Zeitliche Gültigkeit Überweisungen Arzt

23. Dezember 2019 Thema abonnieren
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)
Zeitliche Gültigkeit Überweisungen Arzt

Moin,

es geht um folgenden Sachverhalt:

Meine Partnerin hat einen Reproduktionsmediziner aufgesucht, der sie vor wenigen Monaten, zu Beginn des Quartals bat eine Überweisung ihres Gynäkologen nachzureichen. Diese Überweisung hat sie bislang vergessen abzugeben und nun ist ihre Frauenärztin nicht mehr erreichbar.

Ist es nun möglich eine Überweisung im neuen Quartal 1/2020 für das jetzige Quartal 4/2019 nachzureichen, also sind rückwirkende Überweisungen zulässig und wirksam?

Viele Grüße und noch frohe Weihnachten!

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34 Antworten
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#1
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7963 Beiträge, 4488x hilfreich)

Zitat:
Ist es nun möglich eine Überweisung im neuen Quartal 1/2020 für das jetzige Quartal 4/2019 nachzureichen, also sind rückwirkende Überweisungen zulässig und wirksam? [/QUOTE
Nein, das ist nicht möglich.

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#2
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Wo kann ich dies nachlesen oder erfahren? Im Bundesmantelvertrag der Ärzte § 24, der die Überweisungen regelt, ist dies nicht genauer aufgeführt.

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#3
 Von 
guest-12328.05.2020 09:37:38
Status:
Student
(2498 Beiträge, 510x hilfreich)

"Wie lange ist eine Überweisung gültig?

Eine Überweisung gilt immer bis zum Ende eines Quartals. Das erste Quartal des Jahres dauert vom 01. Januar bis zum 31. März, das zweite endet am 30. Juni und das dritte zum 30. September. Allerdings ist es in Deutschland üblich, Überweisungen quartalsübergreifend auch im Folgequartal anzuerkennen, unter der Bedingung, dass der Versicherte seine Gesundheitskarte vorlegen kann. Diese Vorgehensweise ist sinnvoll, wenn Überweisungen am Quartalsende ausgestellt werden oder kein Facharzttermin innerhalb des laufenden Quartals vergeben werden konnte."


https://www.vitabook.de/gesundheitslexikon/ueberweisung-arzt.php

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#4
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Also haben wir hier kein Problem. Die Krankenkarte ist ja vorhanden.

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#5
 Von 
Kampfradler
Status:
Schüler
(261 Beiträge, 109x hilfreich)

Zitat (von DerPilz):
Also haben wir hier kein Problem. Die Krankenkarte ist ja vorhanden.


Die Überweisung gilt nicht rückwirkend für das vergangene Quartal.

Signatur:

Alle Äußerungen spiegeln eigene Meinungen und Erfahrungen wieder!

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#6
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10573 Beiträge, 4182x hilfreich)

Zitat (von DerPilz):
Also haben wir hier kein Problem.


Vermutlich doch.
Eine Überweisung aus dem 4 Quartal wird im Folgequartal oft noch anerkannt, rückwirkend funktioniert das aber nicht.

Ruft bei der Krankenkasse an, ob Ihr noch irgendwas tun könnt, ansonsten kann es gut sein, dass Anfang des Jahres eine Privatrechnung nach GOÄ im Briefkasten landet.

Zitat (von DerPilz):
Reproduktionsmediziner


Kosten werden von der KK übernommen?

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#7
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Sie hat beim Reproduktionsmediziner mehrere Ultraschalluntersuchungen sowie eine Blutuntersuchung ausführen lassen, also alles Behandlungen, die die Krankenkasse übernimmt.

Ich verstehe das nicht. Im Text war etwas von einer quartalsübergreifenden Überweisung die Rede. Also genau das, was hier gebraucht wird.

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#8
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7422 Beiträge, 3087x hilfreich)

Ja, aber nach vorne übergreifend, nicht nach hinten.

Eine im 1. Quartal ausgestellte Überweisung müssen Sie im 2. Quartal nicht "erneuern" lassen, wenn Sie erst dann einen Termin kriegen. Aber Rückwärtsrolle geht leider nicht.

