Sparbuch Guthaben Eigentum

27. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
Suse101
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)
Sparbuch Guthaben Eigentum

Hallo Forum.

Angenommen Vater und Mutter trennen sich .Kind alleiniges Sorgerecht Mutter.

Vater eröffnet ein Sparbuch für das Kind auf den Namen des Kindes minderjährig mit Sparsumme.
Er er erhält das Sparbuch.
Nun teilt die Sparkasse mit nach 3 Monaten dass sie das Guthaben der Mutter gutschreiben.
Weil der Vater kein rechtlicher Verttreter sei des Kindes und er nicht befugt sei über das Guthaben des Kindes zu verfügen.

Wie ist die Rechtslage

Viele Grüße

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16804 Beiträge, 9396x hilfreich)

Wenn das Sparbuch auf den Namen des Kindes läuft und die Mutter die gesetzliche Vertreterin des Kindes ist, dann kann die Mutter natürlich bei der Bank Umbuchungen im Namen des Kindes vornehmen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32950 Beiträge, 5764x hilfreich)

Zitat (von Suse101):
und er nicht befugt sei über das Guthaben des Kindes zu verfügen.
Über welches Guthaben wollte der Vater denn verfügen?

Bisher hat er lediglich ein Sparkonto zugunsten des mdj. Kindes mit einer Summe X eröffnet, oder?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#3
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13938 Beiträge, 4393x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Nun teilt die Sparkasse mit nach 3 Monaten dass sie das Guthaben der Mutter gutschreiben.
Das wäre nicht korrekt, und ich glaube auch nicht, dass das so geschehen ist.
Das Guthaben ist weder Eigentum des Vaters noch der Mutter, es gehört dem Kind. Die Eltern sind allenfalls bevollmächtigt, dürfen über das Geld aber nicht ohne weiteres verfügen.

Und speziell in solchen Trennungsfällen sollte man noch strikter auf die ordnungsgemäße Verwendung achten. Denn sonst kann da von der anderen Seite schnell mal eine Strafanzeige kommen.

Stefan

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121920 Beiträge, 40081x hilfreich)

Zitat (von Suse101):
Nun teilt die Sparkasse mit nach 3 Monaten dass sie das Guthaben der Mutter gutschreiben.

Auf welcher Grundlage?
Aus eigenem Antrieb heraus oder auf Anforderung durch die Mutter?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2363 Beiträge, 366x hilfreich)

Also wenn Mama das Geld nimmt um ihre eigenen Verbindlichkeiten zu begleichen, dann wäre das Veruntreuung.

Wenn sie es aber verwendet um Verbindlichkeiten des Kindes selbst zu begleichen, dann wäre das die korrekte Ausübung des Sorgerechts. Und zu solchen Dingen gehören dann beispielsweise auch der Kauf von Klamotten, Schulsachen, etc. des Kindes wenn Papa den Kindesunterhalt eben nur auf das Sparkonto des Kindes überweist.

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#6
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13938 Beiträge, 4393x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Wenn sie es aber verwendet um Verbindlichkeiten des Kindes selbst zu begleichen, dann wäre das die korrekte Ausübung des Sorgerechts.
Was für Verbindlichkeiten sollen das denn sein?

Zitat:
Und zu solchen Dingen gehören dann beispielsweise auch der Kauf von Klamotten, Schulsachen, etc. des Kindes wenn Papa den Kindesunterhalt eben nur auf das Sparkonto des Kindes überweist.
Erstens ist der Kindesunterhalt in der Regel nicht an das Kind zu zahlen, eine solche Zahlung wäre daher im Sinne der Unterhaltspflicht nicht schuldbefreiend (der Vater darf schließlich nicht irgendwohin zahlen).
Und zweitens gehören Klamotten und Schulsachen ganz eindeutig zu den Unterhaltspflichten der Eltern, sowas darf niemals mit dem Vermögen der Kinder begleichen werden.

Streiten kann man über außergewöhnliche Kosten (ein Pferd, die Anschaffung eines E-Bikes, der Führerschein u.s.w.).
Aber auch da ist es alles andere als eindeutig. Ich möchte fast grundsätzlich davor warnen, das Geld der Kinder zu verwenden. Es gibt da schon Eltern, die auf seltsame Ideen kommen. Etwa, dass bei einer Urlaubsreise der Familie die Kinder ihren Anteil selber zahlen sollen. Oder die neuen Möbel im Kinderzimmer. Oder noch schlimmer, es wird Miete verlangt. :bang:

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32950 Beiträge, 5764x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Also wenn... und wenn Papa den Kindesunterhalt
Von beidem ist nichts zu lesen.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#8
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6327 Beiträge, 1511x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
zweitens gehören Klamotten und Schulsachen ganz eindeutig zu den Unterhaltspflichten der Eltern, sowas darf niemals mit dem Vermögen der Kinder begleichen werden.

Wenn das Kind ausreichendes eigenes Vermögen hat dürfen sie das schon.

Die Bürgergeld beziehenden Eltern dürfen die Unterhaltskosten des Kindes, das ein Millionenvermögen geerbt hat, durchaus für dessen Unterhalt und Ausbildung nutzen. Nur mal als ein Beispiel.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#9
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2363 Beiträge, 366x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Erstens ist der Kindesunterhalt in der Regel nicht an das Kind zu zahlen, eine solche Zahlung wäre daher im Sinne der Unterhaltspflicht nicht schuldbefreiend


Anspruchsberechtiger des Kindesunterhalts ist (zumindest nach der Scheidung) das Kind und nicht der betreuende Elternteil. Warum sollte eine Zahlung an das Kind diesen Unterhaltsanspruch des Kindes(!) nicht befriedigen?

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121920 Beiträge, 40081x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Was für Verbindlichkeiten sollen das denn sein?

Hätte man weitergelesen ... sie finden sich in dem Post.



Zitat (von reckoner):
sowas darf niemals mit dem Vermögen der Kinder begleichen werden.

Das ist schlicht falsch.



Zitat (von reckoner):
Ich möchte fast grundsätzlich davor warnen, das Geld der Kinder zu verwenden.

Man sollte grundsätzlich gründlich nachdenken und sich informieren, bevor man das Geld der Kinder für etwas ausgibt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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