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GF-Gehalt automatisch senken

2.10.2021 Thema abonnieren
 Von 
kqaqiq
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
GF-Gehalt automatisch senken

Hallo zusammen,
folgende Situation:

In meiner UG habe ich aktuell ~15.000€ Vermögen erwirtschaftet. Im aktuellen Jahr habe ich privat noch kein steuerpflichtiges Einkommen verdient, da ich mir aktuell kein GF-Gehalt auszahle.

Nun würde ich gerne den Einkommenssteuerfreibetrag von ~9000€ für 2021 ausnutzen und mir für Oktober - Dezember je 3000€ im Monat als GF-Gehalt auszahlen.

Das Problem ist, dass ich aktuell noch nicht einschätzen kann, ob ich dieses Gehaltsniveau in 2022 dauerhaft halten kann (also ob ich 36k im Jahr umsetzen kann). Ideal wäre es für mich daher, für die nächsten 3 Monate 3000€ auszuzahlen, dieses im Januar automatisch zu senken (bspw. auf 1000€) und dann, abhängig von der wirtschaftlichen Lage, wieder anzuheben.

Das große Thema ist hier nun natürlich VGA, die gefürchtete versteckte Gewinnausschüttung. Hat jemand hier schon eine ähnliche Situation gehabt? Wie seid ihr damit umgegangen? Ist mein Plan rechtlich eindeutig geregelt?

Beste Grüße
Thorben

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tom998
Status:
Lehrling
(1601 Beiträge, 976x hilfreich)

Zitat (von kqaqiq):
Das große Thema ist hier nun natürlich VGA, die gefürchtete versteckte Gewinnausschüttung.
Dann sollten Sie sich fragen, ob ein fremder GF eine Gehaltszahlung je nach Tageslaune des Gesellschafters akzeptieren würde. Wohl nicht. Eine steuerlich anzuerkennende Gehaltsvereinbarung sollte der (hoffentlich vorhandene) StB entwerfen.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92577 Beiträge, 35866x hilfreich)

Zitat (von kqaqiq):
Das große Thema ist hier nun natürlich VGA,

Die sich hier mit aller Macht aufdrängt.



Zitat (von Tom998):
Dann sollten Sie sich fragen, ob ein fremder GF eine Gehaltszahlung je nach Tageslaune des Gesellschafters akzeptieren würde. Wohl nicht.

Richtig, der sogenannte "Drittvergleich".

Bei Neugründungen werden durchaus besondere Vergütungsvereinbarungen die sich an der Finanzkraft des Unternehmens orientieren akzeptiert, weil diese nicht unüblich sind.

Aber: die werden ganz am Anfang abgeschlossen und nicht erst wenn man merkt, das noch schnell Steuern gespart werden müssen.
Die Steuerprüfer kennen diese uralten Tricks, da kommt man dann ganz schnell in Erklärungsnot ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4166 Beiträge, 1116x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Bei Neugründungen werden durchaus besondere Vergütungsvereinbarungen die sich an der Finanzkraft des Unternehmens orientieren akzeptiert, weil diese nicht unüblich sind.

Aber: die werden ganz am Anfang abgeschlossen und nicht erst wenn man merkt, das noch schnell Steuern gespart werden müssen.

Selbstverständlich können die Gesellschafter eines Unternehmens jederzeit mit dem Geschäftsführer eine Senkung von dessen Bezügen vereinbaren, wenn das Unternehmen z.B. in Liquiditätsengpässen ist und Geld sparen muss.

Das ist ein völlig normaler Vorgang, an dem grundsätzlich auch kein Finanzamt etwas auszusetzen hat.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92577 Beiträge, 35866x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Selbstverständlich können die Gesellschafter eines Unternehmens jederzeit mit dem Geschäftsführer eine Senkung von dessen Bezügen vereinbaren, wenn das Unternehmen z.B. in Liquiditätsengpässen ist und Geld sparen muss.

Ja und?
Hätte man den Beitrag gelesen und verstanden, wüsste man das gerade darum nicht geht ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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