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Rechnung korrekt ?

 Von 
guest-12307.04.2015 12:35:51
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Rechnung korrekt ?

Hallo,
erbitte zu folgendem Sachverhalt Rat.

In unserem Wohnhaus hing im Eingangsbereich des Treppenhauses an der Pinnwand ein Werbeflyer in der Größe A6 eines Hausegäteservices. Dieser bot die Reparatur, Entsorgung oder einen Neukauf von Hausgeräten, wie z.B. Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen etc., an.

Unsere Waschmaschine sowie Geschirrspüler funktionierten nicht richtig. Sie machten komische Geräusche. Bevor wir einen Entschluss fassen, ob Neukauf oder nicht, sollten die Geräte begutachtet werden.

Ich rief bei der Firma an, die sich über die Flyerwerbung anbot. Bei der telefonischen Terminvereinbarung wurden seitens der Firma keine möglichen anfallenden Kosten erwähnt.

Bei besagtem Termin war nur meine Frau mit unserem Baby (6 Monate) anwesend. Auch mit eintreffen der Firma wurde nicht über mögliche Kosten gesprochen. Wie mir meine Frau berichtete, haben der Vater und der Sohn der Firma die Blende der Küche vor dem Geschirrspüler abgemacht und unter diesen geschaut. Im Waschraum im Keller haben die beiden die Waschmaschine angemacht um zu hören wie sie klingt. Alles in allem hat das ca. 30 min gedauert.

Bei der Waschmaschine soll das Lager defekt sein, obwohl diese bis zu heutigen Tage immer noch funktioniert, mal mit und mal ohne komische Geräusche.

Bei dem Geschirrspüler soll die Pumpe undicht sein. Es läuft aber kein Wasser aus.

Eine Reparatur wurde natürlich von meiner Frau vor Ort ohne mögliche Kostenangaben nicht in Auftrag gegeben.

Soweit der Sachverhalt, den meine Frau mit dem Baby auf dem Arm unterschrieben hat.

Nach ein paar Tagen bekamen wir eine Rechnung über fast 50 Euro.

In dieser steht, die beiden Männer wären 40 min. da gewesen. Außerdem steht geschrieben, wenn ich mich entscheide innerhalb von zwei Monaten bei der Firma ein Neugerät zu kaufen, werden die 50 Euro verrechnet.

Ist die Vorgehensweise der Firma in Ordnung?

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Firma Kosten Reparatur


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Commodore
Status:
Lehrling
(1521 Beiträge, 438x hilfreich)

Hallo,

ein Kostenvoranschlag oder eine Geräteüberprüfung, selbst mit Rep.-Versuch, ist immer kostenlos. Es sei denn, die Fa. kann nachweisen, dass es dazu eine Vereinbarung der Zahlung gibt bzw. gab.

Dieses Unternehmen scheint min. *zweifelhaft* zu sein. Aus meiner Sicht sind Sie nicht zur Zahlung verpflichet. Fragen Sie bei der Verbraucher-Zentrale oder bei der Handwerkskammer.

Viel Erfolg und gutes Gelingen

MfG

-----------------
"Der Beitrag ist keine Rechtsberatung, lediglich ein hoffentlich hilfreicher Beitrag im Laien-Forum!"

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#2
 Von 
guest-12307.04.2015 12:35:51
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort.

So sehe ich das auch.

Wenn dieses Geschäftsmodell Schule macht, kann jeder im Nachhinein Rechnungen stellen.

Man vermittelt im voraus Kompetenz zu einer Sachlage und lässt sich diese später bezahlen.

Dann kann man ja den ganzen Tag kaputte Waschmaschinen oder Geschirrspüler etc. anschauen und Abends fleißig Rechnungen schreiben.

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

knarf1

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#3
 Von 
Knopfdruck
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 20x hilfreich)

Hier hängt es entscheidend von der Formulierung innerhalb des ersten Telefonats, also des an die Handwerksfirma erteilten Auftrags, ab:
Wenn hier eindeutig ein KOSTENVORANSCHLAG angefordert wurde, so ist dieser nicht berechnungsfähig.
Sollte es sich jedoch um einen AUFTRAG ZUR FEHLERSUCHE gehandelt haben, so müssen die entstandenen Kosten beglichen werden.
Dies setzt aber voraus, dass die Fehlerursache richtig festgestellt und dokumentiert wurde.

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#4
 Von 
guest-12307.04.2015 12:35:51
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen,

der Sachverhalt hat sich in den letzten Tagen wie folgt weiter entwickelt.

