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Badsanierung zieht sich über Wochen, Absprachen werden nicht eingehalten bzw. falsch umgesetzt

27.6.2019 Thema abonnieren
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)
Badsanierung zieht sich über Wochen, Absprachen werden nicht eingehalten bzw. falsch umgesetzt

Hallo zusammen,

ich habe vor einiger Zeit online nach einer Firma gesucht, die ein Badezimmer in einem Fachwerkhaus sanieren soll. Da uns leider vorab ein anderer Handwerker abgesprungen ist und wir das ganze Material schon gekauft hatten, haben wir jemanden gesucht der das mit dem vorhandenen Material macht. Es hat sich dann auch eine Firma aus dem Umkreis gemeldet.
Der Firmenchef war selbst vor Ort und hat sich alles angesehen. Auch das Material hat er begutachtet und uns zugesagt das er damit das Bad sanieren kann. Zudem haben wir ihm noch eine Zeichnung, welche wir bereits von dem Handwerker zuvor bekommen haben gegeben und darum gebeten es so wie dargestellt, umzusetzen.
Dies wurde uns zugesagt. Es wurde alles vertraglich festgehalten und auch eine Teilbetrag angezahlt.
Zudem wurde uns gesagt das dass ganze nicht länger als 5 Tage dauern wird. Montag fangen sie an und Freitag sind sie wieder raus. Da haben wir uns schon gedacht, dass es sportlich wird. Haben aber weiter dazu nichts gesagt.
Der Chef meinte dann, dass er uns für die erste Juniwoche einplant.
Gut, es wurde dann der Dienstag in der zweiten Juniwoche. Der Chef selber kam zum Entkernen.
Das kam uns merkwürdig vor, war uns aber letztendlich egal. Hauptsache es ging los. Am Folgetag kam dann auch ein Container für den Schutt usw. Der steht auch bis heute noch vor Ort.
Allerdings kam die ganze restliche Woche niemand mehr. Auf Nachfrage am Donnerstag hieß es, dass sie noch auf Material warten müssen, welches benötigt wird.
Am Montag darauf kam die Info das dass Material am Dienstag geliefert wird und es somit am Mittwoch weitergehen kann. Am Mittwoch kamen dann zwei Mitarbeiter und haben das Badezimmer vollständig entkernt und wohl grundiert. Anschließend hieß es, dass alles jetzt 48h trocknen muss. Somit passierte in der Woche weiter nichts. Es hieß aber noch, dass es am Samstag einen Bauzeitplan gibt und am Montag der Innenausbau usw. fortgesetzt wird... Nun gut, der Bauzeitplan kam bis heute nicht. Am Montag und Dienstag war dann auch wieder niemand vor Ort. Gestern kam dann ein Sanitärmitarbeiter und hat verrohrt usw.
Leider mussten wir Abend feststellen das der Standort der Dusche an der falschen Wand installiert wurde.
Da wir selber nicht vor Ort sind, sondern nur ein Familienangehöriger haben wir das aber erst am Abend anhand von Bildern erkannt. Wir haben den Chef darauf versucht zu kontaktieren. Der nicht erreichbar war. Er schrieb daraufhin per Mail, dass er sich heute um 10 Uhr telefonisch meldet und er schon weis das die Dusche am falschen Ort installiert wurde. Das wäre ein Fehler des Mitarbeiters. Der Mitarbeiter war im übrigen von einer externen Sanitärfirma. Es hieß weiterhin, dass heute weiter gemacht wird mit Sanitärarbeiten und morgen dann der Estrich reinkommt. Der Chef hat sich bis jetzt nicht gemeldet und ist auch nicht erreichbar. Vor Ort war heute bis jetzt auch niemand mehr.
Ich finde es auch ziemlich dreist das gesagt wird das wer kommt und jemand dann auch früh vor Ort ist um die Bauarbeiter rein zulassen usw. und dann niemand kommt. Und das jetzt schon an mehreren Tagen!
Wir befinden uns mittlerweile in der 3. Woche seid Beginn der Arbeiten!

Daher schreibe ich das alles nun hier und bin etwas verzweifelt.
Ich frage mich, wie es nun weitergeht und wie ich vorgehen soll...?!

Danke schon einmal vorab für Eure Hinweise und Tipps.


-- Editiert von Jenny_S am 27.06.2019 13:02

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18 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6636 Beiträge, 1229x hilfreich)

Zitat (von Jenny_S):
Ich frage mich, wie es nun weitergeht und wie ich vorgehen soll...?!
Wie es weitergeht, weiß niemand.
Wenn einer sich hinterm Ohr kratzt und 5 Tage zusagt---ist das leider gar nichts wert. Vielleicht einen Lacher?
Zitat (von Jenny_S):
Es wurde alles vertraglich festgehalten und auch eine Teilbetrag angezahlt.
Bitte mal den Vertrag raussuchen und hier zitieren, was da genau zur Bauzeit vereinbart wurde.
Und was dann ist, wenn die Zeit nicht eingehalten wird.
Zitat (von Jenny_S):
Wir befinden uns mittlerweile in der 3. Woche seid Beginn der Arbeiten!
Tja, eure sportliche Sicht war wohl richtig.
Aber es zählt, was im Vertrag steht.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#2
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo und danke für deine Antwort.

