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Wie fordere ich mein Geld korrekt zurück?

 Von 
sarah778811
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 24x hilfreich)
Wie fordere ich mein Geld korrekt zurück?

Hallo Leute,

ich wurde zum 05.11.2018 in meinen Kampfsportverin gekündigt. (Hatte einen Streit mit dem Trainer).
Der Kampfsportverein (vermutlich EInzelgesellschaft) hat mir die Rückzahlung meines Geldes für den Monat November zugesichert.

Die Kündigung erfolgte mit folgendem Text:

Zitat:

Außerordentliche Kündigung 05.11.2018

Sehr geehrte Frau XXXX,
hiermit sprechen wir Ihnen aufgrund Ihres ungebührlichen Verhaltens im Training eine
außerordentliche Kündigung zum 05.11.2018 aus.
Der letzte Monatsbeitrag ist demnach zum 01.10.2018 fällig gewesen. Bitte stellen Sie sicher, dass
alle eventuell noch ausstehenden Beiträge von Ihnen beglichen wurden. Sollten Sie auch bereits
Ihren November Beitrag überwiesen haben, so wird Ihnen dieser zurückerstattet.

Daraufhin habe ich Ihnen sofort meine Bankverbindung per E-Mail mitgeteilt, und sie per E-Mail darum gebeten mir mein Beitrag für den Monat November (55 Euro) zurück zu erstatten.

Dies ist jedoch immernoch nicht geschehen. Ich vermute sehr stark, dass es absichtlich nicht zurück überwiesen wird, da wir uns gegenseitig nicht leiden können und er mich ärgern möchte.

Daher würde ich gerne wissen, wie ich den Verein am besten mahnen kann bzw. wie ich den Text formulieren muss, um sie dazu zu bewegen, mir endlich mein Geld zurück zu erstatten. Ich kenne mich da nicht so aus.

Über Vorlagen, Formulierungsvorschläge und weitere Hilfen würde ich mich sehr freuen.

LG

Sarah

-- Editiert von sarah778811 am 03.12.2018 20:03

-- Editiert von sarah778811 am 03.12.2018 20:04

-- Editiert von sarah778811 am 03.12.2018 20:05

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Geld Kündigung erstatten


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(67344 Beiträge, 31644x hilfreich)

Zitat (von sarah778811):
Daraufhin habe ich Ihnen sofort meine Bankverbindung per E-Mail mitgeteilt

Die ist dann wohl nie angekommen ...



Ich würde ein Schreiben an den Verein senden, mit
– Aufforderung zur unverzüglichen Überweisung des offenen Betrages
– Fristsetzung für die Überweisung nach Datum (14 Tage)
– das ganze mit Zustellnachweis
– Ankündigung das nach Fristablauf ohne Leistung das ganze als Verweigerung der Erfüllung der vertraglichen Pflichten ansieht, dass das ohne weitere Kommunikation an einen Anwalt geht und man das dann auf seine Kosten per Gericht klären lässt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
sarah778811
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 24x hilfreich)

Danke für die Antwort!! Ich bin leider nicht so gut in verfassen von Texten.

Würde das so schreiben:


Mahnung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit fordere ich Sie auf mir unverzüglich meinen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 55 Euro für den Monat November auf mein nachfolgend genanntes Bankkonto zurück zu überweisen:

Kontoinhaber:
IBAN:
BIC:
Geldinstitut:

Sollte das Geld nicht spätestens zum xx.xx.2018 (14 tage) auf meinem Bankkonto eintreffen, werde ich die Sache ohne weitere Kommunikation an meinen Anwalt übergeben und die Angelegenheit auf ihre Kosten vor Gericht klären lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Ist das so ok ?

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(67344 Beiträge, 31644x hilfreich)

Das sieht für mich gut aus.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
sarah778811
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 24x hilfreich)

Kann man denn wirklich einfach einen Anwalt auf seine Kosten einschalten? Bzw ohne Anwaltskosten das Ding durch bekommen?

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(67344 Beiträge, 31644x hilfreich)

Der Auftraggeber ist grundsätzlich derjenige der zahlen muss.

Der Schuldner der in Verzug ist, muss diese Kosten dann ersetzen.
Es ist üblich, das der Anwalt den Weg abkürzt und diese Kosten direkt vom Schuldner fordert.

Wenn der nicht zahlt (z.B. weil er nicht kann), ist der Mandant derjenige der zahlen muss.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
Sir Berry
Status:
Senior-Partner
(6543 Beiträge, 2395x hilfreich)

Jemanden zu einer "unverzüglichen " Handlung aufzufordern, dann aber 14 Tage Frist einzuräumen, ist sachlicher Unsinn.

Berry

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(67344 Beiträge, 31644x hilfreich)

Nö, denn "unverzüglich" und 14 Tage sind vereinbar.
Zahlen soll er unverzüglich, nach 14 Tage ist er in Verzug.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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