Unfreier Versand Briefe?

16. Juli 2018 Thema abonnieren
 Von 
megazostrodon
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)
Unfreier Versand Briefe?

Guten Tag,
bei meiner ehemaligen Wohnung sind scheinbar ein paar an mich addressierte Briefe angekommen. Da ich nur kurz dort gewohnt habe, habe ich keinen Nachsendeantrag gestellt, weil ich angenommen hatte, ich würde keine Post bekommen.
Nun hat mein ehemaliger Vermieter (eine nicht so nette Person) die Briefe dem Postboten und meiner neuen Adresse mitgegeben - mit der Bemerkung, dass es für mich wohl teuer werden dürfte.

Wenn ich das jetzt aus dem Web richtig verstanden habe, kann man Briefe aber gar nicht mehr unfrankiert versenden. Wurden die Briefe (eventuell jedes einzeln) dann als unfreies Paket für 18 Euro verschickt?
Und muss ich diese Gebühr zahlen? Schließlich wäre ein normaler Porto ein Bruchteil dessen.

Ich bin um jeden Ratschlag dankbar - langsam bin ich es leid, für das Kasperltheater dieser Person zu zahlen...

VG
megazostrodon

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von megazostrodon):
mit der Bemerkung, dass es für mich wohl teuer werden dürfte.

Wer die Musik bestellt der zahlt - hier dürfte dann wohl der Vermieter das fällige Porto zahlen dürfen. Falls den überhaupt eines anfällt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
megazostrodon
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Vermieter zahlt aber nur, wenn ich die Annahme verweigere. Dann erhalte ich aber die Briefe nicht, oder?
Kann ich den Vermieter anschließend dennoch dazu auffordern, meine Briefe herauszugeben (wir wohnen in derselben Stadt), nachdem das Paket an ihn zurückgeschickt wurde?

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47275 Beiträge, 16744x hilfreich)

Wie kommst Du auf die Idee, die Briefe könnten als unfreies Paket verschickt worden sein?

Und warum waren die Briefe unfrankiert? Hatte der Absender wirklich keine Briefmarke draufgeklebt?

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#5
 Von 
megazostrodon
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe Briefe an Adresse A bekommen, wo auch der Vermieter offiziell wohnt. Ich wohne mittlerweile an Adresse B.
Mein Vermieter hat den Postboten an Adresse A gefragt, ob er Briefe auch mitnehmen würde, was dieser bejaht hat. Der Vermieter hat dem Postboten die Briefe mitgegeben, und der Postbote soll gesagt haben, dass die Zustellung für mich sehr teuer werden dürfte, wenn ich keinen Nachsendeantrag habe (was der Vermieter auch weiß).
Er hat die Briefe dennoch dem Postboten mitgegeben und mir mitgeteilt, dass mir meine Post teuer zugestellt werden würde.

Briefe kann man nicht unfrei versenden, Pakete schon.
Mein Vermieter hat nichts gezahlt, dementsprechend dürften die Briefe nicht frankiert sein, und meine neue Adresse (B) kann nicht auf den Briefen vermerkt sein - weder als Absender, noch als Zieladresse. Es müsste sich also um einen neuen Versand handeln, der nicht frankiert wurde.
Da man Briefe nicht unfrei versenden kann, aber Pakete sehr wohl, kann man schlussfolgern, dass meine Briefe wohl nicht unfrankiert als Brief, sondern als Paket verschickt worden sein dürften.

Die 18 Euro Gebühr für einen unfreien Versand muss ich nur dann übernehmen, wenn ich das Paket annehme. Wenn ich es ablehne, wird es an den Absender zurückgeschickt. Der Absender dürfte in dem Fall ja mein Vermieter sein.
Der hat dann aber wieder meine Briefe. Die Briefe sind aber weiterhin mein Eigentum, und ich kann auf deren Aushändigung bestehen - ganz ohne überteuerten Versand - oder nicht?

MfG
Megazostrodon

0x Hilfreiche Antwort


#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von megazostrodon):
Briefe kann man nicht unfrei versenden,

Aber sicher kann man Briefe unfrei versenden.



Zitat (von Flo Ryan):
Und an die gehen die Briefe unter Angabe deiner neuen Adresse zurück.

Kommt darauf an, welche Vorausverfügung der Absender getroffen hat. Unter Umständen gehen die auch ohne neue Anschrift zurück an den Absender, dann muss der die selbst ermitteln.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7422 Beiträge, 3087x hilfreich)

Der Vermieter kann die Briefe kommentarlos mit "Absender unbekannt verzogen" dem Briefträger wieder mitgeben - oder, wenn er da mal vorbeikommt, in den Briefkasten werfen. Die Adressermittlungskosten, die der Absender dann halt dem Empfänger weiter belastet, wenn er den Brief denn doch an die richtige Adresse schicken will, sind ja nicht sein Problem.

Signatur:

"Valar Morghulis"

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