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Verbindlichkeit über ebay getroffene Vereinbarungen

 Von 
Chakameh
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)
Verbindlichkeit über ebay getroffene Vereinbarungen

Ich habe mit jemandem über eine ebay-Kleinanzeige eine Abmachung getroffen, daß er von mir kostenlos einen Gegenstand erhält. Da er ihn nicht abholen konnte und zugeschickt bekommen wollte, bot er mir an, dafür alle Kosten zu übernehmen. Obwohl er sein Paket laut Auskunft der Post schon am 18. März erhalten hat, ist von der Erstattung der durch den Versand entstandenen Kosten sber nichts zu sehen. Auf Erinnerungen und Anmahnungen wurde bisher nicht reagiert. Die schriftlichen Vereinbarungen sind vollkommen eindeutig. Der Schriftverkehr über den ebay-Kleinanzeigendienst liegt auch vollkommen vor. Kann aber die Tatsache, daß die Abmachungen auf dem Korrespondenzweg über ebay getroffen worden snd, ein Problem bei der Beweisführung werden ? Ich erwäge, mit einem Mahnbescheid kurzen Prozeß zu machen.

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Kosten Post Paket Auskunft


15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(87090 Beiträge, 34969x hilfreich)

Zitat (von Chakameh):
Der Schriftverkehr über den ebay-Kleinanzeigendienst liegt auch vollkommen vor.

Echt? Wie kommt man denn an den Inhalt des Postfach der Gegenseite?



Zitat (von Chakameh):
Kann aber die Tatsache, daß die Abmachungen auf dem Korrespondenzweg über ebay getroffen worden snd, ein Problem bei der Beweisführung werden ?

Klar.
Zum einen fehlt es in der Regel am Zustellnachweis. Zum anderen werden die Mails meines Wissens nach nach 6 Monaten gelöscht - die Justiz dürfte mit dem Verfahren wohl länger benötigen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
nyr
Status:
Schüler
(410 Beiträge, 57x hilfreich)

Zumindest intern speichert ebay (und ich vermute stark auch ebay kleinanzeigen) alles für ewig. Da kann man auch noch die Mails von 200x ausgraben.

Ich würde eine Strafanzeige wegen Betrugs stellen. Dann hat man keine Kosten und im Normalfall wird das Geld dann schon bezahlt.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(87090 Beiträge, 34969x hilfreich)

Zitat (von nyr):
Zumindest intern speichert ebay (und ich vermute stark auch ebay kleinanzeigen) alles für ewig.

Das "ewig" halte ich dann doch für etwas übertrieben.



Zitat (von nyr):
Da kann man auch noch die Mails von 200x ausgraben.

Da müsste man dann den Plattformbeteiber erstmal zu bekommen. Einen Rechtsanspruch darauf sehe ich nämlich nicht und auf die freiwillige Kooperation braucht man bei der Firma nicht zu hoffen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
Chakameh
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Mein Schuldner hatte auf mein Angebot, den Artikel unentgeltlich erhalten zu können, geantwortet, ihn zugeschickt bekommen zu wollen und die Auslagen für Verpackung und Porto zu ersetzen. Die insofern stattgefundene Korrespondenz wird von ebay so gespeichert, daß sie beiden insgesamt zur Verfügung steht und die zwischen dem Erwerber und dem Anbieter ausgetauschten Nachrichten nur von den miteinander Korrespondierenden gelesen und gelöscht werden können. Keiner kann seine eigenen oder die Mitteilungen des anderen verändern, wenn sie einmal verschickt worden sind. Nur wenn der Nachrichtenaustausch nicht fortgesetzt und einer oder beide sie beenden wollen, kann sie jeder, aber nur für sich beenden. Ohne Löschung bleibt sie für sehr lange Zeit erhalten. Ob mein Schuldner sie gelöscht hat, weiß ich natürlich nicht. Auf meiner Seite ist sie vollkommen erhalten und ich wüßte nicht, ob und wie sie verändert werden könnte. Insofern als sie vollkommen erhalten und unveränderlich ist, müßte sie auch mit voller Beweiskraft zur Verfügung stehen. Beurteile ich das richtig und habe ich alles beschrieben ?
Ob ebay auf begründete Anforderung hin noch einmal Mitteilungen zur Verfügung stellen kann, die die Nutzer selber für sich bereits gelöscht haben, ist mir unbekannt und halte ich für zweifelhaft. Auch ich halte es für nicht erfolgversprechend, den Plattformbetreiben dazu bewegen zu können, eventuell gespeicherte Mitteilungen noch einmal zur Verfügung zu stellen. Den Vorschlag, den Schuldner mit einer Betrugsanzeige in die Enge zu treiben und so zur Zahlung zu bewegen, hielte ich bei einem höheren Streitwert für sinnvoll.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(87090 Beiträge, 34969x hilfreich)

