Zweitprüfer, obwohl nicht in Studienordnung

19. April 2016 Thema abonnieren
 Von 
Lars-Daniel Weber
Status:
Schüler
(157 Beiträge, 62x hilfreich)
Zweitprüfer, obwohl nicht in Studienordnung

Hallo!

Mir wurde heute mitgeteilt, dass ich für die Bachelorarbeit einen Zweitprüfer angeben muss. Gemäß der für mich gültigen Prüfungsordnung ist aber kein Zweitprüfer für die BA benötigt, sondern lediglich für die M.Sc.-Arbeit.

Auf Rückfrage hat mir das Prüfungsamt heute mitgeteilt, dass halt nicht mehr der aktuellen Rechtslage entsprechend würde und Prüfungen, mit denen ein Studiengang beendet wird, von zwei PrüferInnen geprüft werden müssten.

Welche rechtliche Bindung hat eine Prüfungs- und Studienordnung überhaupt, wenn sie ständig geändert wird?

Grüße,
Lars-Daniel

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9029 Beiträge, 4884x hilfreich)

Zitat (von Lars-Daniel Weber):
Welche rechtliche Bindung hat eine Prüfungs- und Studienordnung überhaupt, wenn sie ständig geändert wird?

Alles unterliegt halt einem gewissen Wandel....

Signatur:

Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39032 Beiträge, 14092x hilfreich)

Nun ja, die einen jammern, dass die Prüfungsordnungen nicht den Gegebenheiten angepasst werden, die anderen jammern, weil sie angepasst werden. Jedenfalls bemühen sich die Hochschulen, so einigermaßen einheitliche Prüfungsstandarts zu halten bzw. einzuführen. Und zwei Prüfer, das ist Standart. Mich hat überrascht, dass es irgendwo noch anders gehandhabt wird.

Ist doch auch nicht von Nachteil für die Betroffenen.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Lars-Daniel Weber
Status:
Schüler
(157 Beiträge, 62x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Ist doch auch nicht von Nachteil für die Betroffenen.


In der Regel schon, ich kenne das aus Zweitprüfungen in den Schule. Die Zweitprüfer sind meistens am gleichen Institut (oder an einer befreundeten Schule bzw. man kennt sich). Die Noten werden meistens direkt mitgeliefert und der Zweitprüfer sagt nur: "Ja, stimme ich zu". Da gibt's keine großen Diskussionen über Notenabweichungen, weil man dem Prüfungsleiter nicht reinreden will.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122702 Beiträge, 40167x hilfreich)

Zitat:
Die Noten werden meistens direkt mitgeliefert und der Zweitprüfer sagt nur: "Ja, stimme ich zu". Da gibt's keine großen Diskussionen über Notenabweichungen, weil man dem Prüfungsleiter nicht reinreden will.

Wenn ih das mal subsummiere, ist es eigentlich egal ob ein Zweitprüfer existent ist oder nicht.


Wo wäre dann das Problem bzw. was ist das Ziel das erreicht werden soll?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Lars-Daniel Weber
Status:
Schüler
(157 Beiträge, 62x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn ih das mal subsummiere, ist es eigentlich egal ob ein Zweitprüfer existent ist oder nicht.


Nun, genau in dem Fall, wenn sich die Prüfer uneins sind. Wenn mein Erstprüfer (rechtlich zugesagt) mir ne 1.0 gibt und der Zweitprüfer (rechtlich vom Prüfungsausschuss dazugesponnen) 'ne 4.0.

Zitat (von Harry van Sell):
Wo wäre dann das Problem bzw. was ist das Ziel das erreicht werden soll?

Bei eBay, Paypal, Facebook usw. wird man über jede AGB-Änderung informiert. Hier entscheiden Dritte - ohne rechtlichen Beleg, vermutlich auch ohne öffentliche Bekanntgabe - über deinen Studienverlauf.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122702 Beiträge, 40167x hilfreich)

Zitat:
Bei eBay, Paypal, Facebook usw. wird man über jede AGB-Änderung informiert.

Irreleant, da wir hier im Verwaltungsrecht sind.

Da reicht oft schon eine öffentliche Bekanntgabe aus. Persönliche Benacrichtigungen sind da eher unüblich.



Zitat:
Hier entscheiden Dritte - ohne rechtlichen Beleg, vermutlich auch ohne öffentliche Bekanntgabe - über deinen Studienverlauf.

Das liest sich jetzt so, als habe man das Amt noch nicht einmal nach der Rechtsgrundlage gefragt???



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39032 Beiträge, 14092x hilfreich)

Ich kenne keinen Fall, in welchem der Zweitgutachter so gravierend vom Erstgutachter abweicht. Was soll die Aufregung eigentlich? Ich kenne allerdings einen Fall, in dem der Erstgutachter mit dem Prüfling befreundet war .... und ich kenne einen weiteren Fall, in welchem der Zweitgutachter herausgefunden hat, dass die Arbeit ein Plagiat war.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Lars-Daniel Weber
Status:
Schüler
(157 Beiträge, 62x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das liest sich jetzt so, als habe man das Amt noch nicht einmal nach der Rechtsgrundlage gefragt???


Wir hatten schon häufiger Problemchen... die Dozenten halten sich nicht an Bearbeitungsfristen, manche Paragraphen der Studienordnung sind aus der alten Diplomordnung abgewandelt und haben im Studienverlaufsplan überhaupt keine Bedeutung mehr. Damals durfte man sich z.B. den Prüfer für mündliche Prüfungen selbst aussuchen. Heute wird er bestimmt. Man darf - rein rechtlich - auch keine bewerteten Zwischenprüfungen mehr einführen, machen sie trotzdem noch. Erst in der Studienordnung für neue Studierende wurde dies verbindlich untersagt.

Zitat (von wirdwerden):
Ich kenne keinen Fall, in welchem der Zweitgutachter so gravierend vom Erstgutachter abweicht. Was soll die Aufregung eigentlich? Ich kenne allerdings einen Fall, in dem der Erstgutachter mit dem Prüfling befreundet war .... und ich kenne einen weiteren Fall, in welchem der Zweitgutachter herausgefunden hat, dass die Arbeit ein Plagiat war.
wirdwerden


Gemäß Studienordnung ist eine Freundschaft nicht untersagt; der Prüfer muss halt nur qualifiziert sein. In unserer Prüfungsordnung ist bewusst NICHT formuliert, was in einem Plagiatsfall zu tun ist, da das oft "fakultätsintern" geklärt wird. Wir hatten in meiner SHK-Zeit auch mal einen Plagiatsfall, der vom Prof. das "bereinigt wurde", da die Studierende eine familiär schwierige Zeit hatte.

1x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 273.359 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
110.407 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen