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Problem mit der Handwerkskammer §8 HWO Ausnahmegenehmigung für KFZ Mechaniker

19.11.2017 Thema abonnieren
 Von 
belair57
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 1x hilfreich)
Problem mit der Handwerkskammer §8 HWO Ausnahmegenehmigung für KFZ Mechaniker

Guten Abend,
ich habe ein kleines Problem mit der Handwerkskammer. Ich bin seit 27 Jahren KFZ Mechaniker,und war davon 12 Jahre Selbstständig, ich kann dieses durch diverse Zertifikate und Abschlusszeugnisse ebenfalls nachweisen. Meine Frau und Ich betreiben einen Autozubehör Handel und möchten gerne den Betrieb mit KFZ Reparaturen erweitern. Ich habe dann mal den Kontakt zur Zuständigen Handwerkskammer aufgenommen und mir wurde geraten ich sollte mal einen Antrag auf §8 der HWO eine Ausnahmegenehmigung stellen, damit ich den Meister nicht machen muss, da ich gerade so in dem alter bin wo es nicht Nötig sei, noch den Meister zu absolvieren. Dies habe ich dann getan für Bremsendienst, Ölservice,Reifendienst, und alle meine Unterlagen eingereicht.Ich erhielt dann auch schnell eine Rückmeldung, das der Antrag angenommen wurde.

Speziell vermerkt ist Teiltätigkeit Bremsendienst: Ich soll mich einer Sachkundeüberprüfung unterziehen für praktischer und fachtheoretischer sowie kaufmännischer, betriebswirtschaftlicher und rechtlicher bereich. Im Sinne vom 24.Sept. 1998 BGBI. 1998, S . 3074 in der zurzeit gültigen Fassung als gegeben annehmen.

Nach Rücksprache mit der Kammer, teilte ich mit, das es wohl nicht sein kann, das ich das alles noch machen soll, dann kann ich ja gleich die Meisterprüfung ablegen sagte ich, ich sagte das ich lange Selbstständig war und ich mich Kaufmännisch bestens auskenne. Ich sollte noch meine Gewerbenachweise einreichen, dann könnte man einige teile davon weg lassen.
Das habe ich getan, innerhalb einer Woche erhalte ich die Rückmeldung von der HWK, das ich die Prüfung im Praktischen Teil und fachtheorie ablegen soll bei einen Sachverständigen (3 wurden mir genannt) Eindeutig in meinen Arbeitszeugnissen steht das ich insbesondere für die Wartung und Instandsetzung für PKW Bremsanlagen verantwortlich war und Bremsenreparaturen durchgeführt habe.

Nach einiger recherche, bin ich auf diversen Seiten auf Informationen gestoßen insbesondere auf der Seite Bund unabhäniger Handwerker www.buhev.de

dort verstehe ich das so, das 2005 das Verfassungsgericht die ganze Sache gelockert hat, da die Kammern Verfassungswidrig gehandelt hätten, und haben somit die Kammern auffordert großzügig und ohne besondere Prüfungen die Ausnahmebewilligungen auszugeben. Ja ich weiß, der eine oder andere wird sich sicherlich aufregen und meinen Meister ist halt Meister. Ich bin jetzt schon solange Schrauber und ich weis was ich mache und was nicht.

Nun zu meinen Fragen :
Kann ich die Sachkundeprüfung ablehnen ?
Mach es Sinn die Kammer auf den Beschluss von 2005 nochmal hinzuweisen ?
Besser einen Anwalt für Handwerksrecht einschalten ?

Ich möchte keine Meisterprüfung ablegen, da ich mir diese schon aus Finanziellen Gründen nicht leisten kann.

Ich bin für jede Hilfe dankbar.



-- Editiert von ambam am 19.11.2017 21:15

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81389 Beiträge, 33988x hilfreich)

Zitat (von belair57):
Kann ich die Sachkundeprüfung ablehnen ?

Klar.



Zitat (von belair57):
Mach es Sinn die Kammer auf den Beschluss von 2005 nochmal hinzuweisen ?

Eventuell ja oder auch nicht.



Zitat (von belair57):
da ich mir diese schon aus Finanziellen Gründen nicht leisten kann.

Schlechte Argumentation.
Wenn man sich die knapp 1000 EUR für die Prüfungsgebühren nicht leisten kann, sollte man überlegen ob sich die ausgeübte Tätigkeit noch lohnt.
Alleine so was kann schon dazu führen, das man die Genehmigung nicht erhält.



Zitat (von belair57):
Besser einen Anwalt für Handwerksrecht einschalten ?

Und der soll billiger als die Prüfung sein?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
belair57
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von belair57):
Guten Abend,
ich habe ein kleines Problem mit der Handwerkskammer. Ich bin seit 27 Jahren KFZ Mechaniker,und war davon 12 Jahre Selbstständig, ich kann dieses durch diverse Zertifikate und Abschlusszeugnisse ebenfalls nachweisen. Meine Frau und Ich betreiben einen Autozubehör Handel und möchten gerne den Betrieb mit KFZ Reparaturen erweitern. Ich habe dann mal den Kontakt zur Zuständigen Handwerkskammer aufgenommen und mir wurde geraten ich sollte mal einen Antrag auf §8 der HWO eine Ausnahmegenehmigung stellen, damit ich den Meister nicht machen muss, da ich gerade so in dem alter bin wo es nicht Nötig sei, noch den Meister zu absolvieren. Dies habe ich dann getan für Bremsendienst, Ölservice,Reifendienst, und alle meine Unterlagen eingereicht.Ich erhielt dann auch schnell eine Rückmeldung, das der Antrag angenommen wurde.

