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Zahnärztin will Geld, obwohl gesagt wurde das es nichts Kostet.

9.6.2016 Thema abonnieren Zum Thema: Gericht Euro
 Von 
Yank211
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)
Zahnärztin will Geld, obwohl gesagt wurde das es nichts Kostet.

Hallo,

Es geht um folgendes: letztes Jahr wurde bei mir im zahn ein sogenannter Plastischer aufbau, Krone gemacht damit der zahn noch erhalten bleibt. Vor dem Eingriff, wurden mir auch andere Varianten wie z.B Implantat, angeboten die ich mir nicht leisten Konnte weil ich damals kein Geld dafür hatte. Dann hat die Zahnarzthelferin (Die mir die anderen Varianten auch erklärt hatte) gesagt das es eine Variante gibt die NICHTS kostet und das wäre eine Krone/Stift im zahn. Da habe ich natürlich zugestimmt und es wurde eine krone Gemacht. Nach 2 Wochen bekam ich plötzlich eine rechnung über 120 euro für die Krone. Natürlich war ich recht stinksauer, weil mir gesagt wurde das es Kostenlos ist. Also beim nächsten termin drauf angesprochen was das soll. Da sagte mir die Zahnartzhelferin, das sie so etwas nie gesagt habe und das es sogar noch recht wenig gekostet habe. Kurz gefasst ich habe mich geweigert das zu bezahlen und wurde von der zahnärtzin Verklagt. Im brief vom gericht steht das ich 2 wochen zeit für einen Widerspruch hätte, da ansonsten zur Gunsten der klägerin entschieden wird. Und die anwälte der klägerin verlangen noch unverschämterweise das ich im falle einer Entscheidung zur Gunsten der Klägerin die KOMPLETTEN gerichtskosten, die 123 euro + 2x 25 euro Mahnkosten und eine Sicherheitsleistung( Ich weiss leider nicht was das ist) bezahlen soll. Was kann ich denn dagegen machen? Natürlich werden alle Mitarbeiter sagen das sie Mir vorher x mal gesagt haben wie viel das kostet usw. Aber es war ja auch mündlich. Da ich auch kein geld für einen Anwalt habe, bräuchte ich einen Pflichtverteidiger. Aber ich habe nur eine frist von 2 Wochen um widerspruch einzulegen. Würde ich schon in der Zeit einen Pflichtverteidiger vom gericht bekommen? Danke schon mal im voraus.

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Gericht Euro


24 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
TheSilence
Status:
Lehrling
(1651 Beiträge, 1029x hilfreich)

Zitat:
Was kann ich denn dagegen machen?

Nix. Du kannst die Zusage nicht beweisen, die im übrigen auch völlig unüblich ist.
Ist das eine Privatleistung oder wieso zahlst du deine Arztkosten selber?

Zitat:
die ich mir nicht leisten Konnte weil ich damals kein Geld dafür hatte

Ist das keine Kassenleistung?

Zitat:
Da ich auch kein geld für einen Anwalt habe, bräuchte ich einen Pflichtverteidiger.

Den gibt's nur im Strafrecht in Ausnahmefällen. Was du meinst, ist Prozeßkostenhilfe. Die müßtest du beantragen, dazu bedürftig sein und der Fall darf nicht aussichtslos erscheinen.

-- Editiert von TheSilence am 09.06.2016 16:24

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#2
 Von 
metttwurstkneckebrot
Status:
Schüler
(497 Beiträge, 274x hilfreich)

Um den Beitrag von TheSilence noch ein klein wenig zu vertiefen: Es gibt im Zivilprozess ein Prinzip, das besagt: Keine der streitenden Parteien kann in eigener Sache als Zeuge auftreten.

Das bedeutet in der Konsequenz, dass hier noch nicht einmal Aussage gegen Aussage steht, sondern die klagende Partei hat in der Zahnarzthelferin eine Zeugin für die von ihr vorgetragenen Behauptungen, und Yank211 steht ohne Zeugen da.

Die von TheSilence genannte Bedingung, nämlich "der Fall darf nicht aussichtslos erscheinen," dürfte hier mit Sicherheit nicht erfüllt sein: Der Fall ist aussichtslos, und man sollte versuchen, möglichst geräuschlos einen Prozess zu vermeiden, der mit Sicherheit verloren werden würde.