Im Vertrag gibt es folgenden Punkt:

Der AN ist verpflichtet, seine vertraglichen Leistungen bis spätestens 2 Wochen nach Baubeginn
fertigzustellen.

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#3
 Von 
Sir Berry
Status:
Senior-Partner
(6987 Beiträge, 2499x hilfreich)

Zitat (von Jenny_S):
Der AN ist verpflichtet, seine vertraglichen Leistungen bis spätestens 2 Wochen nach Baubeginn
fertigzustellen.

OK, das ist der Passus der Verpflichtung.

Und was habt ihr vereinbart für den Fall, dass die Verpflichtung nicht eingehalten wird?

Berry

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#4
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Zitat (von Jenny_S):
Der AN ist verpflichtet, seine vertraglichen Leistungen bis spätestens 2 Wochen nach Baubeginn
fertigzustellen.

OK, das ist der Passus der Verpflichtung.

Und was habt ihr vereinbart für den Fall, dass die Verpflichtung nicht eingehalten wird?

Berry

Schriftlich steht nix im Vertrag was dann passiert. Aber muss es ja auch nicht. Der Vertrag ist in meinen Augen nicht erfüllt oder?

Was denkt ihr, was ich machen kann? Soll ich dem AN eine Mail senden mit dem Hinweis darauf?

Danke und Gruß
Jenny

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#5
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6636 Beiträge, 1229x hilfreich)

Zitat (von Jenny_S):
Der AN ist verpflichtet, seine vertraglichen Leistungen bis spätestens 2 Wochen nach Baubeginn
fertigzustellen.
Und mehr nicht? Auch kein Passus, wenn er aufgrund eurer Schuld die Frist nicht einhalten kann? Oder wenn andere unvorhergesehene Dinge passieren (etwa Krieg, Meteorit, Überschwemmung, also höhere Gewalt o.ä)?

Ja, du kannst ihm ne Mail senden. Was meinst du, was dann passiert?

Du solltest ihn besser postalisch schriftlich und mit Zustellnachweis auffordern, die vertraglich vereinbarte Leistung (Vertrag Nr. x vom xxx Datum) unverzüglich fertigzustellen.
Freundlicherweise kannst du ihm noch eine Frist setzen, evtl. noch 2 Wochen...er hat offenbar Probleme.
Und du solltest ihm aber mitteilen, was du dann machst, wenn er bis dahin nicht leistet.
Was?
Eine andere Firma beauftragen (eine richtige!!) und ---er-- zahlt das dann. Alles. Und noch viel mehr.

Fragen: Warum habt ihr das Material gekauft? Und einen Handwerker gesucht? War das so´ne ---my hammer-- Aktion?
Warum habt ihr eine Anzahlung geleistet? Das Material war doch schon da, er brauchte nur *leisten*, nix liefern.
Dass auch externe Handwerker dort arbeiten, ist nicht zu beanstanden. Das ist dann sein Subunternehmer gewesen. Leider hat er die Zeichnung nicht lesen können oder... was anderes lag vor. :???:

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#6
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von Jenny_S):
Der AN ist verpflichtet, seine vertraglichen Leistungen bis spätestens 2 Wochen nach Baubeginn
fertigzustellen.
Und mehr nicht? Auch kein Passus, wenn er aufgrund eurer Schuld die Frist nicht einhalten kann? Oder wenn andere unvorhergesehene Dinge passieren (etwa Krieg, Meteorit, Überschwemmung, also höhere Gewalt o.ä)?

Ja, du kannst ihm ne Mail senden. Was meinst du, was dann passiert?

Du solltest ihn besser postalisch schriftlich und mit Zustellnachweis auffordern, die vertraglich vereinbarte Leistung (Vertrag Nr. x vom xxx Datum) unverzüglich fertigzustellen.
Freundlicherweise kannst du ihm noch eine Frist setzen, evtl. noch 2 Wochen...er hat offenbar Probleme.
Und du solltest ihm aber mitteilen, was du dann machst, wenn er bis dahin nicht leistet.
Was?
Eine andere Firma beauftragen (eine richtige!!) und ---er-- zahlt das dann. Alles. Und noch viel mehr.

Fragen: Warum habt ihr das Material gekauft? Und einen Handwerker gesucht? War das so´ne ---my hammer-- Aktion?
Warum habt ihr eine Anzahlung geleistet? Das Material war doch schon da, er brauchte nur *leisten*, nix liefern.
Dass auch externe Handwerker dort arbeiten, ist nicht zu beanstanden. Das ist dann sein Subunternehmer gewesen. Leider hat er die Zeichnung nicht lesen können oder... was anderes lag vor. :???:

Wir hatten ursprünglich einen anderen Handwerker der uns gesagt hat welches Material er für die Umsetzung benötigt. Der ist dann aber abgesprungen. Wir haben dann über ebay Kleinanzeigen einen neuen Handwerker gesucht und auch von Anfang an eingeschrieben was gemacht werden muss und dass das gesamte Material vorhanden ist. Der jetzige Handwerker war auch vor Ort und hat sich alles angesehen und daraufhin den Vertrag gemacht.

