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Sexualkunde Grundschule

17.7.2021 Thema abonnieren
 Von 
Pan8dora
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 0x hilfreich)
Sexualkunde Grundschule

Wir haben für unsere 10-jährige Tochter eine E-Mail erhalten, dass demnächst der Sexualkundeunterricht anfängt. Samt Broschüre, in denen die Themen behandelt werden. Grundsätzlich weiß ich, dass ich dagegen nicht viel machen kann. Und es ist ja auch wichtig gut aufgeklärt zu sein. Doch es hat Grenzen.
In der Broschüre werden folgende Themen zusammengefasst angesprochen:

- Was geschieht mit meinem Körper, wie entwickelt er sich
- was ist Masturbation (wie weit die ins Detail gehen werden weiß ich nicht)
- wie werde ich schwanger
- wie kann ich Schwangerschaft verhindern
- wie verläuft eine Schwangerschaft
- Blutung, Smegma, Lusttropfen, usw.

Unsere ältere Tochter hat das auch gehabt. Allerdings sind Lehrer auf ALLE Fragen der Kinder eingegangen und haben dann auch Themen wie Sexualpraktiken u. a. Analverkehr, Stellungen, etc. beantwortet. Was damals für ein 10-jähriges Mädchen etwas verstörend war. Denn es gab auch Kids in der Klasse die bereits Pornographische Sachen unbeaufsichtigt daheim mühelos ansehen konnten und diese per Whatsapp weiterleiteten. Deren Eltern achten da nicht so drauf, was die Kinder im Internet machen. Dementsprechend tauchten Detailgetreue Fragen auf. Auf die der Lehrer auch ein ging.
Muss mein Kind an ALLEN Themen (auch Praktiken) teilnehmen? Oder kann ich vom Lehrer verlangen, dass er sie rausschickt, sobald so ein Thema angesprochen wird? Muss er sich dann daran halten? Kann ich ihm evtl. mit irgendeiner Rechtslage, Gesetz, o.ä. drohen. Denn die Lehrer an unserer Schule sind nicht gerade Kinderfreundlich oder zuvorkommend.

Aufklärung schön und gut. Aber Themen die im Kamasutra oder auf pornhub auftauchen muss unsere 10jährige nun wirklich nicht JETZT erfahren.

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20 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Bachelor
(3411 Beiträge, 952x hilfreich)

Vielleicht besprechen Sie Ihre Sorgen doch am besten mit dem entsprechenden Lehrer, als hier nach Paragraphen zu suchen. Ich bin mir sicher, dass man in einem Gespräch mehr erreichen kann.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
Artikel26/Resolution217A(III)
Status:
Beginner
(145 Beiträge, 19x hilfreich)

Zitat (von Pan8dora):
Lehrer auf ALLE Fragen der Kinder eingegangen (..) Themen wie Sexualpraktiken u. a. Analverkehr, Stellungen, etc. beantwortet
Das würde ich in dem Kontext nicht negativ werten. Es wäre naiv zu glauben, dass wenn Lehrer/innen auf Fragen, die dir unbequem erscheinen, von einer Antwort absehen, dass das fragende Kind, als auch die Kinder, die die ablehnende Antwort hören, von ihrer Neugier nicht auf einer neuen Art und Weise erweckt werden. Wie du bereits erwähntest, viele unbekümmert technische Geräte nutzen, wird man die Antwort googeln. - Also stellt sich zwangsläufig die Frage: Von wem will man die Frage beantwortet bekommen, von der Lehrerin oder von dem 3. GoogleTreffer der zu pornhub führt - Nicht der Aufklärung sollten Grenzen, sondern der Tabuisierung seine Grenzen aufgezeigt werden.

-- Editiert von Artikel26/Resolution217A(III) am 17.07.2021 19:32

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90245 Beiträge, 35509x hilfreich)

Zitat (von Pan8dora):
Oder kann ich vom Lehrer verlangen, dass er sie rausschickt, sobald so ein Thema angesprochen wird?

Klar.



Zitat (von Pan8dora):
Muss er sich dann daran halten?

Nein.



Zitat (von Pan8dora):
Aber Themen die im Kamasutra oder auf pornhub auftauchen muss unsere 10jährige nun wirklich nicht JETZT erfahren.