Signatur:

"Valar Morghulis"

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#9
 Von 
NaibaF123
Status:
Student
(2124 Beiträge, 325x hilfreich)

Ich bin wahrlich kein Gesundheitsrechts-Experte, aber vielleicht hilfts:

Meines Wissens nach, lassen sich Überweisungen nachträglich ausstellen, wenn sie ursprünglich bereits einmal existiert haben. Bei mir ging mal eine auf dem Postweg verloren. Der Arzt konnte mir im neuen Quartal eine "alte" ausstellen, also quasi eine "Kopie". Im Computersystem war die ursprüngliche natürlich "registriert" und ersichtlich, dass ich ursprünglich die korrekte bekommen habe.

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#10
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Es gibt aber keine alte Überweisung, die man kopieren bzw. duplizieren kann. Wie soll der Arzt dann auf Grundlage dessen eine neue ausstellen? Die Gynäkologin ist auch heute nicht erreichbar, scheinbar wirklich zwischen den Jahren noch im Urlaub und kann daher keine Überweisung anfertigen. Es wird eng.

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#11
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von DerPilz):
Diese Überweisung hat sie bislang vergessen abzugeben
Zitat (von DerPilz):
Es wird eng.
Wegen Vergesslichkeit.
Deine Partnerin wird also zu Beginn des neuen Jahres ihre Ärztin aufsuchen müssen.
Und sie eben dann darum bitten, dass die Ärztin das gewünschte tut.

Es gibt keinen Anspruch darauf.
Ob die Ärztin diese Überweisung/Untersuchung für grundsätzlich erforderlich hält und allein deswegen eine Ü ausgestellt hätte --- ist eine ganz andere Frage.

Versuch macht kluch.

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#12
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Ja, die Ärztin hat uns ja überhaupt erst geraten zu diesem Reproduktionsmediziner zu gehen, daher ist es auch für sie wichtig. Ich habe aber gelesen dass eine Überweisung rückwirkend nicht ausgestellt werden kann und darf. Insofern hat es doch überhaupt keinen Sinn sie zu fragen, wenn die Überweisung dann rechtlich nicht wirksam ist und keine Gültigkeit entfaltet.

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#13
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von DerPilz):
Ja, die Ärztin hat uns ja überhaupt erst geraten zu diesem Reproduktionsmediziner zu gehen,
Zitat (von DerPilz):
Es gibt aber keine alte Überweisung
Und warum hat sie keine Ü ausgestellt?
Zitat (von DerPilz):
daher ist es auch für sie wichtig.
Für wen ist es auch wichtig? Für die Ärztin?

Zitat (von DerPilz):
Insofern hat es doch überhaupt keinen Sinn sie zu fragen,
Dann lasst es eben sein. Aber fragen kostet nichts, das ist allg. bekannt. Dann zahlt ihr eben wahrscheinlich die Rechnung des R-Mediziners.


-- Editiert von Anami am 27.12.2019 12:36

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#14
 Von 
NaibaF123
Status:
Student
(2124 Beiträge, 325x hilfreich)

Dann soll es ja auch noch sowas wie Vertretungsärzte geben. Könnte man ja auch mal probieren.