-- Editiert von metttwurstkneckebrot am 09.06.2016 16:24

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79878 Beiträge, 33756x hilfreich)

Zitat:
Dann hat die Zahnarzthelferin (Die mir die anderen Varianten auch erklärt hatte) gesagt das es eine Variante gibt die NICHTS kostet und das wäre eine Krone/Stift im zahn.

1. Wie kann man das beweisen?
2. alle Bedingungen dafür (Bonudheft der KK, Kostenvoranschlag an KK, ...) erfüllt?



Zitat:
Und die anwälte der klägerin verlangen noch unverschämterweise das ich im falle einer Entscheidung zur Gunsten der Klägerin die KOMPLETTEN gerichtskosten, die 123 euro + 2x 25 euro Mahnkosten und eine Sicherheitsleistung( Ich weiss leider nicht was das ist) bezahlen soll.

So steht es im Gesetz, nennt man Schadenersatz.



Zitat:
Was kann ich denn dagegen machen?

Realistisch? Nichts. Also sofortige Anerkkenntnis erklären und zahlen.



Zitat:
Da ich auch kein geld für einen Anwalt habe, bräuchte ich einen Pflichtverteidiger.

Wie schon geschrieben, Pflichtverteidiger gibt es im Zivilrecht nicht.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
guest-12313.09.2017 08:51:03
Status:
Student
(2274 Beiträge, 669x hilfreich)

Man könnte sich damit beschäftigen, dass keine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde (§2 GOZ, 87 (1a) SGB V). Das Kostenrisiko dürfte jedoch zu hoch sein, da die Leistung offenbar erbracht wurde.

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#5
 Von 
Yogi1
Status:
Lehrling
(1925 Beiträge, 864x hilfreich)

Ich seh das leider auch als aussichtlos an, obschon das Vorgehen der Zahnärztin mir auch etwas zweifelhaft vorkommt.
Von meiner Mutter kenne ich das jedenfalls so, dass sie einen Kostenvoranschlag von der Zahnärztin bekommt, diesen schickt sie an die Krankenkasse, die dann wiederum antwortet, wieviel der Behandlungskosten meine Mutter selbst tragen muss bzw. bei welcher Behandlungsmethode keine Zuzahlung anfiele.
Ich finde schon, dass eine Zahnärztin einen über das korrekte Vorgehen informieren müsste, statt einfach durch die Zahnarzthelferin mitteilen zu lassen: die Behandlung verursacht für Sie keine Zuzahlung, und dann direkt loszulegen.

Wer so eine Behandlung noch nie hatte, weiß sowas ja nicht unbedingt und vertraut auf die Aussagen seines Arztes.

-- Editiert von Yogi1 am 09.06.2016 19:34

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#6
 Von 
galabaer
Status:
Praktikant
(690 Beiträge, 447x hilfreich)

Zitat:
Ist das keine Kassenleistung?

Implantante? Kassenleistung? Vielleicht bei mit speziellen Tarifen, aber nicht im Regelfall. Da zahlt die Kasse nur einen Bruchteil. Selbst bei 'nur' Kronen darf man den Großteil selber zahlen, aber für Implanate gibt es noch weniger Zuschuss (Bei mir hat die KK bei 7 Vollkronen mehr dazugezahlt als bei 8 Implantaten mit 12 Kronen/Brücken, in beiden Fällen aber eben nur ein kleiner Bruchteil)...

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#7
 Von 
Yank211
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Da haben sie wohl recht. Wie kann ich denn einen geeigneten Widerspruch schreiben, in dem ich klar machen will, Dass ich die Kosten für die Behandlung+Zinsen+Mahnkosten übernehmen will, jedoch in Raten. Und die Anwaltkosten möchte ich nicht übernehmen da es Einfach zuviel wäre. Könnten sie mir dabei vielleicht noch helfen?

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#8
 Von 
Yank211
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Yogi1):

Ich finde schon, dass eine Zahnärztin einen über das korrekte Vorgehen informieren müsste, statt einfach durch die Zahnarzthelferin mitteilen zu lassen

Ja ich werde die Zahnärztin auch aufjedendall in meinem Bekanntenkreis schlecht machen. Sowas ist nicht üblich.

