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Auftragsannahme zurückziehen

31.10.2019 Thema abonnieren
 Von 
go529738-47
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Auftragsannahme zurückziehen

Hallo,
es geht um folgende Situation:
Und zwar sollte ich die Reinigung für ein Ferienhaus übernehmen, angemeldet als Gewerbe.
Der Weg zwischen Wohnort und dem Arbeitsort wären ca. 40km gewesen. Das hätte ich auf mich genommen. Nun stellte sich allerdings heraus, das ich auch öfters mal dorthin fahren müsste, wenn die Gäste irgendwelche Dinge nicht wüssten etc. Davon war vorher allerdings nicht die Rede und ich sagte, das sich das dann für mich nicht mehr lohnen würde und sagte somit den Auftrag wieder ab.
Dies habe ich nun zwei Monate vor dem geplanten Beginn gemacht, da es erst ab nächsten Jahr losgehen sollte und etwa 2 1/2 Wochen ist die Zusage her. Ein schriftlicher Vertrag über die selbstständige Tätigkeit wurde nicht gemacht.
Desweiteren wurde mir gesagt, das jetzt auch keine Möglichkeit mehr bestände, jemand anderen dafür zu finden und am Ort des Hauses Gespräche zu führen, da Sie selber nicht mehr für ein Wochenende vor Ort kommen könnten, weil die ganze Zeit ausgebucht wäre, was allerdings auch nicht stimmt. ( Sie wohnen etwa 1Std. entfernt )

Desweiteren wurde mir gesagt, das inzwischen schon auf allen Webseiten diesbezüglich meine Kontaktdaten hinterlegt und angelegt wurden. Durfte dies einfach so gemacht werden, ohne meine Einverständnis?

Daher die Frage, ob ich jetzt mit irgendwelchen Konsequenzen evtl. deswegen zu rechnen habe?
Ich bedanke mich im Vorraus.

-- Editiert von go529738-47 am 31.10.2019 23:01

-- Editiert von go529738-47 am 01.11.2019 07:29

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7726 Beiträge, 1374x hilfreich)

Zitat (von go529738-47):
Durfte dies einfach so gemacht werden, ohne meine Einverständnis?
Wenn das in dem mündlich vereinbarten Vertrag nicht besprochen und also nicht erlaubt wurde, dann nicht.
Als Gewerbetreibender sollte man keine Verträge (groß oder klein) am Telefon oder im persönlichen Gespräch schließen.
Zitat (von go529738-47):
Das hätte ich auf mich genommen.
Was heißt hätte? Hast du oder hast nicht? Hast diesen einmaligen Auftrag angenommen? Oder komplett alles abgelehnt
Zitat (von go529738-47):
und sagte somit den Auftrag wieder ab.
Auch am Telefon?
Zitat (von go529738-47):
Desweiteren wurde mir gesagt, das jetzt auch keine Möglichkeit mehr bestände,
Das ist nicht unbedingt dein Problem.
Zitat (von go529738-47):
Daher die Frage, ob ich jetzt mit irgendwelchen Konsequenzen evtl. deswegen zu rechnen habe?
Da wir weder die genaue Absprache noch den Auftraggeber kennen, könnte ---nichts bis viel--- die Konsequenz sein.

Verlange schriftlich die Löschung deiner Kontaktdaten, stelle eine kurze Frist.

Melde dich doch hier wieder, wenn was kommt.

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#2
 Von 
go529738-47
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Das wäre kein einmaliger Auftrag gewesen, sondern ab Jan. 2020 regelmäßig. Da ging es allerdings um die Reinigung und nicht darum, das man dann immer dort hin muss, falls die Gäste irgendwelche Probleme haben. Das schaffe ich dann leider nicht so flexibel und habe daher schriftlich abgesagt, weil es ja eigentlich nur um die Reinigung ging.

Ich werde mich aufjedenfall melden, wenn da jetzt noch etwas nach kommen sollte.

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#3
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7726 Beiträge, 1374x hilfreich)

Zitat (von go529738-47):
Das wäre kein einmaliger Auftrag gewesen
Schon verstanden.
1x hättest du das gemacht. Aber nicht mehrfach--- alles klar. Und auch nicht, um für die Gäste Huasmeister zu sein...
Zitat (von go529738-47):
und habe daher schriftlich abgesagt,
Ok. Damit sollte es erledigt sein.
Die Löschung deiner Daten auf der Website kannst du noch schriftlich verlangen.

