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Für Nachbesserung durch Kundendienst zahlen?

1.11.2008 Thema abonnieren
 Von 
Lucie123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Für Nachbesserung durch Kundendienst zahlen?

Hallo,

wir haben folgendes Problem mit einem Handwerker:

Letztes Jahr haben wir eine neue Heizungsanlage bekommen.

Letzten Monat stand nun die jährliche Wartung an. Diese wurde von einer ortsansässigen Heizungsfirma übernommen (eine andere als die Firma, die die Heizungsanlage installiert hat). Bis dahin lief die Heizung einwandfrei.

Nach der erfolgten Wartung bekamen wir nach ca. 3-4 Tagen auf dem Heizungsdisplay wieder eine Fehlermeldung. Darauf hin kam die Heizungsfirma nochmals und hat die Heizungsanlage neu eingestellt.

Nach ca. 3-4 Tagen kam wieder dieselbe Fehlermeldung. Die Heizungsfirma kam erneut und baute nun –nach Aussage des Monteurs- eine original Buderus-Düse ein. Vorher wurde folglich anscheinend ein No-Name-Produkt verwendet, was uns beim Einbau so auch nicht gesagt wurde.

Nach wenigen Tagen kam wieder die Fehlermeldung. Der Firmeninhaber meinte dann, da müsse der Buderus-Kundendienst ran.

Der kam dann auch eine Woche später und konnte das Problem innerhalb von einer Stunde beheben!

Heute nun die Überraschung:
Wir sollen die Arbeiten des Kundendienstes und die Leistungen der Heizungsfirma bezahlen! Dabei entfällt eine Pauschale von 70 EUR auf die ortsansässige Heizungsfirma und 164 EUR auf den Buderus-Kundendienst.
Macht also mit MwSt. ca. 279 EUR!

Müssen wir tatsächlich auch die Kosten für den Kundendienst übernehmen?? Schließlich mussten die nur kommen, da die Heizungsfirma anscheinend unfähig war, den durch die bei der ersten Wartung verursachten Fehler wieder zu beheben.

Vielleicht weiß hier jemand näheres??

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Annelie
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Lucie,
habe das gleiche Problem gehabt, bei einer Vissmann-Anlage. Nach der Wartung zeigte die Anlage Fehlermeldung. Ein Monteur der Wartungsfirma war dann insgesamt vier Mal da, danach kam dann der Vissmann-Kundendienst. Habe auch eine satte Rechnung in Höhe von insgesamt 274,00 EUR bekommen. Habe mich geweigert diese zu bezahlen und habe darauf beharrt, dass dies eine Nachbesserung ist und in meinem Wartungsvertrag zwar steht, dass die Wartungsfirma berechtigt ist eine dritte Firma (also z. B. Fa. Vissmann) zu beauftragen, aber von kostenpflichtig für mich steht dort nichts drin. Meine Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, habe auch mit Anwalt gedroht, danach wurde mir die komplette Rechnung erlassen. Meine Gegenwehr scheint wohl berechtigt gewesen zu sein. Habe der Wartungsfirma auch ganz klar gesagt, dass die Anlage ja schließlich vor der Wartung einwandfrei gelaufen ist, und dass die Fehlermeldung wohl aufgrund irgendwelcher Wartungsarbeiten zustande gekommen ist, und dass ich hier auf keinen Fall bereit bin für diesen Fehler, der wohl offensichtlich durch die Wartungsarbeiten erst entstanden ist, aufzukommen. Ich hoffe ich konnte helfen.

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#2
 Von 
fridolin501
Status:
Lehrling
(1016 Beiträge, 542x hilfreich)

Wenn noch nichts bezahlt wurde, würde ich erstmal jede Zahlung mit dem Hinweis verweigern, es handele sich um einen Garantie- bzw. Gewährleistungsfall. Dann wird evtl. anhand der Reaktion des Handwerkers und des Kundendienstes klarer, wo der Mangel lag und was genau gemacht wurde.

Wenn ein Originalteil eingebaut werden musste, kann das bedeuten., dass vorher auch eins drin war, das aber defekt war, oder aber es war tatsächlich ein nur identisches Teil eines beliebigen anderen Herstellers. In beiden Fällen aber dürfte angesichts der kurzen Zeit, die die Anlage bei euch läuft, dies unter die Garantie oder eben Gewährleistung fallen.

Mein subjektives Gefühl sagt mir jedenfalls, dass es besser ist, beides nicht zu bezahlen!

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83415 Beiträge, 34335x hilfreich)

quote:
Wenn noch nichts bezahlt wurde, würde ich erstmal jede Zahlung mit dem Hinweis verweigern, es handele sich um einen Garantie- bzw. Gewährleistungsfall.

Was in diesem Falle zu echten Problemen führen würde.
Die Wartungspauschale ist unstrittig und zu bezahlen, eine Weigerung könnte teuer werden.

Die Buderusrechnung würde ich nicht bezahlen, mit dem Hinweis ich sei nicht der Auftraggeber und hätte auch keine seperaten Auftrag genehmigt. Auftraggeber von Buderus war hier ja die Wartungsfirma wenn ich das richtig las?




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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

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#4
 Von 
fridolin501
Status:
Lehrling
(1016 Beiträge, 542x hilfreich)

Sorry, habe ich übersehen!

Die Wartungspauschale ist natürlich zu bezahlen, denn hier ist ja wohl ein Vertrag geschlossen worden für die regelmäßige Wartung durch den Betrieb. Da die Wartung wie vereinbart durchgeführt wurde, muss sie natürlich auch bezahlt werden, unabhängig davon, was dabei herauskommt.

Auh wenn der Auftrag an Buderus nicht von der Wartungsfirma kommt, würde ich die Rechnung nicht bezahlen, denn hier liegt zumindest nach Schilderungen des TE ein Mangel vor, der unter die Garantie zu fallen scheint.

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