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#9
 Von 
TheSilence
Status:
Lehrling
(1651 Beiträge, 1029x hilfreich)

Zitat:
Die von TheSilence genannte Bedingung, nämlich "der Fall darf nicht aussichtslos erscheinen," dürfte hier mit Sicherheit nicht erfüllt sein: Der Fall ist aussichtslos

Man muß hier schon unterscheiden zwischen "für uns objektiv aussichtslos" und "nach PKH-Sicht ohne Aussicht auf Erfolg".
Wenn der TE das Personal der Ärztin als Zeugen angibt, weiß ja grundsätzlich erst mal niemand, wie die aussagen werden (ein "die werden schon für ihren Chef lügen" nimmt man bei PKH-Bewertung nicht an).

Zitat:
Ja ich werde die Zahnärztin auch aufjedendall in meinem Bekanntenkreis schlecht machen.

Mit nicht beweisbaren Tatsachenbehauptungen? Dann sollte man aber hoffen, daß die Ärztin davon nicht erfährt...

-- Editiert von TheSilence am 10.06.2016 09:11

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79878 Beiträge, 33756x hilfreich)

Zitat:
Wie kann ich denn einen geeigneten Widerspruch schreiben, in dem ich klar machen will, Dass ich die Kosten für die Behandlung+Zinsen+Mahnkosten übernehmen will, jedoch in Raten.

Genau so formulieren und dann gleich einen Ratenplan mit angemessenen Raten mitliefern. Und zwar für alle Kosten, also auch Anwalt und Gericht.



Zitat:
Und die Anwaltkosten möchte ich nicht übernehmen da es Einfach zuviel wäre.

Du hast es nicht verstanden, es ist schlicht egal ob es dir zuviel ist. Der Gläubiger hat einen Rechtsanspruch auf die Erstattung.
Notfalls wird dann halt per Gerichtsvollzieher gepfändet. so ein Schuldtitel gilt mindestens 30 Jahre lang.

Ausnahme: Der Gläubiger stimmt dem zu. Was allerdings mehr als selten ist...



Zitat:
Könnten sie mir dabei vielleicht noch helfen?

Nein, Rechtsberatung im Einzelfall ist gesetzlich Rechtsanwälten vorehalten.



Zitat:
Ja ich werde die Zahnärztin auch aufjedendall in meinem Bekanntenkreis schlecht machen.

Da würde ich von abraten.
Denn da kommen dann nicht nur zivilrechtliche sondern auch strafrechtliche Folgen auf einen zu, wenn das die Betroffene erfährt ...



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#11
 Von 
Yogi1
Status:
Lehrling
(1925 Beiträge, 864x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat:
Ja ich werde die Zahnärztin auch aufjedendall in meinem Bekanntenkreis schlecht machen.

Da würde ich von abraten.
Denn da kommen dann nicht nur zivilrechtliche sondern auch strafrechtliche Folgen auf einen zu, wenn das die Betroffene erfährt ...

Na ja, heutzutage meint jeder noch so intelligenzfreie Mensch, im Internet irgendwelche Bewertungen abgeben zu müssen. Ohne sich der Öffentlichkeit und Nachverfolgbarkeit bewusst zu sein.
Aber "lästern" über Ärzte im Bekanntenkreis, das war doch immer schon so und hat meines Wissens noch nie zu Anzeigen geführt.
Nur weil das hier ein Rechtsforum ist, muss man ja nicht unbedingt "Lebensalltag" direkt als strafbare Handlung hinstellen. Ist doch normal, ich geh zu einem Arzt, bin unzufrieden....und erzählt dann natürlich Freunden und Bekannten davon. Die Ärztin düfte davon nie was erfahren.

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79878 Beiträge, 33756x hilfreich)

Zitat:
Ist doch normal, ich geh zu einem Arzt, bin unzufrieden

Zwischen "schlechtmachen" und einer nicht sanktinablen Meinungsäußerung gibt es schon Unterscheide.



Zitat:
Die Ärztin düfte davon nie was erfahren.

Möglich. Oder auch nicht...