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#15
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Es wurde keine Überweisung ausgestellt, weil wir uns den Facharzt selbst gesucht haben und daher beim Gynäkologen keine Überweisung angefordert wurde. Die Gynäkologin wusste aber Bescheid und bestärkte auch meine Partnerin darin sich dort weiterbehandeln zu lassen, denn die Gynäkologin konnte dies nicht erbringen. Meine Partnerin vergaß dann aber die Überweisung, nachdem sie vom R-Mediziner darum gebeten wurde, beim Frauenarzt einzuholen. Wir können die Frauenärztin im neuen Jahr fragen, ich habe aber gerade einige Zeit mit einer Juristin der Patientenberatung telefoniert. Sie erklärte mir, dass der R-Mediziner nur mit der Überweisung abrechnen kann, egal ob die Krankenkarte eingelesen wurde. Sie fand jedoch nichts über eine rückwirkende Gültigkeit einer Überweisung, wenn diese ein Quartal später ausgestellt werden sollte. Insofern ist dies wohl nicht so ganz klar. Es kommt halt darauf an, ob der Arzt dann schon die Quartalsabrechnung fertiggestellt hat. Diese muss bis spätestens 12.01.2020 bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vorliegen. Sollte die Abrechnung jetzt schon erfolgt sein, oder gerade erfolgen, sieht es schlecht für meine Partnerin ist, denn dann kann der Arzt erst zum Ende des kommenden Quartals diese Behandlungen abrechnen, ob er aber bereit ist so lange auf sein Geld zu verzichten, ist mehr als fraglich.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Auf dem Anrufbeantworter der Gynäkologin ist keine Vertretung angegeben, daher wüssten wir nicht, wer sie vertritt. Es ist also schwer einen solchen Arzt zu konsultieren, wenn dieser nicht namentlich auf dem Anrufbeantworter genannt wurde.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von DerPilz):
Sie erklärte mir, dass der R-Mediziner nur mit der Überweisung abrechnen kann, egal ob die Krankenkarte eingelesen wurde. Sie fand jedoch nichts über eine rückwirkende Gültigkeit einer Überweisung, wenn diese ein Quartal später ausgestellt werden sollte. Insofern ist dies wohl nicht so ganz klar
Das ist doch aber sowas von klar. Was willst du hier denn konstruieren?
- Versichertenkarte ist egal.
- Abrechnung nur mit Überweisung.
- Rückwirkende Überweisung geht nicht. Dazu findet sich nichts.
- Antworten #1, 3, 5, 6 sind ganz klar.
- DESHALB hat der R-Arzt deine Partnerin darauf hingewiesen!
- Sie hats vergessen.
- Weihnachten und Jahreswechsel kommt leider wieder ganz unverhofft.
- Vertretung is nich.
- Ein Notfall ist es nicht.
- Eine Vertretung würde keine Ü rückwirkend ausstellen.

Sie wird Post mit der Rechnung erhalten. Oder eben nicht. Oder zunächst eine Erinnerung.
Ultraschall-und Blutuntersuchungen werden schliesslich ja keine Unsummen kosten.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Nein, die Versichertenkarte ist eben nicht egal. Die ist Grundvoraussetzung für die Abrechnung überhaupt, ohne Karte keine Abrechnung, auch nicht mit vorliegender Überweisung. Dies wurde mir mehrfach von der Juristin erklärt.

Wenn das rechtlich nicht geklärt ist, bedeutet das nicht, dass die Überweisung im neuen Quartal nicht rückwirkend fürs alte genutzt werden kann. Es kommt darauf an, ob die Quartalsabrechnung bereits erfolgt ist, wenn nicht, sollten wir es darauf ankommen lassen. Sie sollte sich dann eine neue Überweisung besorgen, dem Arzt einreichen und darauf hinweisen, dass diese für die Abrechnung fürs Quartal 4/2019 genutzt werden soll. Wenn er dies nicht tut, obwohl die Abrechnung noch nicht erfolgt ist, würde ich es bei der Summe von 400 - 500 Euro auf einen Rechtsstreit ankommen lassen. Vielleicht gibt es dann endlich ein Urteil in diesem Fall, denn dieses konnte die Juristin, mit der ich eben 30 Minuten sprach und die etliche Gesetze und Urteile durchsucht hat, nicht finden.

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#19
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3445 Beiträge, 546x hilfreich)

Die Freundin vergisst eine Überweisung abzugeben... wenn der Arzt es nun nicht so handhabt wie sie es wollen, würden sie es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen.

Meinen sie der Arzt sagt ihnen, wann er abgerechnet hat?

Und der Arzt muss ihre Freundin nicht weiter behandeln, dann muss sie sich einen neuen suchen. Weil rechtlich gegen ihn vorgehen und trotzdem eine Behandlung wollen, passt nicht unbedingt zusammen.

