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GmbH Gründung: Einbringung von PKW, wie bewerten?

11. Januar 2012 Thema abonnieren
 Von 
Thoren.
Status:
Schüler
(165 Beiträge, 36x hilfreich)
GmbH Gründung: Einbringung von PKW, wie bewerten?

Hallo,

wir haben eine leichte Panne erlitten, bzw. sind etwas ratlos. Das Gericht verweist an den Notar, der Notar ans Gericht. Das Gericht hat die Eintragung erstmal abgewiesen.

Folgendes ist passiert:

GmbH Gründung mit 35K Stammkapital. Kombinierte Sach- Bargründung mit 2 Gesellschaftern.
20K bar, 15K bringt ein Gesellschafter in Form eines PKWs ein, der für die Firma benötigt wird, wurde auch so vom Steuerberater angeraten. Vertrag wurde Ende letzten Jahres notariell aufgesetzt.

Um Kosten zu reduzieren haben wir den Wagen Schwacke von einem Autohaus bewerten lassen. Das Autohaus hat noch eine persönliche Stellungnahme geschrieben, daß der Wagen so nach üblichen Grundsätzen ohne Ab- und Aufwertungen bewertet wurde und der Preis auch realistisch ist und der Wagen so gehandelt wird.
Der Wagen wurde mit einem Eurotax-Schwackepreis von 17K bewertet. Der Ausdruck samt Ausstattungsliste wurde mit dem Schreiben beigefügt.

Der Anmeldung der GmbH kann seitens des Gerichts nicht entsprochen werden, da die Werthaltigkeit der Sacheinlage nicht nachgewiesen sei.
Zum Einen nur die Stellungnahme, auch wenn ein ausführlicher Schwacke-Ausdruck dabei ist.

Zum Anderen aber, da der Verkaufspreis von 17K ein Händler-VK ist. Anscheinend soll oder muß der HEK erkennbar sein. Denn der stelle den Marktwert im Falle der Veräusserung des Fahrzeugs dar.

Letztlich sei die Kalkulation auch vorbehaltlich der technischen Prüfung erfolgt. Ok, das ist aber nur eine Klauselierung auf dem Schwacke-Ausdruck. Das Fahrzeug wurde ja überprüft.

???

Ist das so korrekt?

Ich meine, wenn ich ein neues Auto kaufen muß dann bekomme ich doch auch kein Auto zum HEK, sondern muß den VK zahlen.
Wieso soll nur der HEK berücksichtigt werden?

Ich habe zur Schadensbegrenzung jetzt erstmal die Folgeseiten der Schwackeberechnung nachgereicht, dort steht der HEK von 13.750 Euro incl. MwSt. Das heißt, es fehlt ein Teilbetrag. Ausserdem den letzten TÜV Bericht aus Ende August 2011, mängelfrei.

Ich schätze das wird wahrscheinlich nicht reichen...?...

Was passiert nun? Der notarielle Gesellschaftervertrag ist ja geschrieben mit 20K und 15K Sach. Kann man einen evtl. fehlenden Betrag als Bareinlage nachschieben oder ist jetzt der gesamte Gesellschaftervertrag hinfällig und muß neu aufgesetzt werden?

Wie muß das Fahrzeug denn bewertet werden? Oder ist das jetzt alles nur Korinthen*****rei? Ich meine, ein komplettes Wertgutachten kostet ja schließlich auch einen hohen Betrag! Wo ist die Relation?

Wie wird der Wagen denn dann letztendlich eingebracht? HEK abzüglich noch der Mwst.? Das wäre ja Gau. Der Wagen beinhaltet keine MwSt., wurde als Privatwagen eingebracht.
Dann wäre es ja ein Fehlbetrag von fast 4.000 Euro.

Gruß und danke schon mal

Thoren.



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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12311.04.2012 22:52:18
Status:
Student
(2108 Beiträge, 1036x hilfreich)

Das ist der Nachteil bei einer Sachgründung, schlimmer wird der Ärger wenn ihr nach Jahren bankrott geht.

Einfacher wäre doch eine 25er Gründung, bei der es reicht erst mal nur die Hälfte einzubringen. Oder eben eine UG mit 20tsd bar.

Den Vertrag müsst ihr ändern.

Selbstverständlich ohne MWST, denn die bekommt ja beim Verkauf nicht.

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2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Flo Ryan
Status:
Schlichter
(7524 Beiträge, 5058x hilfreich)

quote:
Ich meine, wenn ich ein neues Auto kaufen muß dann bekomme ich doch auch kein Auto zum HEK, sondern muß den VK zahlen.
Wieso soll nur der HEK berücksichtigt werden?

Dann ist der Kaufpreis aber auch keine Einlage, sondern eine Betriebsausgabe. Es darf deswegen nur der HEK berücksichtigt werden, weil das im Zweifelsfall der Preis ist, den das Fahrzeug beim Verkauf noch bringen würde. Dass das Fahrzeug möglicherweise auch teurer verkauft werden könnte, spielt keine Rolle, da es darauf ankommt, dass der vorgesehene Anteil des Stammkapitals auch tatsächlich und nicht nur theoretisch mit dieser Sacheinlage erbracht werden kann.

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3x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Flo Ryan
Status:
Schlichter
(7524 Beiträge, 5058x hilfreich)

Kleiner Tipp am Rande noch: Da jetzt jetzt deine zweite Frage ist, die grundlegende Dinge einer GmbH betreffen, solltest du dir doch mal ganz dringend Hilfe, z.B. in Form eines Gründerkurses holen. Die weiteren Dinge, die da auf dich zukommen werden mit Sicherheit nicht einfacher und du hast schon jetzt am Anfang arge Probleme...

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