Dann doch unkontrolliert lieber von irgendeinem Mitschüler ...?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32992 Beiträge, 12853x hilfreich)

Man sollte sich mal überlegen, welcher Häme das Kind ausgesetzt ist, wenn es als einziges die Klasse verlassen muss. Das würde ich meinem Kind nicht antun. Abgesehen davon, es gibt einen Lehrplan, man kann ja auch nicht sagen, mir passt nicht, dass Faust II gelehrt wird, kann mein Kind da raus gehen.

Ich denke, Ihr solltet Euch darauf konzentrieren, wie bei allen Lehrstoffen, die durchgenommen werden, zu Hause abzupuffern. Redet mit dem Kind vorher, ehe es in der Schule dran kommt, redet hinterher, das ist wichtig. Aber schulrechtlich sehe ich da wenig Optionen, abgesehen davon, dass das Kind isoliert wird. Das wünsche ich keinem Kind.

wirdwerden

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#5
 Von 
alya_spock
Status:
Schüler
(291 Beiträge, 93x hilfreich)

Zitat (von Pan8dora):
(...) Deren Eltern achten da nicht so drauf, was die Kinder im Internet machen. Dementsprechend tauchten Detailgetreue Fragen auf (...)
Und "dementsprechend" ist es um so wichtiger, dass die Fragen von der Lehrerin beantwortet werden. Und nicht von der Tante Google (im besten Fall) oder "kompetenten" Mitschülern.

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#6
 Von 
nyr
Status:
Schüler
(419 Beiträge, 61x hilfreich)

Zitat (von Pan8dora):
Kann ich ihm evtl. mit irgendeiner Rechtslage, Gesetz, o.ä. drohen.
Eventuell sollte man den Lehrer nicht als Feind sehen, er hat genauso ein Interesse am Kindeswohl wie die Eltern (manchmal auch mehr).

Zitat (von Pan8dora):
Oder kann ich vom Lehrer verlangen, dass er sie rausschickt, sobald so ein Thema angesprochen wird?
Kinder haben Fragen und es gut, wenn diese im richtigen Kontext beantwortet werden. Wie die anderen schon schrieben, man würde dem Kind keinen Gefallen tun sondern ihm damit eher schädigen.

Wozu es führt, wenn man keine Sexualaufklärung anbietet und Fragen verteufelt ... da brauchen Sie nur mal in die Religionen, in die Geschichte oder in andere Teile der Welt schauen. Ob man seinen Kind damit einen Gefallen tun würde?

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#7
 Von 
de Bakel
Status:
Schüler
(396 Beiträge, 52x hilfreich)

Eigenlich wurde ja schon alles geschrieben.
Freu Dich, dass ein anderer die Aufgabe der "Aufklärung" übernimmt. Es ist eh nur der erste Ansatz eine Aufklärung und eigentlich DEINE Aufgabe.

Vater werden ist nicht schwer. Mutter werden noch weniger.

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#8
 Von 
Brit2
Status:
Beginner
(107 Beiträge, 4x hilfreich)

Ich habe solche Themen früher selbst unterrichtet. Ich finde es allerdings heftig, dass derart ausführlich bereits in der Grundschule vermittelt wird. Steht das wirklich so im Lehrplan für diese Klassenstufe? Die Lehrpläne für alle Bundesländer sind online zu finden. Falls hier diese Schule oder dieser einzelne Lehrer selbst deutlich viel weiter geht als nötig, würde ich mich dagegen wehren.

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#9
 Von 
bostonxl
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)

Mal als Beispiel der Lehrplan in Hessen:

Für die fächerübergreifende Bearbeitung in der Altersgruppe der 6- bis 10-Jährigen sind folgende
Themen verbindlich:
der menschliche Körper: Bau und Entwicklung, Unterschiede der Geschlechter
kindliches Sexualverhalten – ich mag mich, ich mag dich
ich sage NEIN – Prävention sexuellen Missbrauchs
die Rolle von Medien und ihr Bezug zu mir
unterschiedliche Familiensituationen (z.B. Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Pflegefamilien,
gleichgeschlechtliche Partnerschaften)
Schwangerschaft, Geburt und Neugeborene
Körperpflege

Für die Altersgruppe der 10- bis 12-Jährigen sind folgende Themen verbindlich:
Rolle der Frau, Rolle des Mannes - früher und heute
Pubertät (Menstruation, Ejakulation), Körperhygiene
Freundschaft, Zärtlichkeit und erste Liebe
Zeugung, Schwangerschaft und Geburt
unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten (Hetero-, Bi-Homound Transsexualität)
Umgang der Medien mit Sex(ualität) und mögliche Folgen für die eigene sexuelle Entwicklung
Prävention sexuellen Missbrauchs.

