Schülerrechte - Zugang zu dem Klassenbuch seiner eigene Klasse?

28. Februar 2007 Thema abonnieren
 Von 
Black2k
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 4x hilfreich)
Schülerrechte - Zugang zu dem Klassenbuch seiner eigene Klasse?

Guten Tag,

ich hätte eine Frage, bezüglich der Rechte des Schüler's:

Hat ein Schüler das Recht, öffentlichen Zugang zu dem Klassenbuch seiner eigene Klasse zu haben?
Und eine weitere Frage, hat ein Lehrer das Recht einen Schüler zu tadeln, wenn dieser anfangs der Schulstunde (zuvor große Pause, ausserhalb des Klaasensaales)einen Bissen in sein Schulbrot macht?

Und eine weitere Frage, wo finde ich online eine Schulverordnung für das Bundesland Saarland (Erweiterte Realschule)


MfG

Sven (15 Jahre, Opfer :D)

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16 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1712x hilfreich)

1. Definieren Sie 'öffentlichen Zugriff'.

2. Wie sieht denn so ein 'Tadel' aus? Mündliche Ermahnung? Warum sollte das nicht zulässig sein?

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#2
 Von 
Black2k
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 4x hilfreich)

1. Ob ich reinschauen darf.

2. Tadel = Schriftliche Verwarung, beim 3ten mal Verweis.

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#3
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8419 Beiträge, 3780x hilfreich)

Hier sind die Gesetzte bzw. Verordnungen des Saarlandes zu finden: http://www.saarland.de/6870.htm
Habe auf die schnelle aber keine Regelungen bzgl. des Klassenbuches gefunden!?
Habt ihr keinen Schülervertreter oder Vertrauenslehrer, der dir darüber Auskunft geben kann? Ich vermute, dass dir als Schüler zwar das Recht zusteht, deine Beurteilungen und Zeugnisse einzusehen, aber du nicht das Recht hast, das Klassenbuch einzusehen (dort stehen doch nur Anwesenheits- und Fehlzeiten!?) Sollten dort Tadel vermerkt werden, dann könnte man vom Klassenbuch als einer Art gemeinschaftlicher Personalakte ausgehen. Sind dort Tadel -deiner Meinung nach- unberechtigt eingetragen, dann müsstest du die Gelegenheit bekommen, Stellung zu nehmen.

Tadel und Biss ins Schulbrot:
Die Schulstunde hatte also schon begonnen und Du (das Opfer :-)), war noch auf dem Weg in die Klasse und hat dabei noch gegessen?? Ist das richtig verstanden? Dann gilt der Tadel wohl eher dem verspäteten Erscheinen im Unterricht und nicht dem Biss ins Schulbrot, oder??

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#4
 Von 
Olliminator
Status:
Lehrling
(1353 Beiträge, 328x hilfreich)

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man als Schueler Einblick in Klassenbuch hat. Da stehen schliesslich auch Daten anderer Mitschueler drin und die sollten streng genommen vertraulich behandelt werden.

Schoenen Gruss, Olli

-----------------
" Kopf gut schütteln vor Gebrauch!"

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#5
 Von 
Black2k
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 4x hilfreich)

Also das Klassenbuch, soll eine Art Buch darstellen wo Lehrer die Hausaufgaben eintragen und unterzeichnen das sie da waren und Notize , in Form von Bemerkungen bzw Tadel vermerken.

Also, die Große Pause war vorbei und wir sind zu unserem Klassensaal gegangen (verschlossen), nach dem öffnen durch den Lehrer reichte mir meine Nachberin einen Schokoriegel den ich direkt öffnete und reinbiss, die Folge war ein Tadel...

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#6
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8419 Beiträge, 3780x hilfreich)

Wenn es so war, wie von dir beschrieben, dann würde ich den Tadel so nicht akzeptieren und zum Rektor oder Vertrauenslehrer gehen.

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#7
 Von 
Black2k
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 4x hilfreich)

Hab ich auch vor.
Doch hab ich gestern mal die Schulordnung gelesen, dass die Beschwerde schriftlich sein muss (soweit ich das verstanden hab).

Nun wollte ich mal fragen, wie verfass ich sowas?

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Was weiss ich?
Status:
Student
(2270 Beiträge, 803x hilfreich)

@Olliminator
'Kopf gut schütteln vor Gebrauch-1'

Nach dem Schütteln nicht mehr zu gebrauchen?! : grins:

-----------------
"Wissen ist Macht! Wir wissen nichts. Macht nichts!"

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#9
 Von 
epoeri
Status:
Lehrling
(1709 Beiträge, 408x hilfreich)

>>Wenn es so war, wie von dir beschrieben, dann würde ich den Tadel so nicht akzeptieren und zum Rektor oder Vertrauenslehrer gehen. <<

Versteh ich nicht.

Stunde hatte begonnen,
die Schüler gehen in die Klasse.
Dabei beginnt der/die Threaderöffner/in zu essen.
Der Lehrer tadelt.

