Virtuelle Mastercard - Wiederruf

26. August 2020 Thema abonnieren
 Von 
Nickelback92
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Virtuelle Mastercard - Wiederruf

Hi in die Runde,
ich habe mich vor 2 Tage bei Kredu.de angemeldet und mir eine virtuelle Kreditkarte erstellt. Ich war vielleicht ein wenig voreilig und hab nicht aufgepasst. Die virtuelle Kreditkarte kostet 149€/Jahrsgebühr.
Ich wollte mich allerdings erstmal einfach nur anmelden und schauen und als ich drin war, musste ich zu meinem Überraschen feststellen das ich jetzt schon eine virtuelle Mastercard bekommen habe und nun 2 Jahre verpflichtet bin Gebühren zu bezahlen. Ich habe denen geschrieben das ich sofort Wiederrufen möchte und bekam folgende Antwort:


"Sie haben bei uns in diesem Zusammenhang ebenfalls eine virtuelle KREDU Mastercard mit der Kreditkarten ID: XXXX am 21.08.2020 beantragt und erstellt bekommen.
Diese können Sie in Ihrem Kundenkonto einsehen.
Die virtuelle KREDU Online Mastercard wurde bereits für Sie erstellt und kann somit nicht mehr widerrufen werden.
Die Laufzeit der virtuellen Mastercard beträgt 24 Monate.
Die Jahresgebühren der Mastercard sind entsprechend der Laufzeit zu entrichten.
Um die Kartendaten zu erhalten, ist es obligatorisch folgende Informationen gelesen zu haben und nach Akzeptanz durch selbständiges aktives Setzen von Haken in der Checkbox die Bedingungen zu akzeptieren."

Klar war es mein Fehler ohne genau zu lesen die Checkbox anzuklicken, aber ich habe weder einen Vertrag unterschrieben noch habe ich die Karte benutzt. Es gab weder ein Online Ident, noch ein Vertrag oder sonst etwas, ich könnte da die Adresse meines Nachbarn eingeben oder irgendeine beliebige andere Person und schon hat der dort die Jahresgebühr zu bezahlen. Das geht doch gar nicht oder?
Im Internet habe ich gelesen das viele dieses Problem habe und das Betrüger seien, und einige das ihren Anwalt gegeben haben. Mehr Infos habe ich leider nicht bekommen.
Ich das rechtens das ich jetzt nicht wiederrufen kann? Ich will diese Karte gar nicht benutzen und brauche sie nicht. Was kann ich jetzt tun? Im Wiederrufsrecht steht folgendes:

https://www.kredu.de/widerruf?fbclid=IwAR3vzkgcIFTDi-uVFuLL_bG_vGc3_7C95PPpT5fR56Wfxsz83Zed0lelBhg

LG

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Junior-Partner
(5398 Beiträge, 1814x hilfreich)

Zitat (von Nickelback92):
Klar war es mein Fehler ohne genau zu lesen die Checkbox anzuklicken, aber ich habe weder einen Vertrag unterschrieben noch habe ich die Karte benutzt.


Das ist auch irrelevant. Wenn korrekt über die Bedingungen für das Erlöschen des Widerrufsrechts belehrt wurde, dann ist das auch wirksam. Ob dem so ist, wird natürlich im Zweifel nur ein Anwalt bewerten können.

Zitat (von Nickelback92):
Es gab weder ein Online Ident, noch ein Vertrag oder sonst etwas, ich könnte da die Adresse meines Nachbarn eingeben oder irgendeine beliebige andere Person und schon hat der dort die Jahresgebühr zu bezahlen.


Du könntest natürlich bewußt wahrheitswidrig behaupten, keinen Vertrag mit denen abgeschlossen zu haben. Das wäre allerdings Betrug deinerseits, und das können und wollen wir hier nicht aktiv unterstützen. Daher sage ich zu den Erfolgsaussichten nichts.

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#2
 Von 
Nickelback92
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort erstmal. Im Internet hab ich einige ähnliche Beiträge finden können. Jemand schrieb folgendes dazu :

Zitat:
"Sehr viele Kunden haben Stress mit ihrer Firma es wurde innerhalb der Widerrufszeit vom Widerrufsrecht gebrauch gemacht. Es scheint eine Betrüger Firma zu sein die das Widerrufsrecht mit perviden Methoden aushebeln möchte und mit ihrem Rechtsanwalt andere ständig abkassiert. Das beste ist einen Rechtsanwalt einzuschalten um der Firma den garr auszumachen, denn wie man hier sieht in kürzerster Zeit 1000 Abmahnungen und abkassieren.
Eine Aushebelung des Widerrufsrecht ist in Deutschland gesetzlich nicht rechtens und verboten!
Vorallem wenn man eine Identitäsprüfung per Video Chat die verlangt wird nie abgeschlossen hat .
Wenn sie eine Seriöse Firma wären müsste man keine Verträge jemanden innerhalb des 14 tägigen Widerrufsrecht aufdrängen."