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von DerPilz):
Nein, die Versichertenkarte ist eben nicht egal.
Sag mal, was willst du eigentlich?
Hier für das Vergesslichkeitsproblem deiner Partnerin ist die V-Karte egal. Denn sie hat diese bei dem R-Mediziner garantiert vorgelegt. Der hat Untersuchungen gemacht, systematisch hat die Arzthelferin gleich das System gefüttert. Und freundlicherweise hat man deine Partnerin darauf hingewiesen, dass man eine Überweisung zur Abrechnung braucht.
Zitat (von DerPilz):
Wenn das rechtlich nicht geklärt ist,
Wieso sollte das nicht geklärt sein? Wer hat das denn gesagt? Du hast geschrieben, dass ihr gar keine Überweisung gewollt habt. Aus welchem rechtlich ungeklärten Grund sollte es nun im neuen Quartal für eine Nicht-Überweisung eine rückwirkend gültige Überweisung geben? :???:
Zitat (von DerPilz):
Sie sollte sich dann eine neue Überweisung besorgen, dem Arzt einreichen und darauf hinweisen, dass diese für die Abrechnung fürs Quartal 4/2019 genutzt werden soll.
Das hat die Patientenberatung empfohlen? Dann machts doch so.
Ich behaupte jetzt, die Ärztin macht das im Januar nicht.
Zitat (von DerPilz):
Wenn er dies nicht tut, obwohl die Abrechnung noch nicht erfolgt ist, würde ich es bei der Summe von 400 - 500 Euro auf einen Rechtsstreit ankommen lassen.
Denk dran, dass das dann nicht Sozialrecht ist. Woher kennst du die Rechnungshöhe?
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ein Rechtsstreit wegen purer Vergesslichkeit zu euren Gunsten ausgeht.
Zitat (von DerPilz):
Vielleicht gibt es dann endlich ein Urteil in diesem Fall,
Das kann man hoffen. Auch, dass es nicht bei 400-500,- bleibt.

1x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Das habe ich halt nicht verstanden. Die Karte wurde vorgelegt und damit ist der Nachweis des Bestehens einer Krankenversicherung erbracht. Das ist Grundlage für die Abrechnung überhaupt. Warum eine Überweisung benötigt wird, erschließt sich für mich bis heute nicht, denn man kann ja auch Fachärzte ohne Überweisung aufsuchen. Wenn ich beispielsweise zum Urologen gehe, bittet der nicht um eine Überweisung des Hausarztes und kann dies dann auch abrechnen, ich habe noch nie eine Rechnung von dem erhalten.

Es wurde uns keine Überweisung des Gynäkologen ausgehändigt, weil die Dame (Frauenärztin) nicht wusste was der Reproduktionsmediziner genau vorhat und veranlasst. In einer Überweisung, so wurde mir dies nun erklärt, beauftragt der überweisende Arzt seinen Kollegen zu einer Leistung. Wenn nun aber der zu überweisende Mediziner überhaupt nicht weiß was sein Fachkollege tut, kann er auch nichts beauftragen, daher wurde keine Überweisung ausgestellt und wird wahrscheinlich auch keine nachträglich ausgehändigt, denn an der Situation hat sich nichts geändert.

Ja, und wurde empfohlen dennoch eine Überweisung von der Gynäkologin einzuholen, ihr also zu erklären was passiert ist und auf Basis dieser Daten eine Überweisung ausstellen zu lassen. Da rechtlich nicht geregelt ist ob eine Überweisung nachträglich akzeptiert werden muss, sollten wir einfach darauf bestehen dass die Überweisung für die Abrechnung fürs Quartal 4/2019 genutzt wird, natürlich nur dann, wenn die Abrechnung noch nicht erfolgt ist. Danach ist es sinnfrei.

Die Rechnungshöhe habe ich geschätzt auf Grundlage des dreifachen Satzes für die jeweiligen Leistungen wie Ultraschalluntersuchung und Bluttest (Hormontest). Der Arzt darf bei einer Privatrechnung auch den dreifachen Satz anwenden und ich gehe lieber von zu hohen, als zu geringen Kosten auf um nicht nachher mein blaues Wunder zu erleben.