Zitat (von Chakameh):
Insofern als sie vollkommen erhalten und unveränderlich ist, müßte sie auch mit voller Beweiskraft zur Verfügung stehen.

Nö, denn es fehlt in der Regel der Nachweis der Zustellung an die Gegenseite.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
Paragrafenreiter
Status:
Praktikant
(692 Beiträge, 434x hilfreich)

Ganz ehrlich...um welchen Streitwert geht es hier? 5-10 Euro Versandkosten?
Verbuche es als Lehrgeld und verschicke das nächste mal erst nach Geldeingang. Und in der Zeit mit der du dich mit Mahnbescheiden, Aufbewahrungsfristen, Recherchen etc. beschäftigst, in der gehst du einfach mit deiner Frau/Mann/Kind/Freund o.ä. eine Runde in der Sonne spazieren. Da habt ihr mehr von.

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#7
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8680 Beiträge, 4727x hilfreich)

Zitat (von Chakameh):
Ich erwäge, mit einem Mahnbescheid kurzen Prozeß zu machen.
Tu dies und berichte davon...

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#8
 Von 
Chakameh
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Zum Beitrag Harry van Sell: aus dem Kontext der Korrespondenz ist doch immer erkennbar, daß die Mitteilungen die Gegenseite immer erreicht haben. Der Erwerber antwortet dem Anbieter. Der erhält auf seine Anforderung vom Erwerber die Versandadresse und teilt ihm seine Kontonummer mit. Der Anbieter fragt den Erwerber, warum er nicht bezahlt. Der antwortet mit der Frage, wieso der Anbieter glaube, er würde nicht bezahlen. Er würde immer bezahlen und keine Schulden machen. Weil der Anbieter aber keine Zahlung vom Erwerber erhält, wird ihm das vom Anbieter mitgeteilt und um Überprüfung und Untersuchung der Bankauszüge gebeten. Danach ist totales Schweigen und es folgt auch kein Zahlungseingang. O.K., es ist richtig, daß es auf die letzte Aufforderung des Anbieters, das Konto zu überprüfen, keine Antwort mehr gegeben hat, der Zugang der Aufforderung darum nicht bestätigt ist. Ist eine Antwort nach dem ganzen Korrespondenzverlauf, aus dem sich ergibt, daß ein Zahlungsanspruch besteht und er nicht erfüllt worden ist, aber überhaupt noch nötig. ?
Zum Beitrag von Paragrafenreiter: Selbstverständlich soll hier nicht um einen Bagatellschaden gekämpft werden. Tatsächlich spielt die Höhe des Betrages in dieser Erörterung überhaupt keine Rolle. Die rechtlichen Bedingungen sind in dem aktuellen Beispiel aber die gleichen wie bei höheren Ansprüchen. Die möchte ich gerne einmal geklärt haben. Wenn es tatsächlich um hohe Beträge ging, würde ich mich nicht an ein solches Portal wenden, sondern an jemanden, von dem ich hoffen könnte, daß er mein Anliegen ernst nimmt. Ansonsten bin ich wirklich sehr empört über das Verhalten des Schuldners, sich etwas, das ihm kostenlos angeboten worden ist, schicken zu lassen, gleichzeitig selbstverständliche Zahlungsversprechen zu machen und sie dann gar nicht einhalten zu wollen. Er hat es verdient, mal eine vor die Glatze geknallt zu bekommen.
Zum Beitrag von radfahrer999: Ich freue mich, daß mich offensichtlich auch jemand versteht und mir zurät. Hier wird nicht um eine Bagatelle gestritten. Auf das verlorene Porto will ich gerne verzichten.