Für die Altersgruppe der 13- bis 16-Jährigen sind folgende Themen verbindlich:
erste sexuelle Erfahrungen – Verhütung sexuell übertragbarer Krankheiten
Prävention von sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt in Schule, Familie und Arbeitswelt; Kenntnis der Hilfs- und Unterstützungsangebote
Verhütung ungewollter Schwangerschaft – Schutz des ungeborenen Lebens
Schwangerschaftsabbruch, § 218 StGB und Beratungsangebote
unterschiedliche Formen von Lebensgemeinschaften
Besuch bei Gynäkologen/innen bzw. bei Urolog/innen oder Andrologen/innen
die Scheinwelt der Sexualität in den Medien und der Umgang in sozialen Netzwerken
Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität, ggf. Unterstützung für Schülerinnen und Schülern beim Coming Out

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#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32992 Beiträge, 12853x hilfreich)

Verbindlichkeit bedeutet ja nicht, dass andere Themenbereiche nicht aufgegriffen werden können. Es ist ja kein Verbot da, auch weitergehend zu unterrichten. Das Problem ist doch, wenn "interessiertere" Kinder fragen. Da kann der Lehrer ja wohl schlecht sagen, das stünde nicht im Lehrplan. Und kann auch das Kind der Fragestellerin nicht einfach rausschicken für 10 Minuten oder wie?

So etwas muss man dann eben zu Hause abpuffern. Geht nicht anders.

wirdwerden

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#11
 Von 
Besserweiß
Status:
Praktikant
(517 Beiträge, 205x hilfreich)

Zitat (von Brit2):
Ich finde es allerdings heftig, dass derart ausführlich bereits in der Grundschule vermittelt wird


Was willst Du denn machen, wenn ein Kind fragt, was denn eine Nu tte oder warum Erwachsene Pornos anschauen?

Und wenn solche Fragen schon in einem Forum von Eltern bemängelt werden, dann kann das Kind diese Fragen zu Hause auch nicht loswerden.

"Dafür bist Du noch zu klein!", gut, dann sucht sich das Kind eine andere Person, die es ihm erklärt.
Diese Person wird es vermutlich nicht so kindgerecht wie möglich beantworten.



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#12
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3926 Beiträge, 1086x hilfreich)

Zitat (von Pan8dora):
Unsere ältere Tochter hat das auch gehabt. Allerdings sind Lehrer auf ALLE Fragen der Kinder eingegangen

Das ist ja auch die wichtigste Aufgabe eines Lehrers... Die Fragen von Schülern zu beantworten.

Dabei gilt der Grundsatz: wenn ein Kind alt genug ist, eine Frage zu stellen, ist es auch alt genug für eine - altersgerechte - Antwort.

Zitat:
Denn es gab auch Kids in der Klasse die bereits Pornographische Sachen unbeaufsichtigt daheim mühelos ansehen konnten und diese per Whatsapp weiterleiteten.

Auch das ist ein wichtiger Grund für Sexualkunde-Unterricht: daß die Schüler ihre Informationen nicht nur aus "Pornos" beziehen, sondern aus einem vernünftigen Unterricht.

Zitat:
Dementsprechend tauchten Detailgetreue Fragen auf. Auf die der Lehrer auch ein ging.

Das ist ja auch richtig und wichtig. Wäre komisch, wenn der Lehrer sagt: Diese Frage beantworte ich Euch nicht. Das macht die Kinder erst recht neugierig, und hilft niemandem weiter. Am wenigsten den Schülern.
Zitat:
Muss mein Kind an ALLEN Themen (auch Praktiken) teilnehmen?

Ja, das muss es. Und SIE müssen sich vor allem mal von der abstrusen Vorstellung lösen, daß den Schülern in der Schule "Stellungen für Sex" beigebracht würden.