Warum wir eine Anzahlung geleistet haben, ist eine gute Frage. Es war so vertraglich gefordert. Wir sind davon ausgegangen das er vorab Geld haben möchte, bevor er was tut. Vielleicht hat er ja schon mal was getan und hat dann kein Geld bekommen. Keine Ahnung. Nun ist die Anzahlung geleistet :-(

Er hat eine detaillierte bemaßte Zeichnung/Grafik erhalten. Und darauf basiert auch sein Angebot und alles weitere!


Es gibt zu dem ganzen auch Neuigkeiten. Nachdem er sich seid gestern Mittag nicht mehr gemeldet hatte und wir ihm geschrieben hatten, dass die Rohre falsch gesetzt sind und auch Über Putz installiert wurden und nicht wie gefordert unter Putz, hat er heute wieder verschiedene Ausreden und Erklärungen per Mail gesendet.
Wir haben ihm jetzt 1 Woche Nachfrist gewährt. Und auch geschrieben, dass wenn er die vertraglichen Leistungen bis dahin nicht liefert, werden wir eine andere Firma beauftragen und die Kosten an ihn weiterreichen und rechtliche Schritte einleiten. Das ganze per Mail und per Einwurfeinschreiben!
Er hat darauf auch schon geantwortet und widerrufen... Er meinte das wir ihn nie schriftlich mit dem Baubeginn kontaktiert haben. Es steht ein Punkt diesbezüglich im Vertrag:

Der Baubeginn wird dem AN 10 Tage vorher schriftlich angekündigt.

Allerdings haben wir den Vertrag unterschrieben und die Anzahlung geleistet. Daraufhin hatte er uns mitgeteilt das er am 07.06.19 mit den Arbeiten beginnt. Aufgrund von Problemen seinerseits hat sich der Baubeginn dann nochmal auf den 11.06.19 verschoben. Das alles hat er uns schriftlich mitgeteilt und wir haben auch darauf geantwortet, dass es OK sei.

Kennt jemanden so einen Punkt in einem Vertrag? Kann das ein Problem werden?
Ich verstehe diesen Punkt sowieso nicht. Wie soll das in der Praxis laufen?
Für mich gilt der Vertrag geschlossen mit der Unterschrift und der Anzahlung und dann muss doch der AN uns mitteilen wann er beginnt bzw. beginnen wird/kann, oder?

Desweiteren fordert er jetzt Trockenbaumaterial und Zubehör. Es war allerdings nie die Rede davon Trockenbauwände zu installieren. Die neuen Rohre sollten unter Putz und nachdem die Fliesen abgemacht wurden, sollte gespachtelt und gefließt werden. Zudem meint er jetzt das hinter den Fliesen verschiedene Materialen sind und er da nicht mehr drauf fliesen kann usw. Außerdem handele es sich um Fachwerk usw.
Nur hat er das bei seinen Besichtigungen ja auch schon alles gewusst. Und der Tag, an dem die Fliesen entfernt wurden ist 2,5 Wochen her. Jetzt kommt er dann mit diesen Problemen ums Eck.

Vielen Dank für Eure Zeit und Eure Hilfe!!


-- Editiert von Jenny_S am 28.06.2019 20:41

-- Editiert von Jenny_S am 28.06.2019 20:46

-- Editiert von Jenny_S am 28.06.2019 20:47

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#7
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6636 Beiträge, 1229x hilfreich)

Zitat (von Angel85):
Daraufhin hatte er uns mitgeteilt das er am 07.06.19 mit den Arbeiten beginnt. Aufgrund von Problemen seinerseits hat sich der Baubeginn dann nochmal auf den 11.06.19 verschoben.
Also hat der AN euch den Baubeginn mitgeteilt-- :grins:
Zitat (von Angel85):
Der Baubeginn wird dem AN 10 Tage vorher schriftlich angekündigt.
Wie bitte? Dieser Punkt ist doch jetzt für die Tonne. Der Handwerker ist doch der AN und hat längst begonnen.

D.h. der Vertrag wurde am xx. geschlossen. Der AN hat sogar etliche Arbeiten schon erledigt.
WANN hättet ihr dem AN 10 Tage vorher den Baubeginn ankündigen können? d.h. ihr sollt ihm melden: Achtung, Meister, in 10 Tagen, also am xxx---- kannst du loslegen.
Ich meine, dieser Punkt mag in anderen Verträgen wichtig sein, hier aber hat der AN durch Beginn seiner Arbeiten den Baubeginn selbst definiert. Und ab diesem Tag schon geleistet.

