Schulleiterverweis RLP

6. Mai 2011 Thema abonnieren
 Von 
bizzl
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Schulleiterverweis RLP

Guten Tag,
Max, 14 Jahre,geht in die 9. Klasse Gymnasium in RLP.
In seinen Zeugnissen hat er in Verhalten eine 2, die Eltern wurden bisher nicht zu einem Gespräch geladen.
Auch sonst gibt es keine besonderen Vorkommnisse.
2 Tage nach den Osterferien wurde er zu der Stufenleiterin bestellt. Es wird ihm vorgeworfen seinen Klassenkameraden Paul massiv gemobbt zu haben, es werden einige Vorfälle vorgelesen zu denen er sich wahrheitsgemäß äußert.
- Gerangel um einen Sitzplatz - wobei Max dort saß und der später kommende Paul ihn beanspruchte-
- Runtergeworfenes Heft, das wieder aufgehoben wurde
- Beleidigungen mit nachfolgendem beiderseitigen Gerangel
weiter Dinge in dieser Größenordnung im Verlauf des ganzen Jahres.
Auch wurden viele Aktionen zu Last gelegt, die nicht der Realität entsprechen. Es gibt keine Zeugen und/oder Beweise.
Es gab eine Lehrerkonferenz und zwei Tage später hatten die Eltern einen "Schulleiterverweis" wegen aggressivem Auftreten im Briefkasten.
-Der Klassenlehrer hatte keine Kenntnisse über die Vorgänge.
- Max wurde vorher nicht ermahnt
- Kein Gespräch bei einem Streitschlichter
- Kein Gespräch mit irgendeiner Lehrkraft
- keine Tadel, keine "normalen" Verweise
- Die Klasse wurde nicht befragt und ist so empört, dass die Klassensprecher beim Vertrauenslehrer vorsprechen möchten

Paul war 3 Wochen vorher bei Max zuhause, um ein Referat zu machen, sie spielten gemeinsam PS3, die Mütter unterhielten sich beim Abholen gelassen und einvernehmlich.
Paul machte Max Kopien aus einem Schulheft, damit Max dies nachtragen konnte. Maxs Mutter holte die Kopien ab ohne auf o.g. Vorgänge angesprochen zu werden.

Kann ein Schulleiterverweis ohne vorherige Gespräche mit Kind oder Erziehungsberechtigten, bzw. Tadel ausgestellt werden ?
Wer könnte hier weiterhelfen?

Vielen Dank
bizzl


-----------------
""

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Snoop Pooper Scoop
Status:
Student
(2858 Beiträge, 1123x hilfreich)

quote:
Es gibt keine Zeugen und/oder Beweise.


Es gibt ja wohl das mutmaßliche Opfer, Paul. Das ist Zeuge und seine Aussage ist ein Beweismittel.

quote:
Kann ein Schulleiterverweis ohne vorherige Gespräche mit Kind oder Erziehungsberechtigten, bzw. Tadel ausgestellt werden ?


Wodurch unterscheidet sich denn ein "Schulleiterverweis" von einem normalen Verweis oder Tadel?

quote:
Die Klasse wurde nicht befragt


Seit wann haben denn Schüler (mit) zu entscheiden, ob einem von ihnen ein Verweis ausgesprochen wird?

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8419 Beiträge, 3780x hilfreich)

Für ein Gerangel um einen Sitzplatz und ein runtergeworfenes Heft ist das zu heftig. Was ist mit den ´´anderen vorgelesenen Vorfällen´´?

Wenn Max und Paul keine Probleme miteinander haben -auch dessen Eltern nicht- ist der Verweis nicht nachvollziehbar, sollte dann aber auch schnell wieder vom Tisch sein, wenn Paul und seine Eltern hinter Max stehen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es grundlos oder aufgrund so läppischer Vorfälle zu dem Verweis gekommen ist.



-- Editiert am 06.05.2011 12:48

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
bizzl
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Snoop Pooper Scoop,

>Es gibt ja wohl das mutmaßliche Opfer, Paul. Das ist Zeuge und seine Aussage ist ein Beweismittel.Wodurch unterscheidet sich denn ein "Schulleiterverweis" von einem normalen Verweis oder Tadel?Seit wann haben denn Schüler (mit) zu entscheiden, ob einem von ihnen ein Verweis ausgesprochen wird? >

Nein, das ist ein Mißverständnis. Die sollen nicht beim Verweis mitbestimmen. Bei vorhergegangenen Aktionen zwischen anderen Schülern, war es so, dass der Klassenlehrer in der Klassenleiterstunde dies zum Thema nahm, um sich ein Bild darüber zu verschaffen, wie die anderen Schüler die Streitigkeiten sahen. Bei den Betroffenen ist doch meist auf beiden Seiten eine gewisse Subjektivität vorhanden.

bizzl

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
bizzl
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

huch, irgendwie hat es meine halbe Antwort verschluckt,

also nochmal:
-Es gibt ja wohl das mutmaßliche Opfer, Paul. Das ist Zeuge und seine Aussage ist ein Beweismittel.

