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Rechnungen nach GmbH Löschung privat bezahlen?

4.6.2021 Thema abonnieren
 Von 
Pani18
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Rechnungen nach GmbH Löschung privat bezahlen?

Hallo liebes Forum, ich habe eine (vermutlich recht naive) Frage und freue mich, falls mir jemand helfen kann:

Ich habe eine GmbH löschen lassen (ohne Liquidationsverfahren, da vermögenslos). Nach durchgeführter Löschung im Handelsregister, nach Abgabe der Liquidationsbilanz beim KSt-Finanzamt, und nach Schliessung der Geschäftskonten und Auskehrung des (vernachlässigbaren) Rest-Guthabens an die Gesellschafter, kommen freilich immer noch Rechnungen (z.B. Notar, Registergericht, Bankgebühren, etc.).
Es handelt sich um kleinere Positionen, die eine formale Nachtragsliquidation sicherlich nicht rechtfertigen.

Frage: Kann ich diese Rechnungen einfach privat begleichen und dann in meiner Einkommensteuererklärung als zusätzliche Verluste angeben (Anlage KAP - Dort gebe ich ja auch das verlorene Stammkapital an unter Befügung des letzten KSt-Bescheides mit Ausweis des Verlustes der GmbH).
(Es geht mir nicht nur um den steuerlichen Aspekt, ich will natürlich auch nicht mit dem Gesellschaftsrecht in Konflikt kommen.)

Eine wirkliche Alternative sehe ich auch nicht, da das Geschäftskonto ja bereits geschlossen wurde (dies war m.M.n. auch unumgänglich da die Gesellschaft ja nicht mehr existiert).

Vielen Dank schon mal für sachdienliche Antworten

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(88941 Beiträge, 35288x hilfreich)

Zitat (von Pani18):
Es handelt sich um kleinere Positionen, die eine formale Nachtragsliquidation sicherlich nicht rechtfertigen.

Es wäre mir neu das es da entsprechende Grenzen gibt.



Zitat (von Pani18):
Auskehrung des (vernachlässigbaren) Rest-Guthabens an die Gesellschafter,

Bei einer angeblich vermögenslosen Gesellschaft ... wo kam das denn her?



Zitat (von Pani18):
ch will natürlich auch nicht mit dem Gesellschaftsrecht in Konflikt kommen

Ich habe das Gefühl, das es dafür schon zu spät ist ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Pani18
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Grundsätzlich Danke für deinen Beitrag. Leider empfinde ich ihn als wenig sachdienlich.

Zitat (von Harry van Sell):
Bei einer angeblich vermögenslosen Gesellschaft ... wo kam das denn her?

"Vermögenslosigkeit" ist ein Fachbegriff und umfasst in Einklang mit der jahrzentelangen Verwaltungspraxis deutscher Gerichte und Finanzämter eine Bagatellgrenze von ca. 500 Euro. Schlage hierzu gerne nach in GmbhR 2003, S. 460ff.

Zitat (von Harry van Sell):
Es wäre mir neu das es da entsprechende Grenzen gibt.

Für eine Nachtragsliquidation gibt es natürlich keine Grenze der Höhe der Verbindlichkeiten. Dieses Instrument ist jedoch für den Fall gedacht, dass noch nicht verteilte Vermögensgegenstände der Gesellschaft nach Abschluss der Liquidation "auftauchen". Die Nachtragsliquidation ist ein Sonderfall und wird nur auf Antrag durchgeführt.
Die Gebührenrechnung über die Registerlöschung kommt aber natürlich immer und regelmäßig nach jeder Löschung einer Kapitalgesellschaft. Die Nachtragsliquidation ist ganz offensichtlich nicht das richtige Instrument für die korrekte Begleichung dieser Gebühren. Darüber müssen wir uns doch nicht wirklich streiten. (Ich hätte den Begriff gar nicht in meinen Startpost aufnehmen sollen, er scheint jetzt nur unnötige Verwirrung zu stiften.)

Zitat (von Harry van Sell):
Ich habe das Gefühl, das es dafür schon zu spät ist ...

Das ist ok.
Ich suche aber eher nach einem Beitrag zu meiner Frage, nicht nach einem Gefühl.


-- Editiert von Pani18 am 04.06.2021 20:39

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#3
 Von 
cirius32832
Status:
Bachelor
(3353 Beiträge, 940x hilfreich)

Das ist hier ein Meinungsforum, und seine Meinung hat Harry van Sell geäussert. Aber vielleicht gibt es ja noch andere Meinungen und aus den gesamten Antworten kannst du dann im besten Fall ablesen, wie sie Sache aussieht

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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