Stromanbieter vertauscht nach Zählerwechsel die Zuordnung

25. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
Zora.Zobel
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Stromanbieter vertauscht nach Zählerwechsel die Zuordnung

Vielleicht hat schon mal jemand etwas ähnliches erlebt?
Wir sind eine Eigentümergemeinschaft mit 5 Wohnungen in einem älteren Haus.
Eine Wohnung die mir gehört wurde frei da die alte Dame die dort wohnte ins Pflegeheim kam.
Ich habe dann den Strom auf meinen Namen als Baustrom angemeldet weil die Wohnung umfassend saniert werden mußte. Den Strom habe ich mit der richtigen Zählernummer dem Anbieter (EVO) genannt.
Ein Abschlag wurde festegelegt und alles gut.
Dann wurden die Stromzähler vom Anbieter ausgetauscht ohne daß wir informiert wurden.
Ca. drei Monate später bekam ich eine Mahnung obwohl ich meine Vorrauszahlungen per Dauerauftrag bezahlt habe. Also angerufen und mir wurde nur gesagt ich soll es lieber zahlen. Also habe ich das gemacht.
Dann sollte die Vorrauzahlung von 15 auf 56€ geändert werden. Auf meine Frage warum gab es keine Antwort. Ich habe noch mal erklärt daß die Wohnung leer steht und mir diese Summe zu viel erscheint.
Nun nach über einem Jahr ist die Wohnung fertig und neu vermietet.
Die Mieter wollten Strom bei einem anderen Anbieter anmelden und ihnen wurde mitgeteilt daß das nicht geht mit dieser Zählernummer da dies der Hausstrom sein, Allgemeinstrom.
Wir haben alles drei mal kontrolliert und haben dann gemerkt daß im Rahmen des Neueinbaus der Zähler anscheinend der Zähler vom Allgemeinstrom zum Zähler für diese Wohnung gemacht wurde und umgekehrt der Allgemeinstrom auf die Wohnung gespeichert wurde.
Nun will der Anbieter daß ich auf meine Kosten einen zertifizierten Elektriker beauftrage um ein Zählerzuordnungsprotokoll zu erstellen.
Darf er das verlangen wenn er doch den Fehler gemacht hat?
In der Zwischenzeit ist auch für den Allgemeinstrom eine Abrechnung erfolgt die leider völlig falsch ist.
Leider habe ich das nicht früher gemerkt da ein anderer Eigentümer sich um die Stromrechnung für Allgemeinstrom für das Haus kümmert. Ihm war der Fehler bei der Abrechnung, daß die Summe nicht stimmen kann nicht aufgefallen.
Auch die Abschläge für beide Konten stimmen nun nicht.
Großes Durcheinander und ich komme nicht weiter und die neuen Mieter können keinen Strom anmelden.
Sorry für die lange Geschichte, ich hoffe jemand kennt sich dazu aus.
Ansonsten werde ich meinen Anwalt mit einer Klärung beauftragen müssen.
Danke und viele Grüße
Zora

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31652 Beiträge, 5586x hilfreich)

Zitat (von Zora.Zobel):
Darf er das verlangen wenn er doch den Fehler gemacht hat?
Ja, verlangen darf er das. Fraglich ist, ob du dann den Elektriker und dessen Leistung bezahlen musst oder ob die EVO dir diese Kosten später erstatten müsste.
ICH würde nun den Elektriker beauftragen, damit das Zähler-und Abrechnungs-Chaos endlich aufgelöst/beseitigt wird.
Zitat (von Zora.Zobel):
Den Strom habe ich mit der richtigen Zählernummer dem Anbieter (EVO) genannt.
Das ist nachweisbar?
Zitat (von Zora.Zobel):
Also angerufen und mir wurde nur gesagt ich soll es lieber zahlen. Also habe ich das gemacht.
Das mit dem Anrufen haben sicher schon viele gemacht... was kommt raus? Chaos.

Schriftlich und nachweisbar --- ist immer besser.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118746 Beiträge, 39625x hilfreich)

Zitat (von Zora.Zobel):
Dann wurden die Stromzähler vom Anbieter ausgetauscht ohne daß wir informiert wurden.

