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Handwerkervertrag über Einbau einer neuen Gasheizung

 Von 
Izanuela
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 3x hilfreich)
Handwerkervertrag über Einbau einer neuen Gasheizung

Hallo Zusammen,
ich habe da eine Frage. Meine Eltern haben vor 2 Wochen einen Handwerker (Fachfirma) gebeten, einen Kostenvoranschlag zu erstellen für eine neue Heizungsanlage in einer Wohnung. Bisherige Heizung = Nachtspeicheröfen, neue Heizung = Gas. Leitungen dafür sind im Keller schon vorhanden und eine Gastherme für Warmwasser gab es schon in der Wohnung.
Der Handwerker hat sich die Wohnung angeguckt und sich nach einer Woche gemeldet, das er den Kostenvoranschlag fertig hat und vorbei kommen möchte. Am 28.3 erschien er bei meinen Eltern daheim mit dem Angebot + 1.à Konto-Rechnung bei meinen Eltern. Hat ein bisschen erzählt zu dem Angebot und meine Eltern haben das Angebot unterschrieben.
Mir ist heute, also ein Tag später aufgefallen, das er die Leitungen nicht unter Putz legen will, sondern vor die Wand mit Verkleidung. Und das er z.B. in dem Angebot, die Entsorgung der Nachtspeicheröfen nicht drin hat.
Meine Eltern haben ihm da sehr vertraut und sich das nicht vernünftig durchgelesen, weil er ja auch da gesessen hat und geredet hat.
Wahrscheinlich würde es ja auf jeden Fall teuer werden.
Könnte man dem Vertrag jetzt erstmal Widersprechen, so das er ein neues Angebot macht und man dann noch mal darüber nachdenken kann oder haben meine Eltern da jetzt Pech gehabt?

Danke.
Gruß Iza

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Handwerker Vertrag Angebot


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4627 Beiträge, 2240x hilfreich)

Zitat (von Izanuela):
meine Eltern haben das Angebot unterschrieben.

Zitat (von Izanuela):
Meine Eltern haben ihm da sehr vertraut und sich das nicht vernünftig durchgelesen

Zitat (von Izanuela):
Pech gehabt



Zitat (von Izanuela):
Könnte man dem Vertrag jetzt erstmal Widersprechen


Verträge sind einzuhalten.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83035 Beiträge, 34269x hilfreich)

Zitat (von Izanuela):
Könnte man dem Vertrag jetzt erstmal Widersprechen, so das er ein neues Angebot macht

Klar.
Nur muss er das nicht beachten, das widersprechen wäre also wirkungslos.

Zitat (von Izanuela):
Und das er z.B. in dem Angebot, die Entsorgung der Nachtspeicheröfen nicht drin hat.

Eventuell hat er das nicht aufgeführt weil es für ihn selbstverständlich ist und schon enthalten ist?


Eventuell könnte man noch nachverhandeln. Und Angebote anderer Anbieter bezüglich der Entsorgung einholen. Ist ja keine Pflicht auch ihn damit zu beauftragen.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4969 Beiträge, 2281x hilfreich)

Zitat (von Izanuela):
Und das er z.B. in dem Angebot, die Entsorgung der Nachtspeicheröfen nicht drin hat.

Kann und darf der Heizungsbauer auch nicht. Dafür gibt es den Elektrofachbetrieb fürs Elektrische und eigens einen Entsorger.
Das ist so wie wenn man beim Bäcker nach 20 Semmeln und 10 Brezen ein Angebot will, der macht auch keine Reifen auf aufs Auto, Fragen kann man, aber ich habe noch keinen Bäcker gesehen.

Zitat (von Izanuela):
Mir ist heute, also ein Tag später aufgefallen, das er die Leitungen nicht unter Putz legen will, sondern vor die Wand mit Verkleidung.

Zum einen steht es schriftlich wohl im Angebot und der Vertrag wurde wohl auch bewusst von den Eltern unterschrieben.
Unter Putz legen ist schon eine Hausnummer, was die Kosten anbelangt, man kann ja anbieten man macht selbst die Schlitze und und verputzt selbst.

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#4
 Von 
Izanuela
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 3x hilfreich)

Danke erstmal für Eure Antworten.

