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Monteurrechnung 28,04% höher als Kostenvoranschlag

3.1.2019 Thema abonnieren
 Von 
Darkshadow Drache
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Monteurrechnung 28,04% höher als Kostenvoranschlag

Hi,

ich habe vor ein paar Monaten einen Heizungsmonteur beauftragt, der mir den Pelletofen einbaut.
Laut Kostenvoranschlag sollte dies 8442,99€ kosten. Bevor die Arbeit begonn musste ich ein Anzahlzng in höhe von 4165€ (+Mwst) tätigen.

Es hat sich herausgestellt, dass nachträglich ein paar Komponenten hinzugefügt wurden was den Preis erhöht hat, worüber ich nicht unverzüglich informiert wurde.

Die Rechnung setzt sich wie folgt zusammen:
Arbeitsaufwand: 5355,00€
Materialaufwand: 4155,18€
Entsorgung: 350€
Anzahlung: 3500€
Offener Betrag: 7568,61€
Gesamter Betrag + Anzahlung:
11733,61€

Soweit ich informiert bin, bin ich dazu verpflichtet nur den Kostenvoranschlag + 15% zu überweisen. Da ich schon einen Anzahlung getätigt habe muss die dann noch abgezogen werden.

Das macht dann folgende Rechnung:
Kostenvoranschlag: 8442,99€
15% Überschreitung: 1266,45€
Gesamtkosten ohne Anzahlung:
9709,44€
Gesamtkosten mit Anzahlung:
5544,44€

Meine Frage ist:
Ist das rechtlich so korrekt?

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(67496 Beiträge, 31674x hilfreich)

Zitat (von Darkshadow *****e):
Laut Kostenvoranschlag

War dieser verbindlich oder unverbindlich?



Zitat (von Darkshadow *****e):
Es hat sich herausgestellt, dass nachträglich ein paar Komponenten hinzugefügt wurden

Und das passierte warum genau?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Darkshadow Drache
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hi,

der Kostenvoranschlag war unverbindlich. Da es unverbindlich ist, habe ich eine spanne von 10% - 15% eingerechnet und bin davon ausgegangen, dass der Kostenvoranschlag komplett ist und nichts fehlt.

Das warum kann ich nicht sagen. Am Tag, wo ich ihm vor Ort erklärt habe was gemacht werden soll, wurden die nachträglich hinzugefügten Komponenten nicht erwähnt. Auch nicht dann, als er am selbigen Tag das Handbuch des Pelletofens angeschaut hat.

-- Editiert von Darkshadow Drache am 03.01.2019 13:17

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#3
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2149 Beiträge, 1183x hilfreich)

Die spannende und alles entscheidende Frage ist ja:

Zitat:
Es hat sich herausgestellt, dass nachträglich ein paar Komponenten hinzugefügt wurden was den Preis erhöht hat, worüber ich nicht unverzüglich informiert wurde.

Warum ist das passiert?

Wenn der Monteur das Fundament aus Platin gemauert hat, wird er die Kosten dafür nicht durchsetzen können. Hat er bei der Arbeit festgestellt, dass zur ordnungsgemäßem Einbau noch eine Voraussetzung geschaffen werden muss, damit Du nicht eine 8700-EUR teuer Skulptur zum Anschauen (aber keinesfalls zum Anfeuern) im Wohnzimmer stehen hast, schaut's ggf. anders aus. Also: Was genau kam dazu? Warum? Hatte der Monteur Gelegenheit, Dich zu fragen oder warst Du in der Zeit nicht erreichbar?

Desweiteren: Hast Du 3500 + MwSt (= 4165 EUR) angezahlt? Oder 4165 + MwSt. (wie im ersten Post geschrieben), das wären dann 4.956,35 EUR.

-- Editiert von little-beagle am 03.01.2019 14:52

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#4
 Von 
Darkshadow Drache
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Er hatte mehr als genug gelegenheit gehabt mich zu kontaktieren, per E-Mail oder Telefon, was er nicht gemacht hat.

Zur funktion der Heizung:
Vom Ofen geht es überhaupt den Ladomat zum Pufferspeicher. Vom Pufferspeicher geht es einmal zur 1. Pumpe und dann in den Heizkreislauf und von der 2. Pumpe zum Brauchwasser.
Die beiden Pumpen werden überall ein Steuergerät angesteuert.

Wenn man davon ausgeht, dass der Brauch Wasserspeicher eine Heizwendel hat, dann hätten 2 einfache Umwelzpumpen ausgereicht.

Ich habe 4165€ (Mehrwertsteuer schon inbegriffen) überwiesen.

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#5
 Von 
Anami
Status:
Master
(4707 Beiträge, 986x hilfreich)

Zitat (von Darkshadow *****e):
Soweit ich informiert bin, bin ich dazu verpflichtet nur den Kostenvoranschlag + 15% zu überweisen.
Woher hast du diese Information?
Zitat (von Darkshadow *****e):
Er hatte mehr als genug gelegenheit gehabt mich zu kontaktieren
Warum sollte er das tun?
Zitat (von Darkshadow *****e):
Am Tag, wo ich ihm vor Ort erklärt habe was gemacht werden soll, wurden die nachträglich hinzugefügten Komponenten nicht erwähnt. Auch nicht dann, als er am selbigen Tag das Handbuch des Pelletofens angeschaut hat.
Du meinst, er hätte dir einen aktualisierten KV machen müssen?
Zitat (von Darkshadow *****e):
dann hätten 2 einfache Umwelzpumpen ausgereicht.
Und was hat er tatsächlich eingebaut?

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#6
 Von 
Darkshadow Drache
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(67496 Beiträge, 31674x hilfreich)

Zitat (von Darkshadow *****e):
Es hätte 2 oder eine einfache Pumpe ohne Steuergerät gereicht.

1. woher hat man diese Erkenntnis?
2. Warum hat man es dann nicht selber gemacht?



Ansonsten ist nach wie vor die Frage offen, was genau die Kostensteigerung verursacht hat und warum genau das nötig war.
Also den Handwerker nach diesen Details fragen. Kennt man dessen Begründung, kann man darüber diskutieren wie man weiter vorgeht.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#8
 Von 
Darkshadow Drache
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich hatte vor der Umrüstung nach dem Ofen nur eine Umwelzpumpe die den Brauchwassertank sowie den Heizkreis versorgt hat und das war ausreichend gewesen.

Über die beweggründe kann ich selber auch nur spekulieren.

Inwiefern haben die Beweggründe des Monteure, warum unbedingt diese Komponenten eingebaut werden müssen, wie man weiter vorgehen kann?

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#9
 Von 
Anami
Status:
Master
(4707 Beiträge, 986x hilfreich)

Zitat (von Darkshadow *****e):
Inwiefern haben die Beweggründe des Monteure, warum unbedingt diese Komponenten eingebaut werden müssen
Das musst du wohl den Monteur fragen.

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#10
 Von 
Darkshadow Drache
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hab ihn mal eine E-Mail geschickt, mal schauen was er darauf antwortet.

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#11
 Von 
Darkshadow Drache
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

So, er hat mir geantwortet.
Er verweist da auf eine E-Mail, wo er mich angeblich informiert hat:

"Wir erstellen nun selber 2 Heizkreise mit einer eigenen Regelung um auch die Trinkwassererwärmung zu Realisieren und zu regeln.

Herr U. ist darauf hin mehrfach los gewesen um Material holen."

Meiner Meinung nach ist das kein Informierung über die Mehrkosten.
Und da zum Zeitpunkt der E-Mail die Regelung bereits geplant und bestellt wurde konnte ich dem nicht widersprechen.

-- Editiert von Darkshadow Drache am 03.01.2019 20:22

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#12
 Von 
Anami
Status:
Master
(4707 Beiträge, 986x hilfreich)

Zitat (von Darkshadow *****e):
Und da zum Zeitpunkt der E-Mail die Regelung bereits geplant und bestellt wurde konnte ich dem nicht widersprechen.
Doch, das hättest du tun können.
1. du hättest aufgrund dieser Mail sofort fragen können, ob deswegen Mehrkosten anfallen? Und wenn ja, wie hoch sie wären.
2. Dann hätter er darauf antworten Können: Kost nix extra... oder.. kostet ca X € mehr.
3. Dann hättest du *Stopp* schreiben können... oder... ja, ok, bitte so ausführen.
4. Du hättest auch fragen können, gehts denn wirklich nicht preiswerter? Muss das sein mit den 2 Heizkreisen usw...

Dein Argument, er hätte schon umgeplant und bestellt, und deshalb konntest du nicht widersprechen, steht auf ganz wackligen Füssen.

Ich meine: du hättest seit dieser Mail von vor einigen Monaten täglich die Möglichkeit gehabt... Leider moserst du jetzt nach Fertigstellung der Leistung und Vorlage der Rechnung dran rum.

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#13
 Von 
go502671-15
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 3x hilfreich)

Also sorry: Wenn ich man als Dienstleister keine Antwort bekommt und dann selber entscheidet, weil sonst das ganze System nicht passt oder sonst was und der Kunde auch auf diese Mail nicht reagiert.

Was bitte erwartest du?

Ist schon dreisst jetzt zu meinen man zahlt die angefallene Rechnung nicht, nur um sich vor dem Rechnungsbetrag zu drücken.

Da liegt ja ebenso die Vermutung nahe, dass man selbst nichts mehr gesagt hat - da der Monteur nicht sagt hat XY € kostet es extra - damit man sich später rauswinden kann ( sowie du es jetzt versuchst ).

-- Editiert von go502671-15 am 10.01.2019 02:04

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#14
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6257 Beiträge, 3136x hilfreich)

Zitat (von go502671-15):
Wenn ich man als Dienstleister keine Antwort bekommt und dann selber entscheidet, weil sonst das ganze System nicht passt oder sonst was und der Kunde auch auf diese Mail nicht reagiert.

Was bitte erwartest du?

In der Regel erwartet man das, was man beauftragt hat.
Funktioniert etwas nicht, oder es muss was mit erheblichen Mehrkosten geändert werden, dass Kontakt aufgenommen wird.
Und wenn ich E Mails versende, auf die ich keine Reaktion erhalte, rufe ich an und frage nach.
Ansonsten stelle ich die Arbeiten ein!

Mal überspitzt.

Ich gebe in Auftrag mein Auto in dunkelblau metallic für 5000€ zu lackieren.
Der Lackierer schreibt eine Mail, die nirgendwo ankommt, dass er jetzt doch entschieden hat das Fahrzeug in zart *******chenrosa zu lackieren und schreibt dann eine Rechnung über 6500€.

Zitat (von go502671-15):
Da liegt ja ebenso die Vermutung nahe, dass man selbst nichts mehr gesagt hat - da der Monteur nicht sagt hat XY € kostet es extra - damit man sich später rauswinden kann ( sowie du es jetzt versuchst ).

Oder die Vermutung, dass der Monteur die beiden "billig geschossenen" Pumpen einem Dummen nun sehr teuer verkaufen kann.....

Was bitte erwartest Du dann für eine Reaktion?

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