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#13
 Von 
Yogi1
Status:
Lehrling
(1925 Beiträge, 864x hilfreich)

Und für mich besteht ein Unterschied zwischen: im Internet posten oder , wie man es halt so macht, mit Freunden und Bekannten reden. Das ist ne blöde Kuh, hässlich noch dazu, und die zockt ihre Patienten ab, wo sie nur kann.
Nach Deiner Auslegung darf ich ja nichtmal mit meiner besten Freundin über alles reden oder zumindest nur rein sachlich über Beweisbares.Es ist doch aber höchst unwahrscheinlich, dass die Ärztin davon erfährt. Und mich dann auch noch anzeigt.

Ich meinte ja nur, dass man dem TE keine Angst machen sollte. Es ist doch wirklich arg unwahrscheinlich, wenn er im Bekanntenkreis von seiner Erfahrung erzählt und abrät von einem Besuch bei dieser Ärztin, dass die überhaupt davon erfährt. Und selbst wenn sie davon erfährt. Wie wahrscheinlich ist ne Anzeige?

Ich wollte nur, dass der TE jetzt nicht Angst bekommt. Natürlich darf ich mit Freunden reden über schlechte Erfahrungen mit Ärzten. Und da gehört schlecht machen dann mit dazu, wenn die Erfahrung halt schlecht war. Mit wem denn sonst?

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#14
 Von 
metttwurstkneckebrot
Status:
Schüler
(497 Beiträge, 274x hilfreich)

Zitat (von TheSilence):
Wenn der TE das Personal der Ärztin als Zeugen angibt, weiß ja grundsätzlich erst mal niemand, wie die aussagen werden

Das verstehe ich nicht. Der Sachverhalt ist doch so: TE hat seine Behandlungsentscheidung getroffen auf Basis einer Beratung durch die Zahnarzthelferin.

Der TE hat sich für eine Behandlung entschieden, von der die Zahnarzthelferin gesagt haben soll, "das es NICHTS kostet".

Nach Durchführung der Behandlung hat die Zahnarzthelferin beim nächsten Termin des TE eine solche Mitteilung abgestritten, "da sagte .. die Zahnartzhelferin, das sie so etwas nie gesagt habe".

Und jetzt sagt TheSilence, es weiß ja grundsätzlich erst mal niemand, wie die aussagen werden, nachdem von der einzigen relevanten Zeugin die Darstellung des TE schon außergerichtlich bestritten wird? Ernsthaft jetzt?

Zitat (von TheSilence):
(ein "die werden schon für ihren Chef lügen" nimmt man bei PKH-Bewertung nicht an).

Die Zahnarzthelferin würde ja auch nicht für ihren Chef lügen. Wenn es denn eine Lüge ist, "das sie so etwas nie gesagt habe," dann lügt sie in eigener Sache.

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#15
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17629 Beiträge, 7801x hilfreich)

Und um genau solche überflüssigen Auseinandersetzungen zu vermeiden müssen Ärzte mit Patienten einen Behandlungsvertrag über Privatleistungen vereinbaren. MIt der Unterschrift unter den Vertrag bestätigt der Patient, dass er die Kosten kennt und selber zahlt.
Da hier kein Vertrag vorliegt, muss Yank211 auch nichts zahlen.

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#16
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6941 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat:
Da hier kein Vertrag vorliegt, muss Yank211 auch nichts zahlen.
Wo steht, dass es keinen Vertrag gab? Zum jetzigen Zeitpunkt ist das reine Spekulation deinerseits, bzw. ein Ansatzpunkt von Retels, zu dem sich Yank211 bisher aber nicht geäussert hat.

Signatur:Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?
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#17
 Von 
TheSilence
Status:
Lehrling
(1651 Beiträge, 1029x hilfreich)

Zitat:
nachdem von der einzigen relevanten Zeugin die Darstellung des TE schon außergerichtlich bestritten wird

Das würde der TE ja wohl auch nicht in seinen PKH-Antrag schreiben. :-P

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#18
 Von 
guest-12311.07.2016 05:55:47
Status:
Schüler
(238 Beiträge, 57x hilfreich)

Meine Zahnärztin lässt sich von mir für jegliche Extrakosten vor der Behandlung einen Vertrag über die genaue Summe unterschreiben.
Eine Kopie vom Heil- und Kostenplan bekomme ich selbstverständlich auch.