Ende Januar kam ein Schreiben (kein Einschreiben etc.) von der Handwerkskammer, Inkasso und Verrechnungsstelle.

Hier wird der ausstehende Betrag angemahnt sowie weitere Kosten für die Handwerkskammer selber. Der Brief kam am Freitag dem 31.01.08 und es sollte bis zum Dienstag bezahlt sein. Die Mitarbeiterin, genannt Referatsleiterin Finanzen, hat aber nicht bedacht, das ein Zahlungsauftrag bis zu drei Arbeitstagen Laufzeit bei Banken haben kann. Zeitlich gesehen wäre die Zahlung gar nicht möglich gewesen.

Natürlich wurde gleich bei „fruchtlosen verstreichen der Frist“ mit rechtlichen Schritten seitens der Handwerkskammer gegen mich gedroht.

Darauf hin habe ich der Mitarbeiterin am Mittwoch dem 13.02.08 ein klärendes Schreiben zu kommen lassen.

Diese Mitarbeiterin versuchte darauf hin am Donnerstag morgen, meine Freundin in Ihrer Wohnung telefonisch zu erreichen.

Meine Freundin sagte der Mitarbeiterin, sie möge sich doch bitte an mich wenden.

Meine Freundin hat mich darüber informiert. Da ich bis dahin nicht von der Mitarbeiterin angerufen wurde, habe ich am Nachmittag dann selber persönlich die Mitarbeiterin angerufen.

Das Gespräch hätte ich mir auch sparen können. Die Mitarbeiten ist sofort schroff und arrogant aufgetreten. Meine Einwendung, das es sich um einen Kostenvoranschlag für eine mögliche Reparatur der Geräte handelt, sagte sie, das es sich um einen Reparaturauftrag handeln würde. Ich erteile doch aber keinen Reparaturauftrag wenn ich nicht weiß was die Reparatur kosten würde.

Nun gut.

Unerhört finde ich aber die Bemerkung der Mitarbeiterin auf meinen weiteren Einwand, warum mir bei erster Kontaktaufnahme nicht mitgeteilt wurde und spätestens dann als die beiden Herren bei meiner Freundin vor der Tür standen, das dieser Termin kostenpflichtig ist.

Daraufhin sagte die Mitarbeiterin der Handwerkskammer in Thüringen, O-Ton-„das haben die bestimmt gemacht“.

Ich habe langsam den Eindruck, das versucht wird, mit forschem Auftreten seitens der Handwerkskammer Thüringen für die Mitglieder unberechtigt Geld einzutreiben.

Am 07.02.08 kam nun ein zweites Schreiben mit einer erneuten Zahlungsaufforderung sowie Fristsetzung der Zahlung bis zum 13.02.08. In diesem Schreiben steht, das die Mitarbeiterin angeblich mehrfach versucht hätte uns telefonisch zu erreichen um die Angelegenheit außergerichtlich zu klären.

Wie ich finde eine Frechheit.

Ich bin sehr stark am überlegen, die Firma sowie die Mitarbeiterin der Handwerkskammer anzuzeigen.

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#5
 Von 
Commodore
Status:
Lehrling
(1521 Beiträge, 438x hilfreich)

Hallo,

das Verhalten der Handwerkskammer ist nach meiner Meinung nicht zulässig. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Inkassotätigkeit der HWK mit geltendem Recht nicht vereinbar ist.

Machen Sie diesen unglaublichen Vorgang umfassend öffentlich. Das wäre ja bereits ein optimaler Vorgang für >> Ein Fall für Escher > MDR !!

MfG

-----------------
"Der Beitrag ist keine Rechtsberatung, lediglich ein hoffentlich hilfreicher Beitrag im Laien-Forum!"

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#6
 Von 
gutschigu
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 29x hilfreich)

Hallo,

ich kann mich täuschen, bin aber der Meinung das es keine HWK Thüringen gibt.

Kann das sein das hier etwas verwechselt wird?

Vielleicht wird die Kammer ja auch mit einer Innung verwechselt? Innungen betreiben auf Wunsch Ihrer Mitglieder Inkasso.

Mal genau auf den Absender schauen!

Gruß



-- Editiert von gutschigu am 11.02.2008 20:31:30

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#7
 Von 
guest-12307.04.2015 12:35:51
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo gutschigu,

habe noch einmal nachgeschaut.

Es handelt sich um die Handwerkskammer für den Osten von Thüringen.

Zuständig dort ist die Inkasso und Verrechnungsstelle.

So steht es auf den Schreiben.

MfG knarf1

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