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#9
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(12345 Beiträge, 8056x hilfreich)

Grundsätzlich reicht das für die Beweisführung der Absprache aus.
Allerdings bleibt das Risiko, die richtige Person zu verklagen (bzw. ihr den Mahnbescheid zuzustellen).
Haben Sie Name und Adresse der Person, mit der Sie die Absprache getroffen haben?
Beachten Sie: Die Person, der Sie das Paket geschickt haben, muss ja nicht die Person sein, mit der Sie die Absprache getroffen haben. Es könnte auch jemand anderes aus dem gleichen Haushalt gewesen sein. Wenn die Gegenseite nicht ganz blöd ist, wird sie (= die Gegenseite) es schaffen, Sie auf den Kosten des Mahnbescheids sitzen zu lassen.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#10
 Von 
Chakameh
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Person, an die ich verschickt habe, hat mir ihren Namen und ihre Adresse genannt und sich vorher um den Gegenstand beworben. Ob sich jemand anfänglich in der Bewerbung nur als die Person ausgegeben hat, an die der Gegenstand danach verschickt worden ist, ohne mit dieser Person identisch gewesen zu sein, weiß ich selbstverständlich nicht. Wenn sich der vermeintliche Schuldner darauf berufen wollte und behauptete, nur der postalische Empfänger und nicht der Besteller gewesen zu sein, wüßte ich nicht, wie ich ihm widersprechen und ihn widerlegen könnte. Ist das aber nicht sehr konstruiert, kann jemand so dreist und zu einer solchen Lügerei bereit sein ? Ohne die Bereitschaft zur Lüge wäre ich selber auch so dumm wie die Gegenseite und müßte auf den Kosten des Mahnbescheids sitzen bleiben.

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#11
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11348 Beiträge, 3906x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Ist das aber nicht sehr konstruiert, kann jemand so dreist und zu einer solchen Lügerei bereit sein ?
Aber nicht auszuschließen, gerade wenn es um etwas kostenloses geht (der Lügner riskiert ja praktisch gar nichts, insbesondere kein Geld).

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(87090 Beiträge, 34969x hilfreich)

Zitat (von Chakameh):
aus dem Kontext der Korrespondenz ist doch immer erkennbar, daß die Mitteilungen die Gegenseite immer erreicht haben.

Das ist aber eine sehr optimistische These...



Zitat (von Chakameh):
kann jemand so dreist und zu einer solchen Lügerei bereit sein ?

Durchaus, ja.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#13
 Von 
Chakameh
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Zu der Feststellung von Harry van Sell: Nun erklären Sie doch bitte einmal, was das mit Optimismus zu tun haben soll, wenn ich von einer Antwort auf eine Frage darauf schließe, daß der Gefragte die Frage des Fragers auch vorher erhalten haben muß ? Befinde ich mich nicht mehr in der Realität, wenn ich mich für eine solche Schlußfolgerung auf den gesunden Menschenverstand berufe ? Ihre Bemerkung befindet sich auf dem geistigen Niveau von Donald Trump, wenn Sie Ihre Feststellung nicht erläutern.

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#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(87090 Beiträge, 34969x hilfreich)

Zitat (von Chakameh):
Nun erklären Sie doch bitte einmal, was das mit Optimismus zu tun haben soll, wenn ich von einer Antwort auf eine Frage darauf schließe, daß der Gefragte die Frage des Fragers auch vorher erhalten haben muß ?

Die zuvor aufgestellte These war aber eine ganz andere ...



Zitat (von Chakameh):
Ihre Bemerkung befindet sich auf dem geistigen Niveau von Donald Trump, wenn Sie Ihre Feststellung nicht erläutern.

Ich glaube hier trumpt gerade jemand anderes ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#15
 Von 
Chakameh
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Ne, Harry. Schade. Sie können nicht argumentieren. So kann ich mit Ihnen keinen Dialog führen. Sie haben leider nur rhetorische Floskeln zu bieten, die nichts erklären und mit denen Sie Ihre persönliche Meinung selbstherrlich als endgültig präsentieren.

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