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Sparkasse verweigert Münzgeldannahme

1.6.2006 Thema abonnieren Zum Thema: Anzeige Polizei
Geschlossen Neuer Beitrag
 Von 
loxagon
Status:
Schüler
(193 Beiträge, 51x hilfreich)
Sparkasse verweigert Münzgeldannahme

Ist dass erlaubt, dass die Sparkasse sich weigert Münzgeld anzunehmen? - Müssen die nicht jeden Betrag, egal ob in Scheinen oder Münzen, annehmen und aufs Kundenkonto einzahlen?

Strenggenommen ist dass ja schon Arbeitsverweigerung!
PS: Falls die es nicht dürfen, bitte wenn mgl. den § dazu angeben, da ich nächste Woche eh zur Polizei will. (Muss einen InkassoAnwalt anzeigen und dass wäre ein Abwasch :-)

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Anzeige Polizei


21 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(33050 Beiträge, 11760x hilfreich)

Nein, diese Vorschrift gilt nur für die Landeszentralbanken und die Bundesbank (§ 3 MünzG). Andere müssen maximal 50 Münzen annehmen.

Aber selbst, wenn die sich weigern würden, Münzgeld anzunehmen, oder wenn es weniger als 50 Münzen waren, dann handelt es sich weder um eine Straftat noch um eine Ordnungswidrigkeit, die man bei der Polizei anzeigen könnte.


-- Editiert von hh am 01.06.2006 17:41:01

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#2
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 97x hilfreich)

Aber die Bank sollte sich überlegen, ob man so mit Kunden umgeht! ;)
Stichwort Kundenfreundlichkeit!

Gruß Holger

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#3
 Von 
guest123-616
Status:
Lehrling
(1365 Beiträge, 897x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
loxagon
Status:
Schüler
(193 Beiträge, 51x hilfreich)

Diese Sparkassenfiale nimmt KEINE Münzen an. KEINE. Egal in welchem Zustand. Und der Inkassoanwalt? Es ist Andreas Schneider. (Ein Blick ins Inkassoforum sagt dazu alles. Der Kerl ist ein Hütchenspieler)

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(33050 Beiträge, 11760x hilfreich)

Die Vorschrift, in der das geregelt ist, habe ich Dir ja nun genannt.

http://www.gesetze-im-internet.de/m_nzg_2002/__3.html

Leider musst Du das trotzdem direkt mit Deiner Sparkasse ausmachen und kannst es nicht bei der Polizei anzeigen.

So ein Verhalten ist für mich völlig unverständlich und denen würde ich mit der Auflösung der Geschäftsbeziehung drohen.

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#6
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 97x hilfreich)

Drohen?
Ich würde die Bank einfach wechseln.

Konten auflösen und ab zur Konkurrenz!

Aber vorher anfragen ob die Münzen nehmen! ;)

Gruß Holger

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#7
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5977 Beiträge, 1262x hilfreich)

Vielleicht nimmt der liebe Inkassoanwalt ja die Münzen an? Ich würde einfach mal fragen...

-----------------
"<img src=http://www.my-smileys.de/smileys2/binnichtsignatur.gif></img>"

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#8
 Von 
M.J.
Status:
Lehrling
(1261 Beiträge, 180x hilfreich)

**Stichwort Kundenfreundlichkeit!****

ha...ha....ha ;) der war gut

-----------------
"Wer weiss, das er nichts weiss, weiss mehr, als der der nicht weiss, das er nichts weiss!"

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#9
 Von 
fb299418-72
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo, war eben bei der Sparkasse in Bremen-Woltmershausen.
Da ich ca. 1,50 € in 2 + 5 Centstücken an Kleingeld in der Tasche hatte, wollte ich diese noch schnell bei der Bank einwechseln lassen, um der Kassiererin vom Aldimarkt die Zählerei zu ersparen und somit eine Kundenschlange zu vermeiden.
Ich habe aber dort von einem Bankangestellten gesagt bekommen, daß dieses Kleingeld nur unter der Voraussetzung angenommen wird, wenn man bei der Sparkasse ein Konto besitzt, da dieses Kleingeld dann auf das Konto gutgeschrieben wird. Ich persönlich finde dieses Verhalten der Banken einfach Respektlos, Verbraucherfeindlich und Unseriös.
Die Politik sollte sich hier einmal "dringend Gedanken machen", wie hier mit dem Endverbraucher umgegangen wird.
Meine Meinung >> Sparkasse ? ... Nein Danke !
-----------------
""

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#11
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9520 Beiträge, 2190x hilfreich)

Aha, du bist also kein Kunde, erwartet aber, dass eine Firma völlig kostenlos eine Dienstleistung für Dich erbringt. Wozu ?

Das Verhalten ist völlig in Ordnung. Wer nicht Kunde ist, hat auch keinen Anspruch auf eine kostenlose Dienstleistung, warum auch? Bei Kunden ist es so, dass das Geld automatisch durch Zählmaschinen gezählt wird und dann dem Konto gutgeschrieben wird. Die Mitarbeiter haben nämlich keine Zeit, einfach mal so eine Unmenge Münzen zu zählen und zu rollen.

Ich selbst habe es früher so gemacht, dass ich größere Mengen Münzgeld selbst gerollt habe. Dann habe ich mit einem kurzen Anruf abgeklärt, wann meine Kundenberaterin zeit hat, und dann bin ich hin. Die hat dann die Rollen mit einer speziellen Waage gewogen und es dann entweder meinem Konto gutgeschrieben oder mit eben in Scheine gewechselt.

Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, einfach in irgendeine Bank zu laufen.

Im Übrigen kann ich das Verhalten der Sparkassen absolut nachempfinden. Sparkassen sind in der Fläche sehr weit verbreitet. In jedem kleinen Kaff gibt es eine Sparkasse und Geldautomaten, was extrem hohe Kosten verursacht.

Andere Banken, die so gut wie gar keine Filialen haben und im Wesentlichen nur online oder in Großstädten zu erreichen sind, haben entsprechend weniger Kosten und locken die Kunden dafür mit kostenlosen Konten, besseren Zinsen und ähnlichem. Was passiert aber, wenn dieser Kunde dann mal bargeld braucht oder Geld gewechselt haben will? Richtig, er geht zur Sparkasse um die Ecke und erwartet, dort kostenlos bedient zu werden.

Ich kann verstehen, dass die Sparkassen das nicht mitmachen. Deshalb sind auch die hohen Gebühren am Geldautomaten völlig in Ordnung. Denn alle Sparkassenkunden können überall in Deutschland in einer der 20.000 Filialen kostenlos Geld abheben.



-----------------
"justice"

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#13
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9520 Beiträge, 2190x hilfreich)

Mag sein, aber warum sollten die Sparkassen Fremdkunden kostenlos oder aber verbilligt Dienstleistungen anbieten, wenn diese dafür andere günstigere Konditionen bei anderen Banken in Anspruch nehmen.

Das ist halt Wettbewerb. Wer keine Lust hat, 10 Euro am Geldautomaten zu bezahlen, soll halt ein Konto eröffnen und schon ist der Geldautomat kostenlos. Wer das nicht will, hat halt Pech gehabt. Insofern kann ich die Aufregung nicht verstehen. Die Sparkassen müssen doch keinen Leuten Service anbieten, obwohl diese Leute Kunde bei der Konkurrenz sind.



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"justice"

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#15
 Von 
guest-12313.09.2012 15:30:27
Status:
Praktikant
(935 Beiträge, 285x hilfreich)

Der Trend bei kleinen Filialen ist generell GAR KEIN Geld als Bareinzahlung anzunehmen. Man wickelt alles nur noch am Automaten ab und das Personal ist zur Beratung und für Notfälle (Automatenprobleme) da, aber nicht für Spinner und Nicht-Kunden.

Vielleicht hilft dem TE auswandern nach Afrika?

-----------------
" Gruss aus Offenbach"

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#16
 Von 
azrael
Status:
Master
(4942 Beiträge, 729x hilfreich)

quote:
Vielleicht hilft dem TE auswandern nach Afrika?
Er kann dann ja mal versuchen,m den Flug mit Kleingeld zu bezahlen.
Ne Frage dazu: müssen Geschäfte eigentlich jede Summe Kleingeld annehmen oder kann Kassiererin XY sich weigern, wenn Kunde Z Zigaretten/3 l Milch oder das Grillfleisch fürs Wochenende mit 1- und 2-Cent-Münzen bezahlen will?

-----------------
"gruß azrael"

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#17
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9520 Beiträge, 2190x hilfreich)

Wie gesagt, niemand ist verpflichtet, mehr als 50 Münzen anzunehmen, vergl. § 3 MünzG.

Zudem kann die Zahlungsweise auch Vertragsbestandteil sein. Wenn ein Verkäufer bereits vor Abschluss eines Kaufvertrags die Zahlungsweise einschränkt, dann ist das zulässig.



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"justice"

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#18
 Von 
fb492006-94
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 2x hilfreich)

Guten Abend.
Ich war gestern nähnlich bei meiner Sparkasse Südholstein und wollte eine selbst gedrehte Geld rolle mit Kleingeld abgeben um daß auf meinem Konto buchen zu lassen.
Die Antwort war nein da die Bank selbst gedrehte Geld Rollen nicht anhnemen dürfen.
Und ich bin dort seit über 15 Jahren Kundin.

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#19
 Von 
gerfal70
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 2x hilfreich)

Ich kenn es bei meiner Sparkasse auch nur noch so.

Man bekommt einen Beutel, wirft alles Klimpergeld rein, der Beutel wird verschlossen, Kontonummer drauf, in die Zentrale geschickt, dort endverarbeitet und dem Kontro gutgeschrieben.

Das setzt für meine Kontrolle natürlich voraus, dass ich weiß, wieviel Klingellinsen ich rein geworfen habe.

Allerdings habe ich auch keine Ahnung, was passiert, wenn mir ein anderer Betrag gutgeschrieben wird, als ich gezählt habe.

War die Politik nicht ürsprünglich dafür, dass das Bargeld abgeschafft werden sollte?

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#20
 Von 
cruncc1
Status:
Junior-Partner
(5140 Beiträge, 3359x hilfreich)

Der ursprüngliche Beitrag ist aus dem Jahr 2006! ;)

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#21
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(64704 Beiträge, 31076x hilfreich)

Zitat (von fb492006-94):
Die Antwort war nein da die Bank selbst gedrehte Geld Rollen nicht anhnemen dürfen.

Stimmt, denn bei Annahme muss aufgrund von EU-Vorgaben eine Prüfung auf Falschgeld durchgeführt werden. Was bei fertigen selbstgedrehten Rollen nicht möglich ist.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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