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Google 1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar

26.3.2019 Thema abonnieren
 Von 
Clarissa12345
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Google 1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar

Hallo,

eine mir unbekannte Person hat für mein kleines Unternehmen auf Google eine „1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar" hinterlassen.
Ich kenne den anonymisierten Fantasie-Namen nicht, ich kenne die Person nicht, das Avatar nicht, ob Mann oder Frau?, kein Kunde / Kundin von mir ist und war, und bin mir sicher, daß die Person weder telefonisch noch direkt mit mir und meinem kleinen Unternehmen Kontakt hatte.

Suche ich in Google nach dem Fantasienamen, stoße ich auf eine YouTube Seite mit hinterlegten Ballerspielen, unter Google Plus ebenfalls.

Wie kann man Google dazu auffordern, diese „1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar" zu entfernen?

Ich würde mich über Antworten und Lösungen sehr freuen, vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Clarissa

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27 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4737 Beiträge, 2268x hilfreich)

das Grundgesetz steht über Google und garantiert das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Also ist die 1-Sterne-Bewertung nicht zu beanstanden.

Nur falsche Behauptungen etc. wären angreifbar, aber wenn man nichts schreibt, ist halt auch nichts, was man da angreifen kann.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84825 Beiträge, 34575x hilfreich)

Zitat (von Clarissa12345):
Wie kann man Google dazu auffordern, diese „1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar" zu entfernen?

In dem man diese Rezession entsprechend als unangemessen meldet: https://support.google.com/business/answer/4596773?hl=de



Zitat (von hiphappy):
Also ist die 1-Sterne-Bewertung nicht zu beanstanden.

Doch, ist sie in diesen Falle schon.



Zitat (von hiphappy):
Nur falsche Behauptungen etc. wären angreifbar,

Stimmt. Und da die Person hier unbekannt / nicht zuzuordnen ist, reklamiert man das entsprechend.
Dann muss Google prüfen / beweisen das diese Bewertung rechtens ist, der Unbekannte also Kunde ist.

Dabei handelt es sich m ständige gängige Rechtsprechung
Landgericht Lübeck, Az.: 9 O 59/17 )
Landgericht Hamburg, Az.: 324 O 63/17 )
BGH, Az.: VI ZR 34/15


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Junior-Partner
(5138 Beiträge, 1720x hilfreich)

Zitat:
Dabei handelt es sich m ständige gängige Rechtsprechung

Wenn es sich denn um eine Bewertung handelt, die gemäß Aufmachung und Erwartungshaltung derjenigen, die sie zur Kenntnis nehmen, nur oder überwiegend von echten Kunden abgegeben wird.
Handelt es sich hingegen um eine allgemeine Meinungsäußerung zu der Firma, dann sind auch schlechte Bewertungen, die auf bloßer Antipathie (Motiv: "Monsanto ist böse") oder auf lediglich äußerer Beurteilung (Motiv: "die Öffnungszeiten finde ich furchtbar") beruhen, völlig zulässig und von den Unternehmen hinzunehmen.

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#4
 Von 
Clarissa12345
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Clarissa12345):
Wie kann man Google dazu auffordern, diese „1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar" zu entfernen?

In dem man diese Rezession entsprechend als unangemessen meldet: https://support.google.com/business/answer/4596773?hl=de



Zitat (von hiphappy):
Also ist die 1-Sterne-Bewertung nicht zu beanstanden.

Doch, ist sie in diesen Falle schon.



Zitat (von hiphappy):
Nur falsche Behauptungen etc. wären angreifbar,

Stimmt. Und da die Person hier unbekannt / nicht zuzuordnen ist, reklamiert man das entsprechend.
Dann muss Google prüfen / beweisen das diese Bewertung rechtens ist, der Unbekannte also Kunde ist.

Dabei handelt es sich m ständige gängige Rechtsprechung
Landgericht Lübeck, Az.: 9 O 59/17 )
Landgericht Hamburg, Az.: 324 O 63/17 )
BGH, Az.: VI ZR 34/15



Hallo Harry van Sell,

vielen Dank, das hilft mir weiter!

Ich versuche mein Glück, in der Hoffnung, daß diese unkommentierte 1-Sterne-Bewertung von Google bald entfernt wird.

LG Clarissa

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#5
 Von 
Clarissa12345
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank allen, die hier unbürokratisch und umgehend geantwortet haben!

