unterlassene bzw. Verweigerung von Hilfeleistung?

13. November 2021 Thema abonnieren
 Von 
guest-12319.12.2021 10:23:15
Status:
Frischling
(48 Beiträge, 5x hilfreich)
unterlassene bzw. Verweigerung von Hilfeleistung?


Ich frage wegen einer Bekannten.

Hier erst einmal die Fakten:
• Die Bekannte hat sich von ihren narzisstischen Mann getrennt
• Es gibt gemeinsame Tiere (4 Pferde, 2 Hunde, anfangs 2 *******e)
• Die Tiere versorgt die Bekannte alleine – sämtliche Kosten und Arbeit
• Der Noch-Ehemann zahlt nichts für die gemeinsamen Tiere
• Seine Anwältin wirkt nicht auf ihren Mandanten ein, damit dieser sich hälftig an die Kosten der gemeinsamen Tiere beteiligt

Meine Frage nun:
Wenn man weiß, daß jemand in finanzieller Not ist und Tiere auch noch zu versorgen hat und man nicht hilft, macht man sich strafbar?

Wissentlich verweigert die Gegenseite meiner Bekannten die Beteiligung an hälftiger Zahlung der Kosten der gemeinsamen Tiere. Wissentlich hat die Gegenseite auch bereits in Kauf genommen, daß Tiere verenden.
Meines Erachtens ist strafbar, wenn man dies weiß und nichts dagegen unternimmt (unterlassene Hilfeleistung?).



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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38144 Beiträge, 13929x hilfreich)

Nö, ist es nicht, schau mal ins Gesetz, ist doch eigentlich sehr klar definiert. Ob zivilrechtliche Ansprüche bestehen, ist schwer einzuschätzen. Was spricht denn gegen den Verkauf der Tiere?

wirdwerden

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Zitat (von anne fi):
Es gibt gemeinsame Tiere

Diese Behauptung könnte wie genau bewiesen werden?



Zitat (von anne fi):
Seine Anwältin wirkt nicht auf ihren Mandanten ein, damit dieser sich hälftig an die Kosten der gemeinsamen Tiere beteiligt

Warum auch, dafür gibt es genau 0,0 Gründe.
Seine Anwältin hätte besser die Behörden informiert, das die Tiere abgeholt und in bessere Obhut gebracht werden, wenn der Halter sie nicht mehr ausreichend versorgen kann.



Zitat (von anne fi):
Wenn man weiß, daß jemand in finanzieller Not ist und Tiere auch noch zu versorgen hat und man nicht hilft, macht man sich strafbar?

Unbeteiligte Dritte müssen da nicht große einschreiten, hier könnte man höchstens die Behörden informieren, damit wäre auch schon alles getan.

Ob der Miteigentümer (wenn er es denn wäre) sich strafbar machen würde, kommt darauf an, wo sich die Tiere befinden. Wenn er die dauernd sieht, weil sich sich auf seinem Grundstück befinden, dann könnte das wahrscheinlich sein.

Der Halter (hier also die Freundin) würde sich hier bei Mängeln in der Versorgung in der Tat strafbar machen wegen Misshandlung / Quälerei der Tiere.



Zitat (von anne fi):
(unterlassene Hilfeleistung?).

Unterlassene Hilfeleistung gilt nicht bei Sachen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat (von anne fi):
Wenn man weiß, daß jemand in finanzieller Not ist und Tiere auch noch zu versorgen hat und man nicht hilft, macht man sich strafbar?
Nein.

Zitat (von anne fi):
Wissentlich verweigert die Gegenseite meiner Bekannten die Beteiligung an hälftiger Zahlung der Kosten der gemeinsamen Tiere.
Eine Unterhaltspflicht für Tiere gibt es halt nicht.

Zitat (von anne fi):
Meines Erachtens ist strafbar, wenn man dies weiß und nichts dagegen unternimmt (unterlassene Hilfeleistung?).
Nein.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38144 Beiträge, 13929x hilfreich)

@ bostonxl: richtig, einen Unterhaltsanspruch für Tiere gibt es nicht. Allerdings gibt es seltene Fallkonstellationen, in welchen eine Beteiligung an Kosten für Tiere in Betracht kommt.

wirdwerden

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