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Vermieter und Handwerker

21.4.2020 Thema abonnieren
 Von 
alya_spock
Status:
Beginner
(111 Beiträge, 71x hilfreich)
Vermieter und Handwerker

Guten Tag, werte 123-recht-Gemeinschaft!

Ich bitte um Einschätzung der folgenden Situation:

Mieter möchten das Bad, was bis jetzt ungefähr bis auf die Schulterhöhe gefliest ist, hochfliesen lassen und wendet sich an den Vermieter zwecks Kostenübernahme.

Vermieter und Mieter einigen sich darauf, dass Mieter sich drei Angebote der ortsansässigen Handwerker besorgt und die Auswahl dann dem Vermieter überlässt. Beim Zustandekommen des Auftrags soll der Mieter die Materialkosten und Vermieter die Lohnkosten des Handwerkers tragen.

Drei Kostenvoranschläge wurden vom Mieter eingeholt.

Vermieter wählt sich einen Betrieb aus, Mieter unterschreibt den Kostenvoranschlag und erteilt dem Handwerker den Auftrag.

Handwerker erledigt die Arbeit.

Mieter erhält Handwerkerrechnung und schickt diese dem Vermieter zu, mit der Bitte um zugesagte Lohnkostenübernahme.

Vermieter verlangt sowohl eine Rechnung vom Handwerker, die auf den Vermieter ausgestellt ist als auch die "Splitting" der Rechnung - ein Teil soll auf den Mieter (Materialkosten) ausgestellt sein, ein Teil (Lohnkosten) auf den Vermieter. In der Rechnung sind diese beide Teile bereits separat ausgewiesen.

Fazit und aktueller Stand:

Handwerker weigert sich, die Rechnung auf zwei Adressen zu splitten, ist ihn "zu viel G'schäft für so einen kleinen Auftrag".

Vermieter weigert sich, sein Teil die Rechnung zu bezahlen (aus "steuerlichen Gründen") , die nicht auf ihn ausgestellt ist.

Seinen Kostenanteil (Materialkosten) hat der Mieter an den Handwerker bereits überwiesen.

Ideen, Tipps und Tricks für den Mieter? Wie sollte man in dieser Situation korrekt vorgehen?

Danke im Voraus.

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ratlose mama
Status:
Praktikant
(935 Beiträge, 392x hilfreich)

Einfacher wäre es sicherlich gewesen dem Handwerker vorher mitzuteilen, dass er 2 Rechnungen ausstellen soll. Die Materialkosten auf deinen Namen, die mit dem Arbeitslohn auf den Namen des Vermieters.

Es ist ja verständlich, dass er die Renovierungskosten/Modernisierungskosten, die er hat, auch steuerlich geltend machen möchte. Das geht aber nur, wenn die Rechnung auch auf seinen Namen ausgestellt ist.

Jetzt hast du erstmal das Problem, dass du auf der Rechnung stehst und daher erstmal beides zahlen musst. Oder eben dich mit dem Handwerker einigen, dass er die Rechnung korrigiert (und ja für ihn bedeutet es tatsächlich Aufwand)

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83456 Beiträge, 34342x hilfreich)

Zitat (von alya_teufelchen):
Beim Zustandekommen des Auftrags soll der Mieter die Materialkosten und Vermieter die Lohnkosten des Handwerkers tragen.

Könnte bedeuten eine Rechnung für den Mieter, eine Rechnung für den Vermieter.



Zitat (von alya_teufelchen):
Handwerker weigert sich, die Rechnung auf zwei Adressen zu splitten, ist ihn "zu viel G'schäft für so einen kleinen Auftrag".

Und ich fürchte es gibt auch keine Rechtsgrundlage ihn zu zwingen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(12817 Beiträge, 5189x hilfreich)

Zitat (von ratlose mama):
Es ist ja verständlich, dass er die Renovierungskosten/Modernisierungskosten, die er hat, auch steuerlich geltend machen möchte. Das geht aber nur, wenn die Rechnung auch auf seinen Namen ausgestellt ist

Dann hat der Vermieter aber vorab darüber zu informieren!
Ich sehe hier eine Zusage des Vermieters, dieser Zusage hat er nachzukommen. Eine separate Rechnung war nicht vereinbart. Es lässt sich jetzt trefflich darüber diskutieren, ob man eine separate Rechnung als selbstverständlich ansehen müsste.
Meine Meinung dazu: Nein, der VM muss vorher sagen unter welchen Umständen er die Kosten übernehmen wird.
Meiner Meinung nach steht er also in der Pflicht zu zahlen.

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#4
 Von 
alya_spock
Status:
Beginner
(111 Beiträge, 71x hilfreich)

Zitat (von ratlose mama):
Einfacher wäre es sicherlich gewesen dem Handwerker vorher mitzuteilen, dass er 2 Rechnungen ausstellen soll. Die Materialkosten auf deinen Namen, die mit dem Arbeitslohn auf den Namen des Vermieters.(...)
Das habe ich auch getan - bevor ich den KV unterschrieb. Schriftlich sogar ...

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#5
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(12817 Beiträge, 5189x hilfreich)

Zitat (von alya_teufelchen):
Das habe ich auch getan - bevor ich den KV unterschrieb. Schriftlich sogar ...

Da waren sie wieder, die kleinen Details, die "vergessen" wurden zu erwähnen. Wurde der Auftrag also nur unter der Voraussetzung erteilt, dass es 2 separate Rechnungen geben soll und hat der Handwerker dem konkludent, durch die Annahme des Vertrags, zugestimmt dann hat er auch 2 Rechnungen zu erstellen.
ICH würde daher so vorgehen, dass ich das Material bezahlen würde und unter Hinweis auf die Absprache vor dem Auftrag, die weitere Zahlung zurückhalten würde.

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#6
 Von 
alya_spock
Status:
Beginner
(111 Beiträge, 71x hilfreich)

Danke Euch. Ich berichte bei Gelegenheit, wie's ausging.
Beste Grüße,
Alya

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#7
 Von 
alya_spock
Status:
Beginner
(111 Beiträge, 71x hilfreich)

Hallo liebe 1-2-3-Runde!

Der Fall ist folgendermaßen ausgegangen:

Mieter ist mit dem Vermieter so verblieben, dass er die Kosten erst mal an Handwerker überweist und dann eine Rechnung selbst an den Vermieter stellt.

Danke noch mal für Euere Hilfe.

Beste Grüße,
Alya

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83456 Beiträge, 34342x hilfreich)

Zitat (von alya_teufelchen):
Mieter ist mit dem Vermieter so verblieben, dass er die Kosten erst mal an Handwerker überweist und dann eine Rechnung selbst an den Vermieter stellt.

Der Mieter hat also auch ein (Bau)Gewerbe?
Ansonsten sehe ich da gewisse Probleme beim Absetzen von der Steuer ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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