Okay, dann sind Maxs Aussagen auch Beweismittel

-Wodurch unterscheidet sich denn ein "Schulleiterverweis" von einem normalen Verweis oder Tadel?

Laut den Kindern kommt erst der Klassenleitertadel, dann der Stufenleitertadel und danache der Schulleitertadel, der ist dann eine Ornungsmaßnahme und kann zu einem Schulverweis führen. Ich habe schon Hausordnung und alle Unterlagen durchgeforstet, aber leider keinen genauen Handlungsablauf gefunden.




-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
bizzl
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Hehe,

besonders Grün sind die Beiden sich nicht und wie gesagt kam es übers Jahr verteilt, immer mal wieder zu Rangeleien von beiden Seiten, Max hätte sich genauso gut beschweren können. Über die meiste Zeit haben sie sich aber arrangiert, saßen sogar nebeneinander. Eine Ermahnung, Sozialstunden, Nachsitzen, ....das nächste Mal gibts....., gemeinsamer Dienst oder so.....fände ich den besseren Weg.

Maxs Mutter hat kein Problem mit Pauls Mutter, ob es sich andersherum auch so verhält ist nicht bekannt, aus den Gesprächen war bisher keine Negativreaktion zu erkennen.....

Auch von mir ist es nicht nachvollziehbar, deshalb wollte ich nachfragen, ob jemand weiß, welche Befugnisse Max oder die Eltern haben könnten um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Ist man hier nur auf den Guten Willen der Schule angewiesen, oder gibt es eine Möglichkeit offiziell z.B. ein Gespräch mit zwischen Max und Paul mit Schulleiter oder Erziehungsberechtigten und Klassenleiter zu "beantragen"

VG bizzl


-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8419 Beiträge, 3780x hilfreich)

Im Schulgesetz des Landes Rheinland-Pfalz habe ich unter Abschnitt 14 folgendes gefunden; vielleicht hilft es weiter:

<I>Ausschluss auf Zeit oder auf Dauer von der Schule gemäß § 97 Abs. 2 Nr. 1
(1) Schülerinnen und Schüler, deren Verbleib in der Schule eine ernstliche Gefahr für die Erziehung, die Sicherheit oder die Unterrichtung der anderen Schülerinnen und Schüler bedeutet, können auf Zeit oder auf Dauer durch die Gesamtkonferenz von der bisher besuchten Schule ausgeschlossen werden.

(2) Ein Ausschluss kann nur erfolgen, wenn er angedroht war (§ 97 Abs. 1 Nr. 6), es sei denn, der durch die Androhung verfolgte Zweck kann nicht oder nicht mehr erreicht werden.

(3) Die Gesamtkonferenz hört die Schülerin oder den Schüler, die Eltern der minderjährigen Schülerin oder des minderjährigen Schülers, auf Wunsch der Schülerin oder des Schülers einen Beistand (§ 98 Abs. 3) und den Schulausschuss. Vor dem Ausschluss auf Dauer ist auch das Jugendamt zu hören.

usw ...............</I>


Wenn die Schulleitung nicht mit sich reden lässt und auch keine Erklärung abgibt, warum der Verweis ohne Einbindung der Sorgeberechtigten erfolgt ist, dann wende dich an deren Vorgesetzten: Das Ministerium.

-----------------
" "

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
bizzl
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke HeHe, ich hab die relevanten Absätze mal ausgedruckt und Max versucht jetzt erstmal einen Termin beim Schulleiter zu bekommen. Ihm wäre es am liebsten wenn er mit Paul beim Schulleiter vorsprechen könnte.
Der "Stuhl"Vorfall war tatsächlich der "Schlimmste", beim Rangeln, viel er auf Paul und der stürzte mit dem Stuhl um. Er wollte ihm hochhelfen, doch Paul wehrte ab.

Eine Geschichte geschah noch auf dem anliegendem Spielplatz, dort bewarfen sich alle Jungs mit diesen Rindenmulsch, auch Max und Paul. Beide hatten danach Kratzer im Gesicht, ich denk mal die anderen auch. Für Max und die anderen wars kein Problem. Nur für Paul und nur Max hat ihn getroffen.....
Es handelt sich tatsächlich "nur" um solche Geschichtschen.
Es ist fast zum Lachen und kann doch so schlimme Folgen nach sich ziehen.
Ich bin für jede Idee oder Info dankbar.
VG bizzl



-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 271.750 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
109.795 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen