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Ärger mit KFZ-Werkstatt

27.10.2009 Thema abonnieren Zum Thema: Werkstatt Auto
 Von 
Melli1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Ärger mit KFZ-Werkstatt

Melli - eine andere Melli, nicht ich ;-), besitzt ein Auto von der Marke Sucof Drof.

Dieses Auto erwarb sie gebraucht vor knapp zwei Jahren.

In diesen zwei Jahren waren etwa 10 ADAC-Mechaniker und dieselbe Anzahl an Werkstätten an dem Auto dran. Immer wieder war's etwas anderes. Garantie hat das Fahrzeug schon lange nicht mehr.

Aktueller Fall:

- Auto geht Freitag Abend nicht mehr an.
- ADAC sagt: Anlasser
- Auto wird abgeschleppt, in eine Drof-Fachwerkstatt.
- Schlüssel und Auftrag werden eingeworfen.

- Melli ruft Samstag vor 9 an, um zu fragen, was jetzt.
- Ihr wird ein Rückruf versprochen
- Rückruf erfolgt nicht.
- Melli braucht das Auto, weil sie 250 km entfernt auf dem Dorf wohnt
- Melli kann Montag freinehmen, Dienstag muss sie aber unbedingt arbeiten

- Melli ruft wieder an, Auskunft:
- Es muss ein Anlasser bestellt werden, der erst Dienstag da ist
- Melli und ihr Kumpel recherchieren
- Sie besorgen bei einem bekannten Händler einen Noname-Anlasser
- 65 Euro

- Den Anlasser bringen sie noch Samstag in die Werkstatt
- Ihr wird versprochen, dass sie sich gleich Montag darum kümmern werden
- Den alten Ford-Anlasser dürfen sie behalten

- Melli ruft Montag Mittag an, Auskunft:
- Die Werkstatt hatte noch keine Zeit
- Melli ruft stündlich an, nachmittags Auskunft:
- Der Noname-Anlasser funktioniere angeblich nicht, weil irgendwas nicht passe
- Anlasser muss von Drof bestellt werden

- Melli spricht mit ihren Arbeitskollegen, die alle für sie länger bleiben müssen
- Melli ist Dienstag Mittag in der Werkstatt
- Wagen ist nicht fertig
- Melli wartet
- Wagen ist fertig
- Melli zahlt, 500,- Euro, für Anlasser und Arbeitsstunden

- Melli fährt zu ihrem Kumpel
- Sie laden ihre Tasche ein
- Sie will losfahren
- Geht nicht, Auto tot

- ADAC kommt
- Checkt: Anlasser kaputt

So, Melli fährt - die Jungs schoben an - mit dem Wagen der gerade aus der Fachwerkstatt kommt eben wieder zu der Fachwerkstatt. Die sagen jetzt, tja, ist halt so, Pech gehabt, dann lag es, wie Melli auch vermutet, garnicht an dem Anlasser. Aber weil Melli (Samstag) gesagt habe, dass es am Anlasser läge (was der ADAC Freitag meinte), hätten sie einfach nur den Anlasser getauscht. Ob der alte Anlasser defekt gewesen sei, das wüssten sie nicht.
Wahrscheinlich liegt der Fehler igendwo in der Elektronik, aber das haben sie nicht gecheckt, weil sonst hätte es nochmal 200 Euro mehr gekostet. Und weil der Kunde, also Melli, sagte, dass wäre der Anlasser, haben sie sich darauf verlassen, dass der Kunde (= Laie) Recht hat. Die alten - wahrscheinlich intakten - Anlasser will die Werkstatt nicht rausgeben, weil es ein Austauschteil wäre, dass zu Ford zurückmüsse. Der neue Anlasser kostete übrigens über 200,- Euro. Komisch nur, das erstens der NoName-Anlasser angeblich nicht passte (trotz Abgleich Schlüsselnummer usw.) und sie den anlasser nicht mehr rausgeben möchten.

Im Klartext: Vier Tage Ärger und Streß, 500,- Euro ärmer und der Fehler wurde in keinster Weise behoben. Darf Melli nicht mehr erwarten?