Speziell vermerkt ist Teiltätigkeit Bremsendienst: Ich soll mich einer Sachkundeüberprüfung unterziehen für praktischer und fachtheoretischer sowie kaufmännischer, betriebswirtschaftlicher und rechtlicher bereich. Im Sinne vom 24.Sept. 1998 BGBI. 1998, S . 3074 in der zurzeit gültigen Fassung als gegeben annehmen.

Nach Rücksprache mit der Kammer, teilte ich mit, das es wohl nicht sein kann, das ich das alles noch machen soll, dann kann ich ja gleich die Meisterprüfung ablegen sagte ich, ich sagte das ich lange Selbstständig war und ich mich Kaufmännisch bestens auskenne. Ich sollte noch meine Gewerbenachweise einreichen, dann könnte man einige teile davon weg lassen.
Das habe ich getan, innerhalb einer Woche erhalte ich die Rückmeldung von der HWK, das ich die Prüfung im Praktischen Teil und fachtheorie ablegen soll bei einen Sachverständigen (3 wurden mir genannt) Eindeutig in meinen Arbeitszeugnissen steht das ich insbesondere für die Wartung und Instandsetzung für PKW Bremsanlagen verantwortlich war und Bremsenreparaturen durchgeführt habe.

Nach einiger recherche, bin ich auf diversen Seiten auf Informationen gestoßen insbesondere auf der Seite Bund unabhäniger Handwerker www.buhev.de

dort verstehe ich das so, das 2005 das Verfassungsgericht die ganze Sache gelockert hat, da die Kammern Verfassungswidrig gehandelt hätten, und haben somit die Kammern auffordert großzügig und ohne besondere Prüfungen die Ausnahmebewilligungen auszugeben. Ja ich weiß, der eine oder andere wird sich sicherlich aufregen und meinen Meister ist halt Meister. Ich bin jetzt schon solange Schrauber und ich weis was ich mache und was nicht.

Nun zu meinen Fragen :
Kann ich die Sachkundeprüfung ablehnen ?
Mach es Sinn die Kammer auf den Beschluss von 2005 nochmal hinzuweisen ?
Besser einen Anwalt für Handwerksrecht einschalten ?

Ich möchte keine Meisterprüfung ablegen, da ich mir diese schon aus Finanziellen Gründen nicht leisten kann.

Ich bin für jede Hilfe dankbar.



-- Editiert von ambam am 19.11.2017 21:15




ich meine jetzt nicht die Gebühren für die Sachkundeprüfung, das ist schon okay und die kann ich mir natürlich auch leisten. Ich meinte die Meisterprüfung ohne die Ausnahmegenehmigung.

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#3
 Von 
belair57
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von belair57):
Kann ich die Sachkundeprüfung ablehnen ?

Klar.



Zitat (von belair57):
Mach es Sinn die Kammer auf den Beschluss von 2005 nochmal hinzuweisen ?

Eventuell ja oder auch nicht.



Zitat (von belair57):
da ich mir diese schon aus Finanziellen Gründen nicht leisten kann.

Schlechte Argumentation.
Wenn man sich die knapp 1000 EUR für die Prüfungsgebühren nicht leisten kann, sollte man überlegen ob sich die ausgeübte Tätigkeit noch lohnt.
Alleine so was kann schon dazu führen, das man die Genehmigung nicht erhält.



Zitat (von belair57):
Besser einen Anwalt für Handwerksrecht einschalten ?

Und der soll billiger als die Prüfung sein?


man sagt, das man die Prüfung eh nicht bestehen würde, zumindest im Theoretischen nicht, da sie nahe der Meisterprüfung ist, und ich soll innerhalb zwei Monate die Prüfung absolvieren, die Meisterschule geht 2 Jahre !

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81389 Beiträge, 33988x hilfreich)

Zitat (von belair57):
die Meisterschule geht 2 Jahre !

Letzten hatte ich einen Anbieter gesehen der das mit 15 Tagen angeboten hatte.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8837 Beiträge, 2837x hilfreich)

Zitat (von belair57):
man sagt, das man die Prüfung eh nicht bestehen würde, zumindest im Theoretischen nicht, da sie nahe der Meisterprüfung ist, und ich soll innerhalb zwei Monate die Prüfung absolvieren, die Meisterschule geht 2 Jahre !

Das ist kein belastbarer Verweigerungsgrund und dürfte eher ein freundlich und gut gemeinter Rat basierend auf den bisherigen Erfahrungen sein.

Du solltest nicht immer den gesammten Vortext zitieren, nur den Teil, auf den Du antworten willst.

Berry

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81389 Beiträge, 33988x hilfreich)

Das Problem ist ganz einfach: wenn die Kammer nicht will, dann müsste man sie verklagen.
Dabei muss man berücksichtigen, das die Kammern das Verfahren aufgrund des Urteils geändert haben (Deine hat es höchstvermutlich nicht vergessen), sie einen Ermessensspielraum hat und "großzügig auslegen" auch kein Freibrief ist.

Ein entsprechender Fachanwalt sollte das prüfen und die Erfolgsaussichten beurteilen können. Mitunter reicht schon ein Brief vom Anwalt mit der Klageandrohung.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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