Zitat (von Angel85):
Kann das ein Problem werden?
Für euch nicht. Höchstens beim Baufortschritt. Der Schnellwerker hat sich verzockt. Hat schnell und flüchtig kalkuliert, hat nach dem Auftrag gegiert--- und stellt nun fest, was wirklich zu tun ist. Dass es ein Fachwerkhaus ist, war auch bisher kein Geheimnis.

Was ihr tun könnt?
Ihr könnt wieder schriftlich auf den Vertrag verweisen. Ihr könnt Verzug anzeigen. Ihr könnt ihm noch eine Frist setzen. Ihr solltet kein Material zur Verfügung stellen, denn dazu gibts nichts im Vertrag.

Was er tun kann?
Er könnte ein Nachtragsangebot erstellen. zB für die GK-Feuchtraumplatten und Zubehör. E könnte euch bitten, doch die Frist zu verlängern aus xy Gründen.

Ihr müsst nichts davon zusagen. Es könnte sonst durchaus ein leider häufiger Schrecken ohne Ende werden.
Ihr könnt ihm zum Ende der letzten Frist *Ersatzvornahme* melden (andere Firma macht weiter), und er möge seine Restmaterialien von der Baustelle bis zum xx komplett entfernen. Sonst gehen sie in euer Eigentum über.
Dass er euch ne Rechnung schreiben soll, braucht ihr ihm nicht mitteilen. Erst mal abwarten, wie er reagiert.

Ist er überhaupt eine (richtige) Firma? Einmannfirmen sind erlaubt und Subunternehmer für weitere Leistungen auch. Er besorgt sich wahrscheinlich von Fall zu Fall die *Fachhandwerker*. (Ging schon gut los... :sad :)
Außer der Sanitärinstallation braucht ein Bad heutzutage auch Elektroinstallationen. BEVOR die Fliesen dran kommen. Sogar Heizungen haben Bäder heutzutage. Rohinstallation (Leitungen) auf dem Fußboden? BEVOR dort Estrich und Fliesen drauf kommen.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#8
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Anami,

es gab ein Angebot und einen Werksvertrag. In dem Werksvertrag steht nicht vermerkt, dass das Material bauseits gestellt wird. Im Angebot jedoch steht dies. Im Vertrag werden auf die Vertragsbestandteile hingewiesen und dazu zählen als erstes der Vertrag, danach das Angebot und danach anerkannte Regeln der Technik.

Im Angebot gibt es eine Positon, die lautet Beiputzarbeiten/Trockenbau (Material bauseits gestellt), aber es wurde nie über Trockenbauwände gesprochen bzw. geschrieben. Und der AG hatte sich das komplett vorhandene Material vorab angesehen, wo wir ihn gebeten haben, uns zu informieren, ob mit dem Material unsere Vorstellungen umgesetzt werden können. Dies hat er uns auch bestätigt.

Wir haben ja bereits einen Anzahlung geleistet. Diese ist jedoch höher als die bisher erledigten Arbeiten. Wie realistisch ist es den restlichen Teil der Anzahlung zurückzubekommen? Wie verhält sich das eigentlich zudem mit einer Schadensersatzforderung?

Vielen Dank für die Unterstützung.

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#9
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6636 Beiträge, 1229x hilfreich)

Zitat (von Angel85):
es gab ein Angebot und einen Werksvertrag.
WO steht der Termin der Fertigstellung?
Zitat (von Angel85):
Im Angebot gibt es eine Positon, die lautet Beiputzarbeiten/Trockenbau (Material bauseits gestellt), aber es wurde nie über Trockenbauwände gesprochen bzw. geschrieben.
Oh. Also doch. Wenn es im Angebot steht und bauseits (von euch) gestellt wird, dann braucht er nicht darüber sprechen oder extra noch schreiben. Er kann wirklich nicht jedes Schräubchen einzeln aufführen oder als *bauseits* auflisten. Er hat es angeboten, ihr habt das Angebot als Vertragsbestandteil akzeptiert.
Zitat (von Angel85):
Diese ist jedoch höher als die bisher erledigten Arbeiten.
Wer hat das ausgerechnet?
Zitat (von Angel85):
Wie realistisch ist es den restlichen Teil der Anzahlung zurückzubekommen?
Aus jetziger (und meiner) Sicht: leider nicht sehr realistisch.
Zitat (von Angel85):
Wie verhält sich das eigentlich zudem mit einer Schadensersatzforderung?
Noch ist kein Schaden entstanden. Noch müsst ihr dem Handwerker die Möglichkeit zur Leistung geben (deshalb ja die Fristsetzung und Androhung der Ersatzvornahme). Er würde sonst argumentieren: Ich wollte ja fertig leisten, aber der AG hat mich nicht gelassen.

Ganz negativ betrachtet: Die Anzahlung war dem Handwerker hoch genug, nachdem er merkte, welchen Aufwand das ganze Projekt tatsächlich bringt. Er wird nicht mehr erscheinen.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#10
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von Angel85):
es gab ein Angebot und einen Werksvertrag.
WO steht der Termin der Fertigstellung?
Der Termin der Fertigstellung steht im Werksvertrag
Zitat (von Angel85):
Im Angebot gibt es eine Positon, die lautet Beiputzarbeiten/Trockenbau (Material bauseits gestellt), aber es wurde nie über Trockenbauwände gesprochen bzw. geschrieben.
Oh. Also doch. Wenn es im Angebot steht und bauseits (von euch) gestellt wird, dann braucht er nicht darüber sprechen oder extra noch schreiben. Er kann wirklich nicht jedes Schräubchen einzeln aufführen oder als *bauseits* auflisten. Er hat es angeboten, ihr habt das Angebot als Vertragsbestandteil akzeptiert.

Aber der AN muss mir doch rechtzeitig mitteilen, welches Material er benötigt oder nicht? Und das kann er doch nicht erst schreiben, wenn die Frist der Fertigstellung schon vorüber ist?! Das muss ihm doch schon viel früher aufgefallen sein, dass kein Material für Trockenbau vorhanden ist.

Wer hat das ausgerechnet?
Er hat im Angebot die Einzelpreise für die jeweiligen Arbeiten aufgelistet.

-- Editiert von Angel85 am 29.06.2019 18:48

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#11
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6636 Beiträge, 1229x hilfreich)

Zitat (von Angel85):
Der Termin der Fertigstellung steht im Werksvertrag
Wichtig! Wie viele Tage lagen zwischen Vertrag und seinem Baubeginn?
Zitat (von Angel85):
Das muss ihm doch schon viel früher aufgefallen sein, dass kein Material für Trockenbau vorhanden ist.
Er hat im Angebot geschrieben, dass das bauseits gestellt wird. Jetzt hat er dich darauf hingewiesen, dass er es bald braucht.
Zitat (von Angel85):
Und das kann er doch nicht erst schreiben, wenn die Frist der Fertigstellung schon vorüber ist?!
Na, er macht es aber doch. Für ihn ist die Frist noch nicht vorbei. Aber das ist falsch.
Zitat (von Angel85):
Er hat im Angebot die Einzelpreise für die jeweiligen Arbeiten aufgelistet.
Sehr gut.
zB Liefern und Leisten der Pos. 1-10---> gesamt 10.000,- Weitere Pos. 11-20---> 10.000,- Die Anzahlung von euch bei Vertragsabschluss: 12.000,-
Damit hat er sich selbst bestätigt, dass er längst um 2000.- überzahlt ist.
Zitat (von Angel85):
dass er nie einen Baubeginn schriftlich von mir mitgeteilt bekommen hat und somit auch kein Anspruch auf den Termin der Fertigstellung bestehen würde.
Ziemlicher Quatsch. Beim Blick auf den Kalender und die Vertragsunterzeichnung wird man feststellen, dass du nichts 10 Tage vorher anzeigen konntest. WEIL er schon ohne deine Baubeginn-Anzeige mit den Arbeiten begann.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich versuche hier nur, die Position des Handwerkers nachzuvollziehen. Ich halte sie nach wie vor für falsch. Er will sich mit dem 10-Tage-Vorher-Passus retten. Was anderes hat er nicht.

Fazit: Du hast ihm nie einen Baubeginn angezeigt. Er hat also eigenmächtig und auf eigene Verantwortung den Baubeginn definiert und Leistungen erbracht. Er hatte gar keinen Auftrag zum Beginnen.
(Die Juristen nennen das anders, ich weiß das leider nicht).

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#12
 Von 
Sir Berry
Status:
Senior-Partner
(6987 Beiträge, 2499x hilfreich)

Zitat (von Angel85):
Die neuen Rohre sollten unter Putz und nachdem die Fliesen abgemacht wurden, sollte gespachtelt und gefließt werden.

So habt ihr euch das vorgestellt und so sah es vielleicht auch beim Blick auf die noch geflieste Wand als machbar aus.

Nach dem Entfernen der Fliesen kann sich die Situation verändert haben. Ich kann und will das auf die Entfernung nicht beurteilen. Dann wäre eine davor gesetzte Trockenbauwand aber auch in einem Bad nicht unüblich.

Zitat (von Angel85):
Aber der AN muss mir doch rechtzeitig mitteilen, welches Material er benötigt oder nicht? Und das kann er doch nicht erst schreiben, wenn die Frist der Fertigstellung schon vorüber ist?!

Das er es kann, siehst Du doch.
Die Frage die sich mir jetzt stellt ist; warum Du das material nicht besorgst. Gibt es in jedem mir bekannten Baumarkt.

Zitat (von Angel85):
Kennt jemanden so einen Punkt in einem Vertrag? Kann das ein Problem werden?