Zitat:
Oder kann ich vom Lehrer verlangen, dass er sie rausschickt, sobald so ein Thema angesprochen wird?

Nein.
Zitat:
Muss er sich dann daran halten?

Er darf es nicht. Jeder Schüler hat das Recht auf vollständigen Unterricht.
Zitat:
Kann ich ihm evtl. mit irgendeiner Rechtslage, Gesetz, o.ä. drohen. Denn die Lehrer an unserer Schule sind nicht gerade Kinderfreundlich oder zuvorkommend.

Wenn sie guten Sexualkunde-Unterricht machen, sind sie sehr kinderfreundlich. Und nein, da können Sie mit gar nichts "drohen".

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#13
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3926 Beiträge, 1086x hilfreich)

Zitat (von de Bakel):
Freu Dich, dass ein anderer die Aufgabe der "Aufklärung" übernimmt. Es ist eh nur der erste Ansatz eine Aufklärung und eigentlich DEINE Aufgabe.

Einerseits ja, andererseits ist es für Kinder und vor allem für Jugendliche häufig einfacher, mit neutralen Personen wie Lehrern über das Thema "Sexualität" zu reden.

Pubertierende Jugendliche mögen sich ja bekanntlich oft nicht vorstellen, daß ihre Eltern Sex gehabt haben müssen, damit sie überhaupt auf die Welt kommen konnten... ;-)

(Und nur ganz am Rande angemerkt: mindestens 50% der angeblichen "Pornos auf Kinder- und Jugendlichen-Smartphones" sind in Wirklichkeit Phantasiegespinste von Erwachsenen, die sich wohlig daran gruseln, was für "*******kram" der Nachwuchs da angeblich auf seinen Smartphones anguckt.

......................................................................

Kommt ein Mann zum Psychiater.

"Herr Doktor, Sie müssen mir helfen! Ich sehe überall nackte Frauen!"

Psychiater: "Ah, ja. Dann machen wir als erstes mal einen kleinen Test. Ich zeige Ihnen eine Reihe von Bildern, und Sie sagen mir, was Sie darauf sehen."

Er zeigt dem Patienten das Bild von einem Baum. "Was sehen Sie hier?"

"Eine nackte Frau!"

Das Bild von einem Haus.

"Eine nackte Frau!"

Das Bild von einem Berg.

"Eine nackte Frau!"

So geht das über 20, 30 Bilder lang.

"Ah, ja", sagt der Psychiater. "Ich sehe: Sie sind ein schwerer Fall."

"Wieso ich?", blafft der Patient den Psychiater an. "SIE zeigen mir hier doch den ganzen *******kram!!!!"

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#14
 Von 
Anami
Status:
Legende
(19248 Beiträge, 3490x hilfreich)

Zitat (von Pan8dora):
Was damals für ein 10-jähriges Mädchen etwas verstörend war.
Das mag sein. Und jetzt? Ist ein ganz normales Pubitier draus geworden oder schon eine gut aufgeklärte junge Frau, der keiner so schnell was vom Klapperstorch oder von täglichem *** erzählen kann?
Zitat (von Pan8dora):
Denn die Lehrer an unserer Schule sind nicht gerade Kinderfreundlich oder zuvorkommend.
DAS wäre ja wirklich ein ganz anderes Problem und nicht auf Sexualkunde beschränkt.
Zitat (von Pan8dora):
Muss mein Kind an ALLEN Themen (auch Praktiken) teilnehmen?
Wie klingt das denn? :augenroll:

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90245 Beiträge, 35509x hilfreich)

Zitat (von Brit2):
Ich finde es allerdings heftig, dass derart ausführlich bereits in der Grundschule vermittelt wird.

Willkommen in der Realität ... ab und an muss man sich halt da auch mal anpassen.



Zitat (von Brit2):
Falls hier diese Schule oder dieser einzelne Lehrer selbst deutlich viel weiter geht als nötig, würde ich mich dagegen wehren.

Ohne Rechtsgrundlage dürfte das nur nicht so durchsetzbar sein.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#16
 Von 
Pan8dora
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Brit2):
Ich habe solche Themen früher selbst unterrichtet. Ich finde es allerdings heftig, dass derart ausführlich bereits in der Grundschule vermittelt wird. Steht das wirklich so im Lehrplan für diese Klassenstufe? Die Lehrpläne für alle Bundesländer sind online zu finden. Falls hier diese Schule oder dieser einzelne Lehrer selbst deutlich viel weiter geht als nötig, würde ich mich dagegen wehren.


