht des Händlers bei als "für Einsteiger sehr gut geeignet[en]" Produkten den Käufer darauf hinzuweisen das deartige Produkte nicht ohne einen Laserschutzbeauftragten genutzt werden dürfen?
Ich gehe zwar stark davon aus, dass ich das falsch sehe aber einen Klasse 3b Laser der laut Internet selbst bei kürzestem Augenkontakt zu schwerwiegenden irreperabelen Schäden führt ohne besondere Kennzeichnung so zu betiteln ist doch schon irgendwie fahrlässig oder?

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#4
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16232 Beiträge, 9205x hilfreich)

Zitat:
In diesem Kontext interessiert mich nun welchem Vergehen man sich schuldig machen würde, falls man einen Laser ohne vorherige Sichtung eines Beauftragten benutzen würde.

Wenn niemand verletzt oder gefährdet wird:
"Nur" eine Ordnungswidrigkeit nach §11 Abs. 1 Nr. 4 oder 5 der "Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung (Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung - OStrV)" *
Wenn zwar jemand gefährdet wird, aber letztendlich doch niemand verletzt:
Eine Straftat nach §26 des "Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzgesetz - ArbSchG)" in Verbindung mit §11 Abs. 2 OStrV. *
Wenn jemand verletzt wird:
Fahrlässige Körperverletzung nach dem Strafgesetzbuch.

* ich gehe davon aus, dass der Raum in dem der Showlaser betrieben wird, auch eine Arbeitsstätte im Sinne des Gesetzes darstellt, weil dort Arbeitnehmer (Kellner, Barpersonal, Security-Mitarbeiter usw.) tätig sind. Wenn der Showlaser nur im eigenen Keller betrieben wird, dann braucht man keinen Laserschutzbeauftragten.

Ansonsten:
Die Richtlinien der DEGUG zur Showlasern sind bekannt?
(http://etf.bgetem.de/htdocs/r30/vc_shop/bilder/firma53/bgi_5007_a02-2011.pdf)
Falls der Showlaser in "Versammlungsstätten" betrieben wird, müssen alle Vorschriften aus dieser Richtlinie eingehalten werden. Das will §37 der "Musterverordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Muster-Versammlungsstättenverordnung – MVStättVO" so. Da ist auch wieder die Pflicht zum Laserschutzbeauftragten drin. (In Versammlungsstätten darf also ein Laser nur mit Laserschutzbeauftragtem betrieben werden, selbst dann wenn es in der Versammlungsstätte keine Arbeitnehmer gibt und es deshalb keine Arbeitsstätte ist.)

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6811 Beiträge, 1445x hilfreich)

Zitat:
Aber ist es nicht theoretisch die Pflicht des Händlers bei als "für Einsteiger sehr gut geeignet[en]" Produkten den Käufer darauf hinzuweisen das deartige Produkte nicht ohne einen Laserschutzbeauftragten genutzt werden dürfen?


Seriöse Händler machen das. Im übrigen ist der Handel mit den Geräten nicht verboten. Ein Auto darf auch nur mit einem Führerschein gefahren werden. Findest du bei Anzeigen etc. so einen Hinweis?!

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