Ich habe leider keine Ahnung von der Rechtslage in dem Fall, aber stimmt das?

LG

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#3
 Von 
NaibaF123
Status:
Student
(2124 Beiträge, 329x hilfreich)

Zitat (von Nickelback92):
Ich habe leider keine Ahnung von der Rechtslage in dem Fall, aber stimmt das?

Zitat (von Nickelback92):
Eine Aushebelung des Widerrufsrecht ist in Deutschland gesetzlich nicht rechtens und verboten!
Natürlich stimmt das. Es nützt einem aber nichts, da das Gesetz ein Widerrufsrecht für bestimmte Fälle/Szenarien von vornherein ausschließt. Insofern bräuchte auch niemand ein Recht aushebeln. Ob das hier der Fall ist, oder die Firma tatsächlich unsauber arbeitet und auf das Nichtwissen/schnelle Nachgeben des Kunden setzt, kann und möchte ich an dieser Stelle nicht beantworten.

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#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32881 Beiträge, 5760x hilfreich)

Zitat (von Nickelback92):
Klar war es mein Fehler ohne genau zu lesen die Checkbox anzuklicken, aber ich habe weder einen Vertrag unterschrieben noch habe ich die Karte benutzt.
Ja. Und? Wichtiger: Hat diese Firma dir diese Kreditkarte aufgedrängt?
Zitat (von Nickelback92):
Ich war vielleicht ein wenig voreilig und hab nicht aufgepasst.
Nicht nur --vielleicht---, sondern exakt. Denn:
Zitat (von Nickelback92):
Um die Kartendaten zu erhalten, ist es obligatorisch folgende Informationen gelesen zu haben und nach Akzeptanz durch selbständiges aktives Setzen von Haken in der Checkbox die Bedingungen zu akzeptieren."


Vermutlich hilft auch dir nicht, irgendwelche dich bestätigende Empörungs-Beiträge im Netz zu finden.
Wer im Netz auf unbekanntem Terrain fischt und klickt, als ob SSV wäre--- hat oft den Schwarzen Peter und kriegt ihn nicht los. Wer bei seiner Hausbank keine *echte* Kreditkarte erhält und auf virtuelle Anbieter ausweicht, muss es sich leisten können.
Ob das Betrüger sind, weiß man nicht.

Empfehlung: Merke dir auf jeden Fall die frühestmögliche Kündigung für die KK vor. Kündige dann schriftlich und nachweisbar. Sonst läufts Jahr für Jahr weiter.
Aus den AGB:
V. Vertragslaufzeit und Vertragsbeendigung
1. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Die Vertragslaufzeit verlängert sich um jeweils 12
Monate, wenn sie nicht spätestens drei Monate vor Ablauf der Laufzeit schriftlich oder per EMail gekündigt wird. Das Recht zur fristlosen außerordentlichen Kündigung aus wichtigem
Grund bleibt hiervon unberührt.


-- Editiert von Anami am 26.08.2020 12:11

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Nickelback92
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Auf der Seite steht auch das zum erstellen einer virtuellen Kreditkarte ein Video-Ident Verfahren nötig ist. Aus dem Grund habe ich auch nicht gedacht das ich durch das anklicken der Checkbox direkt die Kreditkarte erhalte.

Ich habe nie ein Video Ident gemacht, jeder dahergelaufene könnte mir so ein Konto erstellen.

Die haben mir aber direkt eine erstellt und nun bin ich gezwungen die Jahresgebühr zu bezahlen. Sowas habe ich noch nie erlebt.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32881 Beiträge, 5760x hilfreich)

Dann fällt mir noch ein/auf:

Zitat (von Nickelback92):
Sie haben bei uns in diesem Zusammenhang ebenfalls eine virtuelle KREDU Mastercard mit der Kreditkarten ID: XXXX am 21.08.2020 beantragt und erstellt bekommen.


Du hast außer der Kreditkarte schon etwas anders bei dieser Firma bekommen.
Sonst ist unklar, was mit in diesem Zusammenhang gemeint.
Evtl. hast du vorher in anderem Zusammenhang das Video-Ident gemacht? Und bist also dort bekannt?

Was steht denn VOR dem ersten Satz, den du hier zitiert hast?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Nickelback92
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Dann fällt mir noch ein/auf:
Zitat (von Nickelback92):
Sie haben bei uns in diesem Zusammenhang ebenfalls eine virtuelle KREDU Mastercard mit der Kreditkarten ID: XXXX am 21.08.2020 beantragt und erstellt bekommen.


Dort stand vorher folgendes:

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Am 22.08.2020 haben Sie auf unserer Website ein Kundenkonto erstellt und den Kreditantrag in Höhe von 50,00 EUR eingereicht. (Hab ich nicht getan, man beachte das ich mich am 22. angemeldet und ein Kundenkonto erstellt habe, aber einen Tag vorher, am 21.08 angeblich die Kreditkarte beantragt habe)
Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie den Kreditantrag widerrufen möchten. (das habe ich direkt gemacht und wurde auch wiederrufen seitens Kredu.de)

Sie haben bei uns in diesem Zusammenhang ebenfalls eine virtuelle KREDU Mastercard mit der Kreditkarten ID xxxx am 21.08.2020 beantragt und erstellt bekommen.
Diese können Sie in Ihrem Kundenkonto einsehen.


Du hast außer der Kreditkarte schon etwas anders bei dieser Firma bekommen.
Sonst ist unklar, was mit in diesem Zusammenhang gemeint.
Evtl. hast du vorher in anderem Zusammenhang das Video-Ident gemacht? Und bist also dort bekannt?

Was steht denn VOR dem ersten Satz, den du hier zitiert hast?

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32881 Beiträge, 5760x hilfreich)

Ist es wirklich so schwer, NICHT auf Zitieren zu klicken?
Sondern einfach unter dem Beitrag auf den blauen Button ANTWORTEN zu klicken? :???:


Kr*** hat also geschrieben:

Zitat (von Nickelback92):
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Am 22.08.2020 haben Sie auf unserer Website ein Kundenkonto erstellt und den Kreditantrag in Höhe von 50,00 EUR eingereicht. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie den Kreditantrag widerrufen möchten.

Bist du dir sicher, dass du das nicht warst, dann teile dem Anbieter das schriftlich und nachweislich und sehr sachlich mit. Dann liegt evtl. eine Verwechslung vor, die ausgeräumt werden könnte.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Frabato
Status:
Schüler
(480 Beiträge, 52x hilfreich)

Krexxxx hat auch folgendes in den AGBs geschrieben:

Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen mittels einer eindeutigen Erklärung widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung auf einem dauerhaften Datenträger, jedoch nicht vor Vertragsschluss und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246 § 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 246b.

(und)

m Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurück zu gewähren. Sie sind zur Zahlung von Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Dienstleistung verpflichtet, wenn Sie vor Abgabe Ihrer Vertragserklärung auf diese Rechtsfolge hingewiesen wurden und ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor dem Ende der Widerrufsfrist mit der Ausführung der Gegenleistung beginnen. Besteht eine Verpflichtung zur Zahlung von Wertersatz, kann dies dazu führen, dass Sie die vertraglichen.

(und/aber)

Das Widerrufsrecht für Dienstleistungen erlischt vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben. Beim Verkauf von digitaler Ware gilt eine außerordentliche Regelung zum vorzeitigen Erlöschen des Widerrufsrechts.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121732 Beiträge, 40054x hilfreich)

Naja, wild mit der Maus auf der Website rumklicken, nicht lesen was man da anklickt, das ist immer noch "selber schuld", da helfen einem auch die Verbraucherschützer nicht.


Bleibt also nur zu suchen, ob in den Abläufen was zu beanstanden wäre, also ob da ein Button "Zahlungspflichtig bestellen" war etc.



Zitat (von Nickelback92):
aber ich habe weder einen Vertrag unterschrieben

Irrelevant.



Zitat (von Nickelback92):
Auf der Seite steht auch das zum erstellen einer virtuellen Kreditkarte ein Video-Ident Verfahren nötig ist. Aus dem Grund habe ich auch nicht gedacht das ich durch das anklicken der Checkbox direkt die Kreditkarte erhalte.

Ändert aber nichts - zwar muss man kein Video-Ident Verfahren machen, das löst aber den Vertrag nicht auf - zahlen würde man dennoch müssen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Junior-Partner
(5398 Beiträge, 1814x hilfreich)

Zitat:
"Es scheint eine Betrüger Firma zu sein die das Widerrufsrecht mit perviden Methoden aushebeln möchte und mit ihrem Rechtsanwalt andere ständig abkassiert."


Wenn dem so ist, dann könnte man sich auch einfach darauf verlassen, daß eine halbseidene Firma nicht versuchen wird, ihre potentiellen Forderungen auf dem Klagewege einzutreiben.
In dem Fall bräuchte man nur gute Nerven, wenn martialische Drohbriefe vom Anwalt (die man dann ignorieren kann) oder ein Mahnbescheid (dem man dann formlos widersprechen kann) eintrudeln.

Zitat:
Das beste ist einen Rechtsanwalt einzuschalten um der Firma den garr auszumachen"


Das kostet nur Geld und es ist unklar, ob man das wiederum von der Firma erstattet bekommt.

Ansonsten wäre ich eher vorsichtig damit, Ratschläge von Leute anzunehmen, die "perfiden" oder "Garaus" grob falsch schreiben... ;)

1x Hilfreiche Antwort

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