Mit welcher Begründung sollte man da widersprechen?

Was viele oft vergessen,
Schüler haben nicht nur Rechte ...
steht übrigens auch in den Schulordnungen ...




-- Editiert von epoeri am 01.03.2007 19:38:16

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#10
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8419 Beiträge, 3780x hilfreich)

@epoeri:
Ja ja, du hast schon recht. Eigentlich müsste man einen Schüler, der sich erdreistet, auf dem Weg zur Schulbank in einen Schokoriegel zur beißen, gleich von der Schule werfen...............



Ein Tadel ist m. W. ein schriftlicher Verweis, der auch zum Rauswurf aus der Schule führen kann, nicht nur ein mündliches Ermahnen. Wie sich die Sache tatsächlich abgespielt hat (ob der Fragesteller ein ständiger Provokant ist oder ein wahres Unschuldslamm) können wir nicht beurteilen. Deshalb schreibe ich: ´´falls es sich verhält, wie dargestellt´´. An die Sache rangehen muss jeder selbst - mit seinem eigenen Gewissen.

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#11
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8419 Beiträge, 3780x hilfreich)

@black2k:

Das Ausformulieren ist dir überlassen. Von der Form her:

Sachliche Schilderung des Vorfalls (ohne Ausschmückung und persönliche Wertung - wie eine Inhaltsangabe im Deutschunterricht) und dann deine Stellungnahme: Warum du dafür keinen Tadel gerechtfertigt siehst. Z. B., weil es nicht im laufenden Unterricht passiert ist.

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Black2k
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 4x hilfreich)

Ich bin eigentlich ein Unschuldslamm :D

Der Lehrer war meiner Meinung nach recht schlecht gelaunt, nämlich kurz darauf hat er auch einen Mitschüler , wortwörtlich "Halt's Maul" angepöbelt.
Der Lehrer ist eigentlich immer ein Spaßvogel gewesen.


Naja, und in unserer Schulordnung (1Din A4 Seite) steht nicht's vernünftiges drinen.

Nun hätte ich noch eine Frage, bezüglich der Gleichberechtigung im Sportuntericht.

Wir hatten heute Sport, Thema Vollyball.
Die Lehrerin teile auf, alle Jungs durften Fußball spielen, die Mädchen sollten Vollyball spielen.
Nun, wollte ich und mein Freund auch Fußball spielen (Wir beide verabscheuen Sport :D) und die Lehrerin meinte wir sollen mit den Mädchen mitspielen.
Ich verwies daraufhin provokant auf den Artikel 3 des GG.
Woraufhin die Lehrerin mit ihrer Hand einen Mund darstellte und meinte "Große Klappe, nicht's dahinter"...

Ist sowas der Lehrerin erlaubt?

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#13
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8419 Beiträge, 3780x hilfreich)

Ja!

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
epoeri
Status:
Lehrling
(1709 Beiträge, 408x hilfreich)

>>Z. B., weil es nicht im laufenden Unterricht passiert ist. <<

Wann - HeHe - ist denn der Zwischenfall deiner Meinung nach passiert???

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
feenkind
Status:
Praktikant
(526 Beiträge, 226x hilfreich)

P.S.:

Das Klassenbuch ist weit mehr als das, was Du beschrieben hast. Es befinden sich zudem die Adressen und Geburtsdaten der SchülerInnen, die Anwesenheit inkl. entschuldigtem Fehlen und unentschuldigtem Fehlen und manchmal noch die Büchernummern der Ausleihe im Klassenbuch. Auch werden z.B. bei uns die Krankmeldungen hinten in einem eingeklebten Umschlag gesammelt.

Alleine schon die Anwesenheitsführung veranlasste so manche SchülerInnen, das Klassenbuch mitgehen zu lassen - ergo ist es an unserer Schule tabu, dass SchülerInnen das Klassenbuch in die Hände bekommen.

Warum auch?

Das mit dem Tadel ist, denke ich mal, auf die schlechte Laune Deiner Lehrkraft zurückzuführen. Aber eine Grundlage gibt es bestimmt - schau doch mal in Euren Schulregeln nach.

1x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
DanielB
Status:
Bachelor
(3291 Beiträge, 410x hilfreich)

quote:

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man als Schueler Einblick in Klassenbuch hat. Da stehen schliesslich auch Daten anderer Mitschueler drin und die sollten streng genommen vertraulich behandelt werden.

Schon richtig, dass sich dort auch vertrauliche Daten anderer Schüler befinden könnten, aber selbstverständlich hat man nach den Landesdatenschutzgesetzen Anspruch auf Auskunft zu Einträgen bezüglich der eigenen Person. Ich sehe keinen Grund, wieso dieser im Einzelfall und soweit etwa auf der fraglichen Doppelseite keine sonderlich schützenswerten Informationen zu anderen Schülern enthalten sind, nicht in Form einer beaufsichtigen Einsicht gewährt werden kann.

-- Editiert von danielB am 06.03.2007 04:44:03

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