Das Internet hält zu „Google 1-Sterne-Bewertungen ohne Kommentar" unterschiedliche Auffassungen bereit,
die letzten Rechtsprechungen explizit dazu können hoffen lassen, daß Google sich doch zu kümmern hat.
LG Clarissa

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#6
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2896 Beiträge, 858x hilfreich)

Wenn man nachweisen kann, dass die Bewertung NICHT von einem Kunden stammt, muss Goggle löschen. Nach erfolgter Bewschwerde hört sich Google die Meinung des Bewerters an. Und dann wird entschieden. Ich habe gerade selber so einen Fall am Laufen.

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84825 Beiträge, 34575x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Wenn man nachweisen kann, dass die Bewertung NICHT von einem Kunden stammt,

Falsch, in Deutschland ist es genau anders herum, die Beweislast liegt bei Google.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#8
 Von 
Lilalaunebär
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

[SPAM GELÖSCHT]

-- Editiert von Moderator am 25.02.2020 19:34

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#9
 Von 
Brit2
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 3x hilfreich)

Ich staune. Weil ich mit meinem Namen bei google 2 Unternehmen mit nur 1* bewertet und sachlich kritisierte (ich war nachweislich Kunde) und bei beiden Firmen nach nur wenigen Stunden meine Bewertung gelöscht sind. Wiederholend. Kontaktiert hat mich google nie.
Ich hab also meinen Frust woanders geschrieben. Googlebewertungen trau ich nicht mehr.

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#10
 Von 
Clarissa12345
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Guten Morgen Brit2,
mein Thread bezieht sich auf eine bei Google abgegebene 1 Sterne-Bewertungen ohne jeglichen Kommentar, zudem nachweislich keinerlei Kontakt zu mir, kein Kunde.
Google hat in meinem Fall nichts unternommen, es darf nicht sein, daß der zu Unrecht Bewertete dieses geschäftsschädigende Verhalten von Bewertern zu dulden hat...

gleiches Recht für alle, das müßte gelten und wäre fair, daß der Bewertete den Bewerter auch bewerten darf!

Ihre gemachten Erfahrungen kann ich nachvollziehen, kenne ich selbst.

Grüße Clarissa

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#11
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(384 Beiträge, 106x hilfreich)

Zitat (von Clarissa12345):
Guten Morgen Brit2,
mein Thread bezieht sich auf eine bei Google abgegebene 1 Sterne-Bewertungen ohne jeglichen Kommentar, zudem nachweislich keinerlei Kontakt zu mir, kein Kunde.
Google hat in meinem Fall nichts unternommen, es darf nicht sein, daß der zu Unrecht Bewertete dieses geschäftsschädigende Verhalten von Bewertern zu dulden hat...

gleiches Recht für alle, das müßte gelten und wäre fair, daß der Bewertete den Bewerter auch bewerten darf!

Ihre gemachten Erfahrungen kann ich nachvollziehen, kenne ich selbst.

Grüße Clarissa

"nachweislich keinerlei Kontakt" - also kennt man den bürgerlichen Namen des Bewerters? Wie hat man den denn herausgefunden?
Anders kann man das ja gar nicht nachweisen, wer jetzt genau der Bewerter ist. Eventuell war es ja ein Kunde, welche unzufrieden war und jetzt unter einem Synonym bewertet?!

Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich zwingend Kunde sein muss, um eine Bewertung für ein Unternehmen abgeben zu dürfen? Das halte ich für verfassungsrechtlich äußerst kritisch!

Beispiel: ich möchte mich in einem Geschäft zu einem Produkt informieren, der/die Mitarbeiter sind aber äußerst unfreundlich und herablassend. Ich verlasse das Geschäft umgehend, ohne dort etwas zu kaufen. Ich bin demnach kein Kunde, und dürfte nach den Beispielen im Thread hier, keine Bewertung hinterlassen? Das ist aber nicht das, was unter "freie Meinungsäußerung" zu verstehen ist....

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84825 Beiträge, 34575x hilfreich)

Zitat (von GMB):
Anders kann man das ja gar nicht nachweisen, wer jetzt genau der Bewerter ist.

Doch, das geht durchaus.



