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Ist ein schriftlich vereinbartes Angebot verbindlich?

14.12.2004 Thema abonnieren Zum Thema: Angebot Rechnung
 Von 
struessi
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 3x hilfreich)
Ist ein schriftlich vereinbartes Angebot verbindlich?

Hallo alle miteinander,
habe folgendes Problem:

Habe einen Dachdecker vor Zeiten (ca. vor 1,5 Jahren) damit beauftragt, mir meine Dachfenster zu erneuern. Hatte gerade ihn ausgewählt, da er mir (in schriftlicher Form natürlich) das beste Angebot unterbreitet hatte. Auf diesem Angebot stand unter anderem folgendes:

Menge______Bezeichnung_____Stückpreis_____Gesamtpreis
.........______.................._____..............._____..............
2__________Fenster XY_______669,-_________669,-
.........______.................._____..............._____..............


Auf der (nun endlich) von ihm an mich übergebenen Rechnung (Dienst ist also erbracht worden von ihm) stand nun allerdings der doppelte Gesamtpreis bei diesem Posten (also 1338,-). Entsprechend höher ist also die gesamte Rechnung. Übergeben hatte er mir diese Rechnung persönlich mit dem Hinweis: "Das mit den Fenstern hatten Sie doch gesehen, oder?"

Gemeint ist natürlich SEIN Fehler, dass er als Gesamtpreis nicht den doppelten Preis der Fenster genommen und später damit gerechnet hatte. Aber das ist doch sein Problem, oder?! Für ihn ist das damals abgegebene Angebot doch verbindlich? Es sind ja schliesslich auch als Menge 2 Fenster angegeben. Mir war in der Tat nicht aufgefallen, dass derselbe Preis bei dem Stück- und dem Gesamtpreis aufgeführt war. Aber selbst wenn: Es hätte doch auch sein können, dass er dann beim Stückpreis fälschlicherweise den Preis für beide Fenster eingetragen hätte. Ich weiss doch nicht, wieviel ein einzelnes Fenster kostet!

Also noch mal zusammenfassend gefragt:
Ist ein schriftlich vereinbartes Angebot von ihm verbindlich?

Vielen Dank für eventuelle Antworten!

Gruß,
struessi

-- Editiert von struessi am 14.12.2004 11:30:28

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Angebot Rechnung


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ikarus02
Status:
Master
(4412 Beiträge, 1032x hilfreich)

Grundsätzlich sind Angebote verbindlich.
Hier handelt es sich offensichtlich um einen Rechenfehler. Wie geschrieben wurde, war es das günstigste Angebot, also hat man Vergleichsmöglichkeiten mit den anderen Angeboten, man hat genau geprüft und verglichen, also hätte man auch den Fehler entdecken müssen. und zumindest nachfragen müssen.
Ich bin der Meinung, der Dachdecker ist im Recht, auf einen Rechtstreit würde ich mich nicht einlassen.

-----------------
"behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest."

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#2
 Von 
belle
Status:
Praktikant
(826 Beiträge, 125x hilfreich)

....hier ist doch deutlich ein Rechnungsfehler zu erkennen, nämlich Menge 2 und Stückpreis
669

>Es hätte doch auch sein können, dass er >dann beim Stückpreis fälschlicherweise den >Preis für beide Fenster eingetragen hätte.


Ein Schelm, der Schlimmes dabei denkt :-))

mfg

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#3
 Von 
struessi
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 3x hilfreich)

Ich will mal so sagen:
Für mich als Laien ist es letztlich entscheidend, welcher Preis unten drunter steht.
Und ausserdem muss ich ihn ja wohl nicht auf seine Rechenschwäche aufmerksam machen...
Egal...
Sache ist beim Anwalt und fertig!

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#4
 Von 
Andreas_L
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich vermute, dass automatisch die VOB gilt. Dort heißt es §23 "Prüfung der Angebote"
Zitat aus Satz3 "Entspricht der Gesamtbetrag einer Ordnungszahl (Position) nicht dem Ergebnis der Multiplikation von Mengenansatz und Einheitspreis, so ist der Einheitspreis maßgebend.
Es gibt auch Preislisten für Dachfenster im Internet, z.B. bei Velux. Sie können dort den Preis für Ihr Dachfenster nachprüfen, vergessen Sie aber nicht das Zubehör mitzurechnen, z.B. Eindeckrahmen, Dampfsperre, Rolladen etc. Für den Einbau rechnen Sie ca. 100€ pro Fenster dazu, dann bekommen Sie eine Ahnung, ob der Preis angemessen ist.

-----------------
"A.L."

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#5
 Von 
kdw
Status:
Schüler
(246 Beiträge, 29x hilfreich)

"das mit den Fenstern hatten Sie doch gesehen ,oder"

da wird wohl Aussage gegen Aussage stehen-zumindest wird auch der Richter Ihnen zugestehen das Sie den Rechenfehler erkennen haben müssen und damit kann es für Sie fürchterlich ausgehen-wie meine Vorgänger schon meinten.

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