Rechnung merkantile Wertminderung Leasing-Vertrag

23. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
flatty1985
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)
Rechnung merkantile Wertminderung Leasing-Vertrag

Hallo,

ich habe bei einer Leasinggesellschaft ein KFZ geleast. September 2022 wurde ich unverschuldet in einen Unfall verwickelt. Die Versicherung hat sehr lange bzw. erst nach mehreren anwaltlichen Schreiben die Reparaturkosten für das Fahrzeug beglichen. Soweit ich richtig informiert bin wurde die Rechnungen erst im Januar / Februar 2023 beglichen.

In Folge des Unfalls habe ich ein Gutachten erstellen lassen, da dies der Leasinggeber laut Vertrag verlangt. Das Gutachten mit den geschätzten Kosten wurde dem Leasinggeber übermittelt. Im Oktober 2022 wurde die Reparatur veranlasst. Die Freigabe zur Zahlung der Rechnung bzw. zur Reparatur wurde durch den Leasinggeber erteilt.

Dezember 2022 stellte mir dann der Leasinggeber eine merkantile Wertminderung von 10% der Schadenshöhe in Rechnung. Laut Gutachten und Gutacher ist eine merkantile Wertminderung nicht festgestellt wurden. Der Schaden betrifft laut Gutachter nur Anbauteile die gewechselt wurden. Eine Beschädigung tragender Teile ist nicht gegeben.

Nach Prüfung meines Vertrags lässt sich die Rechnung für die merkantile Wertminderung nur anhand dieser Regelung erklären:

Erleidet das Fahrzeug einen Schaden, für den ein Versicherer/Dritter nicht oder nicht in
voller Höhe eintritt (z.B. Kaskoversicherung bei vom LN selbst verschuldetem Schaden,
Schäden durch höhere Gewalt, o.ä.), schuldet der LN dem LG neben der Reparatur des
Fahrzeugs Ersatz für merkantile Wertminderung in Höhe von 10 % der von ihm
aufgewendeten Reparaturkosten (ohne Umsatzsteuer). Die Höhe der Reparaturkosten
ist dem LG durch Vorlage der Reparaturrechnung nachzuweisen. Der LN ist berechtigt,
dem LG nachzuweisen, dass eine geringere merkantile Minderwertung eingetreten ist.
Bei der Endabrechnung des Leasingvertrags wird eine erhaltene Wertminderung vom
LG berücksichtigt, falls der Schaden bei der Fahrzeugrückgabe in die Bewertung mit
einfließt


Ich habe nun mehrfach mit Mails und Telefonaten versucht zu ergründen warum mir diese Wertminderung in Rechnung gestellt wird bzw. die Rückzahlung der Wertminderung nicht erfolgt.

Gemäß der AGB's und des Vertrags ist der Umstand der Wertminderung nicht gegeben, da die gegnerische Versicherung zwischenzeitlich die Reparaturrechnung beglichen hat.

Der Leasinggeber stellte einmal darauf ab, dass die Wertminderung gegeben ist, auch wenn das Fahrzeug fachgerecht von einer Vertragswerkstatt repariert wurde. Nach schriftlicher Bestätigung des Gutachters und meinem Hinweis auf entsprechende Urteile (das eine Wertmindung zu keinem Zeitpunkt gegeben war oder ist), schwenkte der Mitarbeiter des Leasinggebers auf den o.g. Paragrafen um und erklärte mir, dass die Wertminderung eingetreten ist.

Nun wollte ich nochmals wissen ob ich hier auf dem Holzweg bin und die Wertminderung zurecht mir in Rechnung gestellt wurde. Meiner Meinung nach nicht.
Kann mir jemand dazu helfen.

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118403 Beiträge, 39569x hilfreich)

Man selber würde also für einen Unfallwagen genauso viel bezahlen wie für ein Auto ohne Unfall?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Tehlak
Status:
Praktikant
(918 Beiträge, 271x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Man selber würde also für einen Unfallwagen genauso viel bezahlen wie für ein Auto ohne Unfall?


In dem Sachverhalt völlig irrelevante Frage. Der Leasinggeber hat sich an den Vertrag zu halten. Wenn der Versicherer/Dritte für den vollen Schaden eingetreten ist gibts laut Vertragsklausel kein Geld für die merkantile Wertminderung.

Man muss jetzt selbst entscheiden ob man es auf eine Klage ankommen lässt oder die Summe zahlt.

0x Hilfreiche Antwort

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