Da es noch keine Rechtsprechung dazu gibt, würden wir es drauf ankommen lassen, sollte der dreifache Satz angewendet werden, denn das meine Partnerin verpflichtet ist zu zahlen ist klar, aber der dreifache Satz ist einfach zu hoch. Dagegen würden wir rechtlich angehen.

Darf ich den letzten Satz so deuten, dass es mehr als 500 Euro werden soll. Naja, es bleibt dann ja immer noch eine Ratenzahlung und im Zweifel die Verbraucherinsolvenz, wenn es viel zu hoch wird.

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#22
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39595x hilfreich)

Zitat (von DerPilz):
denn das meine Partnerin verpflichtet ist zu zahlen ist klar,

Dann muss man sich ja nicht mit Kassenkarte und Überweisung herumschlagen?



Zitat (von DerPilz):
aber der dreifache Satz ist einfach zu hoch. Dagegen würden wir rechtlich angehen.

Un mit welcher Begrüdung? Ein "ist einfach zu hoch" ist vor Gericht nämlich außerordentlich wirkungslos ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Das müssten wir dann sehen, wie gesagt, da sie von einer kleinen Rente lebt und sich dies auch nicht ändern wird, wäre bei einer Privatinsolvenz ein Nullplan angesagt, womit der Arzt dann gar nichts bekommt. Das kann man auch so machen. Sie ist sehr genügsam und daher ist auch ihre Schufa nicht von Belang. Eine Privatinsolvenz wäre daher kein Problem. Wir werden aber nicht zulassen das der Arzt sich auf die Kosten meiner Partnerin bereichert, so einfach ist das.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39595x hilfreich)

Zitat (von DerPilz):
Wir werden aber nicht zulassen das der Arzt sich auf die Kosten meiner Partnerin bereichert, so einfach ist das.

Ach so, man will andere also um die Vergütung ihrer Dienstleistung betrügen?

Ich bin raus ...



Zitat (von DerPilz):
Eine Privatinsolvenz wäre daher kein Problem.

Privatinsolvenz für 500 EUR? Ein teures Vergnügen, den es fallen Gerichtskosten an und die Vergütung und Auslagen für den Insolvenzverwalter.
Ach ja, die wird man vermutlich auch nicht zahlen wollen ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Wir betrügen ja nicht. Er kann uns ja auch einfach den normalen Satz in Rechnung stellen, das steht ihm frei und dann sind wir auch bereit dafür zu zahlen, aber für den dreifachen Satz nicht. Er kennt unsere Situation, denn auf der Krankenkarte ist der Status gespeichert. Die Frage, die sich stellt, ist, warum er dann den dreifachen Satz in Rechnung stellt. Was bewegt ihn dazu? Er muss dann damit rechnen, dass dies nicht auf Gegenliebe stößt und man sich darüber beschwert. Das Recht haben wir und er muss dann auch damit klar kommen, dass man Auswege aus der Situation sucht. Wir versuchen es, wenn das Gespräch mit ihm nichts bringt, auf dem juristischen Weg und, sollte das auch nicht zielführend sein, eben mit einer Insolvenz. Mehr kann man von uns echt nicht erwarten. Verlangt er den einfachen Satz, bekommt er von uns das Geld, berechnet er mehr, muss er schauen wie er ans Geld kommt, das ist meine Vorgehensweise und dabei bleibe ich. Wer dies als Betrug ansieht ist selbst schuld, das lässt mich absolut unbeeindruckt und kalt.

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3445 Beiträge, 546x hilfreich)

Er wird den Satz verlangen, der für eine private Behandlung üblich ist. Und das kann eben das dreifache sein.
Das bestimmt der Arzt und nicht sie.
Es mag Gründe geben, warum bei diesem Fach eine Überweisung notwendig ist. Ihr Vergleich im dem Urologen hinkt da vermutlich.
Wenn die Freundin nicht bezahlt, wird er ein Inkassounternehmen beauftragen, den Arzt stresst das nicht, aber vermutlich ihre Freundin.