Welche Stromzähler?



Zitat (von Zora.Zobel):
Darf er das verlangen wenn er doch den Fehler gemacht hat?

Ja, kann er, denn verlangen kann man ja fast alles.

Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen", denn da spielen eine Vielzahl von Faktoren (kann er, will er, darf er, ist er vertraglich verpflichtet, sind diese vertraglichen Verpflichtungen gültig, …) mit.

Falls dann - so wie hier - keine Rechtsgrundlage erkennbar ist, weshalb er selber tätig werden sollte, sollte man dem verlangen nachkommen. Zumal man ja auch gegenüber seinen Mietern verpflichtet ist.



Zitat (von Zora.Zobel):
Ansonsten werde ich meinen Anwalt mit einer Klärung beauftragen müssen.

Dann darauf achten, das er zertifizierter Elektriker ist ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Zora.Zobel
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Welche Stromzähler?


Stromzähler meint das fest verbaute Gerät im Zählerkasten/Zählerschrank, das vom Stromanbieter eingebaut wird und den Stromverbrauch der Wohnung bzw. den Stromverbrauch vom Allgemeinstrom des Hauses außerhalb der Wohnungen erfasst. Normalerweise im Hausflur auf der jeweiligen Etage des Hauses für die auf der Etage liegenden Wohnungen.
Ich dachte das Wort Stromzähler ist allgemein so richtig und üblich und der Sinn ergibt sich aus meiner Erklärung?

Zitat (von Harry van Sell):
Dann darauf achten, das er zertifizierter Elektriker ist ...


Haha. Sorry aber Sarkasmus hilft mir nicht weiter.

Vielleicht noch mal zur Erklärung.
Die Wohnung wurde saniert, auch alle Streckdosen und Lichtschalter erneuert. Alle Leitungen überprüft und neue Sicherungen eingebaut um alles auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Danach wurde von der Elektrofirma ein auführliches Prüfprotokoll erstellt.
Für den Allgemeinstrom wurden im Keller auch Leitungen erneuert.
Der Elektriker der da war hat sorgfältig gearbeitet, es handelt sich um einen angesehenen Fachbetrieb.

Die Zuordnung der Zähler ist klar und eindeutig seit Jahrzehnten. Es wurde weder von mir noch von dem Elektroinstallateur etwas an der Zuordnung verändert.

Deshalb finde ich es überaus ärgerlich daß ich nun noch mal einen neuen Elektriker beauftragen soll der nur bestätigt was man auf einen Blick erkennen kann.
Es läge am Stromanbieter sich das vor Ort selber anzusehen und meine Angaben zu überprüfen, nämlich daß weder ich noch der Mitinhaber des Hauses noch der Elektriker einen Fehler gemacht hat.
Der Mitarbeiteter der die Stromzähler eingebaut hat hat einen Fehler gemacht oder jemand in der Verwaltung.

Wir sind seriöse, freundliche und überaus soziale und verantwortungsvolle Vermieter wie man sie sicher nur ganz selten findet. Wir versuchen immer alles korrekt und sorgfältig zu machen für unsere Mieter.
Wenn also noch jemand etwas beitragen will und zu helfen, danke, gerne.
Auf weitere sarkastische Kommentare kann ich allerdings verzichten.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118746 Beiträge, 39625x hilfreich)

Zitat (von Zora.Zobel):
Haha. Sorry aber Sarkasmus hilft mir nicht weiter.

Das war ein Sarkasmus, sondern der Hinweis, dass ein Anwalt das Problem nicht (zeitnah) lösen wird, sondern nur ein entsprechend zertifizierter Elektriker.

Man kann natürlich auch den Weg über den Anwalt gehen, haftet dem Mieter und der WEG dann allerdings für den Schaden.



Zitat (von Zora.Zobel):
der nur bestätigt was man auf einen Blick erkennen kann.

Der Schilderung des Sachverhaltes nach kann man das aber eben nicht auf den ersten Blick erkennen?