Zitat (von GMB):
Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich zwingend Kunde sein muss, um eine Bewertung für ein Unternehmen abgeben zu dürfen? Das halte ich für verfassungsrechtlich äußerst kritisch!

Dummerweise kommt das Verfassungsrecht hier gar nicht zum Zuge.



Zitat (von GMB):
Ich bin demnach kein Kunde, und dürfte nach den Beispielen im Thread hier, keine Bewertung hinterlassen?

Kommt auf die vertraglichen Vereinbarungen an, die man mit dem jeweiligen Forum hat.



Zitat (von GMB):
Das ist aber nicht das, was unter "freie Meinungsäußerung" zu verstehen ist....

Irrelevant.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#13
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(384 Beiträge, 106x hilfreich)

Dann erkläre mir mal, wie du oder irgendjemand herausfinden möchte, wer sich hinter dem Usernamen "xyz" bei Google verbirgt?
Selbst wenn man dann die IP-Adresse und den Anschlussinhaber ermittelt hat, bestehen noch ca. 20 andere Hindernisse, um den tatsächlichen Bewerter herauszufinden. Das wird dann selbst für die Strafverfolgungsbehörden äußerst schwierig, wenn das z.B. in einem öffentlichen WLAN stattfand.

Ist "freie Meinungsäußerung", Artikel 5 der Verfassung, nun kein Grund mehr? Warum soll das hier nicht zählen?

Welche vertragliche Vereinbarung ist hier gemeint? Überwiegt diese Vereinbarung die Verfassung? Und warum soll das irrelevant sein? Seit wann ist die Verfassung irrelevant?

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#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84825 Beiträge, 34575x hilfreich)

Zitat (von GMB):
Dann erkläre mir mal, wie du oder irgendjemand herausfinden möchte, wer sich hinter dem Usernamen "xyz" bei Google verbirgt?

Einfach, weil die Schilderung des Sachverahltes nur einem Kunden zuzuordnen ist - nur mal so als ein Beispiel.



Zitat (von GMB):
Welche vertragliche Vereinbarung ist hier gemeint

Die mit dem Portalbetreiber.



Zitat (von GMB):
Ist "freie Meinungsäußerung", Artikel 5 der Verfassung, nun kein Grund mehr? Warum soll das hier nicht zählen?

Eventuell mal damit beschäftigen, was "freie Meinungsäußerung" bedeutet?



Zitat (von GMB):
Seit wann ist die Verfassung irrelevant?

Einfach mal schauen, zwischen wem die Verfassung Gültigkeit entfaltet?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#15
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3417 Beiträge, 973x hilfreich)

Zitat (von Clarissa12345):

eine mir unbekannte Person hat für mein kleines Unternehmen auf Google eine „1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar" hinterlassen.

Es ist auch niemand verpflichtet, einen Kommentar zu hinterlassen. Google sieht eine Bewertung mittels Sterne-Ranking vor, das kann jeder nutzen.
Zitat:
Ich kenne den anonymisierten Fantasie-Namen nicht, ich kenne die Person nicht, das Avatar nicht, ob Mann oder Frau?, kein Kunde / Kundin von mir ist und war, und bin mir sicher, daß die Person weder telefonisch noch direkt mit mir und meinem kleinen Unternehmen Kontakt hatte.

Das ist ein Widerspruch in sich. Wenn Sie den Google-User nicht kennen, können Sie auch nicht wissen, ob Sie schon mal Kontakt mit ihm hatten.

Zitat:
Wie kann man Google dazu auffordern, diese „1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar" zu entfernen?

Mit einem Telefonanruf. Mit einem Brief. Einem Fax. Einer E-Mail. Einem persönlichen Besuch in der Google-Zentrale.

Es wird nur nichts nützen. Google ist nicht verpflichtet, die Bewertung eines Users zu löschen.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#16
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3417 Beiträge, 973x hilfreich)

Zitat (von Clarissa12345):
Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Clarissa12345):
Wie kann man Google dazu auffordern, diese „1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar" zu entfernen?

In dem man diese Rezession entsprechend als unangemessen meldet: https://support.google.com/business/answer/4596773?hl=de



Zitat (von hiphappy):
Also ist die 1-Sterne-Bewertung nicht zu beanstanden.

Doch, ist sie in diesen Falle schon.



Zitat (von hiphappy):
Nur falsche Behauptungen etc. wären angreifbar,

Stimmt. Und da die Person hier unbekannt / nicht zuzuordnen ist, reklamiert man das entsprechend.
Dann muss Google prüfen / beweisen das diese Bewertung rechtens ist, der Unbekannte also Kunde ist.

Dabei handelt es sich m ständige gängige Rechtsprechung
Landgericht Lübeck, Az.: 9 O 59/17)
Landgericht Hamburg, Az.: 324 O 63/17)
BGH, Az.: VI ZR 34/15



Hallo Harry van Sell,

vielen Dank, das hilft mir weiter!

Verlassen Sie sich nicht auf diesen, pardon, Unsinn. Das hat mit der 1-Sterne-Bewertung nichts zu tun. Die ist eine Meinungsäußerung, und muss hingenommen werden. Unzulässig ist lediglich "Schmähkritik", aber darum handelt es sich ja nicht.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84825 Beiträge, 34575x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Verlassen Sie sich nicht auf diesen, pardon, Unsinn. Das hat mit der 1-Sterne-Bewertung nichts zu tun.

Ja neee, is klaaar ...

LG Hamburg, Urteil vom 12.01.2018 – 324 O 63/17
Negative 1-Stern-Bewertung ohne Kommentar kann Unterlassungsanspruch gegen Suchmaschinenbetreiber begründen

Eventuell hätte man sich vorher mal mit den Urteilen beschäftigen sollen ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#18
 Von 
Bearish
Status:
Beginner
(63 Beiträge, 6x hilfreich)

Man kann Google-Bewertungen generell nicht trauen. Man liest schonmal bei einer Autowerkstatt "habe nur einen Salat gegessen". Und ein Schulfreund von mir hat als Notar die Notarstelle gewechselt. Schon vor seinem ersten Tag im neuen Notariat hatte er dort zwei Google-Bewertungen, die ein Jahr und mehr alt waren.

Natürlich muß Google so einen Unsinn löschen, ebenso offensichtlich unfundierte negative Bewertungen.

Signatur:Don't worry, be happy
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#19
 Von 
Alter Sack
Status:
Schüler
(418 Beiträge, 60x hilfreich)

Zitat (von Bearish):
Natürlich muß Google so einen Unsinn löschen, ebenso offensichtlich unfundierte negative Bewertungen.

Gilt das auch für unfundierte positive Bewertungen?

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#20
 Von 
Clarissa12345
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Clarissa12345):
Guten Morgen Brit2,
mein Thread bezieht sich auf eine bei Google abgegebene 1 Sterne-Bewertungen ohne jeglichen Kommentar, zudem nachweislich keinerlei Kontakt zu mir, kein Kunde.
Google hat in meinem Fall nichts unternommen, es darf nicht sein, daß der zu Unrecht Bewertete dieses geschäftsschädigende Verhalten von Bewertern zu dulden hat...

gleiches Recht für alle, das müßte gelten und wäre fair, daß der Bewertete den Bewerter auch bewerten darf!

Ihre gemachten Erfahrungen kann ich nachvollziehen, kenne ich selbst.

Grüße Clarissa

Zitat (von GMB):

"nachweislich keinerlei Kontakt" - also kennt man den bürgerlichen Namen des Bewerters? Wie hat man den denn herausgefunden?
Anders kann man das ja gar nicht nachweisen, wer jetzt genau der Bewerter ist. Eventuell war es ja ein Kunde, welche unzufrieden war und jetzt unter einem Synonym bewertet?!

So, ich kläre mal auf:
denn ich hatte nach langer Recherche im Internet Glück, den Realnamen des Bewerters herauszufinden, als er in einem anderen Bereich seinen vollen Namen eingestellt hatte....plus Fotos...
es war ein 17 jähriger Schüler, eine Bekannte von mir war an seiner Schule Sozialarbeiterin.
Ich kontaktierte sie und erzählte ihr davon, daß ich ihn ganz sicher nicht kenne, er mich auch nicht, noch daß er jemals in meinem Geschäft als Kunde war oder angerufen hat.

Sie kannte ihn sehr gut und kam mit ihm eines Mittags ganz belanglos ins Gespräch, und erklärte ihm, welche schwerwiegende Folgen eine unberechtigt abgegebene kommentarlose 1Stern-Bewertung bei Google für ein Geschäft haben kann.