-- Editiert von Anami am 01.11.2019 12:44

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#4
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7231 Beiträge, 2555x hilfreich)

Also fassen wir es zusammen:

Es bestand Einigkeit über wiederkehrende Reinigungsarbeiten
und es bestand keine Einigkeit über zusätzlich vom Auftraggeber gewünschte "Hausmeistertätigkeiten".

Von einem Vertrag (wenn auch mit noch mit zum Teil unbestimmten Inhalt) ist deshalb auszugehen.

Du beabsichtigst diesen Vertrag von Anfang an nicht zu erfüllen. Dass nennt man Vertragsbruch; und es können sich daraus durchaus finanzielle Konsequenzen für Dich ergeben.
Damit ist sogar zu rechnen, denn der Auftraggeber muss sich ja um Ersatz kümmern und hat jetzt nicht mehr unendlich Zeit nach einer preiswerten Alternative zu suchen. Er muss quasi nehmen was kommt.

Den Vertragsteil (Reinigung) zunächst zu erfüllen um ihn dann ordentlich zu kündigen wäre die rechtlich sicherere Variante gewesen.
Als Selbstständiger sollte man sowas wissen, denn so hausgemachte Probleme braucht keiner.

Berry


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#5
 Von 
go529738-47
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin auch noch nicht selbstständig.Ich wollte das Gewerbe dann zum 01.01. anmelden. Es wurde auch nie gesagt, wie genau das ablaufen sollte. -Ok mein Fehler auch, das ich noch nicht nachgefragt hatte. Das wurde mir auch erst vorgestern von der jetzigen Reinigungskraft mitgeteilt, das der Eigentümer dies auch "unter der Hand" macht. Aber bei so etwas wollte ich schon alles korrekt ablaufen lassen dann.
Wobei ich als Reinigungskraft, dann auch selber das Geld von den Gästen für die Endreinigung sammeln sollte, damit dies nicht über das Konto von ihm geht, ,wegen der MWSt. Das kam mir dann auch schon etwas seltsam vor.

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#6
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2080 Beiträge, 702x hilfreich)

Hier riecht es nach klassischer Scheinselbstständigkeit und Schwarzarbeit
FINGER WEG

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#7
 Von 
fb367463-2
Status:
Senior-Partner
(6613 Beiträge, 2732x hilfreich)

Bieten Sie ihm an, daß Sie Vertragsgemäß die Reinigung übernehmen - aber diese zusätzliche Arbeit weder abgesprochen noch angenommen ist. Und schon far nicht kostenlos als Bonus für den Arbeitgeber!

Und daß Sie natürlich alles ordentlich machen wollen, daß heißt Sie stellen Ihre Arbeit dem Auftraggeber in Rechnung und er bezahlt Sie dann übers Firmenkonto.

Ich denke, dann legt er eh keinen gesteigerten Wert mehr auf Sie.

Aber Cirrus hat recht, am besten Finger weg.

-- Editiert von fb367463-2 am 01.11.2019 17:42

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#8
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7231 Beiträge, 2555x hilfreich)

Zitat (von fb367463-2):
Aber Cirrus hat recht, am besten Finger weg.

Nur dürfte es dafür jetzt zu spät sein, da es ja bereits eine Zusage gibt.

Zitat (von go529738-47):
Ich bin auch noch nicht selbstständig

Doch, bist du. Zumindest hast Du dich so vertraglich gebunden.

Zitat (von go529738-47):
Es wurde auch nie gesagt, wie genau das ablaufen sollte. -Ok mein Fehler auch, das ich noch nicht nachgefragt hatte.

Richtig erkannt, unter Lehrgeld erfassen.

Zitat (von go529738-47):
Das wurde mir auch erst vorgestern von der jetzigen Reinigungskraft mitgeteilt, das der Eigentümer dies auch "unter der Hand" macht.

Dein Vertragspartner ist der Vermieter. Dass was Deine Vorgängerin Dir sagt kannst Du zur Kenntnis nehmen, aber es hat keine Relevanz. Aber Du kannst es mit dem Auftraggeber besprechen/abstimmen/was auch immer.

Zitat (von go529738-47):
Aber bei so etwas wollte ich schon alles korrekt ablaufen lassen

Das scheint auch dringend geboten; und nebenbei: denke an ausreichenden Versicherungsschutz für Deine berufliche Tätigkeit.

Berry

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#9
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17307 Beiträge, 7619x hilfreich)

Hier gibt es eben keinen Vertrag, da über dessen Inhalt keine Einigung erzielt wurde. Ein Vertrag ist nämlich eine aus übereinstimmenden Willenserklärungen zustande kommende Einigung. Einen nicht vorhandenen Vertrag kann man nicht brechen.

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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