Melli bringt das Auto jetzt in eine andere Werkstatt, muss sich drei Tage einen Leihwagen nehmen und die Stunden von zwei ausgefallenen Arbeitstagen aufarbeiten - und sie hat 500,- Euro für nichts bezahlt. Ist das so rechtens?

Ich bitte um Meinungen, vielen, vielen Dank!

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Werkstatt Auto


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Lankwitzer
Status:
Schüler
(162 Beiträge, 50x hilfreich)

Ja, alles rechtens.

1, nicht mal die sogenannten Edelmarken rufen zurück.
2, wirf niemals eine Zulassung und einen Schlüssel unangemeldet in einen Briefkasten, der liegt dort ewig.
3, gib niemals eine Prognose ab, denn dann machen die teilweise schon mit Absicht solche Sachen.
4, geh niemals mit NoName Teilen in eine Typbezogene Werkstatt. Die lehnen jegliche Gewährleistung ab.

Deine Freundin wäre besser und billiger auf einer Tankstelle mit Werkstatt aufgehoben gewesen. Die suchen nach dem Fehler und bauen dann auch meist gelieferte Teile ein. Stundenlohnpreise sind deutlich günstiger als beim Hersteller.

Ich habe mit Werkstätten von Por.... bis Mer... alles durch und könnte ein Buch schreiben.

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#2
 Von 
Melli1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Problem ist einfach, dass Melli jobtechnisch absolut auf das Auto angewiesen ist. Leider hat man diesbezüglich freitags um 19 Uhr, wenn der Abschlepper fragt "Wohin?" auch nicht wirklich groß die Optionen, insbesondere wenn der Werkstattmeister des Vertrauens zwei Wochen im Urlaub ist und sich dessen Werkstatt außerdem 300 Kilometer woanders befindet.

quote:
4, geh niemals mit NoName Teilen in eine Typbezogene Werkstatt. Die lehnen jegliche Gewährleistung ab.

Das wäre überhaupt kein Problem gewesen. Samstag war ja die Aussage, dass sie das NoName-Teil einbauen würden, erst Montag behaupteten sie, dass das NoName-Teil (von einem iBäh-Händler mit 4000 (!) 100% positiven Bewertungen, trotz abgleich der Schlüsselnummer) angeblich nicht passen würde.

NoName kostete übrigens 65,-, das von DroF 230,-. ein Schelm wer dabei Böses denkt. Wir durften nicht 'mal den alten mit dem NoName-Anlasser vergleichen, damit wir hätten nachvollziehen können, warum das Teil nicht passte.

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#3
 Von 
Lankwitzer
Status:
Schüler
(162 Beiträge, 50x hilfreich)

Ja, das ist alles richtig. Die Werkstätten wissen das und nutzen das natürlich auch aus.
Bezüglich der NoNameteile ist es auch oft so, wenn Melli in nem halben Jahr in eine andere Herstellerwerkstatt fährt wird besagtes Teil erstmal pauschal als Verursacher gefunden.

Mein Fall: (ähnlich)

Ein Protzo aus Stuttgart spring nur selten an wenn er gefahren wurde. Starter NoName selbst eingebaut. Kosten 200,- Euro.
Auto springt wieder nicht an, auf zum Hersteller, der sagt Zündschloß. Gesagt und ausgetauscht. 400,- Euro.

Auto springt wieder selten an, Protzo sagt Starter NoName hat Kontaktschwierigkeiten und nicht genug Leistung. Neuer Originalstarter 450,- Euro.

Und, Auto springt wieder nicht immer an..........


Was war es ?

Eine kalte Lötstelle in der Wegfahrsperre. Gefunden hat das ein Kumpel nach ca. 2 h suchen.

Knapp 1000,- Euro zum Fenster rausgeworfen, ein Haufen Ärger für so eine Kleinigkeit.

Am Starter sind es auch ab und an nur die Massebänder die keinen Kontakt haben, oder die Lichtmaschine lädt nicht richtig wegen Masseverlust usw.....

Auto, fängt mit A an und hört mit O auf.

Leider :o))

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-- Editiert am 28.10.2009 14:04

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#4
 Von 
Melli1
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Haha, wie übel ;-).

Die Wegfahrsperre hat Melli inzwischen auch im Verdacht.

Nächste Woche ist der Werkstattmeister vom Dorf nebenan endlich wieder da, der macht das dann schon.

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