Wenn, dann sollte ihr Freundin mit dem Arzt reden sich für das nicht bringen der Überweisung entschuldigen, dem Arzt ihre finanzielle Situation schildern und ihn bitten, falls er nun eine Rechnung schickt, damit diese nicht zu hoch ausfällt, bzw. gleich um Ratenzahlung bitten.
Das sie ein hilfreicher Berater für ihre Freundin sind, ist leider nicht erkennbar. Und warum bezahlen sie ihr nicht Kosten?
Viel Vergnügen bei einer Verbraucherinsolvenz, so wie sie sich das vorstellen wird es nicht laufen und die Kosten für die Freundin nur höher. Aber sie wissen ja alles besser.

2x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Ich kann nicht die Kosten von ihr übernehmen, weil auch ich von einer kleinen Erwerbsminderungsrente und Grundsicherung lebe. Daher ist mir dies nicht möglich. Ich sehe auch nicht ein den Reichtum des Arztes zu finanzieren. Ich bin ein guter Berater meiner Partnerin, denn ich sorge dafür, dass sie nicht vom Arzt über den Tisch gezogen wird. Ein Mahnverfahren stresst meine Partnerin nicht besonders, dies haben wir bereits besprochen, insofern kann der Arzt dieses gern beginnen. Man kann auch hier bei Erhalt des Mahn- und Vollstreckungsbescheides gegen diese Widerspuch einlegen und damit eine gerichtliche Prüfung veranlassen. Ich bleibe daher bei meiner Einstellung dass wenn der zwei- oder dreifache Satz berechnet wird, keine Zahlung erfolgt und anderenfalls die Forderung ratenweise getilgt wird.

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von DerPilz):
Sie erklärte mir, dass der R-Mediziner nur mit der Überweisung abrechnen kann, egal ob die Krankenkarte eingelesen wurde
Die Telefon-Juristin hat es dir erklärt. Trotzdem nicht verstanden? zB von Facharzt zu Facharzt...
Der Link aus #3 erklärts auch. Trotzdem nicht verstanden?
Das mit der V-Karte ist längst gegessen. Noch immer nicht verstanden?
Zitat (von DerPilz):
wird wahrscheinlich auch keine nachträglich ausgehändigt,
Endlich verstanden!
Zitat (von DerPilz):
Ja, und wurde empfohlen dennoch eine Überweisung von der Gynäkologin einzuholen
Erst danach hast du erklärt, dass die Ärztin gar keine Ü ausgestellt hatte. Nicht verstanden, warum vorher so empfohlen wurde?
Zitat (von DerPilz):
aber der dreifache Satz ist einfach zu hoch.
Wieso sollte der 3fache Satz zu hoch sein?
Zitat (von DerPilz):
Darf ich den letzten Satz so deuten, dass es mehr als 500 Euro werden soll.
Ja, diesen Satz hast du richtig verstanden. Hurra! :rock:
Denn: Wer so verbohrt, uneinsichtig und aufs Klagen aus ist, den sollte alles sehr viel teurer als die 500,- geschätzte Rechnungssumme kommen.
Zitat (von DerPilz):
Wir werden aber nicht zulassen das der Arzt sich auf die Kosten meiner Partnerin bereichert, so einfach ist das.
Bist du jetzt völlig losgelöst ? :schock:

1. Deine Partnerin hats vergessen.
2. Ihr beide habt verpennt, euch VORHER über besondere med. Untersuchungen und KV-Leistungen schlau zu machen.
3. Gleich nach dem Besuch beim R-Mediziner ---hätte--- die Arztin evtl/vielleicht/uU noch eine Ü ausgestellt. Evtl. nach tel. Rücksprache mit dem R-Mediziner.
4. Der R-Mediziner will sich nicht an euch armen Patienten bereichern. Der lässt standardmäßige Abrechnungen machen. Hat sogar noch auf eine Ü hingewiesen.
5. Privatinsolvenz schon ins Auge gefasst. Ganz toll. Sonst nix zu tun? Wegen vielleicht 500,- geht niemand in PI.
6. Offenbar hat du die Rechnung schon vorliegen--- oder warum reitest du so hart darauf herum und planst schon euer Leben aufgrund der ***500,--Forderung? Gehts denn noch?
7. Welcher Status ist auf der V-Karte gespeichert? Deine Fast-Impertinenz und ihre Vergesslichkeit oder eure Besserwisserei?