Klar muss man Verträge einhalten.
Aber ich glaube, dadurch das der Handwerker mit dem Angebot zu meinen Eltern kam, waren sie schon ein wenig unter Druck gesetzt.
Gilt hier nicht das frühere Haustürgeschäft? Dem könnte man ja widersprechen.

Ist ja auch nicht so, als ob der Handwerker den Auftrag nicht machen soll, die neue Heizung muss rein.
Aber ich möchte gerne vorher den Preis wissen uns mich nicht hinterher ärgern.
Für mich gehört Entsorgung der slten Heizkörper dazu oder er hätte wenigstens was sagen können.
Für mich sieht es ein wenig so aus, als hätte er ein gutes Angebot abgeben wollen :-(

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#5
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4969 Beiträge, 2281x hilfreich)

Weshalb sollte es ein Haustürgeschäft sein?
Der Kunde hatte doch ein Angebot angefordert!
Jedoch ist auch der ganze Vertrag doch zwischen Eltern und Handwerker, was ist die Rolle des Sohnes?

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#6
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4627 Beiträge, 2240x hilfreich)

Zitat (von Izanuela):
Aber ich möchte gerne vorher den Preis wissen uns mich nicht hinterher ärgern

Das musst du aber mit deinen Eltern klären und nicht mit dem Handwerker.
Mal abgesehen davon wüsste ich nicht, was dich der Preis der Bauarbeiten bei deinen Eltern zu interessieren hat.

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#7
 Von 
BudWiser
Status:
Praktikant
(680 Beiträge, 211x hilfreich)

Zitat (von Izanuela):

Mir ist heute, also ein Tag später aufgefallen, das er die Leitungen nicht unter Putz legen will, sondern vor die Wand mit Verkleidung.

Unter Putz macht eigentlich nur bei Neubauhäusern Sinn, weil das Aufschlitzen der Wände sehr aufwändig ist und eine riesige "*******erei" bedeutet. Mit dieser "Unterputz-Variante" tut man sich keinen Gefallen, wenn nicht die Wohnung/das Haus komplett kernsaniert werden soll.

Zitat (von Izanuela):

Für mich gehört Entsorgung der slten Heizkörper dazu oder er hätte wenigstens was sagen können.

Nachtspeicheröfen sind Elektrogeräte, die zudem noch häufig Asbestbelastet sein können. Da braucht es spezielle Firmen, die für die Demontage und Entsorgung zugelassen sind. . Ich selbst habe vor vielen Jahren als Privatperson Nachtspeicheröfen entsorgt, das dürfte für Privatpersonen auch heute noch möglich sein. Ist wesentlich kostengünstiger als über Firma. Die Dinger sind übrigens so schwer, daß die vor Ort "zerlegt" und in Einzelteilen herausgetragen werden müssen.

Beim regionalen Abfallentsorger bekommt man mehr Informationen, wie vorgegangen werden muß.

Ärgerlich ist natürlich, falls der Handwerker hierzu nicht aufgeklärt hat.

Zitat (von Izanuela):

Für mich sieht es ein wenig so aus, als hätte er ein gutes Angebot abgeben wollen :-(

Jeder Handwerker ist bemüht, ein gutes Angebot abzugeben. Klar, man hätte sich Vergleichsangebote einholen können oder sollen - aber ein günstigerer Preis taugt nichts, wenn die Ausführung später nicht "reibungslos" funktioniert. Und der Handwerker hat sein Angebot ja augenscheinlich gut präsentiert - sonst hätten die Eltern doch nicht unterschrieben.

Wichtig ist doch, daß die Eltern zufrieden sind - ich würde da jetzt nicht herummäkeln, das ist ja auch ein wenig "Entmündigung" der Eltern. Die haben doch nichts falsch gemacht, nur weil sie ein Angebot angenommen haben, was ein Dritter (der Sohn) anders angegangen wäre.

Oder ist das Angebot preislich jenseits von Gut und Böse?