Ja, sowas ist in diversen Verträgen üblich, wenn es sich nicht um terminierte Neubauten handelt.
Ob es ein Problem werden kann, fragst Du. Es ist bereits zum Problem geworden, weil der Handwerker mit dem Hinweis Deine Inverzugsetzung aushebeln möchte.


Zitat (von Angel85):
Für mich gilt der Vertrag geschlossen mit der Unterschrift und der Anzahlung und dann muss doch der AN uns mitteilen wann er beginnt bzw. beginnen wird/kann, oder?


Die erste Schlussfolgerung ist richtig. Der Vertrag wurde geschlossen. Der zweite Teil ist fehlinterpretiert, da hat die vertragliche Regelung den höheren Stellenwert.
Aber: was Anami zum Baubeginn schreibt ist wiederum faktisch.

Zitat (von Angel85):
Er hat darauf auch schon geantwortet und widerrufen.


Einen solch entscheidenden Punkt erwähnst Du in einem Nebensatz? Damit ist die Sache doch bis auf die Kostenauseinandersetzung gegessen. Im Grunde genommen gut für euch, denn dann sind die empfangenen Leistungen zurückzugeben.
Aber ich denke mal, dass der vermutlich nicht all zu schlaue Handwerker auch das anders sieht.
Aber insoweit habt ihr wenigstens etwas juristisch handfestes.

Berry

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#13
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen,

es mag ja sein, dass er das Material fordern kann, weil sich plötzlich was unerwartetes und unvorhersehbares ereignet hat. Aber es war ja so, dass er vor Vertragsabschluss sich das Badezimmer angesehen hat und auch das komplette Baumaterial angesehen hat. Dazu hat er uns noch gesagt, dass der Fliesenkleber nicht optimal ist aber es schon damit geht... Er hätte sich doch in Ruhe Gedanken machen können und uns dann sagen können, dass er das Badezimmer nur so nach unseren Wünschen fertigstellen kann wenn noch folgendes Material zur Verfügung gestellt wird. Aber das hat er auch nicht!
Dann kam er und hat angefangen die Fliesen von der Wand zu entfernen. Spätestens danach hätte er doch umgehend sagen müssen, dass die Wände ein Problem aufweisen und es ohne Trockenbauwände usw. nicht gehen wird. Das hat er aber nicht! Es sind mittlerweile 13 Arbeitstage seit Baubeginn vergangen und er bzw. seine Leute waren an 3 Tagen davon vor Ort. Es war nie die Rede davon, dass Material fehlt und wir was besorgen sollen. Erst am 12. Tag wo die Frist der Fertigstellung schon verstrichen war, kam er mit der Materialliste und der Aussage, dass die Arbeiten ruhen solange das Material nicht da ist. Und es kam noch besser. Er meldete in der selben Mail noch vorsorglich die Behinderung der Arbeiten an.
Begründung: Vertraglich wurde vereinbart, dass das Material für die Arbeiten seitens des Auftraggebers gestellt wird.
Wenn er dies nach dem ersten Tag gesagt hätte, wäre es kein Problem gewesen. Dann hätte man über alles reden können. Aber das hat er nicht.
Zudem ist er so gut wie nie erreichbar. Geht nicht ans Telefon. Auf Rückrufbitte reagiert er nicht auch wenn man reinschreibt, dass es dringend ist. Das ist doch keine Art und Weise!
Er hat nicht den Vertrag widerrufen sondern unser Schreiben bzgl. der Nachfrist.

Das ganze wird aller Wahrscheinlichkeit nach zum Anwalt gehen müssen... :-(



-- Editiert von Angel85 am 29.06.2019 20:56

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#14
 Von 
Sir Berry
Status:
Senior-Partner
(6987 Beiträge, 2499x hilfreich)

Zitat (von Angel85):
Er hat nicht den Vertrag widerrufen sondern unser Schreiben bzgl. der Nachfrist.

Juristisch gesehen ist das Unfug.
Man kann ein Schreiben eines anderen nicht widerrufen.


Zitat (von Angel85):
Er hätte sich doch in Ruhe Gedanken machen können und uns dann sagen können, dass er das Badezimmer nur so nach unseren Wünschen fertigstellen kann wenn noch folgendes Material zur Verfügung gestellt wird

1) Hätte er vielleicht können; aber war diese Info vertraglich geschuldet? Keine Ahnung, ich kenne den Vertrag nicht.


Zitat (von Angel85):
Spätestens danach hätte er doch umgehend sagen müssen, dass die Wände ein Problem aufweisen und es ohne Trockenbauwände usw. nicht gehen wird. Das hat er aber nicht!

s. unter 1)

Zitat (von Angel85):
Er meldete in der selben Mail noch vorsorglich die Behinderung der Arbeiten an.
Begründung: Vertraglich wurde vereinbart, dass das Material für die Arbeiten seitens des Auftraggebers gestellt wird.
Und, stimmt die Aussage?
Du kennst den Vertrag, wir nicht.

Zitat (von Angel85):
Wenn er dies nach dem ersten Tag gesagt hätte, wäre es kein Problem gewesen. Dann hätte man über alles reden können. Aber das hat er nicht.