Ist aber aus diversen Punkten irrelevant.
Zum einen hat man selber ja die aktuelle Zuordnung dieser Zähler (mehrfach) anerkannt, insofern trägt nicht der Versorger die Beweislast, sondern ihr bzw. die WEG.
Zum anderen darf ein Zählerzuordnungsprotokoll halt nicht von jedermann erstellt werden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2247 Beiträge, 350x hilfreich)

Dazu sollte vielleicht noch erwähnt werden:

Möglicherweise ist für die Erstellung des Zählerzuordnungsprotokoll auch gar nicht der TE verantwortlich.
Eigentlich müsste der TE gegenüber der Eigentümergemeinschaft (von der er natürlich ein Teil ist, aber eben nur ein Teil) einen Anspruch auf klare Zuordnung der Zähler haben.
Sprich:
Die Eigentümergemeinschaft muss sicherstellen, dass der TE den richtigen Zähler hat und muss sich dann im Außenverhältnis das Chaos beseitigen.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118746 Beiträge, 39625x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Eigentlich müsste der TE gegenüber der Eigentümergemeinschaft (von der er natürlich ein Teil ist, aber eben nur ein Teil) einen Anspruch auf klare Zuordnung der Zähler haben.

Ich hatte es so gelesen, dass der TS das im Auftrage der WEG macht.
Falls das nicht der Fall ist, würde ich Dir zustimmen.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
Zora.Zobel
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Eigentümergemeinschaft besteht nur aus zwei Personen und fünf Wohneinheiten.
Dadurch können wir alles sehr einfach und persönlich bestalten.
Der Miteigentümer und ich gehen morgen noch mal persönlich zum Energieanbieter und sprechen mit allen erforderlichen Unterlagen dort vor.
Da ich eine schriftliche Bestätigung gefunden habe aus der ganz klar hervorgeht dass ich damals den Strom für die Wohnung richtig mit der richtigen Zählernummer angemeldet habe sollte es eigentlich kein Problem sein.
Ich kann dadurch belegen dass der Energieanbieter durch den Wechsel der Stromzähler eine falsche Zuordnung vorgenommen hat.
Gerne kann ich noch mal das Ergebnis bekannt geben.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118746 Beiträge, 39625x hilfreich)

Zitat (von Zora.Zobel):
Dadurch können wir alles sehr einfach und persönlich bestalten.

Also richtig gelesen - sehr vorteilhaft



Zitat (von Zora.Zobel):
Da ich eine schriftliche Bestätigung gefunden habe aus der ganz klar hervorgeht dass ich damals den Strom für die Wohnung richtig mit der richtigen Zählernummer angemeldet habe sollte es eigentlich kein Problem sein.

Das sollte den Versorger dann doch zum einlenken bringen.



Zitat (von Zora.Zobel):
Gerne kann ich noch mal das Ergebnis bekannt geben.

Ja, ein Update wäre sehr schön.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Zora.Zobel
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

So, wir waren heute vor Ort bei unserem Stromanbieter.
Die Mitarbeiterin war zwar sehr überfordert und auch nicht wirklich freundlich oder begeistert, hat aber eingesehen daß der Fehler nicht bei uns liegt.
Nach Rücksprache mit einer anderen Abteilung/Vorgestzter? hat sie eingelenkt und will versuchen anhand meiner Unterlagen alles wieder gerade zu rücken.
Falls ihr das so nicht gelingt will sie einen zertifizierten Elektriker beauftragen den der Energieanbieter beauftragt und auch bezahlt.
So weit so gut.
Sicher wird es noch eine Weile dauern und ob es auf Anhieb so klappt ist auch erst mal fraglich.
Immerhin sind wir so weit dass die Verursacherfrage beantwortet ist und die Kostenfrage damit auch.

Danke für alle Antworten.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118746 Beiträge, 39625x hilfreich)

Danke fürs Update.



Zitat (von Zora.Zobel):
Immerhin sind wir so weit dass die Verursacherfrage beantwortet ist

Dass ist schon mal gut.



Zitat (von Zora.Zobel):
Sicher wird es noch eine Weile dauern

Vermutlich, abwarten sollte man in der Tat, aber nicht abwimmeln lassen.


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