Es bestätigte sich sehr schnell, daß er weder mich noch mein Geschäft noch die Adresse kannte.
Er sagte ihr, daß er einfach aus Langeweile! mehrere Geschäfte mit kommentarlosen „1Stern" bewertete, ohne darüber nachzudenken...!

Seine freiwillige Entscheidung: entweder die Bewertungen löschen oder sie aufwerten...
Er wählte die 2. Variante aus, ich hatte Glück!




Und wieviel tausende von Google-Bewertern machen sich täglich null Gedanken darüber, haben mal miese Laune oder einen schlechten Tag oder nur Langeweile und hauen mal ruckzuck ohne jegliche Folgen tragen zu müssen zig 1 Stern-Bewertungen ohne Kommentar für Geschäfte raus, mit denen sie noch nie Kontakt hatten?

„Freie Meinungsäußerung" nennt man das?
Geschäftsschädigend ist das und nichts anderes.
Gleiches Recht für alle müßte gelten und wäre nur dann fair, wenn der Bewertete den Bewerter auch zurückbewerten kann und darf!


Ich wundere mich ganz und gar nicht mehr über die extreme Zunahme der auserwählten Anwälte, die sich darauf spezialisiert haben, diese Google-Bewertungen gegen nicht wenig Geld löschen zu lassen!
Ein ganz tolles Geschäftsmodell hat sich da aufgetan..."ein Schelm, wer Böses dabei denkt"

Jegliche Bewertungsportale lassen sich ganz simpel oder gegen Entgeld manipulieren, auch wenn sie großartig behaupten, ihre Bewertungen seien von realen oder verifizierten Usern oder Kunden!
Ich glaube DAS keinem einzigen Bewertungsportal mehr.
Fake-Bewertungen ohne Ende, gekaufte und verlogene Bewertungen ab einem 10er Pack aufwärts zu Pauschalpreisen etc.



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#21
 Von 
Alter Sack
Status:
Schüler
(418 Beiträge, 60x hilfreich)

Zitat (von Clarissa12345):
Seine freiwillige Entscheidung: entweder die Bewertungen löschen oder sie aufwerten...
Er wählte die 2. Variante aus, ich hatte Glück!

Zitat (von Clarissa12345):
Fake-Bewertungen ohne Ende, gekaufte und verlogene Bewertungen ab einem 10er Pack aufwärts zu Pauschalpreisen etc.

Mit unkorrekten positiven Bewertungen scheinst Du aber kein Problem zu haben, denn letztendlich ist die von dir vorgeschlagenen "2.Variante" nichts anderes als eine von dir veranlasste Fake-Bewertung.

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#22
 Von 
Clarissa12345
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Alter Sack):

....denn letztendlich ist die von dir vorgeschlagenen "2.Variante" nichts anderes als eine von dir veranlasste Fake-Bewertung.

bitte richtig lesen: das war nicht mein Vorschlag!

-- Editiert von Clarissa12345 am 17.01.2021 02:48

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#23
 Von 
The Mentalist
Status:
Praktikant
(882 Beiträge, 256x hilfreich)

Hier steht schon wieder so viel juristischer Unsinn, dass eigentlich der Thread komplett gelöscht gehört.

@Clarrisa
Dann hast du es nur falsch gemacht. Google ist laut BGH (Urteil v. 01. März 2016, Az. VI ZR 34/15, Jameda II).verpflichtet ein Prüfverfahren durchzuführen, bei dem der Bewertende beweisen muss, Kunde gewesen zu sein oder einen sonstigen Kontakt zum Unternehmen gehabt zu haben. Am besten lässt man ein solches von einem Anwalt einleiten. Dann kann man auch ggf. eine einstweilige Verfügung gegen Google erwirken wenn nicht nach 7-10 Tagen keine Reaktion kommt. Gibt auch "Dienstleister" die das machen.

Zitat:
Ist "freie Meinungsäußerung", Artikel 5 der Verfassung, nun kein Grund mehr? Warum soll das hier nicht zählen?

Die Abgabe einer Sternchen-Bewertung setzt aber einen Anknüpfungspunkt, wie z.B. einen Kontakt zum bewertenden Unternehmen voraus. Eine Sternchen-Bewertung stellt diese Behauptung nach Rechtsprechung auf (vgl. LG Hamburg, Urteil v. 12.01.2018, Az: 324 O 63/17; LG Lübeck, Urteil v. 16.6.2018, Az: I O 59/17).
Grundrechte wirken im Übrigen grundsätzlich nur gegenüber dem Staat.