Auch hier wieder der Verweis auf die Antwort 1)

Zitat (von Angel85):
Zudem ist er so gut wie nie erreichbar. Geht nicht ans Telefon. Auf Rückrufbitte reagiert er nicht auch wenn man reinschreibt, dass es dringend ist. Das ist doch keine Art und Weise!
Mit dem letzten Satz hast Du sicher Recht. Ein Freund von mir, den ich als Handwerker beauftragt hatte, sagte mal sinngemäß "ich verdiene Geld mit Arbeiten, nicht mit telefonieren oder emails schreiben". Erst war ich sauer, aber nach einigem nachdenken kam die Erkenntnis, dass er Recht hat.
Will sagen: Du hast eine Erwartungshaltung, Dein Vertragspartner halt eine andere.

Zitat (von Angel85):
Das ganze wird aller Wahrscheinlichkeit nach zum Anwalt gehen müssen..

Möglicherweise, aber auch dieser wird lediglich den Vertrag und die daraus geschuldeten Pflichten prüfen. Ich denke, im ersten Schritt kannst Du das auch selber. Und dann siehst Du klarer was die vom AN übernommenen Pflichten betrifft.

Berry

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#15
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Berry,

im Vertrag steht nichts vom Material. Aber es steht im Vertrag folgendes:

Vertragsbestandteile sind in nachstehender Reihen- und Rangfolge:
- dieser Bauvertrag
- das Angebot vom 06.05.2019
- Anerkannte Regeln der Technik (ATV / VOB/C)

Und im Angebot steht bei allen Punkten in Klammern: Material bauseits gestellt

Aber ich muss hier nochmal sagen, dass er zu Beginn vor Ort war und den gesamten Materialbestand begutachtet hat und auch das Badezimmer. Anschließend wurde der Vertrag gemacht und er hat mit den Arbeiten begonnen.
Die erste Materialforderung kam am 12. Werktag nach Baubeginn! Bedeutet das wir da eh schon 2 Tage über die 2 Wochenfrist hinaus waren.
Ich kann doch nicht mehr machen, als ihm am Anfang zu sagen das wir bereits Material eingekauft haben und das für die Umsetzung ausreichen sollte. Wenn er dann festgestellt hätte, dass dem nicht so ist, hätte er doch sagen können was fehlt. Dann hätten man über alles reden können. Aber er hat wie gesagt erst viel zu spät was gesagt. Und sich dann hinzustellen und zu sagen, dass er ja nichts machen konnte weil ihm Material fehlt, ist in meinen Augen ein Unding.
Und wir sind ja jetzt grade mal bei den Sanitärarbeiten und dazu steht im Angebot:

Sanitärinstallation
inkl. Rohrmaterial in Kunststoff
(Restmaterial bauseits gestellt)

Die Rohre liegen ja zum Teil. Nur stellten wir dann eben fest das die Dusche an der falschen Wand installiert ist und die Rohre über Putz liegen und nicht wie vereinbart unter Putz! Erst mit diesen Kritikpunkten hat das ganze ja hier angefangen und er kam dann immer wieder mit seinen Begründungen, Ausreden oder ist einfach gar nicht mehr drauf eingegangen bzw. hat sich gar nicht mehr gemeldet.
Bedeutet also, dass ja bis jetzt gar nicht das fehlende Material der Grund ist sondern andere an den Haaren herbeigezogene Dinge sind.

Zum Thema Nachfrist und seiner Reaktion hat er geschrieben:
"Hiermit weisen wir ihr Schreiben in vollem Umfang zurück"

Noch ein Thema: Anfangs hat er den Baubeginn verschoben, weil der Container für den Schutt nicht verfügbar war usw. Er schrieb:
Leider hat der Entsorgungsbetrieb bedingt durch den Feiertag keine Möglichkeiten einen Container direkt am Nachmittag, frühen Abend wieder abzuholen. Zugleich untersagt die Stadt eine Containergestellung über das Wochenende.

Der Container kam dann in der Woche danach und steht bis heute auf unserem Grundstück.
Das ist mir grundsätzlich auch egal aber wie das gelaufen ist und die Erklärungen/Begründungen sind im Nachhinein schon sehr interessant.

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#16
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6636 Beiträge, 1229x hilfreich)

Wenn man schon soweit ist, bringt doch ein *hätte, hätte* nichts mehr. Gar nichts bringt dir das.
Aufgrund seines Angebotes kam der Vertrag zustande. Das war korrekt.
Er HAT ins Angebot Beiputzarbeiten /Trockenbau geschrieben. UND: bauseits gestellt.

Zitat (von Angel85):
Im Angebot gibt es eine Positon, die lautet Beiputzarbeiten/Trockenbau (Material bauseits gestellt),

Ob nun 500 Aluprofile und 1000 qm Platten und 1 t Spachtel und wasweißich damit gemeint waren--- ihr als Bauherren habt das bereitzustellen. Man kann sich noch über den Umfang streiten und auch darüber, ob nun wirklich Vorschalen (Trockenbauwände) erforderlich sind. Weil das *unter Putz*warum auch immer nicht geht.
Man sollte das JETZT aber lassen.