Ich habe das übrigens bei einer Bekannten selbst erlebt, dass eine Leistung angeboten wird ohne zu erwähnen, dass diese nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen wird. Hinterher kam dann die Rechnung.

Hmm der einhellige Tenor hier scheint zu sein, dass man da schlechte Karten hat, wenn man das nicht beweisen kann. Dann wäre man Zahnärzten schutzlos ausgeliefert?

Ich finde hier haben Zahnärzte die Beweispflicht.

Was die Gesetzeslage dazu sagt, ist mir nicht bekannt. Da aber meine Zahnärztin sich alles schriftlich vorher geben lässt, neige ich zu der Vermutung, dass die Sache doch nicht ganz so aussichtslos ist.

-- Editiert von Moicke am 15.06.2016 17:53

Signatur:Ich bin juristischer Laie und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder.
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#19
 Von 
guest-12311.07.2016 05:55:47
Status:
Schüler
(238 Beiträge, 57x hilfreich)

Zitat (von Flo Ryan):
Zitat:Da hier kein Vertrag vorliegt, muss Yank211 auch nichts zahlen.Wo steht, dass es keinen Vertrag gab? Zum jetzigen Zeitpunkt ist das reine Spekulation deinerseits, bzw. ein Ansatzpunkt von Retels, zu dem sich Yank211 bisher aber nicht geäussert hat.

Wenn es einen solchen Vertrag gegeben hätte, dann wäre das doch bestimmt der TE aufgefallen oder meinst du nicht?

Signatur:Ich bin juristischer Laie und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder.
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#20
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8713 Beiträge, 2822x hilfreich)

Moike,

auch wenn es ein Meinungsforum ist, ein wenig Durchblick sollte man schon haben.

Es gibt bei Ärzten wie auch bei Zahnärzten Verlangensleistungen, die man wie ein Privatpatient bezahlt - dafür werden Verträge geschlossen.

Und es gibt gerade im Bereich des Zahnersatzes eine nur anteilige Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenversicherung, die sogenannten Festzuschüsse. Wer regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen geht und sein Bonusheft führt, erhöht seinen Festzuschuß um einige Prozentpunkte. Es bleiben gleichwohl Kosten, die von der GKV nicht übernommen werden, die jedoch nicht auf einer Privatvereinbarung mit dem Zahnarzt resultieren.

Yogi1 hat das Verfahren schon weiter oben beschrieben.

Es ist völlig weltfremd, wenn ein GKV-Versicherter argumentiert, er wäre bei Zahnersatz (hier Stiftkrone) von vollständiger Kostenübernahme durch seine Krankenversicherung ausgegangen.

Die Helferin hat der TS lt dem Eingangspost diverse Varianten vorgestellt, u.a. ein Implantat. All diese Varianten erforderten eine Vereinbarung, die sich die TS wegen der z.T. erheblichen privaten Zuzahlung nicht leisten wollte.
Die einzige privat zuzahlungsfreie Möglichkeit besteht in der Metallkeramik-Stiftkrone.

Ich vermute, dass die Helferin es genau so erklärt hat und die TS die Auswirkungen, die sich aus der reduzierten Kostenerstattung der GKV ergeben, nicht bedacht hat. Sie wird wohl wie bei allen anderen Behandlungen auf "Krankenschein" von einer vollständigen Kostenübernahme durch die GKV ausgegangen sein.

SG

Berry

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#21
 Von 
guest-12311.07.2016 05:55:47
Status:
Schüler
(238 Beiträge, 57x hilfreich)

Auch das müsste aus dem bewilligten Heil- und Kostenplan hervorgehen Berry. Dort steht genau, welchen Eigenbeitrag der Patient zu leisten hat.
Falls TE, das noch nicht getan hat, dann sollte sie mal auf diesem Heil- und Kostenplan, der ihr eigentlich vorliegen müßte, nachsehen. Ja, den Eigenanteil muss sie natürlich selbst zahlen.
Ich bin hier von einer zusätzlichen Leistung ausgegangen, die eben nicht von der Krankenkasse getragen wird. Mag sein, dass ich mich geirrt habe.
Wenn man nicht genug verdient, dann kann man sich Beratungsbeihilfe beim zuständigen Amtsgericht holen. (Würde ich aber nur machen, wenn es sich um eine Leistung gehandelt hat, die nicht auf dem Heil- und Kostenplan erwähnt wird.)