Zitat:
Verlassen Sie sich nicht auf diesen, pardon, Unsinn. Das hat mit der 1-Sterne-Bewertung nichts zu tun. Die ist eine Meinungsäußerung, und muss hingenommen werden. Unzulässig ist lediglich "Schmähkritik", aber darum handelt es sich ja nicht.

Nein, muss sie nicht. Siehe oben.


-- Editiert von The Mentalist am 17.01.2021 09:10

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#24
 Von 
Alter Sack
Status:
Schüler
(418 Beiträge, 60x hilfreich)

Zitat (von The Mentalist):
Am besten lässt man ein solches von einem Anwalt einleiten. Dann kann man auch ggf. eine einstweilige Verfügung gegen Google erwirken wenn nicht nach 7-10 Tagen keine Reaktion kommt. Gibt auch "Dienstleister" die das machen.

Kann sicherlich alles machen, kostet aber halt auch Geld auf dem man mit großer Wahrscheinlichkeit sitzen bleibt. Bei einer "Rachebewertung" liegt in der Regel ja auch eine Beziehung zum Unternehmen vor und da die Bewertung nicht weiter kommentiert wurde reicht ein angebliches Telefonat bei dem niemand abgehoben für die negative Bewertung schon aus.

Im günstigsten Fall wird der Kommentar von Google gelöscht und man bleibt auf seinen Anwaltskosten sitzen.

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#25
 Von 
The Mentalist
Status:
Praktikant
(882 Beiträge, 256x hilfreich)

Zitat:
Kann sicherlich alles machen, kostet aber halt auch Geld auf dem man mit großer Wahrscheinlichkeit sitzen bleibt. Bei einer "Rachebewertung" liegt in der Regel ja auch eine Beziehung zum Unternehmen vor und da die Bewertung nicht weiter kommentiert wurde reicht ein angebliches Telefonat bei dem niemand abgehoben für die negative Bewertung schon aus.

Das kostet bei spezialisierten Anbietern rund 180€…wenn man die als Unternehmer nicht hat, sollte man über sein Geschäftsmodell ohnehin überdenken.
Und nein, ein solcher Anruf reicht nicht aus, von der Beweisbarkeit mal abgesehen.

Zitat:
Im günstigsten Fall wird der Kommentar von Google gelöscht und man bleibt auf seinen Anwaltskosten sitzen.

Dann klagt man das bequem ein, ist für einen ja kostenlos dann.

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#26
 Von 
Alter Sack
Status:
Schüler
(418 Beiträge, 60x hilfreich)

Zitat (von The Mentalist):
Und nein, ein solcher Anruf reicht nicht aus, von der Beweisbarkeit mal abgesehen.

Bewiesen/belegt werden muss lediglich die Beziehung Bewerter/Bewerteter, der Rest ist freie Meinungsäußerung. Und warum sollte man eine Firma nicht negativ bewerten können wenn sie telefonisch nicht erreichbar ist?

Zitat (von The Mentalist):
Dann klagt man das bequem ein, ist für einen ja kostenlos dann.

Bei wem, bei Google oder dem Bewerter?

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#27
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(384 Beiträge, 106x hilfreich)

Zitat (von The Mentalist):

Die Abgabe einer Sternchen-Bewertung setzt aber einen Anknüpfungspunkt, wie z.B. einen Kontakt zum bewertenden Unternehmen voraus. Eine Sternchen-Bewertung stellt diese Behauptung nach Rechtsprechung auf (vgl. LG Hamburg, Urteil v. 12.01.2018, Az: 324 O 63/17; LG Lübeck, Urteil v. 16.6.2018, Az: I O 59/17).
Grundrechte wirken im Übrigen grundsätzlich nur gegenüber dem Staat.

Ist ein Anknüpfungspunkt nicht auch "Ich habe die Werbung der Firma gesehen und die gefällt mir nicht"? Oder "Das Logo der Firma finde ich total hässlich"? Oder "Die Webseite hat nicht funktioniert"? Wie soll man so etwas "beweisen" oder "widerlegen"? Wie soll jemand widerlegen, dass ich nicht doch das Logo des Ladens gesehen habe und es nicht schön fand?

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