Ich bin auch raus, denn jeder Rat ist hier umsonst. :bang:

0x Hilfreiche Antwort


#30
 Von 
DerPilz
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 42x hilfreich)

Es ist immer schön zu sehen wie sich Leute hier verabschieden, wenn es um eine sachliche Diskussion geht, man aber deren Meinung nicht teilt.

Man darf sich darüber beschweren dass der dreifache Satz berechnet wird, weil dies nicht nachvollziehbar ist. Gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung darf er diesen Satz nicht anwenden, daher macht er es bei einer Privatrechnung bei uns. Das ist mir nicht so ganz klar und dagegen werde ich mich für meine Partnerin natürlich wehren.

Wir sind nicht aufs Klagen aus, aber wir sind darauf aus nicht über den Tisch gezogen zu werden. Wir wollen nicht, dass der Arzt auf unsere Kosten einen Reibach macht und das werde ich zu verhindern wissen. Daher werden wir alles tun, damit ein Rechnungsbetrag von mehr als dem zwei- oder dreifachen Satz nicht bezahlt wird.

Mir ist durchaus bewusst das meine Partnerin die Verursacherin der gesamten Situation ist.

Ich musste mich über die Leistungen und Untersuchungen nicht schlau machen, denn ich bin weder ihr Betreuer noch ihr Elternteil und muss dafür nicht von vornherein geradestehen. Der Behandlungsvertrag wurde immer noch zwischen ihr und dem Behandler geschlossen. Da man aber als Kassenpatient davon ausgehen kann, dass die Abrechnung zwischen Arzt und Kassenärztlicher Vereinigung erfolgt, informiert sich kein Patient vor der Untersuchung über die anfallenden Kosten, es sei denn, es ist eine iGel-Leistung. Dies ist es hier jedoch nicht. R-Mediziner und Gynäkologin hatten telefonischen Kontakt, dies haben uns beide Ärzte mehrfach bestätigt, eine Überweisung wurde dennoch nicht ausgestellt. Die Gynäkologin teilte mit, dass sie nicht genau wisse wie ihr Kollege vorgeht und damit kann sie ihn auch nicht beauftragen, wozu ja eine Überweisung regulär gedacht ist. Mit einer Überweisung beauftragt der Überweiser seinen Kollegen zu einer Leistung. Ja, der R-Mediziner hat einmal auf eine Überweisung hingewiesen und darum gebeten, ich habe meine Partnerin danach noch darauf aufmerksam gemacht das diese fehlt und dann wurde es von ihr vergessen, das ist richtig. Mir liegt keine Rechnung vor, die Summe ist eine grobe Schätzung, die aber nicht unrealistisch sein dürfte, wenn der zwei- oder dreifache Satz Anwendung findet. Ich plane immer mit dem "worst Case", also dem höchstmöglichen Betrag, damit ich, sollte es dann doch günstiger sein, mich entspannen kann. Auf der Krankenkarte gibt es verschiedene Status, so zum Beispiel den Status 5 für Rentner. Daher kann der Behandler ersehen ob man Arbeitnehmer, Arbeitloser, Rentner oder dergleichen ist und sich dann ein Bild machen. Aufgrund unseres Alters kann er dann an fünf Fingern abzählen, dass die Rente nicht sehr hoch sein wird und dies mit Grundsicherung oder einer anderen Leistung noch aufgestockt werden muss. Woher soll auch eine hohe Rente in unserem Alter kommen?

Aber gut, dann sei Du (auch) raus, ich werde auch so meine Entscheidungen treffen und habe bislang noch kein schlechtes Gewissen, muss ich ehrlichkeitshalber zugeben.

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