Signatur:Ich bin juristischer Laie und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder.
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#22
 Von 
Louis Cypher
Status:
Schüler
(432 Beiträge, 156x hilfreich)

Habe ich da etwas überlesen, oder warum wird dem TE geraten stillschweigend zu zahlen?

M.E. war es doch so:
-TE braucht neuen Zahn / eine Behandlung
-Sprechstundenhilfe stellt ihm verschieden Optionen vor, bei der er sich für die kostenlose Variante entscheidet
-Behandlung erfolgt, anschließend bekommt er eine Rechnung
-als er nicht zahlt, erfolgt Antrag auf Mahnbescheid

War es nicht (verkürzt) so?
Warum soll er nun zahlen?

Aus dem Eingangsbeitrag kann ich nicht ersehen, dass ein Behandlungsvertrag mit Aufschlüsselung der Kosten X abgeschlossen wurde. Genau darauf beruft sich aber die Zahnärztin jetzt. Ohne Schriftstück in der Hand halte ich den Nachweis für recht schwierig führbar.
Als privat Versicherter ist man ja gewöhnt, dass man vom Arzt persönlich begrüßt wird auch wenn man nur einen Termin bei der Schwester vereinbaren will. Das aber Primär weil er dann 10,23€ für "Beratung, auch telefonisch" bekommt. Und auch ich weiß nicht immer, ob ich die Kosten erstattet kriege. Aber sobald es vom Standard abweicht, gibt es einen Behandlungsvertrag. Dann ist auch für jeden nachvollziehbar, was vereinbart wurde und was der Spaß kostet.
Als Kassenpatient ist es doch eher unüblich, Rechnungen zu bekommen.
Daher halte ich dieses "Hätte wissen müssen dass..." hier für nicht gegeben. Zumal es auch keinen Behandlungsvertrag in schriftlicher Form gegeben hat.



Fazit:
So wie sich der SV darstellt hat sich der TE nach Beratung explizit für die kostenfreie Variante entschieden.
Er hätte nicht wissen müssen, dass diese Behandlung Zusatzkosten verursacht.
Wenn die Zahnärztin vorher keinen schriftlichen Vertrag aufgesetzt hat, hat sie nun ein Nachweisproblem.
Sie will ja Geld, also muss sie nachweisen, dass sie einen Anspruch darauf hat.
Nun steht der Mahnbescheid im Raum, dem schnellstens widersprochen werden sollte, damit die Forderung nicht rechtskräftig wird.

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#23
 Von 
Yank211
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Louis Cypher):

Fazit:
So wie sich der SV darstellt hat sich der TE nach Beratung explizit für die kostenfreie Variante entschieden.
Er hätte nicht wissen müssen, dass diese Behandlung Zusatzkosten verursacht.
Wenn die Zahnärztin vorher keinen schriftlichen Vertrag aufgesetzt hat, hat sie nun ein Nachweisproblem.
Sie will ja Geld, also muss sie nachweisen, dass sie einen Anspruch darauf hat.
Nun steht der Mahnbescheid im Raum, dem schnellstens widersprochen werden sollte, damit die Forderung nicht rechtskräftig wird.

Danke das werde ich auch machen. Wie könnte ich denn am besten, einen Widerspruch zusammenfassen in dem ich genau das erklären will, was du oben geschrieben hast. Würde mich über deine hilfe freuen.

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#24
 Von 
Yank211
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Flo Ryan):
Zitat:Da hier kein Vertrag vorliegt, muss Yank211 auch nichts zahlen.Wo steht, dass es keinen Vertrag gab? Zum jetzigen Zeitpunkt ist das reine Spekulation deinerseits, bzw. ein Ansatzpunkt von Retels, zu dem sich Yank211 bisher aber nicht geäussert hat.

Es gab nichts schriftliches. Alles mündlich.

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