Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
617.528
Registrierte
Nutzer

Mietwohnung mit Vater "tauschen"

20. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
Muuhviix
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Mietwohnung mit Vater "tauschen"

Hallo,
da wir planen nach dem Tod meiner Mutter in mein Elternhaus zu ziehen möchte mein Vater gerne die Mietwohnung von uns übernehmen. Ich habe schon rausgefunden, dass der Vermieter damit einverstanden sein muss und ggf. den Vertrag anpassen kann.
Ich befürchte aber, dass aufgrund von Inflation etc damit schlafende Hunde geweckt werden und mein Vermieter erstmal saftig die Miete erhöht (Ausstattung ist zwar unterdurchschnittlich aber die Wohnung ist trotzdem um einiges günstiger als vergleichbares)

Welche Möglichkeiten habe ich denn um diese Regelung legal zu "umgehen"?
Zb während der Zeit in welcher wir hier noch wohnen einen Untermietvertrag erstellen und mich dann auf dieses Urteil mit "vertrauter Wohnung" berufen soll?

Hat jemand Tipps?
Vielen Dank und liebe Grüße

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104274 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von Muuhviix):
Welche Möglichkeiten habe ich denn um diese Regelung legal zu "umgehen"?

Gar keine.



Zitat (von Muuhviix):
dieses Urteil mit "vertrauter Wohnung"

Und da soll welches konkret sein?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Muuhviix
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Und da soll welches konkret sein?


AG Berlin-Wedding, Urteil v. 10.02.2015, Az.: 11 C 271/14

Im übrigen empfinde ich Ihre knappe Antwort als nicht besonders hilfreich. Quasi als hätten Sie gar nicht kommentiert ;)

-- Editiert von User am 20. August 2022 03:57

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104274 Beiträge, 37621x hilfreich)

Zitat (von Muuhviix):
AG Berlin-Wedding, Urteil v. 10.02.2015, Az.: 11 C 271/14

Wenn man mal davon absieht, dass es dort um einen vollkommen andern Sachverhalt ging, hat das nicht lange gehalten:
Überlassung der Wohnung an Familienangehörige nach dauerhafter Aufgabe der Wohnung durch Mieter stellt genehmigungspflichtige Untervermietung dar.
Kein Anspruch auf Genehmigung der Untervermietung.
Gemäß § 546 Abs. 1 und 2 BGB ein Anspruch auf Räumung und Herausgabe der Wohnung gegen Mieter und Bewohner.
Landgericht Berlin, , Az.: 65 S 16/18




Zitat (von Muuhviix):
Im übrigen empfinde ich Ihre knappe Antwort als nicht besonders hilfreich.

Nun, eventuell mag ein anderer Forist das "gar keine" in literarisch epischer Breite formulieren.
Wie es dadurch hilfreicher werden soll, erschließt sich mir nicht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2314 Beiträge, 382x hilfreich)

Zitat (von Muuhviix):
Zb während der Zeit in welcher wir hier noch wohnen einen Untermietvertrag erstellen und mich dann auf dieses Urteil mit "vertrauter Wohnung" berufen soll?

Schauen sie ihren Mietvertrag an, da steht in der Regel, dass der Vermieter einer Untervermietung zustimmen muss.
Zitat (von Muuhviix):
ch befürchte aber, dass aufgrund von Inflation etc damit schlafende Hunde geweckt werden und mein Vermieter erstmal saftig die Miete erhöht (

Mit einer Mieterhöhung muss man immer rechnen, die könnte doch auch sie treffen?
Zitat (von Muuhviix):
Ausstattung ist zwar unterdurchschnittlich

Selbiges könnte der Vermieter ändern, wenn sie kündigen.
Anstatt zu tricksen, mit dem Vermieter reden und sagen, der Vater würde die Wohnung so übernehmen, wie sie diese verlassen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7072 Beiträge, 4249x hilfreich)

Zitat (von Muuhviix):
Ich habe schon rausgefunden, dass der Vermieter damit einverstanden sein muss und ggf. den Vertrag anpassen kann.

Da gibt es nichts "anzupassen". Der Vermieter kann einen neuen Mietvertrag aufsetzen.
Zitat:
Ich befürchte aber, dass aufgrund von Inflation etc damit schlafende Hunde geweckt werden und mein Vermieter erstmal saftig die Miete erhöht (Ausstattung ist zwar unterdurchschnittlich aber die Wohnung ist trotzdem um einiges günstiger als vergleichbares)

Ja und? Wenn das im gesetzlichen Rahmen geschieht, darf der Vermieter die Miete entsprechend erhöhen.
Zitat:
Welche Möglichkeiten habe ich denn um diese Regelung legal zu "umgehen"?

Keine. Der Vermieter ist nicht verpflichtet, an den Vater zu vermieten.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4989 Beiträge, 1263x hilfreich)

Zitat (von Muuhviix):
da wir planen nach dem Tod meiner Mutter in mein Elternhaus zu ziehen möchte mein Vater gerne die Mietwohnung von uns übernehmen. Ich habe schon rausgefunden, dass der Vermieter damit einverstanden sein muss und ggf. den Vertrag anpassen kann.
Ich befürchte aber, dass aufgrund von Inflation etc damit schlafende Hunde geweckt werden und mein Vermieter erstmal saftig die Miete erhöht (Ausstattung ist zwar unterdurchschnittlich aber die Wohnung ist trotzdem um einiges günstiger als vergleichbares)

Das kann passieren.

Zitat:
Welche Möglichkeiten habe ich denn um diese Regelung legal zu "umgehen"?

Gar keine. Es gibt keinen rechtlichen Anspruch, in den Mietvertrag eines anderen einzutreten (Ausnahme: als Erbe).
Zitat:
Zb während der Zeit in welcher wir hier noch wohnen einen Untermietvertrag erstellen und mich dann auf dieses Urteil mit "vertrauter Wohnung" berufen soll?

Wenn ein Untermietvertrag gemacht wird, ist der Hauptmieter der Vermieter für den Untermieter, und der muss alle Ansprüch gegen seinen Vermieter (den Hauptmieter) richten. Gegen den Vermieter der Wohnung hat der Untermieter keinerlei Ansprüche.
Insofern hilft das hier überhaupt nicht weiter.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4989 Beiträge, 1263x hilfreich)

Zitat (von Muuhviix):
AG Berlin-Wedding, Urteil v. 10.02.2015, Az.: 11 C 271/14

Das sagt das Gegenteil von dem, was Sie sich erhoffen...

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4989 Beiträge, 1263x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Schauen sie ihren Mietvertrag an, da steht in der Regel, dass der Vermieter einer Untervermietung zustimmen muss.

Das ist rechtlich unerheblich, der Vermieter muss einer Untervermietung zustimmen, wenn der Mieter ein berechtigtes Interesse daran hat und kein berechtigtes Interesse des Vermieters entgegensteht.
Mietvertragliche Regelungen hebeln den Anspruch nicht aus.

Hier ginge es aber gar nicht um "Untervermietung"; die bezieht sich immer auf die Untervermietung nur eines Teils der Mietsache.

Wird die ganze Wohnung "untervermietet", handelt es sich um eine "Gebrauchsüberlassung" der Mietsache, und die darf der Vermieter nach Belieben untersagen, das muss er nicht begründen.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 235.116 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
96.665 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen