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Vollmacht: Darf ich mit fremdem Namen unterschreiben?


#31
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11491 Beiträge, 4922x hilfreich)

Welche der darin getätigten Aussagen? Allerdings haben die dort genannten Fälle herzlich wenig mit der Frage hier zu tun.

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#32
 Von 
meier19
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 35x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Welche der darin getätigten Aussagen? Allerdings haben die dort genannten Fälle herzlich wenig mit der Frage hier zu tun.

Dort wurde die Aussage gemacht, dass es erlaubt ist mit dem Namen des Vollmachtgebers zu unterschreiben (ohne i.A. dazu zu schreiben). Das hat herzlich viel mit der Frage hier zu tun.

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#33
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(35201 Beiträge, 12624x hilfreich)

Zitat:
Also bist du der Meinung, dass das was in beiden Foren:
behauptet wurde falsch ist?

Im zweiten Link wird in der vorletzten Antwort mit Hinweis auf Rechtsprechung klargestellt, unter welchen Umständen es sich nicht um Urkundenfälschung handelt.

Dennoch würde ich einem Bevollmächtigten dringend davon abraten, mit nachgemachter Unterschrift des Vollmachtgebers zu unterschreiben.

Zitat:
1) Du meinst also ich soll folgendermaßen unterschreiben: MEIN VORNAME + MEIN NACHNAME + folgenden Satz: "in Vollmacht für Hans Meier"

So wäre es richtig?

Das wäre perfekt.

Zitat:
2) Wenn ich folgendermaßen unterschreibe, ist der Darlehensvertrag dann wirksam und ist es Urkundenfälschung?: "MEIN NACHNAME + folgenden Satz: "in Vollmacht für Herrn XY"

(In diesem Fall lasse ich meinen Vornamen weg, weil ich nie mit meinem Vornamen unterschreibe)

Das wäre auch völlig OK

Zitat:
3) Wenn ich folgendermaßen unterschreibe, ist der Darlehensvertrag dann wirksam und ist es Urkundenfälschung?: Nur "MEIN NACHNAME"

Wenn im Vertragstext Herr XY als Vertragspartner genannt ist und die Vollmacht beigefügt ist, ist auch das OK.

Regelmäßig ausreichend ist jedoch "i.V. MEIN NACHNAME", wenn der Vertragspartner aus dem Vertragstext hervorgeht.




-- Editiert von hh am 14.05.2018 18:09

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#34
 Von 
meier19
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 35x hilfreich)

danke. Endlich eine vernünftige Antwort.

Zitat:" Regelmäßig ausreichend ist jedoch "i.V. MEIN NACHNAME", wenn der Vertragspartner aus dem Vertragstext hervorgeht."

Dazu eine Frage:
Mein Vater nimmt ein Darlehen bei Person X auf. In dem Darlehensvertrag werden nur mein Vater und Person X als Vertragspartner genannt. Mein Name taucht nirgends auf.

Hier reicht es also aus, wenn ich mit "i.V. MEIN NACHNAME" unterschreibe?

Mehr brauche ich nicht zu tun? (Keine Vollmacht beifügen und auch nicht meinen Vornamen nennen)

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#35
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11491 Beiträge, 4922x hilfreich)

Zitat (von meier19):
Dort wurde die Aussage gemacht, dass es erlaubt ist mit dem Namen des Vollmachtgebers zu unterschreiben (ohne i.A. dazu zu schreiben). Das hat herzlich viel mit der Frage hier zu tun.
Nein, das steht dort nicht so! Dort wurde von den entsprechenden Personen klipp und klar erlaubt, bzw. sogar angeordnet, mit deren Namen zu unterschreiben! Das hat also rein gar nichts mit deiner Frage hier zu tun, denn du hast niemals geschrieben, dass dein Vater dir aufgetragen hat mit seinem Namen zu unterschreiben! Das ist ein himmelweiter Unterschied! Du hast also die anderen Texte nicht verstanden. Hier hast du gefragt, ob du dein Gegenüber täuschen darfst indem du die Unterschrift deines Vaters nachmalst, also fälschst.


Zitat (von meier19):
Hier reicht es also aus, wenn ich mit "i.V. MEIN NACHNAME" unterschreibe?
Ja, und anders solltest du es auch nicht machen!



-- Editiert von -Laie- am 15.05.2018 09:11

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#36
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(35201 Beiträge, 12624x hilfreich)

Zitat:
Mehr brauche ich nicht zu tun? (Keine Vollmacht beifügen und auch nicht meinen Vornamen nennen)

Rechtlich gesehen brauchst Du nicht mehr tun.

Auf Verlangen des Vertragspartners muss die Vollmacht jedoch vorgelegt werden.

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#37
 Von 
meier19
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 35x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Zitat (von meier19):
Dort wurde die Aussage gemacht, dass es erlaubt ist mit dem Namen des Vollmachtgebers zu unterschreiben (ohne i.A. dazu zu schreiben). Das hat herzlich viel mit der Frage hier zu tun.
Nein, das steht dort nicht so! Dort wurde von den entsprechenden Personen klipp und klar erlaubt, bzw. sogar angeordnet, mit deren Namen zu unterschreiben! Das hat also rein gar nichts mit deiner Frage hier zu tun, denn du hast niemals geschrieben, dass dein Vater dir aufgetragen hat mit seinem Namen zu unterschreiben! Das ist ein himmelweiter Unterschied! Du hast also die anderen Texte nicht verstanden. Hier hast du gefragt, ob du dein Gegenüber täuschen darfst indem du die Unterschrift deines Vaters nachmalst, also fälschst.


Zitat (von meier19):
Hier reicht es also aus, wenn ich mit "i.V. MEIN NACHNAME" unterschreibe?
Ja, und anders solltest du es auch nicht machen!



-- Editiert von -Laie- am 15.05.2018 09:11


Ich glaube du hast die anderen Texte nicht verstanden. Guck mal was hier steht:
Zitat:"
Auch wenn es strange klingt, der wirksam Bevollmächtigte darf auch mit dem Namen des Vollmachtgebers unterschreiben. Wo das steht, kann ich auf die Schnelle nicht sagen, vermutlich Rechtsprechung, ist mir aber auch so bekannt.

Anders sieht es halt aus, wenn zwingend eine Anwaltsunterschrift erforderlich ist, da insoweit keine wirksame Bevollmächtigung einer nichtanwaltlichen Mitarbeiterin erfolgen kann."

https://www.rechtspflegerforum.de/showthread.php?64734-Unterschrift-von-Chefin-kopieren


Dort wird behauptet, dass die Vollmacht ausreicht um die Unterschrift nachmalen zu dürfen. Eine zusätzliche Erlaubnis, dass die Unterschrift nachgemalt werden darf ist nicht nötig, denn das geht bereits aus der Vollmacht hervor. Denn in der Vollmacht steht: Der Vollmachtnehmer darf im Namen des Vollmachtgebers handeln !!

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#38
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(35201 Beiträge, 12624x hilfreich)

Zitat:
Dort wird behauptet, dass die Vollmacht ausreicht um die Unterschrift nachmalen zu dürfen.

Das ist richtig, jedenfalls wenn keine höchstpersönliche Unterschrift erforderlich ist.

Als Vertragspartner würde ich so ein Vorgehen jedoch strikt ablehnen. Die Gefahr, dass mit so einem Vorgehen getrickst wird, wäre mir viel zu hoch. Als Vertragspartner würde ich auch eine Kopie der Vollmacht zu meinen Vertragsunterlagen nehmen wollen. Wenn der Bevollmächtigte das nicht will, dann gibt es eben keinen Vertrag, da ich ein derartiges Vorgehen für zutiefst unseriös halte auch wenn es rechtlich nicht zu beanstanden ist.

Wenn eine ReNo-Gehilfin einfach nur Schriftsätze des Gerichtes oder der Gegenseite an den Mandanten weiter leitet und dabei die Unterschrift des Anwaltes auf dem Anschreiben nachmacht, ist das unproblematisch. Mit so einer Unterschrift wird keine Verpflichtung übernommen.

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#39
 Von 
meier19
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 35x hilfreich)

@hh:

Kannst du mir noch sagen, ob bei einem Schuldanerkenntnis eine höchstpersönliche Unterschrift des Schuldners erforderlich ist?
Oder kann ich das Schuldanerkenntnis auch als Vollmachtnehmer für den Vollmachtgeber unterschreiben?

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