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Schadensersatz für beschädigten Fussboden

29.10.2009 Thema abonnieren Zum Thema: Schaden Maler
 Von 
jaishri
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Schadensersatz für beschädigten Fussboden

Ich habe von einem Maler in neuen Räumen umfangreiche Malerarbeiten durchführen lassen (Tapeten runter, Wände 2x feinspachteln, grundieren, streichen, Tür lackieren, Fliesenspiegel machen, u.a.). Es wurde ein Komplettpreis von 3400,00 EUR vereinbart, inklusive Material, 2100,00 EUR sind bereits bezahlt worden.
Der Boden in der Wohnung ist frisch abgezogenen Dielenfussboden mit einem Hartölwachs versiegelt. Als der Maler "fertig" war mit seinen Arbeiten sind mir in allen Zimmern helle Farbflecke aufgefallen, teilweise verwischt. Auch der neu gekachtelte Badezimmerboden ist voller helle Farbflecke.

Da die Arbeiten teilweise mangelhaft ausgeführt worden sind müsste der Maler sowieso noch einmal zum nacharbeiten kommen.

Ich habe dem Maler angeboten ihm noch einmal 500,00 EUR (von der ausstehenden Summe) zu zahlen, damit er die Restarbeiten machen kann, würde aber die restliche Summe wegen dem beschädigten Boden einbehalten.
Eine Bodenschleiffachfirma bestätigte mir, dass man den Dielenboden nur partiell anschleifen könnte und nachpolieren, was aber die eingetrockneten Farbreste nicht 100 %ig herauslösen würde, eher ein Versuch den Schaden zu begrenzen. Eigentlich müsste der Boden erneut abgeschliffen werden und neu versiegelt. Das ist nicht wirklich möglich, da die Räume bezogen sind und gewerblich genutzt werden (dann kommt noch Verdienstausfall etc. als Schaden dazu).

Der Maler möchte natürlich die Gesamtsumme haben, und möchte die Farbflecken mit aggressiven Mitteln bearbeiten (das will ich auf gar keinen Fall). Der Ton ist mittlerweile sehr vulgär geworden und ausfallend, so dass ich von einem Nacharbeiten der Malerarbeiten lieber absehen möchte, außerdem befürchte ich, dass er erneut "rumkleckert".

Was ist mein Recht? Was kann ich tun um mich gut zu einigen?

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Schaden Maler


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Lankwitzer
Status:
Schüler
(162 Beiträge, 50x hilfreich)

Müsste unter VOB Teil B § 13 fallen. Hier mal der Auszug.

7. (1) Der Auftragnehmer haftet bei schuldhaft verursachten Mängeln für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachten Mängeln haftet er für alle Schäden.
(3) Im Übrigen ist dem Auftraggeber der Schaden an der baulichen Anlage zu ersetzen, zu deren Herstellung, Instandhaltung oder Änderung die Leistung dient, wenn ein wesentlicher Mangel vorliegt, der die Gebrauchsfähigkeit erheblich beeinträchtigt und auf ein Verschulden des Auftragnehmers zurückzuführen ist. Einen darüber hinausgehenden Schaden hat der Auftragnehmer nur dann zu ersetzen,
a) wenn der Mangel auf einem Verstoß gegen die anerkannten Regeln der Technik beruht,
b) wenn der Mangel in dem Fehlen einer vertraglich vereinbarten Beschaffenheit besteht oder
c) soweit der Auftragnehmer den Schaden durch Versicherung seiner gesetzlichen Haftpflicht gedeckt hat oder durch eine solche zu tarifmäßigen, nicht auf außergewöhnliche Verhältnisse abgestellten Prämien und Prämienzuschlägen bei einem im Inland zum Geschäftsbetrieb zugelassenen Versicherer hätte decken können.



Dem Auftragnehmer ist sogar bei minderwertiger Leistung das Honorar zu zahlen. Schäden sind dann seiner versicherung zu melden, wenn er eine hat.

Ich würde den Maler auffordern die Versicherung zu informieren und erstmal mit denen reden.

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-- Editiert am 03.11.2009 13:35

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#2
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2408x hilfreich)

So ein Qautsch.

Ob der Versichert ist oder nicht ist doch nicht die Sache von "jaishri". Hier ist ein Schaden entstanden den der Verursacher zu zahlen hat. ob man das Geschwätz eines Bodenschleifers und das des Schädigers nun für die Bewertung des Schadens nehmen kann ist die Frage.

Da wird dann ein Gutachter feststellen. Wenns ne Versicherung gibt schickt die einen - IHREN - der aber nichts kostet.

Dein Recht wäre nun den Schaden zu beziffen, am besten mit einem Kostenvoranschlag. Dann von der Rechnungssumme abzuziehen und den Rest zu überweisen.

Gibts kleinen Rest muss den überbleibenden Schaden erst mal fordern und evtl. einklagen. Natürlich muss man dem Handwerker die Möglichkeit geben "SEINE ARBEIT" nachzubessern.

K.



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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

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#3
 Von 
Spreeperle
Status:
Praktikant
(573 Beiträge, 164x hilfreich)

Bietet der Maler an, sein Arbeiten kostenlos nachzubessern, so gesteht er einerseits eine Schuld ein und andererseits hat er die Möglichkeit, einen entstandenen Schaden in Ordnung zu bringen.
Ich denke, daß Sie ihm, auch wenn Sie mit der bislang gleisteten Tätitgkeit nicht einverstanden sind, die Möglichkeit der Nachbesserung geben sollten.
Schlägt der Versuch fehl, so sollten Sie auf seine Kosten die Mängel beheben und sich von ihm bezahlen lassen. - Lehnt er eine Bezahlung ab, werden Sie sich ohnehin vor Gericht wiedertreffen (, sofern das Unternehmen bis dahin nicht schon pleite ist).

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