Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
558.058
Registrierte
Nutzer

böse Konsequenzen

14.2.2020 Thema abonnieren
 Von 
nörchenmörchen
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
böse Konsequenzen

Sehr geehrtes Forum,
ich habe im Jahr 2019 einen Minderheitsanteil an einer GmbH übernommen. Nach rund 7 Monaten fordert der Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter zum Nachschuss auf. Heute stelle ich fest, das ich dies garnicht prüfen kann, da mir der Gesellschafter-Vertrag nicht vorliegt. Ich habe ausschließlich die notarielle Übertragungsurkunde der Geschäftsanteile. Bei Gründung einer GmbH ist es doch zwingend vorgeschrieben, den Gesellschafter-Vertrag von allen Anteilseigner unterschreiben zu lassen. Ich bin nachträglich hinzu gekommen, und mir wird heute bewusst das ich diesen Gesellschafter-Vertrag nicht unterschrieben habe und er liegt mir auch nicht vor. Kann ich mich an dieser Stelle wehren, bzw. kann ich mich generell gegen diesen Nachschuss wehren?

Danke für Eure antworten!

Verstoß melden



6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81240 Beiträge, 33940x hilfreich)

Zitat (von nörchenmörchen):
Kann ich mich an dieser Stelle wehren, bzw. kann ich mich generell gegen diesen Nachschuss wehren?

Klar, kann man immer. Kann dann halt sehr teuer werden am Ende.


Man sollte sich erst mal eine Kopie der vertraglichen Vereinbarungen besorgen, diese lesen und dann entscheiden was man macht.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
cruncc1
Status:
Senior-Partner
(6087 Beiträge, 3830x hilfreich)

Zitat (von nörchenmörchen):
Ich bin nachträglich hinzu gekommen, und mir wird heute bewusst das ich diesen Gesellschafter-Vertrag nicht unterschrieben habe und er liegt mir auch nicht vor.

Na und? Das Handelsregister ist ein öffentliches Register und jeder kann den Gesellschaftsvertrag abrufen.

https://www.handelsregister.de/rp_web/welcome.do

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
TidoZett
Status:
Schüler
(370 Beiträge, 65x hilfreich)

Was für eine dumme Ausrede gibt es denn, dass man als Gesellschafter den Gesellschaftsvertrag nicht kennt?

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2528 Beiträge, 809x hilfreich)

Zitat:
Bei Gründung einer GmbH ist es doch zwingend vorgeschrieben, den Gesellschafter-Vertrag von allen Anteilseigner unterschreiben zu lassen. Ich bin nachträglich hinzu gekommen, und mir wird heute bewusst das ich diesen Gesellschafter-Vertrag nicht unterschrieben habe und er liegt mir auch nicht vor.

Und was hast DU unterschrieben? Oder war das ganze mündlich?! Wieso gehst Du ohne Unterschrift davon aus, überhaupt Gesellschafter zu sein ;-)

Signatur:https://www.antispam-ev.de
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3079 Beiträge, 913x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):

Und was hast DU unterschrieben? Oder war das ganze mündlich?! Wieso gehst Du ohne Unterschrift davon aus, überhaupt Gesellschafter zu sein ;-)

"Ich habe ausschließlich die notarielle Übertragungsurkunde der Geschäftsanteile."

Mit der notariell beglaubigten Übernahme von Gesellschaftsanteilen wird man (Mit-)Gesellschafter.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3079 Beiträge, 913x hilfreich)

Zitat (von nörchenmörchen):

ich habe im Jahr 2019 einen Minderheitsanteil an einer GmbH übernommen. Nach rund 7 Monaten fordert der Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter zum Nachschuss auf.

Da hätte man vorher prüfen sollen, ob das Stammkapital bereits vollständig eingezahlt wurde. Wenn nicht, haften alle Gesellschafter gesamtschuldnerisch für den nicht eingezahlten Restbetrag.
Zitat:
Heute stelle ich fest, das ich dies garnicht prüfen kann, da mir der Gesellschafter-Vertrag nicht vorliegt.

Man kauft GmbH-Anteile, ohne den Gesellschaftsvertrag vorher zu lesen???
Zitat:
Ich habe ausschließlich die notarielle Übertragungsurkunde der Geschäftsanteile.

Damit ist man neuer (Mit-)Gesellschafter.
Zitat:
Bei Gründung einer GmbH ist es doch zwingend vorgeschrieben, den Gesellschafter-Vertrag von allen Anteilseigner unterschreiben zu lassen.

Bei der Gründung ja. Wenn später Gesellschaftsanteile verkauft werden, tritt der Käufer in die Rechte und Pflichten des Verkäufers ein.
Zitat:
Ich bin nachträglich hinzu gekommen

Eben.
Zitat:
, und mir wird heute bewusst das ich diesen Gesellschafter-Vertrag nicht unterschrieben habe

Aber den Übernahmevertrag.
Zitat:
und er liegt mir auch nicht vor.

Nun, den kann man über das Handelsregister lesen, und außerdem kann ein GmbH-Gesellschafter wohl ja auch jederzeit vom GmbH-Geschäftsführer eine Kopie des Gesellschaftsvertrags bekommen.
Zitat:
Kann ich mich an dieser Stelle wehren, bzw. kann ich mich generell gegen diesen Nachschuss wehren?

Wenn die Übernahme der Gesellschaftsanteile wirksam erfolgte (wofür alles spricht, wenn sie notariell beglaubigt wurde): nein.

Man kann natürlich versuchen, im Binnenverhältnis die anderen Gesellschafter anteilig mit heranzuziehen.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 198.026 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
83.062 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.