Baubehinderung angezeigt? Lächerlich.
Aber: Es zeigt, es ist ihm nicht neu, er versucht, sich zu retten.

Zitat (von Angel85):
Und sich dann hinzustellen und zu sagen, dass er ja nichts machen konnte weil ihm Material fehlt, ist in meinen Augen ein Unding.
Das ist sein Strohhalm, was anderes hat er nicht.

Zitat (von Angel85):
und dazu steht im Angebot: Sanitärinstallation inkl. Rohrmaterial in Kunststoff
(Restmaterial bauseits gestellt)
Wusstest du, was das bedeutet, als du das Angebot geprüft hast? Was er mit Restmaterial meint? Hast du gefragt?

Nochmal zusammengefasst: Der Schnellwerker hat sich von Beginn an verzockt. Er KANN es offenbar nicht leisten.
Ihr seid gut beraten, nichts mehr zu diskutieren,

Zitat (von Angel85):
Das ganze wird aller Wahrscheinlichkeit nach zum Anwalt gehen müssen... :-(
Das kommt später. Zunächst solltet ihr mit ihm reinen Tisch machen.

Nochmals nachweislich letztmalig auffordern, seinen Krempel und SEIN Material bis spätestens xxx von eurem Grundstück entfernen (nicht nur aus dem Bad räumen!).
Er wird nicht wieder bei euch erscheinen. Vielleicht lässt er von einem Nichts-wissenden die Sachen abholen. Auch gut.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#17
 Von 
Sir Berry
Status:
Senior-Partner
(6987 Beiträge, 2499x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Das ist sein Strohhalm, was anderes hat er nicht.

Ich würde fehlendes Mateial nicht nur als Strohalm disqualifizieren.

Das kann - und wie es sich anhört ist es das auch - ein gutes Argument sein.

Zitat (von Anami):
Nochmals nachweislich letztmalig auffordern, seinen Krempel und SEIN Material bis spätestens xxx von eurem Grundstück entfernen

Halte ich für einen sehr gefährlichen Rat. Nicht, weil er rechtlich angreifbar ist, sondern mehr unter dem Aspekt, dass es in vilen Regionen derzeit fast unmöglich ist einen Klempner, der was kann, kurzfristig zu finden. Und dass ergänzt mit den Voraussetzungen Vorfusch durch einen anderen und dann soll der auch noch gestelltes Material verbauen.
Handwerker, die sich darauf einlassen, findet man sicher nicht an jeder Ecke.

Zitat (von Angel85):
Aber ich muss hier nochmal sagen, dass er zu Beginn vor Ort war und den gesamten Materialbestand begutachtet hat und auch das Badezimmer. Anschließend wurde der Vertrag gemacht und er hat mit den Arbeiten begonnen.
Und wenn Du es noch 100 mal wiederholst.
Geschuldet ist das was im Vertrag steht. Von beiden Seiten.

Verstehs nicht falsch. Der HW verhält sich auch meiner Meinung nach nicht korrekt, aber er nutzt den unklar formulierten Vertrag gnadenlos für sich aus.

Zitat (von Anami):
Es zeigt, es ist ihm nicht neu
Den Eindruck vermittelt Dein Text durchaus. Und genau deshalb hält er Dich hin und erledigt vermutlich in der Zeit Aufträge, die ihm viel mehr Geld einbringen.

Berry

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#18
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Es gibt wieder Neuigkeiten!

Gestern Abend kamen nun zwei Rechnung von der Baufirma.

Zum einen eine Abschlagszahlung über die bereits erfolgten Arbeiten, wobei da auch die Sanitärarbeiten abgerechnet werden, die A: Falsch sind und B: unvollständig! Er verrechnet die Summe mit der bereits angezahlten Summe.

Und dann kam eine zweite Rechnung, in der die Firma Material für die Sanitärarbeiten abrechnet. Knapp 600€!!!
Ich habe ihm allerdings nie gesagt, dass er Material kaufen soll/darf/muss und ich das dann am Ende alles zahle.
Er hat auch da nie gesagt, dass ihm da Material fehlt und wer das nun besorgt. Er hat einfach gekauft und verbaut.
Und das dazu auch noch falsch!

So langsam erreicht es in meinen Augen eine neue Dimension von Dreistigkeit!

Wie soll ich nun mit den beiden Rechnungen umgehen?
Er hat ja seid vergangenen Freitag die Nachfrist von 1 Woche gesetzt bekommen.
Soll ich nun bis Freitag erstmal warten? Oder soll ich ihn fragen, wann er z.B. den Container abholt und wie es nun weitergeht usw?

Vielen Dank Euch!!!

-- Editiert von Angel85 am 01.07.2019 20:37

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