Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
558.293
Registrierte
Nutzer

Widerspruch auf Rechnung

8.4.2011 Thema abonnieren
 Von 
gepezet
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 5x hilfreich)
Widerspruch auf Rechnung

Hallo,

benötige rechtliche Hilfe.

Kunde ist Gewerbetreibender,
Rechnungssteller ist Gewerbetreibender,
Es sind bekannte, die aber untereinander keine Sonderkonditionen vereinbart haben.

Ein Kunde erhält rechtmäßig eine Rechnung für eine Dienstleistung. Er widerspricht dieser mit den Worten, dass er diese nicht beauftragt hätte.
Wie kann/darf der Rechnungsversendende nun reagieren, damit er keine falsche Richtung für sich selbt einschlägt?
° Kann er dem Kunden mitteilen, dass er den Widerspruch nicht akzeptiert, da die Begründung nachweislich unzutreffend sind?
° Kann er trotzdem 14 Tage später eine Mahnung versenden, wenn bis dahin kein Geldeingang ersichtlich ist?
° Wie geht es danach weiter?

Ich danke jetzt schon allen, die helfen können.

-----------------
""

Verstoß melden



12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12323.08.2011 15:08:53
Status:
Praktikant
(832 Beiträge, 881x hilfreich)

--- editiert vom Admin

2x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81358 Beiträge, 33962x hilfreich)

Da wäre es zeilführend, zu hinterfragen über welche gerichtsfesten Nachweise man denn verfügt, die gegenteiliges beweisen würden.


Das hier

quote:
° Kann er dem Kunden mitteilen, dass er den Widerspruch nicht akzeptiert, da die Begründung nachweislich unzutreffend sind?

klingt ja schon mal so, als ob das was vorhanden wäre?





-----------------
"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
gepezet
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 5x hilfreich)

Zum einen Zeugenaussage eines Beteligten und schriftliche Konversation per eMail, in der die vorgenommenen Arbeiten benannt sind...

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
guest-12306.05.2011 11:25:43
Status:
Student
(2721 Beiträge, 1168x hilfreich)

Einen "Widerspruch" auf Rechnungen ist sinnlos.

quote:
Zum einen Zeugenaussage eines Beteligten und schriftliche Konversation per eMail, in der die vorgenommenen Arbeiten benannt sind.

Wenn wir zwei uns über den Bau einer Mondstation unterhalten ist das kein Auftrag. Auch das bekannt sein irgendwelcher Arbeiten sind kein Auftrag.

Aber wenn du meinst einen Auftrag zu haben kannst du ohne weitere Mahnung erst mal einen Mahnbescheid senden (der verkürzt die Verfahrenzeit auch) oder auch direkt klagen.

Du muss im Verfahren den Auftrag beweisen. Ein Auftrag entsteht wenn einer sagt: "Mach mal". Und der andere: "ok".
Das ist keine Frage ob du einen Anwalt hast, sondern der Beweise.

Die Kurse bei IHK und Volkshochschule sollte man machen.

Uwe

-----------------
""

2x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
gepezet
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 5x hilfreich)

Warum ist ein Widerspruch auf eine Rechnung sinnlos?

In den eMails ist detailliert beschrieben, was gemacht werden soll. Der Rechnungssteller hat dem Kunden zu den jeweils fertig gestellten Arbeitsschritten Infos zukommen lassen, die wiederrum vom Kunden beantwortet wurden, teils mit weiteren Arbeitsaufträgen. Von daher sollte das ausreichen, oder? :o)

-----------------
""

2x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
guest-12306.05.2011 11:25:43
Status:
Student
(2721 Beiträge, 1168x hilfreich)

Wenn es ausreicht und der Gegner der Rechnung widerspricht bleibt nur die Klage. Etwas schneller geht der Weg über den Mahnbescheid......

quote:

was gemacht werden soll

Das ist nicht die Frage, bei mir sollte das Bad gemacht werden, ich kann auch genau erklären wie. Ist deswegen immer noch kein Auftrag

Uwe

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81358 Beiträge, 33962x hilfreich)

Das hört sich schon mal ganz gut an.



Eventeuell könntest du ja die ersten 2 Mails mal hier posten (Namen, Mail-Adressen, etc. löschen)?



Die Mahnung mit ausreichender Zahlungsfrist würde ich per Gerichtsvollzieher zustellen lassen.





-----------------
"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
guest-12306.05.2011 11:25:43
Status:
Student
(2721 Beiträge, 1168x hilfreich)

quote:
Die Mahnung mit ausreichender Zahlungsfrist würde ich per Gerichtsvollzieher zustellen lassen

Kann man sich sparen nach 60 Tagen ist der automatisch in Verzug. Auch hat er ablehnt zu zahlen. In Verzug setzen ist daher nicht nötig.

Ich denke aber dem ist das passiert was bereits vielen Unternehmer passiert ist. Ohne Auftrag gearbeitet.

Uwe

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
gepezet
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo,
danke für Eure Antworten.

Der Kunde verlangt nun den Nachweis eines Kostenvoranschlages. Den hat es natürlich nicht gegeben (darum kann man den jetzt auch verlangen), des Weiteren behauptet der Kunde, ohne einen Kostenvoranschlag kann kein Auftrag zustande kommen. Die Antwort des Rechnungsstellers, dass nicht zwangsläufig ein KV erstellt werden muss, wenn der Kunde keinen anfragt, beantwortete der Kunde mit den Worten: "Ohne mache ich nie etwas!".
Die detaillierten Änderungsangaben in der eMail, die dem Rechnungssteller vorliegen, sind plötzlich gar nicht für den Rechnungssteller bestimmt gewesen, sondern eine Absprache mit einem Geschäftspartner.

Na, da weiss man auch wo das hinführen soll, oder?
Beauftragen, es als *nicht beauftragt* darstellen und plötzlich hatte man keinen eMailverkehr. Gut dass das Gegenteil beweisbar ist und der Rechnungssteller dem Kunden nun den Mahnbescheid zukommen lassen kann.

Danke für Eure Hilfe.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
guest-12306.05.2011 11:25:43
Status:
Student
(2721 Beiträge, 1168x hilfreich)

Dein Kunde will dich über den Tisch ziehen.

Du klagst und beweist dem Gericht das du einen Auftrag bekommen hast, der Auftrag ausgeführt wurde und die Arbeit abgenommen wurde. Vorher einen Mahnbescheid geht auch.

Du solltest dringen einen Volkshochschulkurs machen wie man Werkverträge eingeht.

Uwe

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden


#12
 Von 
gepezet
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo,
das Thema ist durch. Ein Anwaltsschreiben, dessen Gebühren der Kunde auch gezahlt hat, scheint endlich Einsicht gebracht zu haben. Aber der Ärger drumherum ist es von der Summe eigentlich nicht wert gewesen. Aber es geht manchmal auch um das Prinzip.

Vielen Dank für Eure Hilfe.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 198.151 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
83.076 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.