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völlig falsch beschriebene Ware

11.5.2019 Thema abonnieren
 Von 
fb488854-76
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
völlig falsch beschriebene Ware

Ich schrieb schon unter https://www.123recht.de/forum/gewerberecht/EinmannFirmen-verkaufen-chinesische-Ware-zum-zig-fachen-Preis-__f552521.html, dass ich die angebotene Ware dubios fand.
Nun stellt sich heraus, dass es sich nicht um das angepriesene Produkt, einen sich selbst bewegenden Ball als Katzenspielzeug handelt, sondern es in Wahrheit ein "robotic cleaning ball" ist, wie auf der Verpackung zu lesen ist. Der soll angeblich durch die Ecken rollen und Staub sammeln. Alle unsere Katzen nehmen Reißaus, wenn sie ihn erleben. Ich habe keine Rechnung und auch keine Widerrufsbelehrung erhalten, weder per EMail noch beim Paket dabei.

Meine Intuition hat mich also nicht getäuscht. Soll ich die Firma beim Verbraucherschutz oder ähnlichem melden? Oder hat das keinen Sinn?

Viele Grüße
Thomas

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
knickknack
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 0x hilfreich)



Das ganze wird sogar als Geschäftsmodell vermarktet. Die Vermarktung dessen ist also ein eigenes Geschäftsmodell und das seit Jahren.

Es wird Shop-Software vermarktet in der man die Waren direkt mit Aliexpress verlinken kann.
Dann geht es natürlich darum auch zB. die lange Lieferzeit der Ware direkt aus China irgendwie zu verschleiern usw.

Im Internet gibt es dann natürlich auch die passenden Erfolgsvideos dazu wo Verkäufer ihre Millionenumsatzerfolge präsentieren. Einer der Erfolgsvögel hat mal versucht Armbanduhren, die er für etwa 10 EUR das Stück in China eingekauft hat hier als exclusive Designerware für 300 EUR zu verkaufen (Es kann auch noch mehr gewesen sein. Dazu hat er für die Uhren eine Schatulle und einen Umkarton für 20 EUR pro Stück anfertigen lassen.
In seinem Video tat er kund, dass sein größter Verlust war diese Uhren für 30 EUR an den Mann zu bringen.
Im Internet fand ich jedoch eine Internetseite wo vor seinen teuren Disigneruhren ausdrücklichst gewarnt wurde mit den entsprechenden Preisen.

Man kann auch esoterische Zauberkästen völlig ohne Wirkung verkaufen:
https://www.123recht.de/forum/strafrecht/Entscheidungen-zu-esoterischen-Zauberkaesten-mit-physikalischer-Wirkung-__f551879.html
Und mancher davon kostet bis zu 8000 EUR und wird seit fast 30 Jahren verkauft. Zwischendurch macht man mit der GmbH halt mal Insolvenz und entsorgt die Reklamationsklagen.

Das der Standort der Ware falsch angegeben wird kommt zB. auch auf ebay vor. Ich empfehle immer in das Impressum zu schauen, wenn man halt nicht aus China bestellen will. Bei einer Reklamation ist man sonst Chancenlos, wenn der Verkäufer in Singapore, China oder sonstwo sitzt.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(66597 Beiträge, 31490x hilfreich)

Zitat (von fb488854-76):
Soll ich die Firma beim Verbraucherschutz oder ähnlichem melden?

Ich bin ehrlich gesagt überfragt, ob es in China einen Verbraucherschutz oder ähnliches gibt.

Bleiben wohl nur die üblichen Bewertungsportale ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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