Schulrecht - Aufsichtspflicht

4. Dezember 2023 Thema abonnieren
 Von 
zs77706
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Schulrecht - Aufsichtspflicht

Hallo Ihr lieben, kenne das Forum schon einige Jahre und habe bis jetzt immer passende Antworten gefunden.

Diesmal muss ich aber selber eine Frage stellen.

Wir wohnen in Niedersachsen, das wird später evtl wichtig sein.

Heute war meine 14 Jährige Tochter in der Schulpause in eine Rangelei mit einer ebenfalls 14 Jährigen verwickelt und erlitt dadurch eine Platzwunde in der inneren Oberlippe. Es blutete wie Sau aber zum Glück ist nicht mehr passiert.

Darauf hin wurde Sie von der Schule für den heutigen Tag verwiesen und sollte nach Hause.
Die Schule hat uns aber nicht darüber informiert. Nun zur eigentlichen Frage:

Darf die Schule sie überhaupt nach Hause schicken ohne uns zu kontaktieren?
Und dann auch noch mit einer Verletzung?

Verstößt das nicht gegen die Aufsichts bzw Fürsorgepflicht ?

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38914 Beiträge, 14072x hilfreich)

Bei dem Alter des Kindes sehe ich da eigentlich keine Probleme, sofern die Tochter wirklich nur die kleine Verletzung hatte. Wenn Ihr trotzdem von so Vorfällen informiert werden wollt, dann sollte man das bei der Schule hinterlegen. Eine ganz andere Frage ist, wie die Behandlungskosten und evtl. auch ein (sehr geringes) Schmerzensgeld abzuwickeln sind. Aber das scheint ja nicht Euer Problem zu sein.

wirdwerden

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#2
 Von 
de Bakel
Status:
Lehrling
(1846 Beiträge, 399x hilfreich)

Mir fällt da nur der Helikopter ein.
Wann soll Eure Tochter denn mal anfangen erwachsen zu werden?

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
zs77706
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Nach der Antwort von de Bakel frage ich mich ob ich in einem Forum für "Rechtsberatung" bin oder im Quatsch Comedy Club ?

Es geht in meiner Frage nicht darum ob oder was ich unserer Tochter zutraue, sondern darum ob die Lehrkraft / Schule ihre Pflichten verletzt hat. Sollte dem nämlich so sein, werde ich mit einem Rechtsbeistand gegen die Schule vorgehen.

Ich bitte darum nur noch zu antworten wenn es Fachlich ist, würde ich rumblödeln wollen, hätte ich die Frage nicht in diesem Forum gestellt.

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#4
 Von 
amz621718-85
Status:
Schüler
(390 Beiträge, 37x hilfreich)

Fechten Sie nicht für ihre Tochter ihre Kämpfe aus..wird nur peinlich

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32992 Beiträge, 5766x hilfreich)

Zitat (von zs77706):
frage ich mich ob ich in einem Forum für "Rechtsberatung" bin
Du bist NICHT in einem Rechtsberatungsforum.

Hier ist das Forum zu Rechtsfragen und es sind Meinungen und Diskussionen zu lesen.
Aber es steht dir frei, trotzdem einen Anwalt dazu zu befragen und dich dann ggfl. von ihm vertreten zu lassen.

Vielleicht seid ihr keine Heli-Eltern, aber mit 14 wird eure Tochter selbst entscheiden können, ob sie wegen des Verweises von euch abgeholt werden will oder nicht. Das hätte die Schulleitung vermutlich respektiert.
Ob die Schule euch informieren musste, kann man evtl. direkt bei der Schulleitung in Erfahrung bringen?

Im Schulgesetz von Nds. habe ich nichts spezielles dazu gefunden.
Es gibt aber auch noch eine Sammlung aller möglichen Nds-Vorschriften, Richtlinien und Regelungen. bei schurer.de

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#6
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16811 Beiträge, 9401x hilfreich)

Zitat (von zs77706):
Verstößt das nicht gegen die Aufsichts bzw Fürsorgepflicht ?

Sie müssen immer bedenken:
Aufsichtspflicht ist immer proportional zum Alter.
Es ist nicht so, dass die Aufsichtspflicht bis einen Tag vor dem 18. Geburtstag so hoch ist wie im Kindergarten und dann plötzlich weg ist.
Das was an Aufsicht und Fürsorge von der Schule geleistet werden muss, nimmt mit zunehmendem Alter eines Kindes kontinuierlich ab.
Ein Kind, das eigenständig zur Schule kommt, kann im Regelfall auch bei einer kleinen Verletzung eigenständig nach Hause gehen.
Das wird sicher anders sein, wenn die Verletzung die Gehfähigkeit beeinträchtigt.
Das könnte auch anders sein, wenn die Entfernung nach Hause weit ist und zu dem Zeitpunkt, als das Kind nach Hause geschickt wird, kein Schulbus fährt.
Wenn die Verletzung so ist, dass ein schneller Arztbesuch erforderlich ist, müsste sich die Schule wohl vergewissern, dass das Kind zu Hause von einem Erziehungsberechtigten in Empfang genommen werden kann.
Wenn das Kind unbedingt will, dass die Eltern angerufen werden, wird die Schule das sicher beachten müssen.

