Tochter fährt "schwarz" trotz gültigem Fahrschein

10. Mai 2007 Thema abonnieren
 Von 
PeterFalk
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Tochter fährt "schwarz" trotz gültigem Fahrschein

Hallo ... meine Tochter ( 10 Jahre ) ist beim "Schwarzfahren" erwischt worden und soll nun ( ermäßigt ) 7 Euro zahlen wenn sie ihren ABO Fahrschein vorlegt ( kostenlos von der Schule azusgestellt). Sie hat ihn einfach vergessen einzustecken ... kommt man um die Zahlung rum denn sie hat es ja nicht vorsätzlich gemacht hat es halt vergessen ... mit 10 Jahren denkt man halt an was Anderes ... Vielen Dank ... Andy

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Jutta123
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 27x hilfreich)

Da wirst du kein Glück haben, die Fahrscheine sind immer mitzuführen. Auch mit 10 Jahren muss man an manche Sachen denken, und sei es nur der Fahrschein. Mein Sohn hatte auch mal das Problem, wir mußten zahlen, steht in den Bedingungen des Fahrunternehmen auch drinn. Wenn du lange mit denen rumstreitest, erhöhen die die Verwarnung.
Lg

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#2
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Sehr geehrter Herr Falk,

wie Jutta bereits zutreffend darstellt, ist der Fahrschein bei jeder Fahrt mitzuführen. Auf den Vorsatz kommt es in diesem Kontext nicht an. Dieses ist keine strafrechtliche Angelegenheit, sondern eine zivilrechtliche.

Wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist für den Schaden, den er einem anderen zufügt, nicht verantwortlich, wenn er bei der Begehung der schädigenden Handlung nicht die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht hat.

Mit freundlichen Grüßen,

- Rönner -

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#3
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1298x hilfreich)

'Wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist für den Schaden, den er einem anderen zufügt, nicht verantwortlich, wenn er bei der Begehung der schädigenden Handlung nicht die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht hat. '

Und hier stellt sich dann die Frage, ob eine 10-Jährige die Einsicht hat einen 'Schaden' anzurichten, wenn Sie Ihre Fahrkarte vergisst die Fahrt aber bezahlt ist.

Aus praktischen und nervlichen Gründe sollte man die 7 EUR zahlen und Ruhe ist.

Aus juristischen Gründen könnte man eventuell ohne Zahlung davonkommen. Man muss aber bereit sein Zeit, Nerven und Kosten (Porto etc) zu investieren und bereit sein bei einer eventuellen Klage sich zu verteidigen (auch mit Kostenrisiko).

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47915 Beiträge, 16933x hilfreich)

Es handelt sich nicht um eine 'Schwarzfahrt'.

Daher ist hier weder eine Anzeige erfolgt, noch ist das erhöhte Beförderungsentgelt in Höhe von 40€ verlangt worden.

Bei den 7€ handelt es sich lediglich um eine Bearbeitungsgebühr für die Überprüfung, dass ein gültiger Fahrschein vorhanden war. Das gilt ja gerade für den Fall, dass man es einfach nur vergessen hat.

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#5
 Von 
KleinerJurist
Status:
Lehrling
(1398 Beiträge, 260x hilfreich)

Zahlen und gut ist;)

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#6
 Von 
kettner_
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Diese Erfahrung hat wahrscheinlich so ziemlich jeder ÖPNV-Nutzer gemacht. Die 7 Euro ist wie gesagt keine "Strafe" sondern zur (zugegebenermaßen teure) Bearbeitung. Man kann eventuell bei der ÖPNV-Servicestelle um Kulanz bitten, alles andere ist die Mühe nicht wert.

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#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47915 Beiträge, 16933x hilfreich)

Es geht hier doch gar nicht darum, dass die Tochter jemandem einen Schaden zugefügt hat.

Das Zitat von Stefan 5 aus dem § 828 BGB ist daher auch völlig fehl am Platze.

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#9
 Von 
Lifeguard
Status:
Student
(2910 Beiträge, 1318x hilfreich)

Hm, was ist, wenn man als Eltern diesen Vertrag wiederruft. Ich denke mal 7€ sind nicht das Taschengeld einer 10 Jährigen. Außerdem war sich die 10 Jährige bestimmt nicht über die Folgen des Vertrages im klaren.

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#10
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47915 Beiträge, 16933x hilfreich)

Den Vertrag widerrufen kann man nicht.

bei einer echten Schwarzfahrt gibt es den juristischen Winkelzug, dass das Kind ohne das Wissen der Eltern gefahren ist.

Kinder sind jedoch nur beschränkt geschäftsfähig und können daher Verträge (hier Beförderungsvertrag) nur mit Zustimmung der Eltern eingehen.

Bei einer Schwarzfahrt funktioniert so eine Argumentation. Hier liegt aber keine Schwarzfahrt vor.

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#11
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1298x hilfreich)

@ hh,

und wieso funktioniert der 'juristische Winkelzug' hier nicht.






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#12
 Von 
Uwe Mettmann
Status:
Praktikant
(571 Beiträge, 226x hilfreich)

Hallo Andy,

nicht alles muss man rechtlich klären. Auch ich habe in Berlin mal meinen Monatsausweis vergessen und kam in eine Fahrscheinkontrolle. Letztendlich gab es ein Stelle der BVG, bei der ich meinen Monatsausweis innerhalb einer Frist vorzeigen musste. Die Leute dort waren so nett, dass ich die Aufwandsentschädigung nicht zahlen musste. Also rede doch mit den Leuten.


Viele Grüße

Uwe

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#13
 Von 
guest123-998
Status:
Schüler
(410 Beiträge, 53x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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