Im Lehrplan steht alles drin, ja. Auf Anfrage hin, warum auch Sexstellungen und Analverkehr und sowas erläutert wird bei 10jährigen wurde mir nur gesagt, das wäre normal. Da die Kinder Fragen stellen, MÜSSEN sie darauf eingehen. Ich fand das etwas heftig. Natürlich gibt es den ein oder anderen Frühreifen. Oder eben Kids die bereits heimlich auf Pornoseiten sind. Aber solche Sachen gehören dann - meiner Meinung nach - nicht vor allen erläutert. Pubertät erklären, was mit dem Körper passiert ist völlig ok und normal. Aber nicht sowas.

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#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90245 Beiträge, 35509x hilfreich)

Zitat (von Pan8dora):
Aber solche Sachen gehören dann - meiner Meinung nach - nicht vor allen erläutert.

Wie genau und wann genau sollen die Kinder es denn sonst erfahren?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#18
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32992 Beiträge, 12853x hilfreich)

Ich verstehe Deine Bedenken. Nur, es ist besser, wenn ein Lehrer die Fragen der Entwicklung des Kindes gerecht beantwortet, als wenn er sagt, er tue das nicht mit Rücksicht auf den Lehrplan. Dann werden die "Infos" woanders geholt. Und eben auch auf dem Schulhof weiter gegeben. Wie willst Du das verhindern?

wirdwerden

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#19
 Von 
alya_spock
Status:
Schüler
(291 Beiträge, 93x hilfreich)

Zitat (von Pan8dora):
Auf Anfrage hin, warum auch Sexstellungen und Analverkehr und sowas erläutert wird bei 10jährigen wurde mir nur gesagt, das wäre normal.


„Das wäre normal" - das ist in meinen Augen der Knackpunkt. Das ist normal. Meiner Erfahrung nach reicht es bei solchen Fragen, vor allem bei den Grundschulkindern, den „Reiz des Verbotenen" einfach raus zu nehmen („alles, was zwei Erwachsene im beidseitigen Einvernehmen tun und was keinem Dritten schadet, ist normal und auch ok so" ). In dem Alter will man keine Details über die Handhabung einer Analdusche wissen, darum geht es in der Regel bei der Fragestellung nicht.

-- Editiert von alya_spock am 22.07.2021 16:35

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#20
 Von 
Besserweiß
Status:
Praktikant
(517 Beiträge, 205x hilfreich)

Zitat (von Pan8dora):
Im Lehrplan steht alles drin, ja. Auf Anfrage hin, warum auch Sexstellungen und Analverkehr und sowas erläutert wird bei 10jährigen wurde mir nur gesagt, das wäre normal.


Wenn Fragen dazu aufkommen sicher.
Stellungen wurden schon in Janosch`s Kinderbuch "Mutter sag, wer macht die Kinder?" besprochen.
>Manchmal machen es die Menschen wie wir Mäuse. Vorne ist die Mutter, hinten der Vater.<
Das Buch für 5-7jährige Kinder gedacht. Dieses Buch ist bald 30 Jahre auf dem Markt.


Zitat (von Anami):
Was damals für ein 10-jähriges Mädchen etwas verstörend war.


Ehrlich, das finde ich verstörend.
Man lebt doch in der Regel mit seinen Kindern in einem Haushalt. Kinder bekommen eigentlich immer alles mit, was man vor ihnen verbergen will. Die bekommen auch sicher mal mit, dass ihre Eltern Sex haben.

Wie will man sein Kind z.B. über sexuellen Missbrauch aufklären, wenn man die Realität nicht benennt und, schlimmer noch, ein Geheimnis darum macht?

Dieses Kind wird doch zum idealen Opfer für solche Straftäter.

Auch hat das Nachfragen und die Neugier auf diese Dinge absolut nichts mit "frühreif" zu tun. Kinder sind von Geburt an auch sexuelle Wesen.

Wenn ich lese, was Du da von Dir gibst, fühle ich mich in die Mitte des letzten Jahrhunderts zurückversetzt.

-- Editiert von Besserweiß am 22.07.2021 18:45

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