Aber für all dies sehe ich bisher keinen Anhaltspunkt.
Bei einem 14jährigen Kind kann die Schule auch davon ausgehen, dass das Kind schon sagen würde, wenn es möchte, dass die Eltern angerufen werden sollen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122009 Beiträge, 40086x hilfreich)

Zitat (von zs77706):
Nach der Antwort von de Bakel frage ich mich ob ich in einem Forum für "Rechtsberatung" bin oder im Quatsch Comedy Club ?

Weder noch, wie man in den vertraglichen Vereinbarungen lesen kann.
Zitat:
Das 123recht.de Forum ist ein reines Laien-Forum und stellt keinerlei Rechtsberatung dar. Sinn und Zweck des Forums ist der Austausch von Erfahrungen, Meinungen und Informationen im juristischen Bereich.




Zitat (von zs77706):
Ich bitte darum nur noch zu antworten wenn es Fachlich ist

In DE ist die Rechtsberatung in konkreten Einzelfällen per Gesetz den Rechtsanwälten vorbehalten. Da würde ich versuchen einen Anwalt zu finden der das kompetent macht.

Das geht z.B. auch gleich hier https://www.frag-einen-anwalt.de/
oder hier: https://www.123recht.de/forum_forum.asp?forum_id=79



Zitat (von zs77706):
Darf die Schule sie überhaupt nach Hause schicken ohne uns zu kontaktieren?
Und dann auch noch mit einer Verletzung?

Da hat es sich als überaus zweckmäßig erwiesen, wenn man die uns unbekannten Gesetze / Verordnungen etc. liest, die für diese Schule gelten, denn da pflegen in aller Regel hilfreiche / aufklärende Details drin zu stehen.

Bei Unklarheiten gerne wieder hier melden, den vollständigen Wortlaut der relevanten Stellen posten, denn erst mit Kenntnis dieser Fakten können wir zielführend zu Bedeutung und Auslegung diskutieren.



Zitat (von zs77706):
Verstößt das nicht gegen die Aufsichts bzw Fürsorgepflicht ?

Aufgrund der Vielzahl unbekannter Faktoren / zahlreicher Unwägbarkeiten ist das in Ermangelung hellseherischer Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten.

Und da hier kein Hellseherforum ist, wäre die Nennung relevanter Details (z.B. psychischen und physischen Zustand zu dem Zeitpunkt) durchaus von Vorteil für den Erhalt zielführender Antworten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38914 Beiträge, 14072x hilfreich)

14-jährige sind religions- und strafmündig. Haben also schon erhebliche juristische Eigenverantwortung. Die endet nicht vor den Schultoren. Eine 14-jährige sollte in der Lage sein, sich von einem Gerangel fern zu halten; gegebenenfalls auch laut um Hilfe zu rufen und hinterher klar zu formulieren, wie sie sich fühlt. Erst wenn sie nach der Freistellung vom Unterricht für den Tag erklärt hätte, sie käme nicht allein nach Haus und man dann keine Unterstützung angeboten hätte, wären wir doch an einem Punkt angelangt, an welchem wir die Reaktion der Schule bzw. derer Mitarbeiter kritisch überprüfen müssten.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17206 Beiträge, 5928x hilfreich)

Zitat (von zs77706):
Darauf hin wurde Sie von der Schule für den heutigen Tag verwiesen und sollte nach Hause.
Dann scheint sie wohl nicht ganz unschuldig an dem Vorfall gewesen zu sein. Man sollte daher lieber mal ein Wörtchen mit dem Töchterchen reden als zu versuchen gegen die Schule vorzugehen, die, meiner Meinung nach, nichts falsch gemacht hat. Zumindest liest sich das so aus deiner bisherigen Schilderung.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

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#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38914 Beiträge, 14072x hilfreich)

Na ja, "Freistellung" ist ja wohl nicht im juristischen Sinne als disziplinarrechtliche Maßnahme gedacht gewesen. Sie blutete halt stark, da war das nach Hause schicken doch absolut sinnvoll. Ganz ohne Klärung, was wie passiert ist. Sie wäre wohl auch nach Hause geschickt worden, wenn sie über ihre eigenen Füße gestolpert wäre, ganz ohne Verstrickung Dritter in die Angelegenheit.

wirdwerden

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#11
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7569 Beiträge, 1574x hilfreich)

Zunächst mal:
Ich sehe keine Verletzung der Aufsichtspflicht.

Sie als Elternteil sehen momentan nur die Schilderung ihres Kindes (Bin von der Schule verwiesen worden). Sie haben sich bisher nicht die Mühe gemacht, mal bei der Schule anzufragen, was vorgefallen ist oder das "nach-hause-schicken" zu hinterfragen.

Vielleicht war es ganz anders als Ihre Tochter es darstellt

Signatur:

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0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17206 Beiträge, 5928x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Na ja, "Freistellung" ist ja wohl nicht im juristischen Sinne als disziplinarrechtliche Maßnahme gedacht gewesen
Zitat (von zs77706):
von der Schule für den heutigen Tag verwiesen

Von Freistellung kann ich nichts lesen, nur von einem Schulverweis.

Signatur:

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