Signatur:Komme gleich wieder. Godot
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#8
 Von 
Ihr neuer
Status:
Praktikant
(683 Beiträge, 243x hilfreich)

Mal was zu den Nachtspeicheröfen. Als vernünftiger Handwerker hätte er den Eltern erklären müssen was er da vor hat und das die Entsorgung der NSP-Öfen nicht im Preis enthalten sind. Bei der Entsorgung dieser wird eh sehr sehr viel Schmu gemacht. Es wir immer damit Angst gemacht das diese Öfen Asbest beinhalten. Dieses stimmt so aber nicht. Fast alle Öfen aus der Bundesrepublik Duetschland sind seit Anfang bis mitte der 70ziger Jahre asbestfrei. Heirfür ist die Entsorgung eigentlich billiger, aber man muss schon suchen um die richtigen Firmen zu finden. Die ganze Entsorgungsbranche ist in der Hinsicht ziemlich abgebrüht. Trotz allem würde ich nicht an den Geräten lecken, gesund sind die nicht. Genaue lIste gibt es zu Hauf im Internet.
Um festzustellen welches Gerät man hat muss man sich meistens sehr stark bücken. Meist sind die Typenschilder unter oder hinter dem Luftaustrittsgitter.

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#9
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4969 Beiträge, 2281x hilfreich)

Zitat (von Ihr neuer):
Als vernünftiger Handwerker hätte er den Eltern erklären müssen was er da vor hat und das die Entsorgung der NSP-Öfen nicht im Preis enthalten sind.

Weshalb denn?
Zitat (von Izanuela):
Meine Eltern haben vor 2 Wochen einen Handwerker (Fachfirma) gebeten, einen Kostenvoranschlag zu erstellen für eine neue Heizungsanlage in einer Wohnung.

Die Anfrage war doch Einbau und nicht Tausch der Heizung. Nachtspeicher ist nicht das Gewerk vom Heizungsbauer, vor allen wegen der elektrischen Anschlüsse hat der da gar nichts zu suchen.

Zitat (von Ihr neuer):
Dieses stimmt so aber nicht. Fast alle Öfen aus der Bundesrepublik Duetschland sind seit Anfang bis mitte der 70ziger Jahre asbestfrei.

Schwachsinn, es gibt Unterschiede bei den Herstellern, mache bauten bis 1984 Asbest mit zur Dämmung / Anschottung am Boden das Material ein:
https://www.heizungsfinder.de/elektroheizung/nachtspeicherheizung/asbest-liste
Zitat (von Ihr neuer):
Die ganze Entsorgungsbranche ist in der Hinsicht ziemlich abgebrüht.

Nö die halten sich an die gesetzlichen Vorgaben im Bezug auf Arbeitsschutz, was man als Privatmann eher wohl nicht so beachtet, da reicht es aus, das Asbest einfacht ein zu tüten, und zum Wertstoffhof zu bringen, bei uns wird Asbest nach wie vor von Privatleuten angenommen.

So nur mal jetzt zurück zum eigentlichen Thema, die Eltern sind wohl Eigentümer und haben einen Auftrag vergeben, dem Sohn passt es aus optischen Gründen nicht, das die Leitungen nicht unter Putz gelegt werden. Und der TE hat sich schon seit der Frage nach der Rolle des Sohnes gar nicht mehr gemeldet.

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#10
 Von 
Ihr neuer
Status:
Praktikant
(683 Beiträge, 243x hilfreich)

Deswegen habe ich auch geschrieben "fast alle". Steht so auch in der von dir vorgeschlagenen Seite: "Hersteller haben zu unterschiedlichen Zeiten begonnen, ihre Produktion auf asbestfreie Materialien umzustellen. Meist geschah dies Mitte der 70er Jahre. Einige asbestbelastete Modellreihen wurden jedoch noch bis in die 80er Jahre produziert. "
Aus eigener Erfahrung weiß ich das die meisten Öfen Asbestfrei sind, aber die Entsorger dem Kunden eine Asbestbelastung vormachen. Und ja, wenn die Dinger nicht zu groß sind kann man diese tatsächlich eintüten und selber entsorgen. Ist halt immer ein Gewichtsproblem und die Frage ob der Recyclinhof diese tatsächlich annimmt. Kann man bestimmt erfragen.
Trotzdem hätte ein Hinweis das die Öfen extern entsorgt werden müssen nicht geschadet. Und ein Hinweis wie die Rohre verlegt werden hätte man auch geben können. Vor allem da ein Unterputzverlegung gar nicht überall möglich ist und es sich dabei um eine riesige Drecksarbeit handeln würde.
Ich selber als Handwerksmeister versuche immer vollumfänglich zu beraten. Damit erübrigt sich nachfolgende Diskussionen wie hier.

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