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Inoslvenz einer UG: Insolvenzverwalter fordert Zahlung des Stammkapitals

12. Mai 2020 Thema abonnieren
 Von 
Barricada
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Inoslvenz einer UG: Insolvenzverwalter fordert Zahlung des Stammkapitals

Hallo Zusammen,

Ich hoffe ich kann in diesem Forum bei folgnder Sachlage ein paar Tipps erhalten:

im März 2010 wurde eine UG gegrüdet, deren alleiniger Gesellschafter ich bin.
Ich habe das Stammkapital von 5.000 Euro seinerzeit auf das Konto der UG in bar eingezahlt.

Ende 2018 wurde nun wegen Zahlungsunfähigeit ein Insolvenzverfahren beantragt, eröffnet wurde dieses schließlich im August 2019.

Gestern erhielt ich ein Schreiben des Insolvenzverwalters, der von mir einen Nachweis fordert, dass ich das Stammkapital auch tatsächlich eingezahlt habe. Die ihm zur Verfügung gestellten Dokumente würden dieses nicht belegen und der damalige GF der UG hätte seine Anfrage unbeantwortet gelassen. Den Nachweis muss ich nun binnen 10 Tagen erbringen - andernfalls muss ich die Einlage erneut zahlen.

Das Problem ist nun: Diesen Nachweis kann ich nicht erbringen, da ich den EInzahlungsbeleg nicht mehr finden kann. Das ist natürlich meine eigene Schuld und ich könnte diese 5.000 Euro nun als Lehrgeld verbuchen - ich kann diese Summe aber nicht aufbringen, insofern bedeutet dies leider etwas mehr für mich.

Ich habe bereits versucht bei der Bank einen Kontoauszug aus dieser Zeit anzufordern. Diese archivieren allerdings nur 10 Jahre, ergo fällt der entscheidende Monat Februar 2010 raus. Auch der damalige Notar konnte mir nicht helfen, da die Aufbeahrungspflicht verstrichen und die Akte bereits vernichtet ist.

Die letzte Hoffnung sind die Dokumente der UG, auf welche ich allerdings aktuell keinen Zugriff habe und bei denen ich bezweifel, dass diese lückenlos vorhanden sind und einen entsprechenden Beleg beinhalten.

Mir stellen sich nun konkret zwei Fragen:

1) Warum muss ich einen solchen Beleg überhaupt liefern? Bei einer UG sind (im Gegensatz zur GmbH) doch nur Bareinlagen erlaubt - und diese müssen bei EIntragung in´s Handelsregister vollständig erbracht sein. Ohne einen entsprechenden Einzahlungsbeleg hätte eine Eintragung der UG in das Handelsregister durch den Notar doch gar nicht stattgefunden.

2) Könnte ich mich u.U. auf Nach § 19 Abs. 6 GmbHG berufen?

Zitat:
"(6) 1Der Anspruch der Gesellschaft auf Leistung der Einlagen verjährt in zehn Jahren von seiner Entstehung an. 2Wird das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet, so tritt die Verjährung nicht vor Ablauf von sechs Monaten ab dem Zeitpunkt der Eröffnung ein."


Vielen Dank!

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Kalanndok
Status:
Lehrling
(1370 Beiträge, 221x hilfreich)

Rein vom Text her würde ich sagen, dass es verjährt sein müsste.
Zum Einen weil Punkt 1 erfüllt ist (mehr als 10 Jahre) und zum Anderen sind mit Insolvenzeröffnung im August 2019 die 6 Monate aus Punkt 2 ebenfalls um.

Die Frage ist halt, wann genau der Anspruch der UG auf Leistung der Einlagen entstanden ist auf der einen Seite und wann genau das Insolvenzverfahren eröffnet wurde auf der anderen Seite.

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